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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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17. Juni 2004: Von rolf an Wolff Ehrhardt
Hallo Wehrhard,

Du äußerst Sorge, dass (Moving-Map) Bildschirme im Cockpit länger und intensiver das Auge und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als es (navigatorisch) nötig und von der Aufmerksamkeitsverteilung fliegerisch sinnvoll oder geboten ist.

Dieses Phänomen (der erhöhten Aufmerksamkeit für Neues und Bewegtes) ist doch eigentlich nichts neues und nicht an Moving-Maps gebunden. Ich vermute, dass schon unsere Väter / Großväter zu Anfang mit den Augen und dem Hirn länger an der schwabbelnden NDB- und später CDI-Nadel fixiert waren, als nötig oder geboten. Mit einem grundsätzlich neuen oder für einen persönlich neuem Gerät beschäftigt sich nun jeder zu Anfang mehr. Sich da selbst einschätzen zu können (wie stark einen ein neues Gerät oder eine neue Technik in-flight optisch und mental absorbieren wird) und die richtigen Konsequenzen zu ziehen, ist m.E. der Punkt.

Gleiches gilt für „bad-airmenship“: „Autopilot rein und Zeitung aufschlagen“ ging auch schon mit VORs ohne jede Moving-Map oder jegliches GPS.

Gruß Rolf
24. Juni 2004: Von Wolff Ehrhardt an rolf
Hallo,

Zeitunglesen und Autopiloten fliegen lassen ist eine Sache, aber viele spielen dann am laufendem Band am Gerät rum, sehen dort alle Kontrollzonen und schauen nicht mehr raus. Des weiteren machen sich leider viele (die Meisten?) erst im Flug mit dem Gerät vertraut. Den Rest dazu muss ich nicht größer komentieren. Es wird zu wenig rausgeschaut, alle denken der Mann im "Turm" (Infoplatz) sagt mir schon alles. Der deutsche Pilot denkt immer, er kann seine Verantwortung nach oben abgegeben. Wir müssen autonomer werden. Solche Geräte wie das Moving Terrain sind mit Sicherheit eine Verbesserung, ich selber hatte vor zwei drei Jahren darüber nachgedacht, mir einen modifizierten PC in den Flieger einzubauen, habe aber aufgrund von Displayproblemen davon abstand genommen.
24. Juni 2004: Von Thomas Jaekel an Wolff Ehrhardt
Hallo zusammen,
hatte unlängst bei einem Transatlantikflug das MT Visionaire mit im Cockpit - und zwar mechanisch richtig im Avionic Stack eingebaut.
Darstellung und Ablesbarkeit waren wirklich gut - wir haben das Gerät während der gesamten Reise lediglich als zusätzliche Informationsquelle benutzt - primäres Nav war weiterhin das Garmin. Durch die sensationelle Terraindarstellung wird das MT z.B. bei einer Notlandung mit Dreckwetter eventuell zum rettenden Schutzengel!
Neben den wirklichen Stärken gibt es noch ein paar Schwächen, welche - weil meistens nur Software - durch den Hersteller einfach zu beheben sein dürften. Diese währen - um nur 2 zu nennen - z.B.
Zertifizierung unklar (soll ja jetzt da sein - aber welche??)
Kein Mag Heading Input vom z.B. KCS möglich
Kein download des IFR Flugplanes vom Garmin möglich (unerklärlich!!)

Gerade der letzte Punkt ist meiner Meinung sehr störend - muss man seinen IFR Plan und alle Änderungen darum immer in 2 Geräte eingeben - welch ein Blödsinn, denn das geht sogar zwischen GPS -III und 430/530 MX20 etc. reibungslos. Damit ist auch die Funktion als Flightbag etwas beeinträchtigt, denn man könnte sonst einen daheim vorbereiteten Plan einfach nur per ARINC vom MT ins Garmin hochladen!
Als primäres Nav für IFR kann ich mir das Ding nicht vorstellen, denn es gibt z.B. keinerlei RAIM infos vom GPS her - somit ist man eh an ein zugelassenes GPS gebunden.
Der Autopilotausgang funktioniert überigens hervorragend - selbst ein uralter Cessna-Autopilot lief damit zur Höchstform auf - aber eben zugelassen ist das alles nicht.

Das Fazit aus meiner Sicht:
Es ist gut, dass eine euopäische Firma so ein tolles Display auf den Markt bringt - allerdings genügt für den breiten Markt eine brilliante Darstellung alleine nicht!

Thomas Jaekel

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