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Flugzeugkauf | Canada  
20. Februar 2009: Von Wolff Ehrhardt 
Hallo,

ich habe einen Flieger in Vancouver entdeckt, der mich interessiert. Leider läuft das über einen Broker, der sich keine Mühe geben will oder nicht wirklich Ahnung hat. Ich versuche seit Wochen so was wie eine TBO/TBR Liste für die wichtigsten Teile zu bekommen. Habe auch schon ein Muster mit allen AD-Notes geschickt. Zurück kam nur, das der Flieger aufgrund der "harten" kanadischen Luftfahrtbehörde immer alle AD bekommen hat und alles OK wäre. Finde ich etwas dürftig. Der Vorschlag des Brokers war, ich solle ein "Conditional Offer" abgeben. Dort soll ich vermerken, dass alle AD-Notes gemacht sein müssen, am Flieger alles Ok ist sowie alles "spielt" und einen Pre-Buy Check beauftragen. Wenn dieser gut ausfällt, wäre alles klar. Nur das ich dann US$ 1000 ,-- ärmer bin um dann zu erfahren, das beide Kurbelwellen raus müssen und das Fahrwerk noch ein LTA für 5000 Eur benötigt. Was es da sonst noch so gibt weiß man vorher nicht. Ich finde meinen Wunsch nach dieser AD-Note Liste nicht außergewöhnlich. Liege ich da so falsch?

Meine Bitte wäre zum einem, das jeder Mal von seinen Erfahrungen mit Kanada berichtet und zum zweiten, ob Jemand Jemanden kennt, der in Vancouver oder Umgebung ist, der eine Werft hat (am besten deutschsprachig) oder Ahnung von Flugzeugen hat und dieser Jemand ggf. gegen Aufwand schon mal den Flieger in Augenschein nimmt. Das würde Zeit und Geld sparen.
21. Februar 2009: Von Jan Brill an Wolff Ehrhardt
Hallo,

das Verhalten des Brokers beurteile ich als völlig unüblich (um nicht zu sagen unverschämt), und würde dies – leider – als Alarmzeichen werten. Mit der Prebuy ist ein bestimmtes Kostenrisiko verbunden, daher sollte vorher auch die Papierlage komplett geklärt sein und ein Zielpreis zumindest mündlich vereinbart werden.

Ich kenne die Reihenfolge bei Privatkäufen in Nordamerika so:

1. Prüfung Optik und Papierlage durch den Interessenten oder einen Beauftragten

2. Verhandlung über Kaufpreis

3. Durchführung Prebuy. Wenn dort nix größeres auftritt darf der Verkaufer die Punkte beseitigen oder sie werden vom Kaufpreis abgezogen (Grundlage ist dabei das Angebot der Werft). Wenn was Übles zum Vorschein kommt – Pech – und zwar für beide.

Was in Nordamerika im Moment abläuft ist die Definition von "Buyers Market" (nur schade, dass der Dollar nicht mehr bei 1,60 steht ...). Wenn unter diesen Bedingungen ein Verkäufer rumzickt – Finger weg. Es gibt jede Menge Flugzeuge im Markt ...

Viele Grüße,
jb

P.S. Ist das 'ne Aerostar?
21. Februar 2009: Von Wolff Ehrhardt an Jan Brill
Hallo Herr Brill,

so wie Sie das schildern, sehe ich das auch. Es ist ein Buyers Market und ich habe das im letzten Mail unmissverständlich klar gestellt. Er will nun (3.Anlauf) mir diese Eckdaten bringen. Es ist wirklich nicht zu viel verlangt, das man vorher die "Grundfeste" eines Flugzeuges prüft. Das hat er wohl eingesehen.

Sie vermuten richtig,ich versuche es mal wieder eine Aerostar zu kaufen. Die Preise sind besser, der Sprit ist billiger und ich expandiere mit meiner Firma. Vielleicht klappt es diesmal.
Diese Aerostar ist von der Avionik her jungfräulich ab Werksauslieferung und hat schlichte Farben innen und aussen. Kommt mir eher entgegen.

Das letze Mail hat bereits US$ 5000 Nachlass gebracht ohne das ich einen Buck gefunden habe.

Wenn ich jetzt noch jemand finden würde, der in Vancouver mal schaut (gegen Aufwand) wird es wohl interessant.
21. Februar 2009: Von Walter Adam an Wolff Ehrhardt
Hallo Herr Erhard,

bitten Sie Markus Eberle von der DLE sich die Aerostar anzuschauen. Er ist der beste Kenner bezüglich AEST in Europa.
Wenn er den Daumen hebt, vereinbaren Sie mit dem Verkäufer und der DLE eine gemeinsame prebuy (den Vertrag hierzu soll ein Ihnen vertrauter Rechtsanwalt nach deutschem Recht verfassen. Somit haben der Verkäufer und die Werft (die ich Ihnen bezüglich AEST ausdrücklich empfehlen kann)auch die Verantwortung, dass der Flieger ok ist. Die Kosten teilen Sie sich mit dem Verkäufer. Wenn er damit nicht einverstanden ist,"Finger weg"!
Ich hatte Ihnen vor einigen Jahren schon mal eine lange E-Mail gesendet, auf was Sie achten sollten. Ich wiederhole es gerne noch mal: Obwohl die Preise für alle Flugzeuge gefallen sind, werden Sie für einen AEST in perfektem Zustand zwischen 450.-700.000 Dollar ausgeben dürfen. Darunter wird es teuer und versaut Ihnen Ihre gute Laune. So wie ich Sie in Erinnerung habe, fliegen Sie eher wenig und sehr gerne VFR. Muß es denn wirklich eine Druckkabine sein?
Es gibt die AEST 600(non- pressurized),der erste Wurf von Ted Smith,die sensationelle Performence-Werte hat. So ein scharfes Teil frisch aufgebaut mit Victor-Engine's, innen und aussen "customized well done" ist super schnell und da sehr leicht (ohne Druckkabine), auf jedem Grassacker zu betreiben. Wenn Sie es perfekt haben wollen wird das so um die 300-350.000 Dollar inkl. Kaufpreis kosten. Dann haben Sie allerdings 10 Jahre!Ruhe (kein Turbolader-Stress). Zum Vergleich: Für eine schnelle Mooney-Acclaim zahlen Sie das Doppelte. Und in FL180 glühen Sie an Jan Brill's Gretchen vorbei, dass Ihm die Tränen über seine Wängchen kullern..:)....und die Mooney's und Malibu's dieser Welt, verneigen sich ehrfürchtig vor dem genialen Konstrukteur Ted Smith!
Fly fast
Walter Adam
PS: Here the History
https://www.pilotfriend.com/aircraft%20performance/aerostar/aerostar.htm
21. Februar 2009: Von Wolff Ehrhardt an Walter Adam
Hallo Herr Adam,

vielen Dank für die Tipps, auch für die von vor knapp 2 Jahren. Ich habe diese Tipps soweit es für mich möglich war/ist umgesetzt. Eine Druckkabine hätte ich schon gerne, daher muss es eine "P" sein. Schauen wir mal. Ich werde berichten.

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