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Reise | wie würden die herren flugkapitäne entscheiden?  
1. März 2016: Von ingo fuhrmeister  Bewertung: +15.00 [15]
auf unserem rückflug von WSSS nach doha, so zwischen den andamanen und isobaren kam ca 3 stunden nach gier-hoch eine flugbegleiterin ruhigen
schrittes durch den gang und fragte, ob sich unter den passagieren ein arzt befinde. auch an mich der im inneren etwas hilflose blick der dame gerichtet - habe ich ihr gesagt, daß ich bei den german jonnies eine ausbildung vor ca 20 jahren zu ersthelfer gemacht habe, was sie bewog zum cabin-ceo zu gehen und ihm dies mitzuteilen.

dieser nette arab kam zu mir und bat mich doch mit einem passagier ins gespräch zu kommen....dieser saß aber vollkommen teilnahmslos, augen zu, alles schlapp auf seinem sitz....gut - kurz puls gefühlt - schwach bis garnicht, gesicht: fahl, stirn schwach feucht....atmung flach....aber halt...was war das für ein geruch um ihn herum? näher an ihm geschnuppert...azeton! aha - diabetiker in einer hyperglykämie...schlimm und möglicherweise lebensbedrohend - je nach bz-spiegel. also die stu gebeten, ob ich seine kleine tasche durchsuchen dürfe im beisein des chefs. da fand ich es: insulin! aha...entweder hat er nicht gespritzt, vergessen, falschen rhytmus angewählt...aber dem azeton-geruch zufolge war es seehr hoch. gottseidank schnell das messgerät gefunden - pix in den finger - tropfen auf meßstreifen und nach 30 sekunden ergebnis: schockierende 982 mg/dl

ergebnis dem chef erklärt, dieser ruft den oberbootsmann im cockpit an und erklärt was los ist.

gottseidank war auch das notwendige insulin da: im pen solostar-insulin schnellwirkend...was hier sehr notwendig war. da eine meiner exen ebenfalls diabetikerin ist und ich mit ihr ein kind habe, weis ich damit umzugehen. ich erklärs dem cabinenchef und er ruft nochmal vorne an, die frage komm zu rück - wie lang es dauern würde ob es eine landung woanders gäbe..??? hä??? bin ich der kapitän??

naja...pen geprüft, hemd hochgeschoben 7 einheiten insulin ins bauchfett, patient im combüsenbereit ebenerdig legen lassen...und dann hieß es warten...chennei war schon hinter uns....da regte sich wieder was....ca eine stunde später war die cpu wieder einsatzbereit und er verwundert....dachte er, daß er schon in doha ist und er eingeschlafen war....kurze erklärung und ein paar dankesworte erleichterter art...

ein paar minuten später kam der eins-WO und fragte was los war und der cabinenchef erklärte alles. daraufhin an mich ein well done - you saved us lots of time and circumstances ...said the camelmahoud...und als ich ihm auf arabisch sagte, daß die nächste station doha ist...konnte er sich vor lachen kaum halten. er meinte dann noch beim weggehen, daß man sich erkenntlich zeigen würde.

beim aussteigen in doha waren schon geistheiler und -beschwörer am finger und holten den passagier zur beobachtung, der real-kapitän lies mich in sein refugium holen und teilte mir mit, daß in diesem fall die qatar sich bei mir bedanken wird. gestern waren auf dem meilen-konteo für mich und meine frau 200.000 meilen bonus und ein 2stufiger kartenupgrade....yeah....jetzt kann ich endlich mal wie guido warnecke einen langstreckenflug ohne schlafen machen....so von doha nach aukland....17 stunden nonstop...

so - meine frage: wie entscheiden eigentlich kapitäne im medizinischen notfall? sichterheit zu erst und nächste KKH mit H24 anfliegen oder first aid - und dann entscheiden? gibt es da eine art checkliste???

mfg
ingo fuhrmeister
1. März 2016: Von Tee Jay an ingo fuhrmeister
Ingo ich staune... über Dich und wie besonnen Du vorgegangen bist als auch natürlich über den Herren Kaleun und seiner Company... Hut ab...
1. März 2016: Von Eustach Rundl an ingo fuhrmeister
JA! Ingo! Chapeau! Du kannst ja nicht nur Co2,3,4.. auch Aceton, Diabetes und Insulin... Respekt!
1. März 2016: Von  an ingo fuhrmeister
Hut ab und Respekt!! Und eine schöne Anerkennung der Airline.

