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Sonstiges | PZL-104 Wilga 35 Infosammlung  
27. Juni 2022 22:52 Uhr: Von Nils Z. 

Hallo,

wer hat Erfahrung im Betrieb einer PZL-104 Wilga 35 und kann ein paar Informationen beisteuern?

Meine Internetrecherchen haben bisher ergeben:

  • Es gibt ein Mogas-STC.

Aus diesem Artikel (gilt aber für die Wilga 80):

https://aeroresourcesinc.com/proj98-ci/WebContent/uploads/199009-1990%20PZL-104%20Wilga%2080.pdf

  • Zelle hat eine TBO von 1000h
  • Zelle hat ein "service life" von 2400/2600h, kann durch herstellerseitige Modifikation an den "wing-attach fittings" nochmal um 2600h erweitert werden (d.h. total airframe service life = 5200h)

Bedeutet das tatsächlich, dass eine Wilga 80 nach 5200h auf den Müll wandert? Gelten diese Zahlen auch für die Wilga 35?

  • Motor Iwtschenko AI-14R TBO 1000h
  • Propeller US-122000 TBO 1000h
  • Verbrauch ca. 62l/h bei 75% = 88kts Reise

Zudem habe ich hier im Forum einen Beitrag von Viktor von September 2015 gelesen, in dem er geschrieben hat, dass die Wilga nicht mehr von PZL supported wird und behördenseitig der Betrieb erschwert werde. Gibt es da nähere Details?

Habt Ihr weitere Informationen zum Betrieb, Flugerfahrungen, usw.? Irgendwas, was für die fliegerisch interessierte Welt erwähnens- und erhaltenswert ist?

Ganz klar: Rationale Gründe sprechen nicht unbedingt dafür, eine Wilga zu kaufen... aber das gilt ja für viele Flugzeuge abseits von Cessna, Piper, Cirrus, insofern brauchen wir über Sinn und Unsinn des Betriebs einer Wilga hier vielleicht nicht diskutieren, sondern einfach nur ein paar Informationen zusammentragen.

Danke Euch!

28. Juni 2022 06:33 Uhr: Von Roland Schmidt an Nils Z.

Zelle hat ein "service life" von 2400/2600h, kann durch herstellerseitige Modifikation an den "wing-attach fittings" nochmal um 2600h erweitert werden (d.h. total airframe service life = 5200h)

Die Gesamtlebensdauer kann m. W. mit gewissem Aufwand durch den Hersteller verlängert werden (im Artikel steht ja auch "those limits will be extended..."). Bei der Katana ist die z. B. 6000 h, mit der Möglichkeit, sie nach einer größeren Inspektion der Zelle immer um weitere 6000 h zu verlängern usw.. Jeweils immer nur 2600 h ist schon recht wenig, für Privathalter andererseits meist kaum relevant :-)

Ich bin mal an der polnischen Ostsee mit einer Wilga mitgeflogen (echt von einem "Acker" gestartet und dann im Tiefflug über die Landschaft) - das war ein tolles Erlebnis!

28. Juni 2022 07:23 Uhr: Von Mark J. an Nils Z.

Hier das Wilga Handbuch der GST in deutsch:

https://www.donnerflug.de/aviation/Wilga35%20Handbuch.pdf

Da dürfte auch noch die eine oder andere relevante Info zur Wilga zu finden sein.

28. Juni 2022 09:48 Uhr: Von Steffen Keil an Roland Schmidt Bewertung: +1.00 [1]

"Die Gesamtlebensdauer kann m. W. mit gewissem Aufwand durch den Hersteller verlängert werden "

Ja, nach Hinterlegung eines mittleren 5stelligen Betrages.

my5cents: kauf dir ne Do-27 wenn Du einen echten STOL Flieger haben möchtest. Hast Du mehr davon und weniger Ärger wenn Du den Motor pfleglich behandelst.

