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Jobs und Berufserfahrung | Mit Anfang 40 noch in die komm. Luftfahrt starten?  
11. April 2026 10:15 Uhr: Von Thomas Pil 

Hallo an alle,

ich bin Inhaber einer PPL-A Lizenz (inkl. NFQ, ca. 100 h PIC) und prüfe gerade die Machbarkeit mit Anfang 40 noch in die kommerzielle Luftfahrt zu starten. Dabei wäre mir wichtig zu erfahren, wie die Jobchancen (speziell im Raum NRW) für die Business Aviation aussehen. Eine Airliner Karriere habe ich nicht im Blick, würde also einem Operator auch länger die Treue schwören.

Von Berufswegen her bin ich Ingenieur, vor der Lernerei habe ich keine Angst. Auch finanziell könnte ich die Hürde hin zum CPL MEP IR inkl. frozen ATPL nehmen, aber das würde ich nur tun, wenn deutlich wird, dass es auch Angebote für non-rated Piloten gibt. (Ein type rating würde ich nicht selbst zahlen. Da hört's dann auf.) Das ganze ist nicht zeitkritisch, ich kann auch 1 - 2 Jahre warten, bis der erste Job da ist. Und ja: ich wäre bereit, unregelmäßige Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen. ;)

Eure Meinung wäre mir sehr wichtig und eine große Hilfe bei der Entscheidung.

Danke & Gruß
Thomas

11. April 2026 11:43 Uhr: Von Tobias Schnell an Thomas Pil Bewertung: +4.00 [4]

Dabei wäre mir wichtig zu erfahren, wie die Jobchancen (speziell im Raum NRW) für die Business Aviation aussehen [...] Ein type rating würde ich nicht selbst zahlen

Das wird die Jobchancen in der Business Aviation ganz erheblich einschränken... Gesponsorte Typeratings gibt es in dem Segment kaum, und für "Anfänger" schon gar nicht.

11. April 2026 12:13 Uhr: Von ingo fuhrmeister an Tobias Schnell

hallo tobias....deine antwort 100% ok

leider...werden sich dann immer weniger f eine ausbildung entscheiden, wenn die firmen sagen...wir zahlen

kein typrating...o.ä. irgendwie müßte da ein umdenken einsetzen...oder liege ich da falsch?

11. April 2026 13:57 Uhr: Von Rolf _PA46 an Thomas Pil Bewertung: +3.00 [3]

Hallo Thomas,

ich kenne niemanden, der das erfolgreich gemacht hat, dafür aber mehr als eine Handvoll an Personen, die immer noch (wegen Abbruch der ATPL-Ausbildung) oder wieder (aufgrund der Enttäuschung) in ihrem ursprünglichen Beruf arbeiten.

Fliegen ist klasse, aber für andere nach deren Gusto? Etwas provokant, siehst du dich, 5 Trust Fund Babies die Koffer für ihren Flug nach Sylt in die Falcon einladen? Als Ingenieur kannst du dir das Fliegen nach deinen Vorstellungen heute leisten.

Nur als Anregung, wenn du programmieren kannst und mit AI basiertem Coding vertraut bist oder Softwarevertrieb im SAP Umfeld kennst, ping mich gerne direkt an und ich kann mit spannenderen und wahrscheinlich besser bezahlteren Aufgaben helfen.

11. April 2026 14:10 Uhr: Von F. S. an Thomas Pil

Möglich wäre auch, die als Ingenieur eine Job in einem luftfahrtnahem Betrieb zu suchen und dann von dort in den "fliegenden Dienst" zu wechseln. Oder Du heuerst als Ingenieur bei einem flugverrückten Mittelständler an (Viessmann oder so), lernst den Chef kennen und überzeugst den, in den Flugdienst zu wechseln.

Alles nich sonderlich wahrscheinlich - aber immer noch wahrscheinlicher, als dass Dir jemand als Fluganfänger ein Jet-Typerating bezahlt.

11. April 2026 14:12 Uhr: Von thomas _koch an Thomas Pil Bewertung: +1.00 [1]

"Da hört's dann auf."

Siehst Du, das ist genau der Grund, warum es ein 40+ Berufsanfänger mit Lebenserfahrung (oder nicht so freundlich ausgedrückt: einer gewissen Attitude) deutlich schwerer hat, einen Cockpitjob zu finden.