Das zeigt aber auch, wofür man bei Hansens extra zahlt: Für FBs, P1 und P2 mit besserer Schulung, mehr Eigeninitiative und Cockpits, die statistisch bei medical emergencies am häufigsten zwischenlanden. Bin da familiär vorbelastet, beim Kranich wird anders und schneller gehandelt und entschieden.

Aber ich hab beim Lesen gerade echt eine Gänsehaut bekommen. Gut gemacht!
1. März 2016: Von Achim H. an  Bewertung: +1.00 [1]
Ich würde mal vermuten, eine Airline westlichen Standards hat immer qualifiziertes medizinisches Personal griffbreit am Satellitentelefon?

Hochachtung, da als Laie Initiative zu ergreifen. Selbst Dr. Dr. meds fürchten sich heutzutage mitunter vor Haftungsansprüchen in solchen Situationen wie hier bereits einmal diskutiert wurde.
1. März 2016: Von Guido Frey an ingo fuhrmeister
so - meine frage: wie entscheiden eigentlich kapitäne im medizinischen notfall? sichterheit zu erst und nächste KKH mit H24 anfliegen oder first aid - und dann entscheiden? gibt es da eine art checkliste???

Klassische Juristen-Antwort: Das kommt drauf an...
Es gibt m. W. nach bei den mir bekannten Airlines keine pauschale Checkliste nach dem Motto "bei Herzinfarkt landen, bei Glykämischem Schock weiterfliegen"...

Interessant sind für mich immer die Umstände des Einzelfalles.

Wichtigste Frage ist immer, gibt es jemanden, der den Zustand des Erkrankten sicher beurteilen kann. Wenn nein und auch nur der Verdacht auf einen lebensbedrohlichen oder bei Nicht-Behandlung mit bleibenden Schäden verbundenen Zustand besteht, wird halt schnellstmöglich gelandet.

Der beste Fall ist natürlich ein passend ausgebildeter Arzt an Bord, der hierzu Auskunft geben kann. In einem solchen Fall lasse ich den befragen, was seines Erachtens für den Patienten jetzt am besten sei. Wenn der Arzt meint, daß ein Ausweichen nicht erforderlich sei und er den Zustand des Patienten gut stabilisiert bekommt, wird (erstmal) weitergeflogen. Sollte sich die Situation verschlechtern, kann immer noch ausgewichen werden.

Ist die Situation unklar (z. B. der mitreisenden Zahnarzt ist sich über den Patientenzustand nicht klar und braucht die Zweitmeinung eines Spezialisten), gibt es auf der Langstrecke noch die Möglichkeit, sich über Sat-Phone eine medizinische Beratung vom Boden zu holen. Das ist allerdings eher in dem Bereich interessant, wo ein Ausweichflugplatz recht weit weg ist (Auf der Langstrecke kann ein Ausweichen schon mal 90 Minuten und mehr dauern und bis dahin will so ein Fall ja auch versorgt werden.).

Auf der Kurzstrecke ist meistens ein Ausweichplatz so nah und mit, im Vergleich zur Langstrecke, recht geringen Aufwand erreichbar, so daß wir meistens, wenn nötig, innerhalb von 20 bis 30 Minuten auf einem Flugplatz stehen. Im Route-Manual gibt es in entlegeneren Gebieten auch noch ein paar Hinweise, welche Flughäfen geeignete Krankenhäuser in der Nähe haben.
1. März 2016: Von  an Achim H.
Solange du als Doc auf einem mit deutschem Hoheitszeichen versehen Lfz de lege artis handelst, bist du da mE sehr sicher. Die Verfahren, um in Frankfurt nachzufragen, kann sicherlich wer anders besser beantworten. Aber ich war bei Defi-Calls der bisherigen Partnerin dabei (P1) und kenne die Trainingsstandards. Und die Landestatistik bei medizinischen Notfällen. You get what you pay for.
1. März 2016: Von Guido Frey an Achim H.
Ich kenne nur die Verhältnisse im Bereich LH & Co.. Dort befindet sich im Doctors Kit auch immer eine "Enthaftungserklärung" in mehreren Sprachen, die Mediziner und andere Ersthelfer von Haftungsansprüchen bei Hilfe dieser Art freistellt, so lange sie nicht vorsätzlich falsch handeln. Ich vermute aber mal schwer, daß es wahrscheinlich soetwas bei anderen Airlines auch gibt.
1. März 2016: Von T. Magin an ingo fuhrmeister Bewertung: +3.00 [3]
Respekt!!! Ich hatte auch schon einige Calls. Und da ich die komplette Rettungsdienstausbildung habe, musste/durfte ich schon das ein oder andere mal an die Front. In den meisten Fällen kam ein Arzt dazu, was zusammen immer gut funktioniert hat. Zwischenlanden mussten wir nie. Häufig war die Ursache Alkohol.

