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6. Juni 2004 Jan Brill

Praxis: Im Test: Multi Function Display


Installiert: Das Moving Terrain VisionAir Testsystem

Das Multi-Function-Display (MFD) hat in den heute gängigen Cockpits bereits das HSI als Haupt-Navigationsdarstellung abgelöst. Knapp 3 Jahre nach unserem viel beachteten Test des Apollo MX-20 nehmen wir im Rahmen des Leserflyouts vom 10. bis 14. Juni wieder eines dieser MFD-Systeme unter die Lupe. Diesmal: Das Moving Terrain VisionAir EP.


Das Testsystem, das wir auf der Leserreise dabei haben werden, ist in einer Yoke-Mount-Konfiguration angebracht
Ein in seiner Systemphilosophie etwas anders ausgelegtes aber durchaus interessantes Moving-Map-System das nun auch Wetterdarstellung und Electronic Flight Bag (also Terminal-, Approach- und Taxicharts) bietet.

Am Freitag wurde das System beim Hersteller in Sulzberg in einer Yoke-Mount Konfiguration montiert. Wir werden das MT VisionAir mit auf unseren Leserflyout nach Schweden nehmen und dort auf Herz und Nieren testen.




Die präzise Kartendarstellung erlaubt das exakte Umfliegen von Lufträumen im VFR-Flug
Der erste kurze Flug von EDMK nach EDMS war schon mal viel versprechend. In regnerischem VFR-Wetter erlaubte das VisionAir auf der ICAO Karte das exakte Umfliegen der Münchner Kontrollzone – Präzision und Detailgenauigkeit der Kartendarstellung waren hervorragend.
Auf der Schwedenreise werden wir aber auch reichlich Gelegenheit haben, die IFR- und Wetter-Darstellungen des VisionAir zu erproben.

###-MYBR-###
###-MYBR-###Mit der Electronic-Flight-Bag-Funktionalität erlaubt das VisionAir ein im Normalbetrieb (fast) papierloses Cockpit. Auch hier werden wir einen nahezu komplett papierlosen Workflow von der Flugplanung mittels Jeppesen FlightStar über die Flugplanaufgabe bis zur MFD-gestüzten Flugdurchführung vorstellen.

Mehr Infos im ausgiebigen Testbericht in der Juliausgabe von Pilot und Flugzeug.


  
 
 




10. Juni 2004: Von Wolff Ehrhardt an Jan Brill
Kenne das Gerät auch, hat wirklich viele Vorzüge und Informationen parat. Leider kann man immer mehr davon ausgehen, das alle, die sich so ein Gerät installieren, noch weniger aus dem Fenster schauen, als sie es jetzt schon tunen. Frei nach dem Motto, ich umfliege ja alle Flugbeschränkungsgebiete. In diesem Zusammenhang macht es dann leider wieder Sinn, Mode S für alle Flieger einzuführen und Moving Terrain kann ein neues Feature verkaufen : Andere Flugzeuge auf dem Display darstellen. Ich möchte hier nicht als Technikmuffel dastehen, ich verdiene mein Geld mit Internetsicherheit und Netzwerkinstallationen. Aber wenn ich eins gelernt habe,so bald irgendwo ein Bildschirm auch nur ansatzweise ein bewegtes Bild zeigt, schaut jeder erst mal länger als nötig drauf. (bei Kindern noch stärker ausgeprägt)Aber dann schaut keiner mehr beim Flug richtig nach aussen, wieso auch, der Flugweg ist doch klar, das Wetter sehe ich ja auch. Alle sind wild auf Bildschirme im Flieger (EFIS, Garmin 1000 usw.) Bitte aber nicht vergessen, fliegen ist nicht Multimedia, sondern immer noch Handwerk.
12. Juni 2004: Von Hans J. Petscher an Jan Brill
Die benefits solch eines (oder auch anderer) Moving Map Systeme liegen auf der Hand. Die Entwicklung geht klar in Richtung Electronic Flight Bags (EFB) für „less paper“ und „paperless“ cockpits. Mir graut allerdings, wenn ich die Installation auf Ihrem Bild betrachte. Ist das Gerät für Start und Landung abnehmbar? Wie sind die elektrischen Anschlüsse, wie sicher die Befestigung? Auch ist die Montage auf dem control wheel höchst bedenklich. Guidance material für einen qualifizierten und (unter Umständen) zertifizierbaren Einbau für EFBs stehen im AC 120-76A (link beigefügt). Wer sich ernsthaft mit einer Zertifizierung von Klasse 1, 2 oder 3 EFBs interessiert, kann mich anmailen, ich kann vielleicht ein paar Hinweise und Interpretationen beisteuern.