Das die Wilgas im Osten noch überlebt haben liegt ganz einfach daran, dass die Dinger einst den flugs zu e.V. mutierten ex GSTlern kostenlos samt bergeweise Ersatzteilen überlassen wurden. Mittlererweile stehen etliche schon abgeflogen herum.

28. Juni 2022 11:42 Uhr: Von Hubert Eckl an Steffen Keil

DO27 = schneller, schöner, geräumiger, eleganter. Ersatzteilsituation schauderhaft

Wilga kennt nur zwei Geswindigkeiten 120 km/h steigen 160kmh/cruise. Spritverbrauch schauderhaft. Ersatzteile für die Ewigkeit. Kaufpreis 25% vergleichbarer DO.

Unvergleichliche Flugzeuge aus Zeiten als Benzin ein Nebenposten " unter ferner liefen" war.

28. Juni 2022 12:06 Uhr: Von Alex Stoeldt an Steffen Keil

Das die Wilgas im Osten noch überlebt haben liegt ganz einfach daran, dass die Dinger einst den flugs zu e.V. mutierten ex GSTlern kostenlos samt bergeweise Ersatzteilen überlassen wurden. Mittlererweile stehen etliche schon abgeflogen herum.

Die letzte Deutsche Meisterschaft im Segelflug vor ein paar Wochen in Zwickau wurde komplett mit ULs geschleppt (auch wenn es "nur" max. 15 Meter Flieger waren).

Ohne Sinn oder Unsinn der Mickeys zu diskutieren- vor 5 bis 10 Jahren wurde das noch KOMPLETT mit Wilgas gemacht. Das untermauert die Aussage von Steffen recht gut.

28. Juni 2022 12:43 Uhr: Von Steffen Keil an Hubert Eckl Bewertung: +1.00 [1]

Hubert, für die DOs gibts immer noch Teile. Man muss nur wissen wo ))) Und so viel geht nicht kaputt.

Es sei denn, unbedarfte Piloten drehen das Ding am Boden um die Hochachse

28. Juni 2022 13:38 Uhr: Von Achim H. an Steffen Keil

Bei den simplen Flugzeugen benötigt man doch praktisch nie Teile vom Hersteller der Zelle. Ausgenommen bei Unfällen.

28. Juni 2022 15:25 Uhr: Von Steffen Keil an Achim H.

Genau, im Notfall werden ABDR Methoden angewandt ) P

https://www.youtube.com/watch?v=8Ah58lTSZvE

Hält bis zur nächsten 50iger )

29. Juni 2022 12:30 Uhr: Von Pe Terchen an Steffen Keil

"Das die Wilgas im Osten noch überlebt haben liegt ganz einfach daran, dass die Dinger einst den flugs zu e.V. mutierten ex GSTlern kostenlos samt bergeweise Ersatzteilen überlassen wurden. Mittlererweile stehen etliche schon abgeflogen herum."

Woraus speist sich denn die Information zu den "mutierten exGSTlern" und den Ersatzteilbergen?

29. Juni 2022 14:02 Uhr: Von Steffen Keil an Pe Terchen

Eigenes Erleben .Ansonsten empfehle ich ,sich mal mit den einst daran Beteiligten zu unterhalten. Fallen mir sogar spontan ein paar Namen ein. So mancher wird wohl nicht mehr leben

30. Juni 2022 08:12 Uhr: Von Hubert Eckl an Pe Terchen

Anfang der Nuller erlebt: Da stehen vier große Aluminiumkisten. Deckel verplombt. Wir öffnen. Nur eine weiße Wachsmasse zu sehen. "Das sind neue Motoren. Wurden seinerzeit in heißem Wachs versenkt..Gibt noch mehr davon.."