Du hast die Lage super gemeistert insbes. deshalb, da Du den "schwierigeren" Fall hattest: Über- statt Unterzucker. Bei letzterem ist die Therapie deutlich risikoarmer, so man einen venösen Zugang findet. Ich muss zugeben: an Insulin hätte ich mich nicht rangetraut. In Deinen Fall hätte ich entweder nach der Hotline zum Medical Service gefragt oder dem Capt die Zwischenlandung empfohlen.

Super Job - die Meilen hast Du Dir mehr als verdient.

Gruß. Thomas

PS: wenn Du jetzt noch Deinen Schreibstiel an Deine medizinische Professionalität anpassen könntest, würde ich Deine Posts noch lieber lesen ...
1. März 2016: Von ingo fuhrmeister an Guido Frey
warscheinlich muß man dann einen kleinen zettel abreisen mit der aufschrift:

tag of permanent absolution
during treatment - keep until
landing with your documents
only valid with your signature


mfg
ingo fuhrmeister
1. März 2016: Von Guido Frey an ingo fuhrmeister
warscheinlich muß man dann einen kleinen zettel abreisen mit der aufschrift:

Wie in einer guten "Beförderungs-Behörde" üblich, handelt es sich wirklich um einen Abreisszettel mit mehrfachen Durchschlägen. Darauf werden die Daten des "Ersthelfers" notiert. Einen Durchschlag kriegt der Ersthelfer zur Absicherung mit, ein weiterer wandert dann im Haus weiter, damit auch da ein kleines "Dankeschön" arrangiert werden kann.
1. März 2016: Von ingo fuhrmeister an T. Magin Bewertung: +3.67 [4]
WAS GIBT ES AN MEINEM SCHREIBSTIL AUSZUSETZEN?

bei allah!

sogar die götter lesen mit!

mfg
ingo fuhrmeister
1. März 2016: Von ingo fuhrmeister an T. Magin Bewertung: +1.00 [1]
wieso brauchst du bei einer hypogl. einen venösen zugang??? ein schlückchen cola reicht zwischen die backen und zähne...den rest erledigt die mundschleimhaut....darf halt kein cola light sein...

mfg
ingo fuhrmeister
1. März 2016: Von Dr. Thomas Kretzschmar an ingo fuhrmeister
Eine Infussion ist aber die bessere Show. Gibt vllt. auch mehr Meilen....



Ich hab mal beim Kranich 2 ausserplanmäßige Landungen vermieden.
1x gab es 80.000 Meilen, ein anderes Mal 40.000 Meilen. Für dieses gr0ßzügige Honorar brauchten sie den Jumbo nicht in Winnipeg landen und konnten nach Denver durch.
1. März 2016: Von T. Magin an ingo fuhrmeister
Wir gingen vom bewusstlosem Patienten aus, nicht ansprechbar, richtig? Unsere Ausbildungsrichtlinien und unsere SOPs haben da die orale Gabe verboten. Mag bei der Bundeswehr anders gehandhabt geworden sein, beim DRK war damit i.V. das Vorgehen der Wahl. Wer das nur wg. der Show macht, legt sich bestimmt auch mit dem orangenen Overall ins Bett und hat ein Blaulicht als Wecker. Du kannst Dir sicher sein: ich gehör nicht dazu!

Wenn der Patient dagegen ansprechbar wäre, würde ich Dir natürlich recht geben. Allerdings kennen die meisten Diabetiker sich selbst gut genug um dann noch selbständig den Traubenzucker zu lutschen. Ich hab aber Unterzucker im Rettungsdienst nur beim bewusstlosen Patienten erlebt.
1. März 2016: Von Nicolas Nickisch an T. Magin Bewertung: +2.00 [2]

Respekt!

Ein diabetisches koma am "Foetor ex ore" zu erkennen ist sicher nicht so ganz leicht, selbst mit medizinischem Basiswissen. mit Verlaub: grosses Kino, wenn von einer Ausbildung - mutmaßlich in grauer Vorzeit - auch noch genau das richtige haften geblieben ist und dann auch noch richtig umgesetzt.

