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Unfälle und Zwischenfälle | Heli Crash in LA / Basketballer  
27. Januar 2020 11:25 Uhr: Von Achim H.  Bewertung: +3.00 [3]

Zu dem tödlichen Unfall vom Sonntag eines bekannten Basketballers mit 4 weiteren Personen an Bord eines Sikorsky S76-B gibt es gut aufbereitete Radar-Tracks und den Sprechfunk.

https://www.youtube.com/watch?v=B0pQfgi9ZqU

Übliche VFR-Hubschrauber haben gegenüber Flächenflugzeugen den Vorteil, dass man sehr langsam fliegen kann und sehr viel einfacher eine Sicherheitslandung durchführen kann. Dem steht gegenüber, dass man bei Verlust der Sichtreferenz keine Chance hat. Dazu fliegt man oft tiefer, was das Kollisionsrisiko erhöht.

27. Januar 2020 11:47 Uhr: Von Willi Fundermann an Achim H. Bewertung: +1.00 [1]

Danke für den Link! Der Funkverkehr scheint zu bestätigen, was zu vermuten war.

27. Januar 2020 11:54 Uhr: Von Erik N. an Willi Fundermann
27. Januar 2020 12:06 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Erik N.

Hätte eigentlich erwartet, dass der Autopilot eines Helis dieser Preisklasse schon hovern kann.

Edit: sehe gerade, der sollte das können.

27. Januar 2020 17:50 Uhr: Von Sven Walter an Achim H. Bewertung: +1.00 [1]

Unfallermittler hätten wahrscheinlich gerne häufiger so sachliche, unaufgeregte Augen- bzw. genau genommen Ohrenzeugen:

https://www.youtube.com/watch?v=28QYy8lrww8&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2sPtbhT_eXGe2Kmu-AI1M7HGvddjh8p66-l4ag7YfbvKvXZIarBbCVS8s

Spricht alles für CFIT bei in der Intensität überraschender lokalen Wetterphänomen, die METARs sehen gar nicht so katastrophal aus.

Durchstarten bei synthetischer Sicht in IMC wird dann wohl die große fliegerische Folgedebatte in Helis werden.

Olaf, wo bist du?

27. Januar 2020 18:31 Uhr: Von Guido Warnecke an Achim H. Bewertung: +5.00 [5]

Dieser Unfall zeigt wieder das Geld nicht automatisch Sicherheit erzeugt.
Der heli ist hochmodern, twin engine und IFR certified.
Der Part 135 (charter) operator aber nicht, nur VFR.
Kommunikation mit dem Kunden haette sicher geholfen: "Flug geht heute nicht". Oder nur teilweise: "Flug bis an den Rand der Berge und von dort mit Limo Service weiter. Alles machbar.
VVIPs. und ihre abhaengigen Firmen haben da oft ein Kommunikationsproblem und unterschiedliche Interessen.
Wer sich mit Geld sonst alles kaufen kann, kann trotzdem nicht immer fliegen.
R.I.P.

27. Januar 2020 18:50 Uhr: Von Thomas R. an Guido Warnecke

Wer sich mit Geld sonst alles kaufen kann, kann trotzdem nicht immer fliegen.

Finde das sieht man immer ganz gut an den amerikanischen Zahnärzten, die sich mal schnell ne SR22 mit allem Schnickschnack für ne Mille kaufen und dann (im besseren Fall) ne 1.500 Meter lange Piste nicht treffen wie neulich. Und im schlimmeren Fall die Turn-to-Final-Grätsche machen.

Aber bei nem professionellen Operator kann man eigentlich schon erwarten, dass der einen nicht umbringt. VFR hin- oder her...