30. Juni 2022 11:01 Uhr: Von Pe Terchen an Hubert Eckl Bewertung: +2.00 [2]

Zitat "Eigenes Erleben .Ansonsten empfehle ich ,sich mal mit den einst daran Beteiligten zu unterhalten. Fallen mir sogar spontan ein paar Namen ein. So mancher wird wohl nicht mehr leben"

Zitat "Anfang der Nuller erlebt: Da stehen vier große Aluminiumkisten. Deckel verplombt. Wir öffnen. Nur eine weiße Wachsmasse zu sehen. "Das sind neue Motoren. Wurden seinerzeit in heißem Wachs versenkt..Gibt noch mehr davon.."

Nun ja, ich vermute mal, Ihr beide gehört nicht zu den "mutierten Ex GSTlern", oder?

Es mag vereinzelt solche Fälle von "geheimen" Kisten gegeben haben. Aber sicher nicht in breiter Masse. Ich habe diese Zeit selbst erlebt, ich denke nah am Geschehen dran, vermutlich dichter als Ihr beide, aber weder wurden bei uns in weißer Wachsmasse versenkte Motoren in großen Aluminiumkisten gesichtet, noch waren wir in irgendeiner Form "mutiert".

Fliegen war bis zur Wende eben nur im Rahmen der GST möglich, danach wurden (im übrigen auf den vielstimmigen Rat von Leuten hinter der ADIZ) die e.V.gegründet.

Veränderte Rahmenbedingungen, ja. Aber "mutierte Ex-GSTler"? Klingt ziemlich herablassend und wird denen, die nach Wegen suchten, weiter fliegen zu können in der Mehrheit sicher nicht gerecht.

30. Juni 2022 12:10 Uhr: Von Steffen Keil an Pe Terchen Bewertung: +1.00 [1]

näher dran als du Dir vielleicht vorstellen kannst. Und da hat man mehr als genug von diversen Schachereien mitbekommen. Ich werde hier weder Namen noch Orte nennen.

Und nur zur Erinnerung, WER vor 1990 im Rahmen der GST fliegen durfte.

Das wird von den mutierten ExGSTlern sehr gern verdrängt.

Zur Empfehlung beide Bücher von Claus Gerhardt.

30. Juni 2022 14:02 Uhr: Von Pe Terchen an Steffen Keil

Ach herje, das sind mir immer die Liebsten, die mir meine eigene Geschichte erklären, weil ich sie - nach deren Ansicht - nicht verstanden habe...

Wer durfte denn in der GST fliegen?

30. Juni 2022 14:11 Uhr: Von Steffen Keil an Pe Terchen Bewertung: +1.00 [1]

Das solltest Du selber nur allzugut wissen wenn du dabei gewesen bist. Stichwort "kaderpolitische Zuverlässigkeit ".

Ich schreibe da übrigens aus eigener Erfahrung was das bedeutet. ;)

Ich weiss, das wird heutzutage gern verdrängt. Naja ,"heutzutage" stimmt so eigentlich auch nicht,

Man hat das sehr schnell verdrängt wie man auch sehr schnell die Uniformen und Dienstgrade ensorgt hat um sich einen so völlig unpolitisch-unbelasteten Anstrich zu geben.

30. Juni 2022 14:29 Uhr: Von ch.ess an Steffen Keil Bewertung: +1.00 [1]
Klingt wie ein Vorläufer der ZÜP ;-)
Angesichts der leichten Überwindbarkeit ser Grenzanlagen aus Systemsicht nachvollziehbar.
Ich kenne diese Amnesien aus dem eigenen Imfeldauch...
30. Juni 2022 14:38 Uhr: Von Steffen Keil an ch.ess Bewertung: +1.00 [1]

gegen die ZÜP kannst Du dich wenigstens noch gerichtlich zur Wehr setzen.

Beim Stasistempel, der jährlich zu erneuern war, war das ausgeschlossen.

Da hast Du dann auch nach der Wende , falls die Akte vorhanden war, erfahren, wer Deiner sog. "Fliegerkameraden" Dich bei diesem Verein angeschwärzt hat.