Es ist durchaus möglich, dass Du für Dich eine Nische in der Fliegerei findest. Kontakte und ein Netzwerk wären hilfreich, vielleicht kannst Du aber auch mit Deiner Zusatzqualifikation und Bereitschaft 50/50 zu arbeiten punkten.

11. April 2026 15:06 Uhr: Von ingo fuhrmeister an thomas _koch

die NASA sucht noch astronauten für die marsbesiedelung...+ 44 aufwärts...:-))

11. April 2026 16:20 Uhr: Von M. St. an ingo fuhrmeister Bewertung: +3.00 [3]

Könnten die dich nicht gleich mitnehmen?

11. April 2026 16:34 Uhr: Von Thomas Pil an Rolf _PA46

Zum Thema Type Rating: kann man mit Firmen darüber nicht sprechen? Ist das immer direkt ein no-go? Korrigiert mich gerne, wenn ich da falsch liege, aber ich kann verstehen, wenn Firmen ein Type Rating nicht bezahlen wollen, wenn der Jungspund bei der erstbesten Gelegenheit endlich als FO Linie fliegen darf und mit dem rating abhaut. Da will ich gar nicht hin. Und an Jet hab ich ebenso wenig als ersten Schritt gedacht. SET hab ich eher als Einstieg im Blick. Wenn ich also bereit bin längerfristig bei einer Firma/einem Operator zu bleiben, was Planungssicherheit für beide gibt, warum sollte das Type Rating nicht gesponsort werden? Oder warum sollte man sich das nicht teilen? Infos und Einblicke zu den Hintergründen fänd ich sehr spannend.

Allgemein sehe ich aber häufig in Foren, dass zum Thema BizAv schnell die worst case Szenarien konstruiert werden. Solange mir die Trust Fund Boys nicht ins Cockpit kotzen, flieg ich die Jungs gerne rum.

11. April 2026 16:37 Uhr: Von ingo fuhrmeister an M. St.

Und dann? Dann versinkt die welt im chaos...endgültig...aber auch aufm mars gibts starlink..du müßtest mich weiter ertragen...

11. April 2026 17:32 Uhr: Von F. S. an Thomas Pil Bewertung: +6.00 [6]

Aus Sicht eines Arbeitgebers ist es doch relativ einfach:

1.) Es gibt genügend junge, hoffnungsvolle CPLer, die bereit sind, ihr Typerating selber zu zahlen. Diese haben sogar typischerweise den Vorteil, dass sie nicht auf NRW beschränkt sind, sondern man sie eher mal an eine andere Base versetzen kann.

2.)Wenn es davon grad keine gibt, dann gibt es auch viele fertige CPLer mit drölfizg-tausend Flugstunden als FI oder so, die für so einen Deal auch offen sind. Gerade im SET Segment kenne ich zwei Fälle, in denen ein Owner-Pilot seinen Safety-Pilots das TR "geschenkt" hat. DIe hatten aber extrem viel Erfahrung und wurden deswegen auch klar als Safety wahrgenommen - hatten nur das falsche TR.

3.) Selbst wenn man aus diesen beiden Gruppen niemanden findet: Trotz Deiner Beteuerungen kann man auch keinen Ü40 Piloten zum Arbeiten zwingen. Wenn Du nach dem TR beschliesst, Du willst da nicht mehr arbeiten, dann arbeitest Du da nicht mehr. Daher wird jede solche Finanzierung eben am Ende doch nur ein Kredit sein, den Du dann über einen gewissen Zeitraum abarbeiten musst (bzw. zurück zahlen, wenn Du doch früher gehst).
Gerade weil Du Ü40 bist, einen normalen Job hast und deswegen durchaus auf der Bank einen Kredit bekommen würdest: Was ist der Vorteil daran, wenn Dir ein (normalerweise eher liquiditätsschwacher) Flugbetrieb diesen Kredit gibt an Stelle einer Bank, die das geweblich macht ?!?

Daher- Auch wenn Dir hier sicher alle viel Glück wünschen, ist der realistischste Weg für Dich wahrscheinlich der "typische": Nach/neben dem CPL gleich noch den FI machen und dann IRI. Damit kannst Du dann bezahlt viele Stunden und Erfahrung sammeln und Dein Netzwerk in der Branche aufbauen. Und dann ergibt sich vielleicht eine Gelegenheit.

