Das halte ich für eine sehr weitgehende Interpretation ohne den Piloten zu kennen. Damit wäre ich auch sehr vorsichtig.
Es ist doch deutlich wahrscheinlicher, dass ein Pilot der anscheinend bisher nur in Höhen von FL120-130 geflogen ist die Gefahr unterschätzt hat, die davon ausgeht, dass er halt "ein paar tausend Fuss höher" fliegt, wie es für eine IFR Alpenüberquerung notwendig ist. Es soll durchaus Piloten geben, die sich denken "bei FL130 hatte ich bisher nie Probleme" (von denen ich selber was gemerkt habe...) "dann werden 10 Minuten auf FL150 keinen wirklichen Unterschied machen".
Es gehört zur Natur der Einschränkungen bei Sauerstoffmangel, dass man selber nicht merkt bzw. realisiert, dass man eingeschränkt ist.
Ein auf 500ft/min eingestellter AP wäre bei einem älteren AP auch nicht total ungewöhnlich. Nicht jeder hat in so einem Flieger einen AP mit level change modus, der automatisch mit der besten geschwindigkeit steigt.
Das einzige was nicht zu diesem "schleichenden Verlauf" passt wäre, wenn er tatsächlich auf FL250 noch den Transpondercode geändert hätte. Das wäre ohne Sauerstoff kaum zu schaffen.
Aber auch dann wäre das Suizidszenario eher unwahrscheinlich, weil er dann ja auf dieser Höhe bewusst den Sauerstoff hätte ausschalten müssen für den Suizid - und was sprich dafür, dass er das getan hat und nicht "einfach" einen technischen defekt an der Sauerstoffanlage hatte?