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Das neue Heft erscheint am 4. August
DFS: Die pure Verschwendung
Leserreise 2019, Teil 2
Oshkosh AirVenture 2019
Die Geschichte der Piper Malibu
Allgemeine Luftfahrt und Klimawandel
Annäherung im Luftraum E
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19. Mai 2007: Von reiner jäger an Heimo Kandler
Wenn sich jemand das erste Mal zu mir ins Auto setzt,verläuft das ganz normal. Da kommt keiner auf die Idee mich zu bitten, ich solle nicht im drift um die Kurven fahren, und den Standstreifen nicht zu befahren.......
Bei den meisten, die sich zu mir in den Flieger setzen kommt erstmal so ein Satz wie: .....bitte keinen Looping fliegen..... . Nie käme ich auf die Idee sowas zu machen, weil erstens mag ich das sicher nicht, zweitens kann ich keinen Looping, drittens darf ichs auch garnicht und mein Flugzeug kanns auch nicht und überhaupt gehört es sich nicht Leute in Angst zu versetzen.
Aber wir haben halt so einen komischen Ruf, daß wir dauernd so Harakiri-Zeugs machen. Ob da eine Veranstaltung wie ein Air-Race geeignet ist das Bild gerade zu rücken, glaub ich eher nicht.

P.S.: Danke für den "Igel"
19. Mai 2007: Von Heimo Kandler an reiner jäger
Nein - das denke ich eben auch nicht. Die "air-races" befriedigen lediglich die Sensationslust der Massen, wie bei den alten Römern die Gladiatorenkämpfe, die Formel 1 auf den Rennstrecken dieser Welt und der Abfahrtslauf von Kitzbühl - aber nur, wenn's ordentlich einen zerlegt. "Es lebe der Sport, der ist g'sund und mocht uns hoat ...."

Viele Leute gehen sicher mit der unbewußten oder auch versteckten "Hoffnung" hin, na vielleicht passiert ja direkt vor meinen Augen was ganz spektakuläres. Wenn "andere" zu schaden kommen, ist das ja vielleicht nur "tragisch" und "phaaaaa", nur selbst darf mir natürlich nichts passieren sonst habe ich ja zu Hause nix zu erzählen.

Und den Jahrmarktcharakter derartiger Veranstaltungen darf man natürlich auch nicht vergessen. "Da rührt sich schließlich was" und zu Futtern und Trinken gibts auch jede Menge. Und selbst Sport treiben muß man auch nicht, sondern nur sitzen, futtern, trinken und gucken.

Soviel zum Phänomen der Massenveranstaltungen a la air race und ähnlichem.

Deshalb neige ich sehr stark zur Meinung, diese keinesfalls an neuralgischen Punkten mitten in den Städten zu veranstalten. Aber ich denke, die Veranstalter werden sich davon nicht abhalten lassen, denn wo Massen sind gibts viel Geld zu verdienen. Passiert etwas schreckliches, muß es der Veranstalter nicht aber die Allgemeinheit der Piloten ausbaden.

Heimo###-MYBR-###www.proluftfahrt.de
###-MYBR-###
21. Mai 2007: Von Eustach Rundl an Heimo Kandler
Guten Tag Freunde,

Mensch endlich getraut sich jemand! Hab schon immer wieder mal ... aber man will ja nicht als Netzbeschmutzer seiner Leidenschaft dastehen: Das Red Bull Air Race ist Schwachsinn wie die Formel eins. Bewunderns- und fürchtenswert ist das Alter der Akteure und wo sie tun, was sie tun: in Bodennähe.
Die Figuren in 1000 mtr sind nichts Besonderes und Acro-Basics.

Ich denke aber, dass der GA mit dem Zirkus ein Bärendienst erwiesen wird: Laut, ökologisch völlig unkorrekt, pubertär anachronistisch. Als ich gefragt wurde, warum ich mir als passionierter Pilot, das nicht anschaue, sagte ich: " Nö im Segelflugzeug kann ich das allein, leise und ohne Gefährdung anderer selbst machen.." Ich erntete erstauntes Nachdenken.
21. Mai 2007: Von Alexander Stöhr an Eustach Rundl
Die Formel1 mag Schwachsinn sein (ein Auto fährt mit einem unverhältnismäßig hohen Verbrauch 2h im Kreis und kommt nicht aus der Stadt...) Dennoch apelliert die Sportart (meinetwegen auch in "") an tiefverwurzelte Instinkte. Ob das, nach langer Überlegung Grund genug ist, will ich nicht klären.

