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Hallo zusammen,
einige Nutzer haben mich angesprochen zum oben genannten Thema.
Ich habe einen Leitfaden für zukünftige ATPL-Absolventen geschrieben. Er spiegelt zum einen meine persönlichen Erfahrungen und Vorgehensweisen wider, soll aber auch ein paar allgemeine Fragen rund um die ATPL-Theorieausbildung beantworten. Ergänzungen oder Feedback sind willkommen – sinnvolle Hinweise werde ich gern laufend ergänzen.
Aufgrund von schwieriger Formatierung hier im Editor habe ich es als PDF-Datei eingefügt.
Bei Fragen gerne per PN melden.
Viele Grüße Michael
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Danke für den Zusammenschrieb. Also nach Spaß klingt das alles eher nicht.
Was hast du mit dem CPL vor?
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Hallo Philipp,
sehr gerne...
Es ist Mühsam, hat aber denoch Spass gemacht...
Ich habe momentan noch kein tatsächliches Anwendungsszenario für den CPL, ich wollte mich fliegerisch weiterentwickeln, mein Fachwissen erweitern und etwas für meinen Kopf mache...
Was dann sich in Zukunft für Möglichkeiten ergeben oder nicht wird man sehen.
Erstmal die Praxis bestehen...
VG Michael
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Vielen Dank Michael, dass du deine Erfahrungen so teilst und in dieser Form auf Papier gebracht hast. Dein Durchhaltevermögen bewundere ich und kann nur nochmals gratulieren zur bestandenen Theorie!
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wow - herzlichen Glückwunsch zur bestandenen ATPL-Theorie!
Sehr umfangreicher Erfahrungsbericht. Insbesondere der Teil, sich vorab über die Möglichkeiten zu informieren, sollte für nachfolgende Interessenten wichtig sein.
Ich habe "damals" auch mit primärem Interesse für eine IFR-Berechtigung mit "CPL und IFR" gestartet, um dann im Verlauf des Lehrgangs festzustellen, dass ATPL doch auch "hilfreich" wäre und ein Jahr danach die ATPL-Theorie absolviert, und dabei auch den IFR und CPL-Teil nochmals aufgearbeitet, weil es keinen Credit dafür gab.
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Congratulations Michael, sehr umfangreich und zielführend für Dich selbst und Andere zusammengestellt. Vorbildliches Airmanship.
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Glückwunsch Michael, tolle Leistung.
Deine Zusammenfassung enthält m.M. nach alles relevante. Sei es die Gründe für Austro aber auch die "Fallen" wie die 18 Monate innerhalb derer man die Theorie bestanden haben muss. 18 Monate hören sich verdammt lange an, wenn man den ATPL jedoch nur "nebenher" macht und Hauptberuflich noch Familie & Job hat, dann wurde das zumindest bei mir recht knapp.
Deine Erfahrug mit Cranefield sowie Austro kann ich ebenfalls nur bestätigen. Un ehrlicherweise wird man zumindest in Wien vor der Prüfung auf die Smartwatch aufmerksam gemacht.
Ein Punkt fehlt in deiner Zusammenfassung. Über den bin ich gestolpert und durfte nochmals intensiv lernen. Ich mein es war das Fach 032 Performance. Ist aber am Ende auch egal.
Wichtig ist zu verstehen dass die Berechnung der 75% nicht 1:1 zu der Anzahl der Fragen gewertet werden, da manche Fragen mit mehr als 1 Punkt gewertet werden. Z.b. 32.5.1.1. Take-off (Performance) 4 Fragen, max. 6 Punkte. Meistens sind es die komplexeren, was auch Sinn macht. Beim LBA in der Software steht das wohl in der Frage, bei Austro leider nicht. ATPLQ und Aviation Exam werten allerdings die Fragen 1 Frage = 1 Punkt.
Wenn manalso mit einem Guten Gefühl raus geht, weil man sich bei den 32 von 42 Fragen zu 100% sicher ist. Dann kann das gute gehen, muss aber nicht.
Klappt es dann doch mal nicht beim ersten Anlauf, dann stellt einem Austro nach der Prüfung einen Knowledge Deficiency Report aus. Der zeigt einem dann zumindest in welchen Bereichen man nochmals nachlegen muss.
Wenn man mit 90% reingeht ist die Sicherheitsmarge meistens ausreichend ;-)
Weiterhin viel Erfolg mit der CPL Praxis.
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Danke Maik für deine Hinweise, werde das in Version 2 einfügen :-) VG Michael
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Erstmal die Praxis bestehen...
Bin bereit. ;)
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Vielen Dank für die ausführliche Information. Nach "macht man mal eben nebenbei" sieht das nicht aus, aber wir reden hier ja auch von einer Theorie für Piloten, die täglich hunderte Menschen in die Luft bringen werden.
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Vielen Dank für Deinen Bericht!
Mich würden jedoch noch Deine Motive interessieren, den ATPL zu machen und nicht "nur" den CPL.
Ich stehe vor der gleichen Entscheidung: ein IR habe ich und mein Ziel ist es, vielleicht irgendwann mal für die Ausübung meines Hobbies bezahlt zu werden - z.B. als Freelancer SETs zu fliegen oder als FI tätig zu sein. In ein Airliner-Cockpit zieht es mit überhaupt nicht und das scheint mir mit über 50 Jahren auch nicht realisctisch.
Oft hört man ja: "mach' lieber gleicht den ATPL". Der Rat mag für Jüngere Menschen gelten - das alles aber neben Job und Familie zu absolvieren erscheint mir sehr ambitioniert. Wenn ich alleine die Lehrgangsdauern betrachte: 250h CPL vs 650h ATPL, dann scheint es ja schon Unterschiede zu geben.
