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Avionik | Garmin GFC500: ohne GPS kein ILS.  
3. Dezember 2020 14:47 Uhr: Von Erik N.  Bewertung: +4.00 [4]

An alle die das noch nicht wissen, insbesondere die, die darüber nachdenken, sich einen GFC 500 anzuschaffen, als Ersatz für z.B. einen alten analogen BendixKing, Century oder dergleichen.

Der Garmin GFC500 Autopilot kann ohne zusätzlliche, externe GPS Positionsquelle, nicht eigenständig einen ILS Anflug mit vertikaler Führung durchführen. Fällt die GPS Position aus (aus welchem Grund auch immer), fällt er zurück in den 2D Modus, also VOR approach. Man kann dann nur noch per Hand bzw. mit manuell eingebebener Sinkrate arbeiten. Dieser Umstand ist vielen nicht bekannt, und auch wenn es dann nach Installation im Handbuch zu finden ist, habe ich mir gedacht, manche möchten das vor dem Kauf gerne wissen.

Das gilt nur für den GFC 500, nicht die Modelle GFC 600 und 700.

4. Dezember 2020 08:31 Uhr: Von Wolfgang Kaiser an Erik N. Bewertung: +1.00 [1]

Dazu auch noch wichtig.

Nach dem STC ist er nur zsammen mit Garmin Quellen also GNS und GTN zertifiziert.

z.B. Avidyne 440/540 arbeiten zwar gut mit dem System zusammen sind aber nicht zertifiziert.

Ausserdem spricht der GFC500 auch nur mit Garmin Anzeigegeräten, also z.B. G5 und G500 (auch nicht ohne weiteres?), aber z.B. nicht mit einem Aspen.

7. Dezember 2020 08:57 Uhr: Von Rolf Winterscheidt an Wolfgang Kaiser

Widerspricht so etwas nicht dem Gedanken an ein autarkes System? Dann kann ich ja gleich einen GPS-Approach fliegen.

7. Dezember 2020 11:48 Uhr: Von TH0MAS N02N an Rolf Winterscheidt

Ich denke auch eher ein Bug als ein Feature. Ein Avioniker wird vermutlich wissen, welche Schnittstelle da eingespart wurde.

7. Dezember 2020 11:52 Uhr: Von Achim H. an TH0MAS N02N

Das GPS dient sicherlich als zusätzliche Sensorquelle zur Integritätsprüfung, vermutlich für envelope protection. Es ist gut, so etwas zu wissen aber ich halte es für eher unkritisch. Man verliert ja nur einen Teil des APs, nicht die primäre Navigationsquelle. Der ILS GS ist nach wie vor auf dem PFD.

7. Dezember 2020 12:53 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Achim H. Bewertung: +1.00 [1]

So ein ILS fliegt sich viel besser, wenn der A/P den Track über Grund kennt. Gerade wenn der Wind in den letzten 1000 ft über dem Boden Richtung und Stärke deutlich ändert und der Flieger auch noch langsamer wird, ist die Regelung so viel besser. Die Ablage folgt ja erst als zeitliches Integral der Kursabweichung.

Auch beim manuelllen Fliegen hilft mir der TRK als Digitalwert bei entsprechender Wetterlage. Ein Track Marker im EHSI oder PFD ist natürlich auch gut, wenn auch nicht so exakt wie der digitale Wert des Tracks.

7. Dezember 2020 14:07 Uhr: Von Erik N. an Andreas KuNovemberZi

Ich nehme einfach an, dass Garmin versucht hat, die Zertifizierungs- und Testkosten für dieses Modell zu reduzieren, und das ging eben nur mit GPS Unterstützung. Sonst hätten sie für jedes Muster das Verhalten bei verschiedenen Beladungen, Anfluggeschwindigkeiten und Windwinkeln testen müssen, und wohl auch die Position der Antennen, etc. GPS gibt eine sehr genaue Referenz, was den GFC500 zu einem guten Autopiloten macht. Es ist aber eben dies auch der Grund dafür.

Das ist per se sogar positiv, aber ich finde, es sollte klar und deutlich erwähnt werden.

7. Dezember 2020 15:11 Uhr: Von Achim H. an Andreas KuNovemberZi

Diese Logik passt aber nicht zum Verhalten, dass die vertikale Gleitwegfolge ohne GPS deaktiviert wird.

