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Das neue Heft erscheint am 4. August
DFS: Die pure Verschwendung
Leserreise 2019, Teil 2
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Die Geschichte der Piper Malibu
Allgemeine Luftfahrt und Klimawandel
Annäherung im Luftraum E
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23. Mai 2007: Von Norbert V.H. Lange an Nils Kramer
Richtig.

Habe mal einen Selbstversuch gemacht. Bei mir hatten zwei Tassen Mokka (Espresso) die gleiche Wirkung. Kurzfristig höhere Pulsfrequenz, höherer Blutdruck. Das scheinbare Gefühl leistungsfähiger zu sein. Anschließend rascher „Absturz“ und Erschöpfungsgefühl.

Aber zurück zum eigentlichen Thema:
Sicherlich ist es richtig, dem Erlebnishunger Jugendlicher Rechnung tragen zu wollen.

Aber gibt es da nicht pädagogisch weniger zweifelhafte Möglichkeiten, als lebensgefährliche Luftrennen.

Ist es nicht oberstes Ziel der Flugausbildung, sicherheitsbewußte Piloten auszubilden, die eben gerade nicht an die Grenzen gehen, sondern auf der sicheren Seite bleiben sollen?

fragt sich
Norbert V.H. Lange
24. Mai 2007: Von Alexander Stöhr an Norbert V.H. Lange
Sie haben theoretisch Recht.

Der hunger der Jugendlichen, Spannung zu erleben, wird nie und nimmer durch pädagogisch "wertvolle" Veranstaltungen gedeckt werden. Die Jugend bleibt zudem aus, wenn die Veranstaltungen auf 1000m als solche erkannt werden. Nein, da muß schon schwereres Geschütz aufgefahren werden.

Die Gefahr ist bei dieser Art von Rennen noch gar nicht einschätzbar, da nicht ausreichend Zeit geflogen worden ist, um eine statistisch solide Basis aufzustellen. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle, ist die verspürte Angst durch die den meisten Menschen doch sehr fremde Vorstellung, selbst ein Fluggerät zu lenken, überhöht.

Meine feste Überzeugung ist es, daß das Fliegen - sowohl als Sport als auch als Verkehrsmittel - in möglichst vielen Facetten dem breiten Publikum bekannt gamcht werden sollte: Von dem selbstgebauten Trike bis hin zum von Könnerhand gelenkten Hochleistungsrenner, von der C152 bis zum Business-Jet. AL ist einfach so mannigfaltig. (Beim Automobil gibt es auch die Bandbreite von VW-Blasen bis Pebble Beach)

Was mir an diesem Luftrennen besonders gefällt ist die Volksnähe: der Motorkunstflug hat den Schwerpunt zu sehr auf Präzision gelegt und findet in zu großer Entfernung zum Publikum statt. Hierdurch mangelte es etwas an Erlebbarkeit.

Was jetzt getan werden muß, um sowohl die Sicherheit der Zuschauer als auch die der Teilnehmer zu garantieren, ist noch zu erarbeiten. Zurück zum Alten wäre aber nicht der richtige Weg, da das für die Allgemeinheit einfach zu langweilig war. Erst wenn das Thema breit diskutiert wird, sollte dann eine Entscheidung über das Luftrennen fallen. Die Befürchtung, die das Ansehen der AL könnte Schaden nehmen ist m.E. eher einen Schmunzler wert, da die AL in der Öffentlichkeit einfach nicht stattfindet!

Zu den Grenzen: Um innerhalb der Grenzen zu bleiben muß ich diese kennen, d.h. erlebt haben! Im Sport geht es darum Grenzen zu verschieben, das ist der ganze Zweck. Reglements sichern den fairen Wettbewerb und halten die Risiken kalkulierbar. Aber es ist und bleibt zweck des Sports, Grenzen zu überschreiten.

Wieviele Zuschauer hat ein F1-Rennen und wieviele eine Gleichmäßigkeitsfahrt?
24. Mai 2007: Von Intrepid an Alexander Stöhr
Es ist ja schon schlimm genug, wenn eine Flugveranstaltung mit einem F1-Rennen verglichen wird. Fliegen sollte irgendwann einmal ein anderes Ansehen bekommen, ein ernsthaftes und kein tollkühnes! Bis jetzt ist das noch nicht gelungen und die Redbull Air Races sind ein Schritt zurück.
24. Mai 2007: Von Max Sutter an Intrepid
Haben wir denn fast nur lauter Spaßbremsen bei der Forenleserschaft?

Es ist doch so wie beim Essen: Vieles, was schmeckt, ist leider ungesund und/oder macht dick. Trotzdem soll es ein paar Anti-Hungerleider geben, welche sich ab und zu ein tolles Essen gönnen.

So wenig, wie man die Formel 1 an den Kriterien der Ökologie aufhängen kann, so wenig kann man die tieffliegerische Tempobolzerei an den Kriterien einer sicherheitsoptimierten Privatfliegerei aufhängen. Wichtig ist nur, dass trotz des beabsichtigten Nervenkitzels die Sicherheit der Zuschauer oberste Richtschnur bleibt.

Nicht alles, was Spaß macht und Zuschauer anzieht, ist immer auch vernünftig. Aber die mit der Veranstaltung stimmige Werbung lockt halt etwa 10'000 mal mehr Zuschauer an als alle Verlautbarungen des Aeroclub-Vorstandes zusammen. Die Chance, dass auf diese Weise zukünftige Privatpiloten gewonnen werden, ist mindestens so groß wie mit den bisher angewandten konventionellen Werbemethoden. Sehen wir das Ganze doch mit einer gewissen gelassenen Toleranz, das Leben ist schließlich ernst genug.
24. Mai 2007: Von Alexander Stöhr an Intrepid
Was ist denn bitteschön ernsthaft am Fliegen? Am Fliegen selbst; die Tatsache daß geflogen wird? Oder; was ist daran besonders spaßig? Rein gar nichts, absolut nichts.

Bitte vermengen Sie nicht IHRE persönliche Auslegung Ihrer eigenen Zeit in der Luft mit den übrig möglichen. Es gibt nicht nur eine einzig richtige Art zu fliegen.

Die Sicherheit der Zuschauer betone ich (zum X-ten mal) steht hier überhaupt nicht zur Disposition.

Alles findet erst dann weite Verbreitung (und Schutz), wenn man auch unvernünftige Dinge damit anstellen kann: Computer, Automobil, Fallschirm, usw... Ich persönlich halte z.B. nichts davon, mit einem Rettungsgerät einfach nur zum Spaß aus einem funktionstüchtigem und fliegendem Flugzeug auszusteigen. Ich bin Segelflieger, mein Fallschirm ist für mich ein SEHR ernsthaftes Rettungsgerät. Für mich.. für andere ist es eben etwas anderes.

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