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24. Mai 2007: Von Norbert V.H. Lange an Nils Kramer
Dem Beitrag von OLVIS, Ihrem (23. Mai 22:33 Uhr) stimme ich zu.
Ärgern nützt nichts.
Die Tatsachen sind treffend geschildert, ebenso die Erkenntnis, daß man kurzfristig nix daran ändern kann. Die Mütter sind halt wie sie sind.
Aber deshalb den Kopf in den Sand stecken?

Was also tun, wenn man dennoch was erreichen will?
Hilft es da nicht die Gesellschaft und die Umstände erst mal so zu akzeptieren wie sie sind? Die Mutti mit ihren Sorgen und ihren Ängsten so nehmen wie sie ist und darauf eine Strategie aufzubauen?

Alexander Stöhr meint
(21. Mai 14:33)
“...Die Fliegerei hat ohnehin den Ruf des Altmännersports und/oder der Bonzenbespaßung....“

“... Die GA muß bekannter/beliebter werden, vor allem bei der "Jugend" (0-40 Jahre)....“

Sind dafür aber die „Bonzen“ und die „alten Männer“ nicht selbst verantwortlich?

Können sich die Kinder „normal“ verdienender Eltern das Hobby Fliegen leisten?

Wer die Jugend für den Luftsport begeistern will, muß erst einmal bezahlbare Flugausbildungen bereitstellen. Oder?

Aber das gehört jetzt eigentlich nicht zu diesem Themenkomplex.

meint
Norbert V.H. Lange
24. Mai 2007: Von Oliver Giles an Gerd Wiest
Hi Gerdl,
Okay stimmt,ich muß mich bei der "Durchschnittsmutter" wohl entschuldigen,das Wort war schlecht gewählt.
Auch meine Mutter ist wohl "durchschnittlich"u. machte-unter erschwerten Umständen-"a very good Job of it".
Unsinnige Verbote blieben mir auch erspart,meistens jedenfalls.
Das sollte nicht so auf die misogyne Art gegen die Muttis gehen,trotzdem ist es richtig,daß eine MEHRHEIT der Menschen -IN DER HEUTIGEN ZEIT-vielfach sehr irrational u. uninformiert denkt und handelt,was halt auch zum Teil auf die heutigen Verhältnisse zurückgeht(Panikmache u. allgemeine Volksverdummung durch Medien &Politik etc.).
Daß Eltern die in der Nachkriegszeit aufwuchsen,während der Erziehung ihrer eigenen Kinder nicht so häufig von solchen Phänomenen betroffen waren,ist klar.
Erstaunlicherweise hatte die Nachkriegsgeneration(und deren Eltern!!),einen wesentlich positiveren "outlook" aufs Leben,obwohl dieses unter wesentlich härteren Umständen stattzufinden hatte,während in der heutigen Gesellschaft allerlei überflüssige&unnötige Lebens&Zukunftsängste bestehen.
Das wirkt sich auf alle Bereiche aus,auch auf den beschriebenen.
Also-nix gegendie "durchschnittlichen"Muttis als solche,die sind halt auch nur Menschen und DAZU-siehe oben.

mfG OLVIS

PS:Ich stecke übrigens keineswegs den Kopf in den Sand,
ich sagte nur,ICH VERSUCHE MICH NICHT AUFZUREGEN.

So denn....
26. Mai 2007: Von Norbert V.H. Lange an Nils Kramer
Ja, Olvis,
da haben Sie meine uneingeschränkte Zustimmung. Jahrzehntelange Erfahrung mit Jugendlichen können genau das bestätigen. Ursache sind meiner Ansicht nach die Medien.

Während die Verbrechensrate in Deutschland , insbesondere Gewaltverbrechen wie Mord, Vergewaltigung Raub, Erpressung, rückläufig ist, steigt die Angst unserer Mitmenschen. Kein Wunder. Zappen wir doch mal einfach, egal zu welcher Tageszeit, durch die TV-Kanäle. Gewalt wohin man schaut. Es scheint, daß immer mehr Menschen virtuelle Welt und Realität gleichsetzen.

Daran ändern können wir nur etwas, wenn der Jugend positive reale Erlebnisse geboten werden.
Doch die müssen bezahlbar bleiben.

Abschließend noch eine Bemerkung zu Gerdl:

Niemand macht hier irgendwem irgendwelche Vorwürfe, wie am 24. Mai 22:14 vermutet. Hier wird erfreulich sachlich das Für und Wider von Luftrennen erörtert.

Ihre persönlichen Erfahrungen sind dabei sehr interessant, zeigen sie doch, daß zwei Drittel Ihrer Mitflugwünsche „normalen“ Veranstaltungen, wie Tannkosh und Air-Shows, zu verdanken sind und nur ein Drittel einem Luftrennen.

Nach meinen Beobachtungen der letzten Jahre scheint dies sogar repräsentativ zu sein.

Aufgrund Ihrer Bemerkung

„dann nehmt euch die ach so sicherheitsbewussten Piloten, die ohne Sprit unterwegs sind - oder diejenigen, die mit überladenem Flieger in schlechtes Wetter gehen“

möchte ich dann doch noch mal bei der Jugend bleiben, wegen der Vorbildfunktion. Es stellen sich folgende Fragen:

Welche Charaktere gehen die von Ihnen genannten Risiken ein?