27. Januar 2020 19:57 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Sven Walter

Vermutung nach den vorliegenden Infos und dem aufschlussreichen Interview:

  • der Auftraggeber/Pax will dringend zum Ziellandeplatz, sonst hätte er den Flug ja nicht gebucht
  • Pilot kann und will sich nicht die Blösse geben, den Hubschrauber einfach auf einem Parkplatz , einer Wiese etc. abzusetzen - dort wo die Sicht dafür noch ausreichte - "dann bin ich meinen Job los, wenn ich diesen VVIP-Auftrag nicht zu Ende bringe" -
  • ich mag mir nicht vorstellen, wie es im Hubschrauber ist, in Bodennähe in fully IMC zu sein, auch wenn ggf. ein Autopilot hilft, aber verhindert (?) oder begünstigt er sogar ein "A/P-CFIT"?
  • Stichwort "Microklima": drumherum scheinen die Sichten besser gewesen zu sein, wenn auch marginal, aber am Unfallort offenbar war's ganz mies, mieser als es dort sonst schon mal ist
  • es wird versucht, unbedingt Bodensicht zu halten - die Option nach oben zu steigen kommt nicht in Betracht ("wie soll ich dann wieder runterkommen" - VFR-mindset) - plötzlich ist "low" too low - ansteigendes Gelände wie man im Interviewvideo gut erkennen kann...
  • IFR gerated und certified ist im Hubschrauberbereich wohl seeehr selten zu finden, da es bei den allermeisten Missions ohnehin keine Option ist
27. Januar 2020 20:10 Uhr: Von Tobias Schnell an Wolfgang Lamminger Bewertung: +1.00 [1]

IFR gerated und certified ist im Hubschrauberbereich wohl seeehr selten zu finden, da es bei den allermeisten Missions ohnehin keine Option ist

Lt. FAA-Datenbank war zumindest der Pilot mal "Instrument-Helicopter" gerated. Aber in jedem Fall war es ein VFR-Flug, und ob der Operator IFR gedurft hätte (und ob das bei der Mission überhaupt eine sinnvolle Option gewesen wäre) - keine Ahnung.

Aus einer Special-VFR-Clearance wird in der hiesigen Presse übrigens eine "Ausnahmegenehmigung für den Start" bei schlechtem Wetter, obwohl die Originalquelle (NYT) die Situation korrekt beschreibt.

https://www.n-tv.de/sport/der_sport_tag/Der-Sport-Tag-am-Montag-den-27-Januar-2020-article21535069.html

27. Januar 2020 20:30 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Wolfgang Lamminger

Offenbar hat Bryant diesen Heli sehr oft genutzt, wenn nicht sogar full-time geleast. Da hätte die Crew doch eher die Möglichkeit, "Nein" zu sagen als bei einem Einzelcharter.

27. Januar 2020 21:06 Uhr: Von Sven Walter an Flieger Max L.oitfelder

@ Max: Bin jetzt nicht mit allem auf dem Stand der Dinge, aber vielleicht gehört ihm ja auch der Sikorski über eine eigene Gesellschaft? Allein schon aus Gründen des Reputationsmanagements sinnvoll, von einer besseren Auslastung und Professionalisierung mal ganz abgesehen.

@ Wolfgang: Er hat wohl permanent in LA den Heli eingesetzt, was ich bei der dortigen Verkehrslage voll und ganz nachvollziehen kann. Klinsmann hat ja auch mal den Lappen im Robinson gemacht, um sich das Autofahren zu sparen, als er noch Nationaltrainer der USA war. Die Blöße des Absetzens: Vielleicht ja sonst nicht, aber hier gerade, weil sie bereits 15 min hovern mussten, bevor sie Burbank kreuzen durften. Was mir für die zwei Jets, nach Durchstart des einen und 9 nm des anderen arg lang vorkommt... "I follow roads" über der Interstate vermute ich mal stark, dass er von Hand flog. Was IFR anbelangt, Offshore ist das ja verdammt üblich, VVIP - keine Ahnung, ich vermute eher nicht. Aber vermutlich war das dann ein verdammt enges Zeitfenster, bei der verschlechterten Sicht ganz kurz vorm Ziel doch noch einen Steigflug zu initiieren. Synthetische Sicht ist da mein großes Fragezeichen im Kopf, wenn eine Maschine aus einem "boxed canyon" in IMC gelangt und dann raus will, dann hatwohl ein Heli bei der Ausstattung und der objektiv nicht sehr hohen Hügeln mit die besten Aussichten. Ein heiler CVR wäre natürlich möglicherweise sehr aufschlussreich...

