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Das neue Heft erscheint am 2. März
Verschärfung der ZUP
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UPRT - ein weiterer Kommentar
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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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25. Juli 2010: Von Jan Brill an Jörg-Martin Rassow
... danke, den Einheitenfehler habe ich korrigiert. Der Gesamtbetrag für den Auto-Trip bleibt ja unverändert.

Zugegeben, die 0,3 €/km sind optimistisch, aber irgendwas muss man nehmen und das ist die Erstattung im öffentlichen Dienst.

Sie haben Recht, ich bin bei allen diesen Vergleichen (siehe auch Paris, Venedig, Graz) immer wieder überrascht vom Preis-Leistungsverhältnis der Bahn. Extrem lange Reisezeiten und hohe Preise. Unglaublich.

Über den Daumen gepeilt und bei den üblichen Strecken von< 500 NM kann man festhalten dass das GA-Flugzeug ab 50 bzw. 75% Auslastung mit den Kosten von Auto und Linie mithalten kann (also bei 2-3 Personen).
Wer alleine reist zahlt mehr, sobald aber Zeit oder eine gesparte Übernachtung ins Spiel kommt ist der kleine private selbstgeflogene GA-Flieger wieder vorn.

Es ist für mich unverständlich warum so wenige Luftfahrt-fremde Unternehmen dies erkennen.

viele Grüße,
Jan Brill
26. Juli 2010: Von Andreas Riedel an Jan Brill
Hallo Jan, der ADAC macht immer Aufstellungen der tatsächlichen Kilometerkosten die ein Auto kostet. Die Zahlen von den Behörden zu nehmen ist irreführend und enstpricht nicht den wirklich anfallenden Kosten.
Für einen BMW 320d (Mittelklasse) entfallen dabei Kosten in Höhe von € 0,537 pro Kilometern. Dies bei einer Fahrleistung von 15.000 Km pro Jahr. Dies zeigt auch das die Kosten die uns für Betriebsfahrten vom Finanzamt zugestanden werden vollkommen Realitätsfremd sind.
Da wir bei unseren Flugkosten sämtliche Kosten mit einberechnen sollte dies bei den Autokosten auch sein. Dabei schneidet ein Flugzeug noch wesentlich besser ab da der Wertverlust prozentual wesentlich geringer ist.
Grüße Andreas
26. Juli 2010: Von Jan Schupp an Andreas Riedel
Beitrag vom Autor gelöscht
26. Juli 2010: Von Thomas Schmidt an Jan Schupp
Hallo Kollegen,

solche eindringlichen Beispiele gehören in die Presse und in TV-Sendungen, damit man endlich mal von den gebetsmühlenartigen wiederholten Neidgedanken und Luxusdenken bei der Normalbevölkerung und fachfremden Journalisten wegkommt.

Im Übrigen sollte man auf der Allgemeinheit dienende Einrichtungen wie die Luftrettungsstaffel Bayern (Wladbrandbeoachtung) hinweisen, oder auch ähnliche Verbänden in anderen Bundesländern, sowie die Vielfältigen Einsatzgebiete der Arbeitsluftfahrt, die praktisch gänzlich vergessen wird z.B.:
- Pipeline-Checkflüge
- Hochspannungsleitungen überwachen
- Luftbildwesen (auch für die Detailansichten bei Google-Earth)
- Gewässerüberwachung
- Rettungs- und Krankentransportflüge
aber auch der
Verkehrspilotenausbildung (jeder fängt klein und zu 90% NICHT bei der Lufthansa an)

Und wenn einem dann das bekannte Wort "Sportflieger" entgegenschallt, dann sollte man denjenigen fragen, ob er weiß was:
a) Sportflug eigentlich ist
b) wenn NEIN und er jedes Lfz der GA als Sportflieger bezeichnet, er dies Wort auch für Polizei, Rettungs-Heli oder Lastentransporte etc. verwenden würde.

Spätestens dann, wenn man die Vielfältigkeit der GA erklärt und was sie unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit leistet, werden zumindest manche Zeitgenossen einsichtiger.

In diesem Sinne

TS
26. Juli 2010: Von Simon Walther an Jan Schupp
Ich bin ja sehr dafür, Argumente für das (GA-)Flugzeug als Transportmittel anzuführen. Auch habe ich eine Allergie dagegen, als Sportflieger bezeichnet zu werden. Aber die Aussage, dass 1,2 EUR/km billiger ist als ein gescheites Auto, würde ich dabei nicht unbedingt anführen, sonst lacht man uns aus...