https://www.airweb.faa.gov/Regulatory_and_Guidance_Library/rgAdvisoryCircular.nsf/0/B5DE2A1CAC2E1F7B86256CED00786888?OpenDocument

Freundlicher Gruß,
hjp
13. Juni 2004: Von Wolff Ehrhardt an Hans J. Petscher
Keine Angst, das Gerät gibt es auch als Panel Mount und passt sinnigerweise genau in den Slot vom Wetterradar (KWX56). Leider kann das Gerät dann entgegen dem Wetterradar dann nicht erkennen, ob die Wolke vor einem eine embedded CB hat oder nicht. Der Einbau selber ist denkbar einfach, Ab ins Panel, Strom dran, Antenne aufs Dach und los geht´s. Ob das Gerät allerdings nach TSO 129a für IFR Verkehr zugelassen ist, weiß ich nicht.
17. Juni 2004: Von rolf an Wolff Ehrhardt
Hallo Wehrhard,

Du äußerst Sorge, dass (Moving-Map) Bildschirme im Cockpit länger und intensiver das Auge und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als es (navigatorisch) nötig und von der Aufmerksamkeitsverteilung fliegerisch sinnvoll oder geboten ist.

Dieses Phänomen (der erhöhten Aufmerksamkeit für Neues und Bewegtes) ist doch eigentlich nichts neues und nicht an Moving-Maps gebunden. Ich vermute, dass schon unsere Väter / Großväter zu Anfang mit den Augen und dem Hirn länger an der schwabbelnden NDB- und später CDI-Nadel fixiert waren, als nötig oder geboten. Mit einem grundsätzlich neuen oder für einen persönlich neuem Gerät beschäftigt sich nun jeder zu Anfang mehr. Sich da selbst einschätzen zu können (wie stark einen ein neues Gerät oder eine neue Technik in-flight optisch und mental absorbieren wird) und die richtigen Konsequenzen zu ziehen, ist m.E. der Punkt.

Gleiches gilt für „bad-airmenship“: „Autopilot rein und Zeitung aufschlagen“ ging auch schon mit VORs ohne jede Moving-Map oder jegliches GPS.

Gruß Rolf
24. Juni 2004: Von Wolff Ehrhardt an rolf
Hallo,

Zeitunglesen und Autopiloten fliegen lassen ist eine Sache, aber viele spielen dann am laufendem Band am Gerät rum, sehen dort alle Kontrollzonen und schauen nicht mehr raus. Des weiteren machen sich leider viele (die Meisten?) erst im Flug mit dem Gerät vertraut. Den Rest dazu muss ich nicht größer komentieren. Es wird zu wenig rausgeschaut, alle denken der Mann im "Turm" (Infoplatz) sagt mir schon alles. Der deutsche Pilot denkt immer, er kann seine Verantwortung nach oben abgegeben. Wir müssen autonomer werden. Solche Geräte wie das Moving Terrain sind mit Sicherheit eine Verbesserung, ich selber hatte vor zwei drei Jahren darüber nachgedacht, mir einen modifizierten PC in den Flieger einzubauen, habe aber aufgrund von Displayproblemen davon abstand genommen.
24. Juni 2004: Von Thomas Jaekel an Wolff Ehrhardt
Hallo zusammen,
hatte unlängst bei einem Transatlantikflug das MT Visionaire mit im Cockpit - und zwar mechanisch richtig im Avionic Stack eingebaut.
Darstellung und Ablesbarkeit waren wirklich gut - wir haben das Gerät während der gesamten Reise lediglich als zusätzliche Informationsquelle benutzt - primäres Nav war weiterhin das Garmin. Durch die sensationelle Terraindarstellung wird das MT z.B. bei einer Notlandung mit Dreckwetter eventuell zum rettenden Schutzengel!
Neben den wirklichen Stärken gibt es noch ein paar Schwächen, welche - weil meistens nur Software - durch den Hersteller einfach zu beheben sein dürften. Diese währen - um nur 2 zu nennen - z.B.
Zertifizierung unklar (soll ja jetzt da sein - aber welche??)
Kein Mag Heading Input vom z.B. KCS möglich
Kein download des IFR Flugplanes vom Garmin möglich (unerklärlich!!)