Aber natürlich spricht auch nix dagegen, die AOCs in Deinem Umfeld abzutelefonieren, ob Dir nicht doch eine eine sponsored Ausbildung anbieten will...

P.S.:
Weil Du danach gefragt hast nicht als Korrektur, sondern nur meine Einschätzung dazu:
Ich würde bei einem Ü40 Einsteiger ohne signifikante Flugerfahrung das Risiko, dass er "hinschmeist" viel höher einschätzen, als das Risiko, dass ein 22jähriger doch noch kurzfristig das Traumangebot von der Hansa bekommt.
Die Gründe dafür können vielfältig sein: Angefangen damit, dass man feststellt, dass so ein Job mit praktisch 24x7 Bereitschaft doch größere Auswirkungen auf das gewohnte soziale Leben hat bis zu der Frage, ob man die persönliche Gefühlslage nicht unterschätzt hat, wenn man unter dem Druck eines kommerziellen Flugbetriebes Anflüge zwischen Gewittern ans Minimum fliegen muss.
Gerade der Bedarfsflugbetrieb ist zwar für viele ein Berufstraum - ich kenne aber einige, die dann recht schnell festgestellt haben, dass es nicht der Traumberuf ist.

11. April 2026 19:59 Uhr: Von P.B. S. an Thomas Pil Bewertung: +0.00 [2]

Ü14 mit 100h ok, das wäre was - Ü40, mit 100h PIC und dann Commercial?

Come on, seriously?

Oder ist das ein Schreibfehler und du hast die 1.500h min. private OPS auf der Uhr?

Wie wäre es mit erst mal Papua und Stunden schrubben bei Susi Air (wobei Susi, meine ich, auch min 250h vor einem Erstgespräch sehen will).

11. April 2026 20:06 Uhr: Von Joachim P. an Thomas Pil Bewertung: +8.00 [8]

Die Diskussion mit dem TR führt am Thema vorbei.

Du bist Ingenieur und hast Bock auf einen Job, bei dem 2/3 Deines aktuellen Gehalts wegbrechen?

Variante 1: Du hast mit Erbe oder Bitcoins ausgesorgt? Kein Problem, dann kannst Du auch das TR bezahlen.

Variante 2: Du willst eine kleinere Wohnung, Auto und Kinder verkaufen, weniger Urlaube machen usw um Deinen finanziellen Footprint zum neuen Job passend zu machen? Kein Problem. Reduziere den Footprint jetzt und wechsle erst in 10 Monaten in den Job mit dem kleinen Einkommen, schon hast Du das TR rausgespart.

11. April 2026 20:14 Uhr: Von Bernhard Tenzler an Thomas Pil Bewertung: +1.67 [2]

Ich glaube Du hast schon eine Menge zutreffender Einschätzungen erhalten. Andererseits, was hält Dich davon ab, einfach mal mit der Theorie zu beginnen? Das finanzielle Invest dafür ist zunächst überschaubar. Ein Instrument Rating willst Du vielleicht sowieso erwerben? Dann besteht der "potential waste" eigentlich nur noch aus den Multiengine Stunden (ca. 15.000€?)

P.S. Ich kenne aktuell 2 Fälle, die es durchgezogen haben und keinen Job gefunden haben. Über die letzten Jahre noch einige mehr - aber auch einen, der schliesslich einen Airline Job ergattert hat.

11. April 2026 21:40 Uhr: Von Thomas Pil an Bernhard Tenzler Bewertung: +0.67 [2]

Danke, das ist eine der wenigen konstruktiven Antworten hier. Ich nehme gleich mal (indrekt) Stellung zu einigen der Antworten hier.

Ob 2/3 meines Gehalts wegbrechen und ich damit klarkomme? Was hat das mit meiner Frage zu tun? Mein Gehalt oder meine Einnahmen und meine Vermögensauf- und einstellungen gehen hier keinen etwas an.

Come on, seriously? Hab ich gesagt, ich will mit 100 h PIC einen Jet kommerziell fliegen? Auch das Statement ist komplett an meiner Frage vorbei. Gerne mache ich meine 500 h voll, wärhend ich warte und arbeite, als FI meinetwegen. Das wäre eine machbare Sache und eine hilfreiche Antwort. Stattdessen kommt Susi Air...

