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4. Dezember 2009: Von Andreas Müller an Udo S.
Also das macht mich zumindest ratlos. Wie kann es sein, das die Vernichtung von (größtenteils von der Allgemeinheit finanzierter) Infrastruktur ohne nennenswerte Proteste funktioniert?
Mir mag sich nicht erschliessen, warum nun auch die Infrastruktur der GA erstaunlich flächendeckend mittels den verschiedenen, hier im Forum und in den Ausgaben von P&F geschilderten Schikanen zerstört oder eben so unattraktiv gemacht wird, das man das Fliegen am besten gleich einstellt.

Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, das überall dort, wo die Politik in den letzen Jahrzehnten sich in die originären Bereiche der für die Allgemeinheit eingerichteten Infrastruktur eingemischt hat es bergab geht.

Das betrifft z.B. die Bahn (wer erinnert sich noch an das Nachtpostsystem, den Stückgutverkehr, die flächendeckende Erschliessung des ganzen Landes mit Nebenstrecken und dem Bahnbussystem).
Aber auch die Post: Unglaublich, wieviele Filialen, die ich noch in meiner Zeit als studentischer LKW-Ortspostfahrer im Großraum München kennengelernt habe einfach nicht mehr existieren.

Es bleibt also die Frage: Wer profitiert von der Verschlechterung der Angebote der allgemeinen Daseinsvorsorge, zu der eben auch Flughäfen, Bahnhöfe und Postämter gehören?

Das mit Fursty ist schlechthin grotesk - das Verhalten der Politik rund um dieses Thema unter Anwendung des Werkzeugs LEP erklärt nicht, wieso nichtmal die Kompromisslösungen, die der Betreiber von Fursty vorgeschlagen hat ernsthaft in Erwägung gezogen wurden. Und die Aussage, das generell für unsere Region keine neuen Flughäfen zugelassen werden sollen verstärkt den Eindruck, das es nicht um Sachfragen sondern um Dogmen geht.

Ich bleibe dabei - ich bin ratlos, wie wir als Betroffene mit diesem Maß an Arroganz und Ignoranz zukünftig ganz konkret umgehen sollen. Was ist der neue Vorschlag der AOPA zu dieser Situation?
6. Dezember 2009: Von Hans-Georg Pauthner an Andreas Müller
Nun erklärbar ist das Verhalten der Politiker rund um Fürsty und Oberpfaffenhofen schon. Oberstes Prinzip eines Politikers ist die Wiederwahl sichern. Alles was dem gegensteuert wird mit spitzen Fingern oder gar nicht angefasst. Der Wahlkreis von Wirtschaftsminister Zeil ist Starnberg, bekanntlich ein Wahlkreis mit enorm hoher Millionärsdichte. Diese Millionäre wollen einfach keine Fluglärmbelästigung durch zusätzlichen Flugverkehr in Oberpfaffenhofen.

Zu Fürsty.
Fürsty hat eine enorm lange Runway. Die Entscheidung das LTG 61 in Penzing nach der Einführung des A400M zu schließen, beruhte ja ausschließlich darauf, das die Startbahn nicht verlängert werden konnte. 30 km weiter liegt eine Startbahn in einer überlangen Form mit ca. 4000 m vor. Ein Umzug wäre von den Räumlichkeiten in Fürsty, den Verwaltungsgebäuden usw vermutlich möglich gewesen, nur die Flugzeughallen hätten für den A400M neu gebaut werden müssen.
Diese Möglichkeit ist bei der vorherrschenden Stimmungslage der Bevölkerung rund um den Flugplatz Fürsty, in Maisach usw. nicht mal angedacht worden. Hier ist einfach die städtische Entwicklung im Großraum München bis kurz vor die Grenzen des Fliegerhorstes expandiert.
Des Weiteren ist zu bedenken, dass in Fürsty ja die fliegerische Erstausbildung der Bw-Piloten auf den Piaggo P-149 durchgeführt worden ist. Den ganzen Tag Platzrunden drehen ! Dies nervt die Bevölkerung wesentlich mehr, als realtiv laute An- und Abflüge für jeweils ein paar Minuten. Dieser Fluglärm ist ja noch im kollektiven Gedächtnis der umliegenden Bevölkerung vorhanden !

Ich denke dies alles muss man bedenken wenn man fragt warum die Bevölkerung so strikt gegen den Flugbetrieb ist.
Folgedessen werden die Investitionen für den A400M Flugplatz (sofern er überhaupt kommt) in Holzdorf, in den neuen Bundesländern getätigt und nicht in Bayern, das zu den derzeitigen Haupteinsatzgebieten (Kosovo und AFG) eine ca. 1 stündige kürzere Flugzeit hat, als Holzdorf, Wunstorf oder Hohn.

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