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Wenn Du schon ein IR hast, ist die Frage legitim. Das "mach gleich den ATPL" kommt aus der Zeit der klassischen IR-Theorie. Wenn man schon dabei ist, macht man besser "das große". Denn "xy werde ich eh nicht benötigen" ist eine der großen Fallen in der Fliegerei. Viele, die ich kenne, haben mehrfach Theorie gelernt.
2025 sind die Voraussetzungen aber etwas verschoben. Als PPLer kann man in ein paar Tagen die BIR-Theorie machen und die Freelancerei in dem Sinn ist im D aktuell aus SV-Gründen tot. Und in der kleinen GA sind die Gehälter am Boden. In unserem Alter ist das für viele keine wirtschaftliche Alternative.
Also wenn FI-Ambitionen, dann über CPL nachdenken, wenn mehr Ambitionen: ATPL würde ich nicht mit Airline assoziieren. Wenn Du in nem Lear oder ner XLS links sitzen willst, brauchst Du den auch in der kleinem GA.
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Danke für die Einschätzung, Joachim!
Mein Ziel ist es, wenigstens für das Fliegen nicht mehr bezahlen zu müssen. Reich werden möchte ich damit nicht. Eine XLS wäre mir schon eine Nummer zu groß. Mich zieht es eher in Richtung SETs - Caravan, Jetproo oder PC-12.
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Also "fürs Fliegen nicht bezahlen müssen" ist nicht jedermanns Sache. Denn für Dein Fliegen (Urlaub usw) mußt Du immer noch bezahlen. Was es dann for free gibt, ist das Fliegen anderer (als FI oder SET-Kutscher). Ob das dann noch Spaß macht oder zur Belastung wird muß jeder selbst rausfinden. Jeden Tag diesselben Approaches fliegen, EDMA-EDJA-EDNY-EDJA-EDMA, macht höchstens noch bei Gewitter oder Vereisung Spaß. Oder man ritzt sich mit der Notaxt um sich noch zu spüren. Oder mit über 50 im Januar pampigen Paxen das Gepäck durch den Schneeregen zu tragen (für 2.500 EUR brutto), empfindet auch nicht jeder als eine schöne, selbstbestimmte Arbeitswelt. Manche gehen aber total darin auf und nehmen für den Sonnenuntergang über den Wolken viel in Kauf. Da hat jeder eine andere Einstellung. Wenn man plötzlich fliegen muss ändert das was. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Man kann es auch mal 2 Jahre machen, um was zu erleben.
Noch was zum ATPL: Screene doch mal Stellenanzeigen, wie viele auch für eine CPL-Stelle eine ATPL-Theorie als Voraussetzung haben wollen. Und screene, wieviele Freelancer-Stellen es noch gibt. ;)
EDIT: ich will Dir nix ausreden. Meine Empfehlung: mach ATPL-Theorie mit CPL, mach einen MCC Kurs, mach ein Type- oder Classrating. Mach das alles, um Dich weiterzuentwickeln. Nicht wegen eines Jobs. Dann ist die Entscheidung richtig und der Job kommt von allein. Ich wollte nur ein wenig Erwartungsmanagement betreiben.
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volle Zustimmung!
"Damals" dachte ich auch CPL reicht, KingAir - Cheyenne - CJ - ich will keinen Airbus fliegen. Aber irgendwann - Jahre später - hatte die Firma, in der ich Freelance C551 (Citation II SP - "Single Pilot") flog, auch eine C550. Das exakt gleiche Flugzeug, aber 800 lbs mehr MTOW und Mindestbesatzung "2". Ergo: ATPL erforderlich, zumindest für den PIC. Dass ich dann mit meiner 20 Jahre alten ATPL-Theorie nicht weiter kam, ist 'ne andere Story...
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Meine Empfehlung: mach ATPL-Theorie mit CPL, mach einen MCC Kurs, mach ein Type- oder Classrating.
"Ich würde nie wieder ein Classrating ohne konkretes Jobangebot machen."
(Ioachim Capsicum, kurz vor dem Niedergang des Römischen Reiches.)
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Ja, da ist auch was dran. ;)
Aber bis Du aufgetreten bist, habe ich schon nach Weisheit und Lebenserfahrung geklungen, musst Du zugeben.
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Danke nochmals an alle für die Beiträge und euren Rat. Die Argumente "pro ATPL" kann ich gut nachvollziehen und scheinen mir valide. Am Ende werde ich mich aber gezwungenermaßen an den verfügbaren Ressourcen orientieren müssen - in meinem Fall ist das die Zeit.
Wenn ich alleine die 650h für den Lehrgang auf ein Jahr herunterrechne, dann erscheinen mir die 12h wöchentlich neben einem Job mit 40++ Stunden und Familie - in meinem Fall - nicht realistisch. Dann kann ich zu den Kosten für die Ausbildung gleich die für den Scheidungsanwalt mit einplanen :-/
Insofern wird meine Strategie wohl sein, die möglichst niedrigschwelligste Option zu wählen, in dem Bewusstsein, mir dadurch ggfs. Möglichkeiten zu verbauen. Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Einschränkungen für jemanden mit 50+ relevant sind, kann man m.E. diskutieren.
Ich habe in der Tat mal stichprobenartig Jobs gescannt. Ja, bei manchen Stellen wird frozen ATPL voraussgesetzt, es gibt aber auch einige, bei denen nur ein CPL gefragt ist.
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