@ Tobias: Der "Blick" berichtet da noch schlechter.... wie immer bei Luftfahrtthemen. Flight following und Special VFR kann man dabei eigentlich gut erklären, wenn man einen Funken Erfahrung hat. Aber wann fragen die schonmal nach.

P.S.: Hab gerade nochmal in die FAA Datenbank reingeschaut, er war auch Instrumentenfluglehrer auf Hubschraubern, erste Lizenz CPL 2007, CFI/ CFII seit 2018 (falls die nicht durch eine Erneuerung Daten verändert haben sollten, selbst schon erlebt). Also die Skills werden schon da gewesen sein, mit "climb confess comply" rauszukommen. Aber vermutlich nicht die Möglichkeit. Die Untersuchung wird's zeigen.

P.P.S.: "Kobe was known to have regularly taken a helicopter to practice during his playing days. Online records show that following his retirement, Kobe sold the helicopter to IEX Helicopters. Kobe continued to rent the helicopter from time to time. Bryant told GQ Magazine in 2010 that the use of the helicopter, taking it to games at the Staples Center, was also for health reasons. Bryant said that the helicopter journey allowed him to be fresh prior to games.

In 2017, Lakes general manager Rob Pelinka told the Los Angeles Times that his life flashed before his eyes during a helicopter trip with Bryant. Pelinka said, “My life was flashing before my eyes. I almost had a heart attack. Kobe’s just sitting there calm and collected.” Pelinka said that Bryant had instructed the pilot to perform elaborate military-style manoeuvers during their trip together."

27. Januar 2020 21:33 Uhr: Von Tobias Schnell an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Der "Blick" berichtet da noch schlechter

n-tv legt nochmal nach: Jetzt haben sie einen Experten aufgetan ("Moderator und Hubschrauberpilot"), der die Meldungen des Piloten beim Durchflug durch VNY ("1400") mit der ATIS ("OVC011") vergleicht und folgert, der Pilot müsse wohl "im Nebel" gewesen sein. Elevation VNY: 800 ft!

Außerdem folgert er anhand der "Radardaten" aus dem YT-Video, der Hubschrauber sei mit einer Geschwindigkeit von mehr als 150 kt abgestürzt. Dass das letzte Radar-Return gerade in so einem Gelände lange vor dem eigentlichen Unfall gekommen sein wird, scheint ihm nicht in den Sinn zu kommen. Zu dem von Dir vorhin geposteten Augenzeugen-Interview passt das nun auch so gar nicht...

https://www.n-tv.de/panorama/Vieles-spricht-fuer-einen-Pilotenfehler-article21535954.html

27. Januar 2020 22:06 Uhr: Von RotorHead an Sven Walter

Mit einem Hubschrauber fliegt man Holdings wie mit Flugzeugen auch. Ein Hovern OGE macht man ohne Not nicht (im Funk hieß es auch "holding for 15 minutes"). Unter 30 KIAS wird es OGE im Hubschrauber riskant, insbesondere bei schlechter Sicht.

27. Januar 2020 22:16 Uhr: Von Sven Walter an RotorHead

Sorry my bad, hab's im Track auch anders gesehen.

Noch was: Von KCMA (mit VOR/ DME am Platz, auch im Flachland in 77 Fuß MSL) bis zur Mamba Sports Academy sind es 17 min mit dem Auto... Warum der Pilot in den Hügel abgebogen ist, wer weiß, vielleicht war der Nebel über der Straße. Die führt Ost-West bis KCMA. .

1. Februar 2020 13:41 Uhr: Von Olaf Musch an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Olaf, wo bist du?

Hier!

Habe im Moment recht viel um die Ohren und komme selten an den (privaten) PC.

Ich habe mir in den letzten Tagen jetzt nicht viel zu dem bedauerlichen Vorfall anschauen können, aber ein paar Gedanken:

CFIT geht leider auch im Heli. Obwohl langsam fliegen (so ca. 30kts IAS) bei schlechter Sicht eine Option ist, ist das bei Null-Sicht auch schon zu schnell.