Das weiter oben zitierte Auto, ein BMW 320d, kostet bei einer etwas vernünftigeren Auslastung von 50000km im Jahr (und nur 3 Jahren Haltedauer) "nur" noch 26,4 ct/km. Sonst können wir auch eine neu gekaufte TB21 mit 50 Stunden im Jahr durchrechnen, die wir nach vier Jahren wieder verkaufen - die kostet dann auch mehr als 269,80 netto/h. Ein BMW 530d, um mal ein gebräuchliches Business-Fahrzeug zu nehmen, kostet bei der genannten Auslastung übrigens 37,1 ct/km (alles laut ADAC-Rechner).

Ungeachtet dessen ist es bei (vermutlich) den meisten von uns ja auch so, dass wir einen PKW sowieso besitzen, das Flugzeug aber nicht, und für die Entscheidung, ob ich das Auto nehme, oder einen Flieger miete, beim PKW nur die variablen Kosten relevant sind und beim Flieger die Vollkosten. Wenn ich beides selbst besitze, sieht's natürlich anders aus.

Lasst uns also gerne die Vorteile des Flugzeugs nennen (Zeit, Flexibilität, etc), aber wir sollten nicht versuchen, die Betriebskosten eines Fliegers so schönzurchnen, dass sie pro km geringer werden, als die eines Autos. Das wird unglaubwürdig...
26. Juli 2010: Von Eustach Rundl an Simon Walther
Hallo,
traut sich also doch einer. Liebe Freunde,
die besten Kritiker dieser Rechnung sind die
Finanzbehörden. Wenn ein nicht gerade "luftfahrtaffiner"
Beruf angeführt wird, sagt das Finanzamt immer
"no" beim Absetzversuch der Kosten unserer Fliegerei.
Bei der Sichtfliegerei ist regelmäßig von Freizeit-
beschäftigung und Liebhaberei auszugehen.
Hieß es bei mir schon vor Jahren als ich versuchte
Ausbildungskosten für die Lizenz abzusetzen.
27. Juli 2010: Von Thore L. an Eustach Rundl
Also meine Cessna 182T, Bj 2007 mit G1000 und ner Menge nützlicher Sachen kostet mich 275 Euro pro Stunde. Da ist soweit alles drin. Die fliegt 140 Knoten true in 8-10.000 Fuß, meiner "normalen" Höhe hier in Europa.

Da ich ca. 30% der Kilometer beim Fliegen sparen kann, weil ich Luftlinie geradaus fliege und nicht den Strassen folgen muss, komme ich also mit meinen 275 Euro ca. 328 Autokilometer weit. Jetzt kommen da noch Landegebühren und evtl. zusätzliche Abstellgebühren drauf (Heimatplatz ist in den 275 inkl.).

So gerechnet komme ich auf 0,84 Euro pro Autokilometer ohne Gebühren, die im typischen durchschnittlichen 180 Meilen Trip mit ca. 7 Cent zu Buche schlagen.

"Kapitaldienst" rechne ich keinen, ich rechne auch beim Auto keine Habenzinsen auf nicht ausgegebenes Geld. Ausserdem kriegt man zur Zeit keine Habenzinsen.

Mein Auto (ganz normaler Mittelklassewagen) hat einen Wertverlust von ca. 35.000 Euro in 3 Jahren, macht bei meinen 40.000 Kilometer pro Jahr schon 0,29 Euro pro Kilometer. Sprit macht ca. 0,10 Cent, Wartungskosten habe ich ca. 3000 Euro pro Jahr, macht weitere 0,08 Euro pro Kilometer. Versicherungen, Garage, Steuer, sind weitere 2100 Euro / Jahr, also 0,05 Euro pro km. Jetzt kommen noch Mautgebühren (Ausland), diverse Plaketten, und Kram mit ca. 0,02 Euro pro km. Zusammen also ca. 0,55 Euro pro km.

Flieger ist also 0,37 Euro pro km für mich teurer. Dafür bekomme ich eine unfassbare Flexibilität und Mobilität, die kein Auto dieser Welt mir bieten kann. Spass machen tut es übrigens auch noch. ;)

