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Luftrecht und Behörden | Sicherheitsesoterik nächster Level  
1. Mai 2018: Von Kai Schmitz 

Hallo zusammen,

sind am Sonntag in Bremen gelandet mit unserem CJ. Neben dem erwarteten Mensch vom Handling war noch jemand mit einem zusätzlichen Auto da. Angesprochen ob er irgendwas von uns braucht hat dieser uns erklärt er sei Sicherheitsmitarbeiter und würde so lange an der Position bleiben bis wir mit unseren Nacharbeiten fertig wären.

Scheinbar handelt es sich um die Umsetzung einer EU-Richtlinie. Es geht offenbar darum zu verhindern, dass sich Crews der General Aviation mit irgendwem sonst vermischen oder sonst irgendwas Verbotenes tun (beispielsweise die dort aufgemalte rote Linie überschreiten). Der Mann hat mich dann auch beim Anbringen der Engine Covers usw. ganz genau beobachtet, bin mir aber nicht sicher ob genau klar war, was ich jetzt eigentlich NICHT machen darf.

Ist das (wie ich hoffe) nur eine voreilige Überinterpretation der Bremer oder steht uns das jetzt auf allen Verkehrsflughäfen bevor? Habt Ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder wisst Ihr etwas darüber?

Gruss,

Kai

1. Mai 2018: Von Thorsten Wolfshohl an Kai Schmitz Bewertung: +2.00 [2]

Moin Kai,

Frankfurt Main EDDF ist auch nicht schlecht.

Dort darf man seit geraumer Zeit nicht mehr vom Flugzeug zum GAT laufen. Angeblich weil man einen Rollweg quert.

Also meine Kinder dürfen allein zum Bus gehen oder mit dem Rad zur Schule fahren, aber ich als geZÜPter Pilot muß dafür sorge tragen das je Transfer Flieger-GAT 45 € in die Kassen EINES !!! Anbieters fließen.

Alles unter sorgsamer Aufsicht des LBA angeblich...

Auch gut ist London City EGLC. Flieger über 10 Tonnen MTOM werden mittels Hütchen abgesperrt und wehe man kreuzt diese Linie! Wird ebenso mit Security Alert bestraft wie wenn man versehentlich eine weiße Linie am Rande des Abstellplatzes kreuzt nur um die Engine Covers anzubringen.

Mir scheint es ist der ganz normale Wahnsinn der sich einbürgert wenn der Wohlstand zu groß wird.

Also immer schön die gelbe High-Vis Weste anziehen und (schmerzverzerrt) lächeln...

2. Mai 2018: Von Florian S. an Kai Schmitz

Über die Sinnhaftigkeit des Gesamtsystems der Security läßt sich ja gerne streiten, aber im Rahmen des Systems macht das durchaus sehr viel Sinn:

Ankommende GA-Flieger können von einem Platz kommen, bei dem keine Sicherheitskontrollen stattfinden. Sie sind somit als unsicher anzusehen. Wenn deren Insassen zu einem Linienflieger kommen können, dann wäre auch der „kontaminiert“.

Es ist durchaus kein absurdes Szenario, dass Airside Waffen oder Explosivstoffe in einen Linienflieger gebracht werden, die dort mit einem GA-Flugzeug angekommen sind.
Die Frage ist eher, ob man dies durch Kontrollen an einigen wenigen Flughäfen verhindern kann...

2. Mai 2018: Von Johannes K. an Florian S. Bewertung: +1.00 [1]

Für den Flughafenbetreiber ist nur wichtig, dass das nicht an seinem Flughafen passiert...

2. Mai 2018: Von Daniel Krippner an Florian S.

Nuja. Diese Lücke ist aber ja wohl derart "alt", und offensichtlich - wenn man das ernst meinen würde:

  • hätte man da nicht schon vor Jahrzehnten drauf kommen müssen?
  • und müsste man da nicht jeden Flieger 24/7 bewachen lassen? Wer weiß was im Flieger verblieben sein könnte, das andere Leute abholen wenn der Pilot schon lange weg ist?

Dieses ganze Thema ist so hahnebüchen inzwischen. Das einzig positive, es schafft einen großen Haufen Arbeitsplätze, auch wenn man über deren Qualität streiten kann.

2. Mai 2018: Von Juergen Baumgart an Daniel Krippner Bewertung: +1.00 [1]

...kostet evtl. aber auch 'n paar...

...z.B. hab ich mir schon lange Linie bzw. USA-Reise verkniffen wegen dem ganzen Sicherheitsgekasper...

Wenn's noch mehr Leuten so geht...

3. Mai 2018: Von Kai Schmitz an Daniel Krippner

Genau in die Richtung zielte eigentlich meine Frage, da die Situation - potentiell unclean GA und Linie auf einem Flugplatz - eben nicht neu ist: Gibt es seit Kurzem eine neue Verordnung o.ä. die eine andere Handhabung erfordert als bisher praktiziert?

3. Mai 2018: Von Markus Jolas an Juergen Baumgart

...ja, gibt es definitiv, mich!

3. Mai 2018: Von Wolff E. an Markus Jolas

Mich auch

3. Mai 2018: Von Juergen Baumgart an Daniel Krippner

...ach ja...

wie man fast täglich liest kann man ja auch jede Menge Unfug anrichten ohne einen Flughafen zu betreten...

4. Mai 2018: Von Daniel Krippner an Juergen Baumgart

Jo, aber das hat ja noch nie jemand in diesem Kontext davon abgehalten den größten Unsinn zu produzieren.

Ich hätte gerne mal eine Volkswirtschaftliche Aufstellung was der ganze Schmarrn kostet - direkte Kosten sowieso, aber vor allem auch die indirekten durch z.B. Millionen täglich in den Warteschlangen verschwendete Arbeitsstunden, usw. - und das gegenüberstellt mit dem Nutzen der Maßnahmen.

Egal, wird nicht geschehen, aber wenn ein Thema das Potential hat das Fliegen irgendwann abzuwürgen dann dieses.

4. Mai 2018: Von Markus Doerr an Daniel Krippner

Hier in Europa gibt es viel bessere Ziele als Flugzeuge und Flughäfen.

Wenn ich Terrorist wäre hätte ich da viel effektivere Ideen.


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