Der Zucker ist dabei typischerweise sehr hoch - Stückchen Traubenzucker zwischen die Zähne geht da eher in die falsche Richtung.

Ein 900er Zucker hat übirgens schon so manche CPU in eine permanente Bootschleife versetzt !

in der Tat kostet es immer (mehr) Mut medizinisch helfend tätig zu werden, ob an Bord, auf der Strasse oder sonstwo.

Ich persönlich kann mich leider noch nicht einmal darauf zurückziehen nur über Laienwissen oder Basiswissen zu verfügen - ich hab das mal studiert.

ich kann mich aber noch gut an die Horrorstories erinnern, die uns im Notarztkurs erzählt wurden.

Vor allem, daß die haftungsregeln von der Registrierung der Airline abhängen - in USA sogar vom Bundesstaat! Da shängt wohl mit dem sogenannten "Samariterparagrafen" zusammen

Da war von 8stelligen Schadenersatzforderungen durch Dritte wg. einer vom Arzt verursachten Zwischenlandung die Rede oder von sofortiger Verhaftung wie die Approbation vermutlich im Land des Fliegers gar nicht gültig ist.

Bei deutschen Airlines habe ich persönlich kaum Sorgen, aber was ist mit aufstrebenden arabischen Airlines ? Mit united? American Airlines oder anderen ?

Ich wurde bislang zweimal in Anspruch genommen, jeweils bei Lufthansa-Flügen und das ging absolut reibungslos. Angefangen von der medizinischen Ausstattung an Bord über die Hilfsbereitschaft und Kompetenz de s Kabinenpersonals bis zur Cockpitbesatzung. Patienten und Lufthansa waren auch glücklich. Schwamm drüber.

Das ist aber schon einige Jahre her.

Was aber wenn der gerade begonnene Traumurlaub mit Schampüschen und/oder Cognäcchen gefeiert wurde ? Kann ich mich dann zurückhalten mit Hinweis auf den (hoffentlich mäßigen) Alkoholgenuss? Daheim gehe ich auch nicht in den OP wenn ich vom feiern komme. Oder ist man dann trotzdem dran, vielleicht wg. unterlassener Hilfeleistung?

Der Jurist wird jetzt präzise anführen, daß es von den Umständen abhängt :-)

Besondere Sprengkraft sehe ich in den mittlerweile allgegenwärtigen Smartphones mit denen gerne die Umstände für die eigenen Erinnerungen, die Community oder ein Gericht dokumentiert werden. ich möchte jedenfalls nicht eines Tages in einem Gerichtssaal die eigenen Bemühungen anschauen - vielleicht gar noch halbwegs stramm (siehe Schampüschen) oder auch nur erfolgloser Art.

Ich kann jeden verstehen, der sich in solchen Notfallsituationen eher klein macht und sich gerade NICHT exponiert.

Ich selbst und einige Kollegen haben die jahrelange Betreuung einer Reiter-Großveranstaltung eingestellt als der Veranstalter beim Briefing darauf hinwies, man solle Verunfallte sofort aus der Strecke bringen (nein, keine Jagd; es heisst AUS der Strecke, nicht ZUR Strecke :-) damit das Fernsehen oder Zuschauer nicht das Elend filmen können.

Es bleibt trotzdem dabei: Respekt!!

1. März 2016: Von Olaf Musch an ingo fuhrmeister Bewertung: +5.00 [5]

WAS GIBT ES AN MEINEM SCHREIBSTIL AUSZUSETZEN?

Wenn Du das selbst nicht siehst, hilft wohl auch eine Erklärung nicht ;-)

Olaf

PS: Nein, es ist nicht unbedingt "Sitte" oder "Brauch" oder "üblich" oder gar "Gewohnheit" im Internet alles klein zu schreiben. Das macht auch nicht "jeder" und "schon immer" so.

