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Sonstiges | Runup auf Schnee - wie?  
13. Februar 2021 10:07 Uhr: Von Andreas Schlager  Bewertung: +1.00 [1]

Hallo liebe Foristi,

habe gestern aufgrund Wetterverhältnisse (Nebel am Ziel) einen Flug abgesagt und bin stattdessen eine Runde zum Training geflogen.
Kam dabei nach Wels (LOLW - toller Platz), wo - der Jahreszeit entsprechend - durchgehend Schnee auf allen Bewegungsflächen lag. Hatte das bisher noch nie...

Landung problemlos, Flugzeug abgestellt.

Vorm Start dann Runup am Holdingpoint - und der (eigentlich zu erwartende) Effekt, dass trotz gesetzter Bremsen die 172er auf dem Schnee wegrutschte, sobald Gas gesetzt wurde.

Hier meine Frage: Was ist in so einem Fall sinnvoll? Wie gesagt - alle Bewegungsflächen schneebedeckt...
Wie machen das z.B. Wasserflugzeuge - werfen die einfach mal Anker?

13. Februar 2021 10:32 Uhr: Von Malte Höltken an Andreas Schlager Bewertung: +2.00 [2]
Moin,

auf dem Wasser machen wir den Runup in Bewegung. Gegen den Anker anzudampfen ist nicht bei jedem Flugzeug möglich, die Lake befestigt die Ankerleine an den Klampen auf dem Bug oder besser am Griff im Cockpit. Bei Floats muß man ggfs auf die Floats um den Anker zu bergen. Bei Flugzeugen wie der Flywhale verbietet sich hantieren bei offener Haube ganz, da arbeitet man dann nur wenige cm vor dem Propkreis.

Das heißt wir machen runups und Mag Checks bei möglichst kleinen Drehzahlen, vorzugsweise im Leerlauf. Manchmal geht das auch während des Startlaufs, wenn man viel Platz hat, in verlängerter Verdrängerfahrt oder beim Pflügen. Nach dem Aufstufen allerdings fliegt man, hier etwas zu checken wäre zu riskant. Bevorzugte Methode ist der Check im Leerlauf. Hier kann man zwar den Mag Drop nicht testen, aber einen toten Magneten findet man schon, und Öl bekommt man auch in den Governor. Das ist wesentlich risikoärmer als im Startlauf an den Instrumenten zu fummeln.

Die meisten Wasserflieger kennen ihre Performance ganz gut, so daß man durch den Flow und die Zeiten herausbekommt, ob volle Leistung da ist oder ob etwas fehlt.
13. Februar 2021 12:45 Uhr: Von Sven Walter an Malte Höltken

Die Japaner hatten im 2. WK ja U-Boot-Flugzeugträger, bei denen sie das Motorenöl in einem Heiztank im U-Boot warm gemacht haben und kurz vorm Start transferiert haben, wenn sie die Wälder der Westküste der USA ein paar mal mit Brandbomben beworfen haben. Von den Mag-Checks hab ich nix gelesen, aber da die mit Katapult rausgingen, gehe ich mal davon aus, dass die das mit Vollgas auf dem Katapult sitzend gemacht haben.

Die Russen haben ja u.a. Benzin ins Öl gemischt zur Veränderung der Viskosität bei deutlichen Minusgraden... auch 'ne Methode...

13. Februar 2021 13:56 Uhr: Von Timm H. an Andreas Schlager

Man kann den runup auch beim Rollen machen, wenn es sein muss. Wie zB beim Wassserfliegen. Gleiches gilt für Glätte.

Braucht natürlich Platz und es muss zügig erfolgen wenn der Platz begrenzt ist.

13. Februar 2021 15:55 Uhr: Von Dominic L_________ an Timm H.

Interessantes Thema, welche mir auch noch nie in den Sinn gekommen ist. Ich war bislang nur auf geräumten Plätzen.

Wie soll das denn auf dem Taxiway genau vonstatten gehen? Wenn man dabei nicht bremst, wird man aber bei 2000 RPM in sehr kurzer Zeit sehr schnell. Und wenn man bremst, rutschen die Räder doch mehr oder weniger unkoordiniert über den Boden.

Vielleicht ist das Problem allerdings auch insofern nicht so groß, als dass auf belebten Plätzen mit weniger Platz eher geräumt ist und sich das Problem eher auf kleinen Plätzen stellt, wo man dafür aber nicht überall so aufpassen muss, dass man nicht aneckt.

13. Februar 2021 16:53 Uhr: Von Timm H. an Dominic L_________

Wenns so eng ist, dass es ein Problem wird, sollte man es lieber lassen.

Ansonsten etwas weniger RPM und wie gesagt zügig. 2000 ist ja schon sehr viel!?!

13. Februar 2021 17:23 Uhr: Von S. G. an Andreas Schlager

Bei geringer Drehzahl beim Rollen.

13. Februar 2021 19:13 Uhr: Von Dominic L_________ an Timm H.

2000 steht halt im Handbuch. Wenn man eine geringere Drehzahl verwendet, ist mir nicht klar, inwiefern dann die Grenzen beim Magnetcheck anzupassen sind. Ich nehme mal an, dass die so nur für 2000 gelten, aber gute Idee: Ich werde nach erfolgreichem Check bei 2000 direkt nochmal einen bei 1500 machen und schauen, ob die Werte gleich sind oder wie man da notfalls interpolieren kann.

13. Februar 2021 19:36 Uhr: Von ch.ess an Andreas Schlager
In Mühldorf habe ich auf blankem Eis auf dem Taxiway gestern denselben Effekt gehabt.
Beim Hochdrehen sofort losgerutscht...
Habe dann aber auf der Piste nach dem Line up nachgeholt, die war geräumt und durch die Sonne befreit.
Da wäre sonst auch Platz gewesen für ein Losrutschen R und L ;-)
13. Februar 2021 23:04 Uhr: Von Bernhard Tenzler an Dominic L_________ Bewertung: +2.00 [2]

mit einem Engine Monitor kann man ggfs. bereits bei Idle oder knapp darüber, mittels umschalten der Zündkreise, abschätzen ob beide Zündkreise und alle Kerzen sauber arbeiten.


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