Dieser "trent" mit den Öl Analysen..ich weiß ja auch nicht..aber ich kann mich damit irgendwie nicht anfreunden. Klar wenn ich Sachen im Ölfilter finde wo ich absolut net drauf komm was das für Material ist und ob das überhaupt im Motor vorkommt. Aber das isch halt dann schon recht selten..
Der Service Letter 171 zur Ölanalyse von Lycoming ist von 1971, also kein wirklich neuer Trend. Lycoming schreibt darin:
The various parts of any engine are comprised of different metals or alloys and in the case of the Avco Lycoming aircraft engines these essentially consist of aluminum pistons, chrome plated or steel piston rings, steel or chrome cylinders, aluminum or aluminum bronze piston pin plugs, etc. These parts are subject to wear and they normally deposit minute particles of metal in the oil. If a part is wearing abnormally, excessively high concentrations of the metal of which it is made will be deposited in the oil and this wear can increase over a periodof time untilpremature failure results. By analyzing the oil spectrochemically for this metal content, the increasing concentrations can be detected and corrective action taken.
Ölanalysind ist also ein Mittel (von vielen weiteren, wie die Borescope-Inspection, Differenzdruckmessung, Ölfilteranalyse), um die Funktionsfähigkeit des Motors zu monitoren und Maßnahmen zu ergreifen, bevor es teuer wird (Preventive Maintenance). Wenn Du erst eine Analyse machst, nachdem Du Späne oder sonstwas findest, ist zum einen die Aussgaekraft der Analyse extrem eingeschränkt, zum anderen das Kind oft bereits in den Brunnen gefallen. Du schaust ja auch nicht erst auf den Höhenmesser, nachdem Du im Berg eingeschlagen bist.
Als Wart solltest Du wissen, welche Motorbauteile aus welchem Material hergestellt sind und welchess Material im Filter potentiell aus dem Motor kommt. Auch hierzu und zur Metallbestimmung hat zum Beispiel Lycoming Servicedokumente veröffentlicht.
Die Kenntnis von einschlägigen Herstellerwartungsempfehlungen regelmäßig aufzufrischen halte ich für wesentlich.