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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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Gestern 20:27 Uhr: Von Alexander Callidus an Sven Walter Bewertung: +2.00 [2]

Sie bräuchten gar nicht mal den Umweg über das Ausland gehen, sie müssten nur wollen.

Die Flugmedizin ist fachlich keine unüberliche Herausforderung und durch die Easy Access Rules for Medical Requirements fast kochbuchartig strukturiert und standardisiert.

Man könnte alle Aufgaben, die inhaltlich keinen Aeromedical Assessor erfordern, nach unten delegieren:

- Die Vollständigkeit einer Akte kann ein pfiffiger Medizinstudent kontrollieren.

- Die Fälle nach Komplexizität einteilen (sonnenklar, kaum Ermessensspielraum, rein formale Konsultation / Ermessensspielraum / medizinisch etwas komplexer, für die Erkrankung zuständige fachärztliche Expertise erofderlich / medizinisch komplex, Einarbeitung und eventuell Hinzuziehen von externen Experten erforderlich) kann ein AME.

- Wenn der die triagierten Fälle strukturiert und auf die Kernfrage runterbricht, dann bekommt der Aeromedical Assessor mundgerecht serviert die no-brainer-Fälle, die Abwägungs-Sachen und ich wette nicht mehr als 20% Fälle, die etwas mehr Nachdenken erfordern. Wenn er dann langsam ist, braucht er im Schnitt ... na mehrere pro Stunde sollte er schon schaffen.

Die AMEs würden sich der Erfahrung in meinem Umfeld nach finden lassen, wenn man den aus Altersgründen ihre Praxis aufgebenden/die Lust verlierenden niedergelassenen AMEs online-Jobs auf Stundenbasis bei freier Zeiteinteilung anbieten würde.

Eine solche Delegation ist keine unerhörte bahnbrechende Neuerung, sondern in jedem Krankenhaus Routine. Wenn sie also nicht so arbeiten, dann wollen sie nicht. Womit wir wieder beim Führungsversagen sind (ich weiß allerdings nicht, was beamtenrechtlich möglich ist. Wahrscheinlich müsste man umstrukturieren/verlagern oder auflösen und mit anderer Struktur neu aufbauen).


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