30. Juni 2022 17:30 Uhr: Von Nils Z. an Steffen Keil Bewertung: +4.00 [4]

Leute, hier geht's um die PZL-104 Wilga. Für Wende-Bewältigung-Gesprächskreise bitte einen eigenen Thread aufmachen. Danke für das Verständnis.

Konkrete Informationen hinsichtlich overhaul-Kosten für den Motor, den Propeller oder die Zelle wären von Interesse. Wird vermutlich alles in Polen oder bei Termikas in Litauen gemacht, richtig? Oder gibt's noch einen deutschen LTB unseres Vertrauens, der sowas kann bzw. mit den entsprechenden Betrieben in Osteuropa abwickelt?

Fliegt hier im Forum noch jemand eine Wilga?

30. Juni 2022 18:42 Uhr: Von Hubert Eckl an Nils Z.

Wende Dich doch mal an den FLugsportclub Kyritz. Peter Noack,82, ist DER Wilga-Papst, kennt jedes Blech und jede Schraube mir Vornamen. Er hat die Wilga der Kyritzer behördlich abgesegnet grundüberhölt. Ich erinnere mich, daß die Polen 32k€ haben wollten. Das wäre der Tod der D-EBWZ gewesen.... Aber das ist nun 10 Jahre mindestens her.

30. Juni 2022 20:08 Uhr: Von Tom Kurzbach an Nils Z.

Soweit ich weiß hat WSK Kalisz (Musterbetreuer) den Support für den AI-14 komplett eingestellt. Lebt alles nur noch vom Altbestand, es sei denn Termikas hat eine Zulassung von Gottes Gnaden und darf Teile nachfertigen. Und die Zellen-GÜ bei 2700h ist bei PZL das "kaputtbefunden" ergo Zwangs-Wechsel des Spant 2 (aka Ringspant), also der "A-Säule" des Fliegers. Enorme Arbeit und prohibitive Kosten. Habe mal von nem verbindlichen Angebot über 50k€ gehört.

Selber schraube ich selten an Wilgas, kenne den Flieger aber ein wenig. Das, was ich mitbekomme lässt mich selbst als Ostflugzeug-Liebhaber echt zweifeln, wie lange das noch gehen soll. Hätte ja durchaus Lust meine jugendliche Energie in das Thema zu stecken, befürchte aber, dass das ob der Rahmenbedingungen der kommenden Jahre reine Verschwendung ist.

30. Juni 2022 20:35 Uhr: Von Andreas Albrecht an Pe Terchen Bewertung: +1.00 [1]

Wer wohl bei der GST, ersteinmal nur Offiziersanwärter, Linientreu ohne Westkontakt.....Der Zweck der GST war einzig und alleine die vormilitärische Ausbildung und "Kadergewinnung.

Vor der Aufnahme jedes Flugbetriebes hatte der "Flugleiter" ein Telex mit den Namen der Piloten an eine Nr gesendet. Nach 30'-60' kam ein Telex zurück mit Namen. Wer drauf stand durfte an dem Tag fliegen wer nicht blieb am Boden manchmal für immer. Warum? wussten nur die Grauen am anderen Ende der Telexleitung.

Ich durfte übrigens vor meiner "Entlassung" aus der DDR nicht mal in die Nähe einer Wilga treten.

Gruß

Andreas

30. Juni 2022 20:45 Uhr: Von Christian Rohde an Tom Kurzbach Bewertung: +2.00 [2]
Da könnte man neidisch auf die Amis werden, die kleben "Experimental" drauf, hängen nen M14P mit 360 PS rein und los gehts.
Für F-Schlepp ist der große Zweiblattprop ideal, die Anfangsbeschleunigung ist beeindruckend egal was dran hängt. Entgegen anderer Behauptungen ist der Motor sehr wohl vergleichbar im spezifischen Kraftstoffverbrauch, und läuft dabei mit allem was brennt. Du darfst nur nie einen Hydraulikschlag haben, ansonsten war der sehr zzverlässig.

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