Gerade der letzte Punkt ist meiner Meinung sehr störend - muss man seinen IFR Plan und alle Änderungen darum immer in 2 Geräte eingeben - welch ein Blödsinn, denn das geht sogar zwischen GPS -III und 430/530 MX20 etc. reibungslos. Damit ist auch die Funktion als Flightbag etwas beeinträchtigt, denn man könnte sonst einen daheim vorbereiteten Plan einfach nur per ARINC vom MT ins Garmin hochladen!
Als primäres Nav für IFR kann ich mir das Ding nicht vorstellen, denn es gibt z.B. keinerlei RAIM infos vom GPS her - somit ist man eh an ein zugelassenes GPS gebunden.
Der Autopilotausgang funktioniert überigens hervorragend - selbst ein uralter Cessna-Autopilot lief damit zur Höchstform auf - aber eben zugelassen ist das alles nicht.

Das Fazit aus meiner Sicht:
Es ist gut, dass eine euopäische Firma so ein tolles Display auf den Markt bringt - allerdings genügt für den breiten Markt eine brilliante Darstellung alleine nicht!

Thomas Jaekel
12. August 2004: Von Frank Lauter an Jan Brill
Hallo!

Den Bericht über das MT finde ich zwar – wie immer sachlich und gut geschrieben – jedoch fehlt mir ein wenig die Begründung, warum man soviel Geld ausgeben soll um ein unhandliches „Ding“ zu erhalten.

Als Festeinbau für den Rettungsheli ist es sicher sinnvoll aber im „normalen“ Flieger Einsatz kann ich die Kosten-Nutzen nicht ganz nachvollziehen.

IFR kann ich – aus vielleicht die Wetterradarfunktion – das MT nicht gebrauchen.
VFR muss ich es mit den gängigen Geräten vergleichen z.B. von Garmin Pilot III oder 295Color.

Die Montage auf den Steuerhorn finde ich sehr suspekt, besonders weil dadurch, je nach Flugzeugtyp, auf jeden fall Instrumente abgedeckt werden.

Als was bleibt übrig?

Die wandernde ICAO Karte gibt es auch in anderer Form.

Die Funktionen des MT kann ich auch mit einem Subnotebook erzielen. PCMCIA/GPS rein und ein Stück Software erledigen den Rest, oder halt einfach an ein vorhandenes GPS, falls die Kabel nicht stören.
Noch besser mit dem Notebook kann ich mein Flugbuch schreiben, den Flugplan aufgeben, die Route planen, das aktuelle Wetter darstellen und am Zielort auch noch meine Arbeit erledigen.

Und die Kosten? Ein GPS habe ich sowieso, ein Notebook für unterwegs auch, FliteMap zur Flugplanung – glücklicherweise mit einer Lizenz für HauptPC und Notebook – JeppView damit ich nicht 6 Ordner mit in Hotel schleppen muss, fertig. Mehrkosten = NULL

Und wenn ich im Flug mal umdisponieren muss habe ich auch alle STAR’s und Anflüge auf dem Bildschirm. (Natürlich auch die VFR Platzrunden)

Mit freundlichen Grüßen

Iceman
13. August 2004: Von Werner Heilos an Frank Lauter
Hallo und guten Abend,
ich bin schon sehr überrascht, wie Moving Terrain im Forum "zerlegt" wird.
Ich habe den Eindruck, dass hier lediglich Flugzeug-Eigner schreiben. Ich habe ein ganz anderes Problem, dass ich - für mich - mit MT gelöst habe.
Ich fliege als Charterer auf diversen Einmot- und Zweimot-Mustern umher und kann mir leider nicht aussuchen, wie diese Flieger ausgestattet sind. Aufgrund dieser Tatsache, fühle ich mich auf den unterschiedlichen Equipments im Grunde nicht 100% fit. Dieses Gefühl sollte man ja tunlichst in der Fliegerei vermeiden.
Insofern habe ich mich entschlossen, ein mobiles System an der Hand zu haben, dass ich grundsätzlich als "Back-Up" System, sowohl VFR als auch IFR dabei habe und wirklich "im Schlaf" beherrsche.
Meine Erfahrungen sind bestens, ich möchte MT nicht mehr missen. In den letzten Woche habe ich bei IFR-Flügen an die französische Atlantikküste als auch nach Croatien beste Wetter (Gewitter) Informationen im Flug erhalten, die den Standard-WX Info´s der von mir geflogenen Mustern deutlich überlegen waren und mir so sichere Flüge ermöglicht haben.

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