Welche jungen (oder auch älteren Semester) Menschen würden Sie als Fluglehrer lieber ausbilden,

- diejenigen, die beim ersten Schnupperflug das Übertoppen einer Achterbahnfahrt erwarten oder am liebsten bei Klaus Schroth im Cockpit sitzen würden,

- oder jene, die in Tannkosh die perfekte und professionelle Flugsicherung und das professionelle Verhalten der „Amateurflieger“ bewundern?

Welche der genannten Vorbildfunktionen sind für die Sicherheit im Luftverkehr vorzuziehen?

Ich weiß
Fragen über Fragen,
aber die beschäftigen halt einen außenstehenden Fußgänger, wenn er sich mit diesem Thema beschäftigt.

Norbert V.H. Lange
26. Mai 2007: Von Gerd Wiest an Norbert V.H. Lange
Wo sehen Sie (Henry) denn den wesentlichen Unterschied zwischen einem Air Race (Red Bull oder 2006 erstmals in Sömmerda) und einer Airshow? Das Race ist gefährlicher? Die grösste katastrophe an die ich mich diebzgl. erinnere ist nicht eine gerammte Pylone mit glücklichem Ende sondern ein Abgestürzter Show Flieger bei einer AirShow in Rammstein...

Jeder der zu einem Rennen geht (egal ob Flieger oder Auto) sollte sich darüber im Klaren sein, dass etwas passieren könnte. Wenn wir fordern diese Rennen zu verbieten (halt... "nicht zu genehmigen") dann müssten wir doch auch glücklich und dankbar über die EDRs zur Fussball WM sein - was hätte das für ein Bild auf die GA geworfen, wenn einem fiktiven Piloten einer fiktiven Piper Twin der Sprit nicht über der Autobahn sondern über dem Stadion ausgegangen wäre? DANKE, SCHÄUBLE! (wer mich kennt, weiss wie das eben gemeint war).

Und noch eine Frage: wenn Sie (das geht wieder an Henry) sich in Ihre Jugend versetzen und zur Hahnweide fahren (Ich war noch nie in Tannkosh, weiss darüber nur wenig und halte daher dazu lieber meine Klappe, s.o.). Sie sehen Kunstflugvorführungen oder tiefe Überflüge von Oldtimern. Hätten Sie sich denn tatsächlich über über die geilen und präzisen Landungen (auch noch bei Seitenwind) gefreut? NEIN - als ahnungsloser Niemand in der Fliegerei (Sie sind in Gedanken "Jugendlicher" - das ist nix persönliches) gehen Sie davon aus, dass präzise und sichere Landungen völlig normal sind und Sie hätten noch nicht einmal eine Idee gehabt was der Seitenwind für die Landung bedeutet... Ebenso wird kein Jugendlicher in die Fahrschule gehen, nur weil die Verkehrsampeln so schön leuchten oder die Mutti aus der Nachbarschaft so schön und präzise einparken kann. Ich kenne aber mindestens Zwei "Jugendliche" die wegen Freddy Spencer (wer ihn noch kennt) den Motorradführerschein gemacht haben - und beide sind seit vielen Jahren Unfallfrei.

Und jetzt zur konkreten Frage an mich:
Wäre ich ein Fluglehrer (was ich aber nicht bin) dann würde ich mich über JEDEN freuen der kommt, egal ob 17-Jährig direkt aus dem Bus nach dem Red Bull Race (oder Tannkosh) oder ob 57-jähriger Frührentner, der alles gesehen hat und jetzt viel Zeit hat etwas Neues zu lernen. Beide würden in der Flugschule (noch viel mehr als die beiden Motorradrennenfreaks) nämlich ein bis dahin unbekanntes Sicherheitsdenken lernen - genauso wie ich das damals gelernt habe - und wer daraus nichts macht und unvorbereitet in die Alpen geht oder mit sehendem Auge in die Treibstoffalle fliegt ("wird schon klappen") DER schadet dann der AL. Und weil es nicht nur einer ist kommt auch DER vielmehr in die Medien als die gerammte Pylone in Monument valley. Und DER sorgt deshalb für das "Gefahren-basierte Denken" unserer Eltern.

Denken Sie mal drüber nach...

meint

Gerdl

P.S.: meine Mutter verbietet mirschon lange nichts mehr - ich bin selber "Durchschnittsmutter" (im Sinne dieses Threads) - und darum weiss ich auch, dass ein Michael Schumacher die Kids mehr beeindruckt als eine Verkehrsampel.
26. Mai 2007: Von Michael Stock an Gerd Wiest
@gerdl:

So ist es! Und jeder, der nach Erwerb seiner Pilotenlizenz dann (inspiriert durch Schroth, Beseneyi, Chambliss, etc.) noch die Kunstflugausbildung macht, erhoeht die Sicherheit im Luftverkehr weiter.

In diesem Sinne: Keep it inverted!

M. Stock

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