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Wartung | Technische Hilfe an großen Flughäfen
8. Januar 2017 21:50 Uhr: Von Matthias Kramer 

Guten Abend!

Letzten Freitag bin ich um in Übung zu bleiben mit einer Katana C1 VFR nach Bremen EDDW geflogen. Die Temperaturen lagen trotz Sonnenschein und guter Sicht die ganze Zeit bei ca. -8 °C . Wir haben schon eine Stunde vor dem Abflug am Morgen mit dem Heizlüfter den Motor erwärmen müssen um vernünftig starten zu können. Nach einem Flug von ca. 45 Minuten stellten wir dann auf dem GA Apron ab und sind für zweieinhalb Stunden in Richtung Innenstadt verschwunden (nebenbei alles super freundlich und unkompliziert am Platz sowie ein schönes Ausflugsziel).

Ich habe mir dann nach der Rückkehr zum Flieger im Cockpit noch einmal das Handbuch zum Thema Kaltstart angeschaut: Nach mehr als zwei Stunden bei -4°C ist externes Aufwärmen erforderlich....Der Continental mag es nebenbei im Ablauf beim Start immer etwas zügig, Absaufen kann er bei nicht penibler Abarbeitung des Anlassprocedures auch ganz gut. Ich habe dann den Marshaller mal gefragt ob er für den Fall der Fälle Starthilfe geben könnte, er sagte 28 Volt hätten sie vielleicht, er aber nicht :-( Schön, daß die von mir geflogene Katana nur ein 14 Volt Netz und keinen externen Anschluß hatte. Egal, der Motor sprang glücklicherweise zylinderweise an und alles war gut. Ich war letztendlich froh, daß ich wieder wegkam, mir ahnte irgendwie, dass das kompliziert und teuer geworden wäre, bis heute haben wir auch noch M-Bedingungen auf der Strecke nach EDLO.

Meine Frage ist nun, vielleicht hat da einer Erfahrungen: Wie sieht das eigentlich an großen Flughäfen in dem konkreten Fall aus wenn die Batterie final die Grätsche macht oder sonst ein größeres technisches Problem auftaucht? Bei kleinen Flugplätzen findet sich häufig doch irgendein Vereinshelferlein für so etwas...

8. Januar 2017 23:17 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Matthias Kramer Bewertung: +1.00 [1]

Werft am Platz: gut;

ohne Wert am Platz wird's schwierig.

In EDDW: Atlas Air Service hätte Dir sicher geholfen;

eine Autobatterie aber auch - 14 V Bus = 12 V Batterie. Mit Überbrückungskabel und Zugang zur Batterie geht das zur Not. Allerdings bezieht sich das Pre Heat weniger auf die Erfolgschancen des Anlassens, sondern vielmehr auf den resultierenden Verschleiß. Dieser ist mit multiviskosem Öl deutlich geringer, wenn wirklich mal kalt gestartet werden muss.

9. Januar 2017 07:03 Uhr: Von Reinhard Rüdiger an Matthias Kramer

Ich war am selben Wochenende in Dresden unterwegs. Da konnte man gegen relativ geringes Entgelt vorheizen. Das können die meisten größeren Airports.

Preheat ist - wie gesagt - eine Schonung des Motors. Es hilft aber auch bei der Verdunstung/Vergasung des Sprits, denn der Ansaugtrakt und die Zylinder sind in der Regeln schneller warm als Ölwanne und Kurbelgehäuse.

Hilft beim Zünden des Gemischs beim Start schon sehr.

Wenn der Motor dann läuft denkt der Pilot: "Ein Glück angesprungen" und gibt noch ein wenig mehr Gas, damit nun auch die letzten holpernden Zylinder mitkommen. Leider falsch: Nach dem Anspringen des Motors hat er das Schlimmste noch vor sich denn genau JETZT ist die Verschleißphase von der Andreas gesprochen hat. Hier hilft nur warten bei minimalster Drehzahl, das richtige Öl hilft enorm.

Fachleute sprechen in dieser Phase an bestimmten Stellen von einem Verschleiß pro Kaltstart vergleichbar mit 500h Betrieb!

9. Januar 2017 16:39 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Matthias Kramer

Der Marshaller hätte sicher mitdem PKW Starthilfe geben können, und wenn nicht der dann gibt es überall einen technischen Service für die ganzen Abfertigungsgeräte: HiLoader, selbsfahrende Förderbänder, Gabelstapler, etc.

Übrigens müssen auch Jettriebwerke manchmal vor dem Anlassen enteist werden, und zwar dann, wenn sich auf der Rückseite der Fanblades Eis/Frost angesetzt hat.
Dann wird mit Warmluft abgetaut, meist mit einer mobilen Aircondition die normalerweise per Aussenanschluss die Kühlung oder das Aufwärmen der Passagierkabine eines Jets erledigt.

Das ideale Gerät zum Motor vorwärmen, aber evt. nicht ganz billig, sollte auf jedem Provinzflughafen vorhanden sein. Ansprechpartner sind entweder die Flughafenbetreiber oder jede Handlingfirma.


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