Eines steht jedoch fest, die Veranstaltung ist ein Publikumsmagnet und führt in einer Art "Volkssport/- spektakel" das Fliegen dem (nichtfliegenden) Bürger näher. Ja, Red Bull Air Race hat nichts mit GA zu tun. Aber ebensowenig hat F1 vordergründig etwas mit Autofahren zu tun.
Dennoch gibt es in beiden Beispielen (Auto<>F1|GA<>AirRace) eine Querverbindung, nicht nur technischer Natur.

Jetzt gilt es herauszufinden, ob (unabhängig von der eigenen Meinung!!!) die Akzeptanz für die GA bei den Nichtfliegern durch das Luftrennen nachhaltig (gut oder schlecht) beeinflußt wird. Nur davon würde ich eine nach außen kolportierte Meinung abhängig machen. Die GA muß bekannter/beliebter werden, vor allem bei der "Jugend" (0-40 Jahre). Die höheren Altersgruppen ändern ihre Ansichten nicht ganz so schnell, sollten daher nicht Schwerpunkt des Ansatzes bilden: Die Jugend ist der Pilot von morgen. Nur wenn der Anteil an Piloten in der Bevölkerung steigt, ist mehr Verständnis für unsere Sache zu erwarten. Die Fliegerei hat ohnehin den Ruf des Altmännersports und/oder der Bonzenbespaßung. Daß dies falsch ist, interessiert überhaupt niemanden! Daher gilt es, das Bild in der Öffentlichkeit zu wandeln.

Ich erhoffe mir vom RB AirRace, daß irgendwann Piloten ohne eigenes Flugzeug ein Cockpit bekommen, so daß das Vermögen von der Fliegerei am Steuerknüppel getrennt wird. Auch eine nationale Serie wäre denkbar, mit etwas anderer Streckenführung (weniger 3D anteil), um Pilotennachwuchs zu gewinnen.

Als Beispiel nenne ich dazu gerne das Snowboarden; als Ski-Fahrer, nun, mag ich Snowboarder nicht wirklich. Aber es bringt die Jugend in die Berge. Ob sie sich dann im Après besaufen oder vielleicht doch mal lieber etwas früher aufstehen um mal eine Gams zu sehen... können sie erst entscheiden, wenn das "auf dem Berg sein" eine gewohnte Sache ist. Der Weg dahin mag sicher nicht immer geradlinig sein, aber neue Müssen gefunden werden, da der fliegerische Nachwuchs einfach fehlt. Ja und jetzt behaupte doch einer, bei sich im Verein Xy könne man nach alter Weise noch ausreichend Nachwuchs "rekrutieren": es tut nichts zur Sache, es ist einfach nicht genug.
21. Mai 2007: Von Oliver Giles an Heimo Kandler
>>..der is g´sund und macht uns hoat...<

SO IST ES!!!
Ein Sturz bei 120 kmh,entlockt uns ein entzücktes "hoppala",
und legt ...sich einer in den Schnee,schmeckt erst so richtig der Kaffee...
###-MYBR-###Andererseits...
In einer Zeit in der Bürokratie u.andere Faktoren das Leben der Menschen bis in privateste Bereiche hinein"plattregulieren"und man schon bald nicht mehr aufs Klo darf ohne schriftlichen Antrag bei der Umweltbehörde,
BRAUCHT der Mensch Gelegenheiten seine pubertären oder sontwie infantilen Triebe zu befriedigen,und sei es nur als
Zuschauer.
Deshalb gibt es überhaupt Formel1 und andere Spektakel.

Aber es ist schon RICHTIG u. WICHTIG,daß Sicherheit an erster
Stelle stehen muß,besonders die der Zuschauer.
Die Veranstalter solcher(nach meiner Meinung nicht durchweg
fragwürdiger)Spektakel, sollten sich mal gut überlegen
wie sie die sicherheitsrelevanten Parameter gestalten,
-Freizonen,Abstände,Sicherheitshöhen etc.,und natürlich
die Wahl SINNVOLLER locations,
Innenstadtbereiche sind da wirklich nicht "der Hecht".

Bemerkenswert:
Die Berichterstattung hierzu ist überwiegend positiv,ja sogar
z.T.bewundernd,kein Wort über Lärm,Schadstoffausstoß,
Feinstaub etc.,aber wenn irgendwo ein UL-Gelände aufmachen
will,sind -zumindest lokale u.regionale-Medien gleich wieder
heiß dabei die nächste "Dummschwätzorgie" zu inszenieren.

Naja,wen wunderts noch....

mfG OLVIS

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