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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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20. Januar 2017: Von Gerd Wengler an B. Quax F. Bewertung: +3.00 [3]

Wenn man schon so einen Anzug trägt, muß man ihn auch die ganze Zeit tragen. Es ist einfach keine Zeit vorhanden, ihn in den wenigen verbleibenden Minuten anzuziehen. Und Kindern in einen reinzuhelfen: Völlig unmöglich.

Aber noch viel wichtiger: Diese Immersion Suits haben einen nicht unerheblichen Auftrieb. Die Flugzeugkabine ist sehr schnell mit Wasser vollgelaufen, und die Kinder kleben dann unter der Decke, bzw. zwischen den Sitzen, wenn das Flugzeug sich auf den Kopf gedreht hat. Dieses Problem hat man bei Booten, für die diese Anzüge gedacht sind, natürlich nicht.

Ich glaube nicht, daß diese Kinder Anzüge Leben retten können, vielleicht verschlimmern sie die Lage sogar. Wo soll denn geflogen werden? Mittelmeer? Kein Problem, schnelle Rettung, warmes Wasser. Nordsee? Tja, wenn wirklich Sorge einer Notwasserung besteht, sollte man sich vielleicht eher überlegen, dort nicht mit Kindern zu fliegen.

Gerd

20. Januar 2017: Von B. Quax F. an Gerd Wengler

Das "Problem" mit dem Auftrieb haben wir "Erwachsenen" auch. Bis dato sieht es so aus als ob die Flugzeuge doch recht langsam sinken und Überschläge eher selten sind.

Es war eine ernst gemeinte Frage zur Praktischen Handhabung und nicht zur Theorie! Für mich waren diese Anzüge keine Option sie im Flug zu tragen. Wir benutzen "Trockenanzüge" ohne Isolierung, bis zur Hüfte angezogen und im sitzen vollständig anzuziehen und zu schließen.

20. Januar 2017: Von Wolfgang Oestreich an B. Quax F. Bewertung: +2.00 [2]

In der 210 ist sicherlich eine Menge Platz. Aber ich zweifle daran, dass man im Ernstfall die Emergency Checklisten abarbeiten kann, um dann noch den Anzug korrekt anzulegen und wirklich vollständig zu schließen. Wenn der Quirl steht, macht das Adrenalin solche koordinierten Aktionen bei den meisten Passagieren wohl unmöglich.

Und auch wenn ich den Überschlag für die geringste Gefahr halte, steht man ja gerade beim Hochdecker direkt im Wasser. Also wenn es ernst gemeint ist mit der Vorsorge, legen die Kinder den Anzug vor dem Flug an und haben auch bereits die Schwimmwesten um.

Aus meiner Sicht sollte auch die Crew den Anzug vollständig anhaben, weshalb auch nur solche mit separaten Handschuhen in Frage kommen. Das hat zumindest unser Trockentest vor dem Grönlandflug 2015 ergeben. Der für Passagiere vorzüglich geeignete Anzug mit fest verbundenen Handschuhen blieb demzufolge zu Hause.

20. Januar 2017: Von Gerd Wengler an B. Quax F.

Hast Du schon mal einen Under Water Egress Kurs mitgemacht? Dabei sind mir die Augen aufgegangen! Wenn der Motor ausfällt, gibt es so viel zu tun, vom Versuch des Startens des Motors bis zum „einfachen“ Fliegen hin. Z.B., wenn Du den Anzug runtergezogen hast, trägst Du logischer Weise keine Schwimmweste, ohne die Deine Überlebenschance drastisch sinkt. Du mußt also erstmal den Anzug vollständig anziehen, dann die Schwimmweste rauskramen und die dann anziehen, wobei es wichtig ist, die Headsets loszumachen. Nebenbei noch fliegen, best glide order lowest sink rate, Türen aufmachen, Passagieren helfen bzw. vor Panik bewahren und -zig Sachen mehr.

Nenn mir mal einen Air Force Piloten, der seinen Überlebensanzug nicht komplett trägt - jederzeit.

Dies alles ist nicht theoretisch. Ich bin neben einem Besuch von Grönland vier mal über den Atlantik geflogen. Da macht man sich schon Gedanken und macht eben diesen Kurs. Nur ein Beispiel, das ich da gelernt habe. Du denkst, daß Du die Schwimmweste ja im Wasser anziehen kannst. Pusteblume, wenn Du das noch nie gemacht hast, weil Du da erstmal untergehst, da Du Deine Arme nicht mehr zum Schwimmen benutzen kannst. Wie gesagt, was für ein Eye Opener!

Gerd

20. Januar 2017: Von B. Quax F. an Gerd Wengler Bewertung: +2.00 [2]

Under Water Egress Kurs mitgemacht = Ja

Aktivieren der Rettungsinsel und einstieg im Wasser mit Familie geübt = Ja

Auftrieb des "Trockenanzugs" ersetzt Schwimmweste bis zum Einstieg Rettungsinsel. Die Weste ist da mehr im Weg als das sie hilft.

20. Januar 2017: Von B. Quax F. an Wolfgang Oestreich

Also Anzüge mit "Manschetten"? Das war der letzte Dreck, hatte immer Wassereinbruch wenn ich mich angestrengt habe und nach 20 Sekunden im Eiskalten Wasser kann man die Finger gar nicht mehr gebrauchen. Das habe ich auch getestet :-)

20. Januar 2017: Von Wolfgang Oestreich an B. Quax F.

Das Abschneiden der Manschetten muss wirklich sehr vorsichtig erfolgen, sonst hat man den von dir beschriebenen Effekt. Kann sein, das meine kräftigen Unterarme da hilfreich waren ;-)

der grosse Vorteil war, dass bis zum Schluss alle Bedienelemente einfach zu erreichen und zu nutzen waren, was mit den Fäustlingen nicht ging. Und zum Anziehen ist in der Mooney kein Platz.

20. Januar 2017: Von Guido Frey an Gerd Wengler

Diese Immersion Suits haben einen nicht unerheblichen Auftrieb.

Das hatte ich bei Firma Scandia vorher auch extra angefragt: Die Auskunft war, dass der Anzug selber so gut wie keinen Auftrieb produzieren würde, weswegen extra ein Auftrieb erzeugendes Nackenkissen hinzugefügt werden musste. Dieses Nackenkissen kann aber mit Klettverschlüssen problemlos entfernt werden. Ob das wirklich stimmt, kann ich momentan nicht sagen, da wir das Ding noch nicht im Wasser ausprobiert haben.


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