Eine Idee ist, das Type Rating tatsächlich selbst zu zahlen, ok. Wenn ich nicht falsch liege, dann sind die meistgeflogenen SET die PC12 und die TBMs dieser Welt. Mal angenommen, ich würde die Hürde CPL/IR und TR SET nehmen. Wie stehen dann meine Chancen?

Und mögen bitte nur noch Leute antworten, die wirklich Ahnung vom Markt und den Chancen haben... ich danke im Voraus. Von Susi Air und Kinder verkaufen hab ich genug.

11. April 2026 22:04 Uhr: Von T. Magin an Thomas Pil Bewertung: +5.00 [5]

Der Kollege, der die Kinder verkaufen will, drückt sich gerne sarkastisch und einen Hauch überzogen aus, hat aber wohl tatsächlich sehr praktische Erfahrung auf genau dem Feld, das Du im fortgeschrittenen Alter noch beackern willst. Ja, in diesem Forum ist es am Anfang sehr schwer Rat von Unrat zu unterscheiden. Das ist aber in der realen Fliegerei auch nicht anders.

11. April 2026 22:32 Uhr: Von Michael Huber an Thomas Pil Bewertung: +1.00 [1]

Hallo Thomas,

du möchtest es anscheinend unbedingt, die Ausbildung kostet Zeit, Nerven und einiges an Geld.

Weshalb lässt du es dann an dem TR scheitern?

Im Vergleich zu den Rest-Kosten ist es doch noch überschaubar und erhöht deine Chancen anscheinend ungemein...

VG Michael

11. April 2026 23:10 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Thomas Pil Bewertung: +9.67 [10]

Sorry, Thomas, aber Du hast da insgesamt aus allen Post´s gerade eine sehr realistische Einschätzung erhalten. Als "Neuer in diesem Forum" kannst Du vielleicht nicht die verschiedenen Nuancen herauslesen. Jeder der Schreibenden hat dies in dem ihm eigenen, individuellen Stil gemacht, aber da steckt schon sehr viel Wahrheit drin. Wieviele Kinder von gut situierten Eltern gibt es in Deutschland (und: nein, das sind auch nicht alles Dödel oder sogar Trottel !), die gerade eine solche Ausbildung durchlaufen ? Und viele dieser Eltern stecken nur zu gerne noch weitere 50.000,-- oder so in die Ausbildung des Nachwuchses, wenn dieser dafür dann die Eintrittskarte in ein Cockpit lösen kann. Ich verstehe Deine Enttäuschung, aber was hier geschrieben steht, ist die ungeschminkte/ungeschönte Wahrheit. Manchmal ist dies besser, als wenn Du diese hinterher erkennst...

Ich habe meine Ausbildung mit Anfang/Mitte 20 gemacht. Ich musste nie zu einer Prüfung zweimal antreten. Ich hatte damals aber weder irgendeinen Bekannten in der Luftfahrt, der mir Tipps geben hätte können, noch ein Internet-Forum. Ich schaffte es nicht, beruflich Fuß zu fassen, obwohl ich einerseits eine technische Ausbildung zum HTL-Ingenieur als Jahrgangsbester abgeschlossen hatte, und andererseits genau Deine "Attitude" in mir hatte, was meine Einstellung bezüglich Loyalität gegenüber einem Arbeitgeber, der mir ein Cockpit bietet, als auch die Bereitschaft, 24/7 vom Arsch der Welt aus zu arbeiten, betrifft.

Ich entschloß mich dann, den Betrieb meiner Eltern weiterzuführen. Was ich mittlerweile erreicht habe (auf beuflicher, auf finanzieller als auch auf privater Ebene), wäre mir mit einer Tätigkeit als Berufspilot wahrscheinlich nur schwer möglich gewesen.

Fast 10 Jahre nach der Entscheidung, dass ich mich nicht mehr um einen Job bemühe, landete ich durch einen sehr guten Freund im Cockpit einer SET. Es war "nur" ein kleiner Jetprop. Der ist aber auch FIKI-zugelassen, kracht mit 265 KTAS in FL270 durch ganz Europa... Das Flugzeug wurde von uns single hand im Werksverkehr kreuz und quer bei jedem Wetter durch Europa geflogen. Geile Zeit !!! Aber auch oftmals. "Scheiße, warum tust Du Dir das an ?". Geld gab´s dafür so gut wie keines (die "tägliche Aufwandsentschädigung" war nicht der Rede wert...). Ich machte das ca. 7 Jahre lang...