Ich bin kürzlich den GFC 500 geflogen und war sehr enttäuscht, dass er nicht intelligenter als frühere Modelle scheint was den Windeinfluss nach dem Eindrehen auf einen neuen Kurs angeht. Bei meinem in jeder Hinsicht exzellenten Auotpiloten KFC325 stört mich eigentlich nur, dass er bei kräftigem Wind nach dem Eindrehen eines neuen Kurses das Heading komplett neu erfliegt mit mehreren Nachjustierungen. Linksdreh, Ausleitung, Rechtsdreh, Ausleitung... Der GFC500 machte das trotz langsamen Flugzeugs exakt genauso, obwohl er alle Daten über ARINC429 zur Verfügung hat und den TRK direkt "sieht".

7. Dezember 2020 16:52 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Achim H.

"Der GFC500 machte das trotz langsamen Flugzeugs exakt genauso, obwohl er alle Daten über ARINC429 zur Verfügung hat und den TRK direkt "sieht"."

Das ist überraschend schwach.

7. Dezember 2020 20:24 Uhr: Von Patrick „Lean-Hard!“ an Achim H.

In der letzten Zeit bin ich mit GFC500, GFC700 und DFC90 geflogen. Konnte keine großen Unterschiede merken. Alle 3 wirklich sehr gut, wie im Airliner. Ich werde mal ein paar Approaches mit dem GFC500 testen und genauer drauf achten wie er "intercepted".

8. Dezember 2020 08:49 Uhr: Von Achim H. an Patrick „Lean-Hard!“

Es zeigt sich vor allem dann, wenn enroute ein Vorhaltewinkel von 10° oder mehr notwendig ist. Beim Richtungswechsel geht er dann so wie es aussieht auf das Heading, das dem neuen Kurs entspricht und fängt an, den Vorhaltewinkel neu zu erfliegen. Technisch möglich wäre es, das neue Heading aus dem aktuellen Drift und der GS zu errechnen und als erste Annäherung darauf zu steuern.

8. Dezember 2020 09:26 Uhr: Von T Rund an Andreas KuNovemberZi

Hallo Andreas,

Ein Track Marker im EHSI oder PFD ist natürlich auch gut, wenn auch nicht so exakt wie der digitale Wert des Tracks.

Was meinst du damit, der Track Marker zeigt doch grafisch genau den digitalen Track an, d.h. unter Berücksichtigung der Bildschirmauflösung ist der auch "genau"?

8. Dezember 2020 10:41 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an T Rund Bewertung: +1.00 [1]

"Was meinst du damit, der Track Marker zeigt doch grafisch genau den digitalen Track an, d.h. unter Berücksichtigung der Bildschirmauflösung ist der auch "genau"?"

Der TRK Marker verschwindet je nach PFD auch gerne hinter HDG Bug und der Markierung des aktuellen HDGs. Da sieht man unter Umständen auch mal Änderungen um 5 ° nicht sofort, die aber für einen präzisen Anflug sehr hilfreich sind. Suche mal den TRK Marker in anhängendem Foto. Dafür siehst Du den TRK ganz exakt oben links im MFD. Im Cruise natürlich nicht interessant, aber eben im Anflug bei schlechtem Wetter hilfreich. Ich mag es eben gerne exakt.

Was hier beim G1000 NXi + SV natürlich noch viel besser ist: der Flight Path Vector (FPV, Birdie). Den kann man auf den Beginn der Landebahn stellen und das ist super exakt. Ein großes PFD mit Synthetic Vision und FPV hat aber nicht jeder. Daher meine Anmerkung zum Datenfeld TRK.



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IMG_5290.jpg

10. Dezember 2020 13:33 Uhr: Von T Rund an Andreas KuNovemberZi

Ok verstehe jetzt du meinst eigtl. gar nicht mehr angezeigt (weil verdeckt) und dann muss man raten was der Track ist. Und natürlich gebe ich dir Recht, beim G1000 ist das unglücklich gelöst. Da ist mir auch seit der ersten Nutzung unklar, wie man so ein Kuddelmuddel an Markern schaffen konnte.