Und das alles schon, wenn ich da nur ganz alleine drin sitze. Finde ich nen sehr guten Deal!
27. Juli 2010: Von Andreas Riedel an Simon Walther
Sehr geehrter Herr Walther, wie Sie habe ich nichts dafür übrig etwas schön zu reden. Die ganze Diskussion über Sonntagsflieger, Hobbypiloten und ähnliches wird nur in unserem Land geführt. Wir sind halt eine Neidgesellschaft. Hörte auch schon das Argument " Ich fliege nicht warum musst du" usw.. Was es zu beneiden gibt, ich weiß es nicht, da es jedem offen steht den Flugschein zu erwerben. Die Kosten sind sicherlich nicht übermäßig ist halt alles eine Frage von Prioritäten.
Betreffend der Kosten: Ich habe ein Flugzeug und einen BMW 530T so das ich einigermaßen Bescheid weiß über die einzelnen Kostenpositionen. Das Fahrzeug bewege ich ca. 50.000 Km im Jahr.
Bitte vergessen Sie nicht bei all Ihren Betrachtungen das ein Flugzeug eine wesentlich längere Lebensdauer besitzt als ein Auto. Hatte gerade einen Hagelschaden und erhielt dadurch ein Wertgutachten. Dies wieß den Wert meines Autos mit € 16.000 aus. Ein Wertverlust von € 50.000 in 6 Jahren. In den letzten 44 Jahren (das alter meines Flugzeugs) habe ich viele Autos, nicht aus Hobby, besessen das dabei verlorene Geld durch Wertverlust habe ich noch nicht addiert. Der Wert meines Fliegers ist heute noch erheblich und dies ist ein Arbeitstier und wird geflogen also kein Oldtimer der gehegt und gepflegt wird und nur am Wochenende raus darf.
All diese Überlegungen sollten in eine Dikussion über die Kosten eines Fliegers mit einfließen.
Hier noch ein Schlußgedanke:
Meine Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Autobahnen und Straßen beträgt ca. 100 bis 110 km p. Stunde (lt. Computer im Auto) über ein Jahr
Bei einer Laufleistung von 15.000 km wie von dem ADAC bei seiner Berechnung veranschlagt sind das ca. 140 Stunden im Auto. Der Kilometerpreis beträgt dann € 0,756. Wenn Sie mehr fahren reduziert sich selbstverständlich der Kilometerpreis dies passiert jedoch auch beim fliegen.
Grüße
27. Juli 2010: Von Uwe Grosser an Andreas Riedel
Hi Herr Riedel,

"da es jedem offen steht den Flugschein zu erwerben. Die Kosten sind sicherlich nicht übermäßig ist halt alles eine Frage von Prioritäten."

Die Argumentation halte ich für ein wenig halbseiden,
die Ausbildung mag finanzierbar sein,aber was ist mit den
Folgekosten ?
Ich habe festgestellt,dass mein MINIMUM an Flugstunden p.a.
bei etwa 50 liegt um die nötige die Sicherheit da oben zu haben.Hat dann bei reinen Charterkosten von ca. 10 Riesen
zusätzlich zu den sonstigen Kosten nichts mehr mit Prioritäten zu tun.
Selbstveständlich kann das Fliegen flexibler,günstiger und
schneller als der Pkw oder sonstige Verkehrsmittel sein.
Alles eine Frage der Situation.
27. Juli 2010: Von Udo S. an Uwe Grosser
"... aber was ist mit den Folgekosten ? ...
Selbstveständlich kann das Fliegen ... günstiger ... sein."

in dem zusammenhang können also auch die folgekosten günstiger sein.
schliesslich fragt beim auto-führerschein keiner nach den folgekosten => ich würde sogar weiter gehn als die vorredner, und nicht nur von abschreibung bei schnell wertlos werdenden autos ausgehen, sondern noch das unfallrisiko hinzufügen: mit autounfällen vernichtet man sicherlich im leben so einiges an wert (einige bei schweren unfällen, das andere geschlecht bei parkschäden ;-)*, was führerscheinfolgekosten drastisch in die höhe schnellen lässt, verglichen mit flugscheinfolgekosten. ein bisschen mildern die versicherungen mit allen arten von park-, wild-, autoglas- und sonstigen kasko-varianten ab, aber rein volkswirtschaftlich sind autounfallschäden ein nicht zu verachtender faktor (der nur über die masse etwas verwässert wird).

ich jedenfalls fand die ausbildungsfinanzierung wesentlich schwieriger, als die spazierenfliegerei, wo ich anstatt einen grummelnden, teuren, lehrer, nun zahlende paxe dahin fliegen kann, wo sie hinwollen (und nicht immer wieder zu meinem trainingsziel).
wenn man noch aufteilt in "eh-da" kosten und reine variable kosten (automatik 2.5 l verglichen mit O200) greift man gerne immer öfters zum flieger (oder wenn man sparen will, zum moped - geht aber unter safety first nur im sommer)

*) wer den witz entdeckt hat, darf ihn behalten -> ironie off

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