Mittlerweile fliege ich nur noch zum Spaß eine alte Mooney durch die Gegend (gibt hier einen Thread über meine Entscheidung, ein eigenes Flugzeug anzuschaffen). DAS war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben. Ich habe 2 Kinder, mein Erwerb ist gesichert, meine Ehe stabil. Meine Regierung daheim trug und trägt die Anschaffung des eigenen Fliwatüt als Männerspielzeug zu 100 Prozent mit. Als Familie macht es Spaß, schnell mal von Innsbruck aus über´s Wochenende nach Elba zu fliegen, oder zum Mittagessen nach Venedig...

Den Jetprop flog ich beinahe 1.000 Stunden. Kein einziges mal landete das Flugzeug dort, wo ICH wollte, sondern immer nur dort, wo der Chef gerade hinmusste oder wollte...

Es ist Deine Entscheidung, und wenn Du tatsächlich (zumindest für die ersten Jahre Deines Fliegerlebens mit hoher Wahrscheinlichkeit) sowohl auf viel einteilbare Zeit in Deinem Leben als auch auf einen wesentlichen Teil Deines Salärs als Ingenieur verzichen kannst, und Deine Familie das auch rückhaltslos akzeptiert, kannst Du auf diesem Weg tatsächlich glücklich werden, und ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute dafür ! Wenn aber Dein Leben eigentlich sehr gut eingerichtet ist, Du Dich nicht jeden Tag mit absolutem Widerwillen zu Deiner Tätigkeit schleppst, dann empfehle ich Dir, dass Du möglichst viel fliegst (der PPL ist nur die Eintrittskarte dafür, dass Du dich aviatisch weiterbildest !!!), dass Du Deinen Horizont erweiterst, indem Du auf komplexere, schnellere Muster kommst, in diesem Zuge dann Deine CPL/IFR machst. Vielleicht ergibt sich dann was, wo Du neben Deienr beruflichen Tätigkeit auch in der Luftfahrt reüssierst...

P.S.: was "Susi-Air" betrifft: aus heutiger Sicht sehe ich es als sehr großen Fehler an, dass ich mich damals nach meiner Ausbildung nicht WELTWEIT umgesehen habe... war aber auch schwieriger: als Österreicher machte ich bewusst die Ausbildung in D, weil es schon ein großes Theater war, mit einer österreichischen Lizenz bei großen Arbeitgebern (LH, Hapag, Air Berlin etc.) überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden (Tenor: "Schauen Sie erst mal, dass sie eine Lizenz erhalten, mit der Sie ein D-reg. fliegen dürfen !"

just my 2 cents...

Edit: und wen ich sehe, was Susi Air - zumindest auf deren website - als minimum requirement für eine Air Tractor verlangt, puuuhhhh, hatte ich Glück, dass ich mit meinen 300 h PIC seitens meines Freundes - und noch viel mehr seitens der Versicherung - für vertrauenswürdig gehalten wurde, den Jetprop zu fliegen...

https://susiair.com/career/requirement#37?cat=Pilot&catsub=air-tractor-at-802-pilot-

12. April 2026 02:05 Uhr: Von Horst Metzig an Reinhard Haselwanter

Nur ein Beispiel aus Österreich ist Nicki Lauda, welcher die Lauda Air erarbeitete, als Einzelperson. Nicki Lauda war auch schon älter als 20 Jahre bei seinen Einstieg als Linenflugpilot.

Die Hoffnung sollte zuletzt aufgegeben werden. Einfach realistisch denkend klein anfangen. Einen gut bezahlten Beruf als Hintergrund, ausreichend private Motorflüge zum CPL sammeln. Dann CPL und nun braucht man eine gute kaufmännische Ader, aber auch Verkaufspsychologie um seinen eigenen Kundenstamm für bezahlte Flüge aufzubauen. Da reicht ein einmotoriges Flugzeug, der Unterschied zum Privatpilot ist, man kann Werbung schalten für gewerbsmässige Passagierflüge. So könnte man als CPL Pilot eigene Flugstrecken anbieten, also nicht ausschliesslich dem Kunden bestimmen lassen wo es hingeht.

Um nur ein Beispiel zu nennen, im Winter Transferflüge in die Wintersportgebiete für gut betuchte Kunden, über das zeitlich kurze Wochenende zu schweizer, österreichischen oder französischen Skigebiete anbieten. Courchevell nur als Beispiel.