1. März 2016: Von Guido Warnecke an ingo fuhrmeister
Sehr gut, Ingo! Chapeau.
Da hast Du klassische Zivilcourage bewiesen.
Gibt es denn bei Qatar Airways nicht auch auch einen medizinischen Dienst, den man per SAT phone anrufen kann.
Waere der Mann verstorben nach der Insulin Gabe...koennte Probleme geben...
Hier sind Airline Captains gefragt: gibt es "Druck", wenn eine precautionary landing gemacht wird unterwegs?
Die Kosten sind - ohne Details zu kennen - bestimmt enorm, mindestens 100,000 US$ oder mehr.
Da haengt ja so viel dran: crew duty time, aircraft schedule etc.
Ich habe schon mit einigen captains dieser airline gesprochen -> Kernaussage: sehr Kostenbewusst, zB Sprit oft am limit etc.
Diese Airline wird militaerisch gefuehrt.
Happy Landings,
Guido
1. März 2016: Von Eustach Rundl an Olaf Musch Bewertung: +2.00 [2]
Achwas... Freunde... der Fuhrmeister ist das Salz in der Suppe... wie oft hat Euch schon zum Lachen gebracht.. na gut, sein Frauenbild ist ein wenig von Enttäuschung geprägt... Fuhrmeister, Du musst die Frauen nur begreifen, dann wirst Du von ihnen auch begriffen..
1. März 2016: Von Guido Frey an Guido Warnecke
Hier sind Airline Captains gefragt: gibt es "Druck", wenn eine precautionary landing gemacht wird unterwegs?

Ich kann hier nur für mich sprechen: Ich bin im Berufsleben noch nie bei einer Ausweichlandung wegen eines Medicals nach dem genauen Grund gefragt worden, geschweige denn daß die Notwendigkeit der Ausweichlandung überhaupt in Frage gestellt wurde (ähnlich z. B. auch bei Diversions wegen Wetter). Von Druck kann ich da auch nicht berichten. Mag vielleicht in anderen Airlines anders gehandhabt werden, aber da habe ich keinerlei Erfahrungen.
Übrigens ist eine Ausweichlandung auf der Kurzstrecke, wenn alle an einem Strang ziehen, ein recht unspektakuläres Unterfangen. Wenn alles da ist (neuer Flugplan, Tanker , Feuerwehr zum Betanken mit Passagieren an Bord etc.), dann ergibt das meistens eine Ankunftsverspätung von weniger als 1 h (Ist zwar immer noch ärgerlich für die "gesunden Passagiere", aber die "Horrorstories" von mehreren Stunden Delay sind auf der Kurzstrecke in diesem Fall eher die Ausnahme. Da müssen dann schon mehrere Faktoren zusammen kommen, z. B. Medical und knapp geplanter Umlauf nahe an maximaler Dienstzeit, kein Tanker vorhanden etc.).
1. März 2016: Von T. Magin an Nicolas Nickisch
Nur der Vollständigkeit halber, da Du Dein Post an mich adressiert hast: Ingo hat die Hyperglykämie gemeistert - nicht ich!
1. März 2016: Von Gerd Wengler an ingo fuhrmeister
Hochachtungschluck!
1. März 2016: Von ingo fuhrmeister an Eustach Rundl
sein Frauenbild ist ein wenig von Enttäuschung geprägt... Fuhrmeister, Du musst die Frauen nur begreifen, dann wirst Du von ihnen auch begriffen..

das will ich garnicht....da liefe dann die weibliche cpu auf 115 %.....keine möglichkeit der prozessverlagerung....übrigens ....die autobahn über den atlantik...soll die 3 oder 6spurig pro seite sein....??? oder was war das problem vom flaschengeist???

mfg
ingo fuhrmeister
1. März 2016: Von Guido Warnecke an Guido Frey
Hi Guido,
bei einem Flug von Singapore nach Doha mit Diversion nach Indien....das kostet mehr als eine Stunde und jede Menge $$$. Ruck zuck ist die duty time der crew auch aufgebraucht.
Bei einem gleichartigem Fall auf Kurzstrecke in Europa ist das sicher anders.
Happy landings,
Guido
1. März 2016: Von Guido Frey an Guido Warnecke
Hallo Guido,

auch das würde ich ganz so pauschal auch nicht sagen: Keine Frage, bei einer Diversion über dem Nordatlantik von einem südlichen Track nach Grönland (am besten noch mit A380) ist man da schnell an der Grenze. Erstaunlicherweise gibt es jedoch diverse Geschichten von Medical Diversions z. B. nach Novosibirsk, wo das ganze recht schnell geht. Es hängt da immer sehr davon ab, wie gut die Flugplätze auf sowas vorbereitet sind und wie weit sie vom ursprünglichen Track wegliegen. Sehr hilfreich ist es, wenn es ein Platz ist, der sowieso regelmäßig von der betreffenden Gesellschaft angeflogen wird, dann sind die Verfahren meist bekannt, es gibt keine Probleme mit der Bezahlung. Wie es in diesem konkreten Fall ausgesehen hätte, vermag ich daher nicht wirklich sicher zu sagen.

Gruß,

Guido

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