Nach allem Anschein war das auch eine "Get there-itis", bei der der Pilot (die Piloten) nicht Nein sagen konnten/wollten/durften.

Ich würde übrigens die S-76 nicht als top-modern bezeichnen ;-) Aber sie ist ein normalerweise sehr gut ausgestatteter Heli. Ob dieses Exemplar "Auto-Hover" (oder zumindest TAWS) hatte, weiß ich jetzt auf die Schnelle nicht. Ein Autopilot hilft in der Situation meines Erachtens wenig, und Hover OGE ist, wie hier schon geschrieben, eine mögliche, aber sehr unangenehme Option. Ich weiß nicht genau, wie bei einer Twin dann ein Notverfahren für den Ausfall einer Turbine aussähe.

Durch die Wolken steigen...Puh, da ich kein IFR habe, aber einmal aus Versehen (und Dummheit) durch eine kleinere Wasserdampf-Wolke geflogen bin, würde ich sagen: Nicht schön. Umdrehen wäre vielleicht sinnvoller gewesen.

Hier wurde die Option "...bis zum Punkt, wo der Nebel aufliegt, und dann mit der Limo weiter" erwähnt. Ich denke, das wäre an der Stelle tatsächlich das Beste gewesen (außer, direkt und rechtzeitig mit der Limo bzw. den Limos loszufahren).

Sehr schade

Den Bericht werde ich mir anschauen, aber ich erwarte da wenig Überraschung

Olaf

1. Februar 2020 14:31 Uhr: Von Sven Walter an Olaf Musch

Danke, wohl weder Autohover noch TAWS nach den letzten Berichten drin.

1. Februar 2020 20:25 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Sven Walter

Zumindest neuere Versionen der S76 können schon mit Autopilot hovern, ich stelle mir das (bzw. extrem langsamen Flug) als wertvolles Feature für schlechtes Wetter vor.

1. Februar 2020 22:48 Uhr: Von Olaf Musch an Flieger Max L.oitfelder Bewertung: +1.00 [1]

ich stelle mir das (bzw. extrem langsamen Flug) als wertvolles Feature für schlechtes Wetter vor.

Ich kenne leider solche Systeme auch nur aus Filmen. Daher kann ich ihre Nützlichkeit schlecht einschätzen.

Selbst wenn es in dieser Situation zu einem "stop mal eben" damit funktioniert hätte, würden die Alternativen danach ja nur sein:

1. Genau so stehen bleiben, bis die Wolken weg sind (Passagiere drängeln, Sprit wird langsam alle, ...)
und währenddessen hektisches Gefunke mit ATC, die einen wegen der Hügel auch nicht auf dem Schirm haben

2. runter (ohne genau zu sehen, was unter einem ist; Leitungen, Bäume, ...)

3. weiter (wozu dann Autohover)

Schwierige Entscheidung

Olaf

2. Februar 2020 08:30 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Olaf Musch

Der Übergang zu autohover wird ja hoffentlich nicht manuell zu fliegen sein, deshalb sollte so ein System mMn auch geringe griundspeeds fliegen können?

2. Februar 2020 12:20 Uhr: Von Erik N. an Flieger Max L.oitfelder

Hier werden alle offenen Fragen weitgehend beantwortet und Meinung durch Wissen ersetzt:

https://youtu.be/-ymcG-YKOCM

2. Februar 2020 12:43 Uhr: Von Achim H. an Erik N.

Wo zwischen dem irrelevaten Gelaber sind die Fakten? Ich habe es bis dahin geschafft, wo festgestellt wurde, dass einer keinen College-Abschluss hat.

2. Februar 2020 12:47 Uhr: Von Erik N. an Achim H.

Das geht mir schon bei dem ganzen Thread hier auch so.

2. Februar 2020 12:52 Uhr: Von Chris _____ an Achim H.

Man kann auch MIT College-Abschluss rumlabern. Vielleicht sogar besser.


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