Fallschirmspringer absetzen währe auch so eine Möglichkeit. Natürlich gehört auch zu all dem Glück dazu.

12. April 2026 02:25 Uhr: Von Sebastian S. an Horst Metzig Bewertung: +4.00 [4]

Das ist einfach genial, dass da noch keiner vorher drauf gekommen ist.

12. April 2026 02:33 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Horst Metzig Bewertung: +3.00 [3]

Ah, jetzt hab ich´s endlich verstanden. Komisch eigentlich, dass mir dieser einfache, nur den eigenen Willen erfordernde Weg in den letzten 25 Jahren nicht selbst eingefallen ist...

12. April 2026 02:52 Uhr: Von Sven Walter an Reinhard Haselwanter Bewertung: +2.00 [2]

Wir sollten hier im Forum sammeln für eine oder zwei Dash-7, wir haben ja sachkundige ECHTE Experten mit Altiporterfahrung (war die Dash 7 nicht auch in Courchevel? Hab die Artikel länger nicht mehr gelesen). Tirol - Westerland, Tierreisen, Proseccoflüge, NIKI Zwo und so. Garantiert ohne Probleme mit Markenrechten.

Skilandungen in Kühtai, direkt am Stausee. Dank Betarange unproblematisch, und sehr beliebt für Londoner, die direkt am City-Airport einsteigen wollen.

Wir werden soviel Kohle verdienen, dass der selige Mario Adorf den Schimmerlos den Allerwertesten von innen und außen vergoldet hätte.

12. April 2026 03:05 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Sven Walter Bewertung: +2.00 [2]

Möchte nicht wissen, was heute eine solche operation kosten würde, aber war eine coole Sache (Jürgen Hoch, einer jener, die an der Entwicklung der Verfahren für diese operation beteiligt war, wohnt bei mir ums Eck)... Anbei was zum Lesen, wie einfach sowas schon vor beinahe 40 Jahren war: die Tyrolean brauchte dafür 2 1/2 Jahre...

https://dash7.at/files/cvf_involved_beer_compact.pdf

12. April 2026 03:34 Uhr: Von Horst Metzig an Reinhard Haselwanter

Mich würde vielmehr der Grund interessieren, warum Tyrolean Air diese Transferflüge nach Courchevell beendet hatten? Im übrigen möchte ich für mich nicht beanspruchen ein Courchevell Experte zu sein. Ich bin nur ein kleiner sehr bescheidener motorloser Segelflugpilot.

12. April 2026 09:11 Uhr: Von F. S. an Thomas Pil

"Was hat das mit meiner Frage zu tun? Mein Gehalt oder meine Einnahmen und meine Vermögensauf- und einstellungen gehen hier keinen etwas an ... Mal angenommen, ich würde die Hürde CPL/IR und TR SET nehmen. Wie stehen dann meine Chancen?"

Das eine läßt sich vom anderen halt nur schwer trennen, weil die Frage ist ja: Deine Chancen auf Was?
Wenn Du nach einer sozialversicherungspflichtigem 36,5 Stunden Festanstellung mit betrieblicher Altersvorsorge, geregelten Arbeitszeiten und bezahltem Bildungsurlaub suchst, mit dem Du von Tag 1 eine Familie ernähren und die Hypothek für's Haus abbezahlen kannst, dann sind die Chancen Null.
Wenn Du als Freelance-Pilot ab und zu mal die Möglichkeit haben willst, gegen Geld Überführungsflüge zu machen oder als Safety-Pilot mitzufliegen, sind die Chancen gar nicht schlecht (so bald Du so viel Erfahrung hast, dass Versicherungen Dich als Risiko akzeptieren). Und damit könntest Du Dir über Zeit langsam was aufbauen.

Stattdessen kommt Susi Air...

Könnte es sein, dass Dir Susi-Air nix sagt ?!?
Es ist ein ernsthaft sinnvoller Vorschlag, Dich bei Jobs umzuschauen, in denen Deine bisherige Erfahrung im technischen Bereich nicht komplet unnütz ist. Und da sind Flugbetriebe in remote areas eben deutlich erfolgversprechender, als NRW. Wenn Du zur Not den Flieger auf einer entfernten Insel selber so weit reparieren kannst, dass Du zur Base zurück kommst, ist dort halt ein echtes Asset.


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