Sehr geehrter Herr Dr. med. Kretzschmar,
Es ist mir eine Freude, mit Ihnen hier im Forum über ein ernstes Thema unsere Vorstellungen öffentlich auszutauschen.
Darf ich Ihnen dazu ein fiktiven Parallelfall vorstellen? ( von mir spontan ausgedacht )
Nehmen wir mal an, ich lasse mich mit dem Taxi zu Ihnen in die ärztliche Praxis fahren, damit geht von mir zunächst keine Gefahr aus. Nehmen wir weiter an, ich habe 2 Promille Alkohol im Blut, der Taxifahrer führt mich aus dem Taxiauto zu Ihnen in die Praxis, der Taxifahrer führt meine Hand auf meine Anweisungen die Bewerbung um eine Fliegertauglichkeit Klasse 2 und LAPL auszufüllen. Bei der Frage, ob ich Alkohol trinke, kreuze ich an, ja, gelegentlich.
Sie sehen das alles. Wie würden Sie reagieren? Ich befinde mich nicht in verantwortlicher Position im Luftfahrzeug.
Die Fliegerärzte müssen sich bewusst sein, dass auch einige Verkehrspiloten betrunken ihren fliegerischen Dienst durchführen. siehe hier: https://www.rtl.de/cms/betrunkene-piloten-stewardess-berichtet-ueber-erfahrungen-war-schon-entsetzt-5058294.html
https://www.spiegel.de/panorama/co-pilot-betrunken-im-cockpit-flugzeugstart-abgesagt-a-1084596.html
Das jemand mit 2 Promille Alkohol im Blut zum Fliegerarzt geht, ist eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass ein Autist zum Fliegerarzt geht, und eine Bewerbung um eine Fliegertauglichkeit Klasse 2 und LAPL ausfüllt.