Also ist es so wie du schreibst, manche PFDs zeigen den Track grafisch unglücklich an, dass er nicht sichtbar ist, Gegenbeispiel einer Darstellung wäre das A320 PFD, hier kann man sehr gut den Track auf den ILS Course ausrichten: https://images.app.goo.gl/d8kQ7vd1qBQjWJbZ9

10. Dezember 2020 16:06 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +1.00 [1]

"Suche mal den TRK Marker in anhängendem Foto"

Puh, bei einem Vorhaltewinkel von 0,55° nenne ich das exaktes Arbeiten ;-)

13. Dezember 2020 00:34 Uhr: Von Patrick „Lean-Hard!“ an Achim H.

Ja, jetzt wo Du das sagst fällt mir ein dass der GFC500 im Cruise beim Richtungswechsel mal ziemlich "abrupt" nachgelenkt hat, also zuerst normal (wie dann wenn man den HDG bug dreht), und dann kam auf einmal eine schnelle Korrektur. Das kenne ich vom GFC700 nicht.

13. Dezember 2020 00:38 Uhr: Von Patrick „Lean-Hard!“ an Andreas KuNovemberZi

Danke für das geniale Foto (high res!). Eine Tracklinie die etwas über den HDG Bug hinausragt und auch ohne X-wind gut sichtbar ist wäre in der Tat nett. Der Fuelflow ist auch interessant. Ist das besser als der Wert aus dem POH?

Der Birdie ist ja nicht an definierte Tracks (zB vom Approach Procedure) gekoppelt sondern zeigt den aktuellen "Vektorpfad" (?), also der Punkt wo der Flieger abenden wird, unabhängig von der Orientierung.

Lateral: Der würde auch auf der Schwelle liegen und man würde exakt hinkommen wenn man schräg auf die Bahn zufliegt.

Vertikal: Irgendwo habe ich einmal gelesen Birdie auf Bahnende entspräche ca. nem 3° Glideslope. Habe es nie probiert, leg den Vogel auch immer an der Schwelle ab.

Anders formuliert bzw. gefragt:

Man ist established auf einem Approach, Birdie liegt auf der Schwelle. Dann fällt NAV aus und man fliegt nur noch nach Birdie (kein LOC/GS mehr). Hält man dann die lateralen/vertikalen Parameter des Approaches ein? Ich sage: Nicht unbedingt. Man kann ja auch deutlich unter Glideslope/neben der Centerline sein und direkt auf die Schwelle zufliegen.

In der 787 gibt es im HUD eine Art Flight Director in der Form eines Kreises in der Mitte des FPV mit dem gewünschen Pfad (zB ILS parameter). Dann hält man die zwei Kreise übereinander und fliegt extrem Präzise (wenn mans zB mit dem normalen ADI Display vergleicht).



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AERO_2012q1-3_fig5.jpg

13. Dezember 2020 09:13 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Patrick „Lean-Hard!“ Bewertung: +1.00 [1]

"Vertikal: Irgendwo habe ich einmal gelesen Birdie auf Bahnende entspräche ca. nem 3° Glideslope. Habe es nie probiert, leg den Vogel auch immer an der Schwelle ab."

Wie Du dann selbst quasi beantwortet hast: der Birdie gibt keinen Gleitwinkel vor, sondern zeigt nur den Ort des Aufschlages. Allerdings erkennt man Abweichungen horizontal und vertikal sehr schnell und exakt.

(Zum Fuel Flow, C510: 490 pph in FL400 sind bei ISA +4 sogar 12 pph über POH, allerdings ist die Speed hier auch 5 KTAS über POH. Beide Triebwerke haben bei mir im Static Thrust Test aktuell 1,6 und 2,0 % N2 Marge, was etwas mehr Thrust bei etwas höherem FF und minimalst besserer Effizienz ergibt, wenn das FADEC die Power setzt. Gerade hot and high macht sich das bemerkbar. In 2000 Flugstunden ist dann TBO und die Marge vermutlich ziemlich weg.)

13. Dezember 2020 10:28 Uhr: Von Patrick „Lean-Hard!“ an Andreas KuNovemberZi

Danke Andreas!

Ich hatte nur was von 90GPH gelesen..

Hast Du meine Mail bzgl. Mustang G1000 Logs erhalten? Danke! Liebe Grüße, Patrick


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