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Wartung | JAR-FCL Medical  
23. Mai 2004: Von Andreas Faulhaber 
Hallo zusammen,
ich habe mir die Ausführungen zum Medical nach JAR-FCL 3 (deutsch) nun mal genauer "zu Gemüte" geführt, da ich durch die Umschreibung meiner Lizienz direkt dazu gedrängt worden bin.
Über die Ungereimtheiten, unsinnigen Vorschriften und Behandlung wie unmündige Menschen haben wir alle schon viel gehört und gelesen. Hier der Vorschlag, die Behörden ihren "geistigen Dünnschiss" spüren zu lassen, ohne das Ruhen der fliegerischen Tätigkeit zu riskieren.

Da heißt es:

JAR-FCL 3.040 Eingeschränkte flugmedizinische Tauglichkeit

© Der Inhaber eines Tauglichkeitszeugnisses hat in folgenden Fällen unverzüglich die Weisung der zuständigen Stelle, eines flugmedizinischen Zentrums oder eines flugmedizinischen Sachverständigen einzuholen:
(1) nach einem stationären Klinik- oder Krankenhausaufenthalt von mehr als 12 Stunden; oder
(2) nach einem chirurgischen Eingriff oder einer invasiven Maßnahme; oder
(3) bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten; oder
(4) wenn das ständige Tragen einer Korrigierenden Sehhilfe erforderlich wird.

Punkt zwei betreffend "invasive Maßnahme" bedeutet für mich, dass ich nach einer Blutspende oder Blutabnahme(eindringen in ein (Blut)gefäß die Weisung der zuständigen Stelle, eines flugmedizinischen Zentrums oder eines flugmedizinischen Sachverständigen einzuholen habe?! (Natürlich völliger Schwachsinn, aber nach Text und Wort eindeutig).

Aber auch daran hat der Gesetzgeber gedacht:
Unter Sonderfälle steht geschrieben:

JAR-FCL 3.045 Sonderfälle

(a) Die Bestimmungen der JAR-FCL können nicht jeden denkbaren Fall abdecken. In Fällen, in denen die Anwendung der Bestimmungen der JAF-FCL zu unerwünschten Folgen führen, oder die Entwicklung neuer Ausbildungs- und Prüfungskonzepte nicht im Einklang mit den Bestimmungen stehen würden, kann der Betroffene bei der zuständigen Stelle eine Ausnahme beantragen. Eine solche Ausnahme darf nur gewährt werden, wenn nachweislich ein mindestens vergleichbarer Sicherheitsstandard eingehalten bzw. erreicht werden kann.
(b) Es wird zwischen kurzfristigen und langfristigen Ausnahmen unterschieden. Langfristige Ausnahmen (länger als sechs Monate) werden nur in Abstimmung mit dem JAA-FCL-Komitee gewährt.


Ich finde, wir sollten die Verantwortlichen ihre "Verantwortung" für alle bescheuerten Vorschriften spüren lassen, indem wir alle bei der zuständigen Stelle (LBA) einen

"Antrag auf langfristige Ausnahme zur unverzüglichen Einholung einer Weisung der zuständigen Stelle, eines flugmedizinischen Zentrums oder eines flugmedizinischen Sachverständigen bei Durchführung der invasiven Maßnahmen Blutspende und Blutabnahme zu diagnostischen Zwecken."

stellen.

Vielleicht regt es das Nachdenken an, denn wenn man die Regelungen weiter liest, muß man ja bei jedem quersitzenden Pup den Fliegerarzt konsultieren oder sogar die fliegerische Tätigkeit ruhen lassen, nicht bis man gesund ist, sondern bis irgendein "Heini" bei den "zuständigen Stellen" meint, dass man gesund sei.

Beechboy
24. Mai 2004: Von airklaus an Andreas Faulhaber
.... Schnarchen soll jetzt auch schon zur Indikation führen. :-)) Würde in diese Landschaft passen.

Gruß vom AirKlaus
25. Mai 2004: Von Andreas Faulhaber an airklaus
Hallo AirKlaus,
das "gemeine Schnarchen" ist dort allerdings nicht gemeint, das hat nur jemand falsch übersetzt! In den Ausführungen heißt es: "Bei ungenügend therapiertem oder therapierbarem Schlafapnoe-Syndrom", das heißt, daß die Atmung beim Schlafen zeitweise aussetzt. Dies führt dann zur Sauerstoffmangelversorgung des Gehirns mit Folgeschäden. Diesen Punkt kann ich schon verstehen.

Also ich werde einen solchen Antrag, wie im ersten Posting angedeutet, stellen, bin mal gespannt, was da rauskommt.
26. Mai 2004: Von Wolfgang Schlegel an Andreas Faulhaber
Verstehe ich etwas falsch, wenn ich befürchte, dass uns in Zukunft jeder Zahnarztbesuch bei dem es zu einer chirurgischer Maßnahme (Exzision, Inzision, Kürettage,Wurzelspitzenresektion, Extraktion, Implantation, etc.) zu Meldepflichtigen stempelt, oder gibt es hier Ausnahmeregelungen? Was ist auch mit den vielen Brillenträgern? Dürfen die nur noch mit Sicherheitspiloten?
Schau mer mal!
Henning
26. Mai 2004: Von Andreas Faulhaber an Wolfgang Schlegel
Genau so ist es, bei all diesen Maßnahmen ist die Weisung einzuholen, es steht nicht dabei "großer" chirurgischer Eingriff, sondern lediglich chirurgischer Eingriff, also auch wenn beispielsweise ein eingewachsener Zehnagel entfernt oder ein Furunkel geöffnet wird.
Soviel zur Eigenverantwortung eines deutschen Piloten, der anscheinend nicht selber merkt, ob er gesund oder krank ist.
Fragt sich auch noch, was ein Fliegerarzt sonst noch so zu tun hat, wenn er nicht gerade "Weisungen" erteilt.
30. Mai 2004: Von bussing an Andreas Faulhaber
Hallo Beechboy,
ich verstehe eure Diskussion nicht. Glaubt ihr ernsthaft, dass jemand nach einer simplen Blutentnahme oder einer Wurzelbehandlung die "Weisung einer zuständigen Stelle" anfordert? Lasst mal die Kirche im Dorf!

Ich bin der Meinung, dass das Gesetz so auch nicht gemeint ist.
Andernfalls soll es ja auch Regeln geben, die dazu da sind, gebrochen zu werden!

Liebe Grüße
Werner
30. Mai 2004: Von Andreas Faulhaber an bussing
Natürlich denke ich nicht daran, ich wollte mit diesem Antrag, den ich im ersten Posting dargestellt habe, den "Machern" dieser Regelungen zeigen, welchen Schwachsinn sie dort aufgeschrieben haben und durch möglichst häufige Wiederholung zum Nachdenken anregen. Ich freue mich schon auf die Antwort. Ist bestimmt zum Lachen!
Die Verwaltung durch solche Aktionen lächerlich zu machen bringt vielleicht eher etwas, als die Regelungen zu ignorieren.

Beechboy
15. Januar 2005: Von Axel Kohout an bussing
"Ich bin der Meinung, dass das Gesetz so auch nicht gemeint ist.
Andernfalls soll es ja auch Regeln geben, die dazu da sind, gebrochen zu werden!"

Ich mache mir allerdings Sorgen, ob sich nicht vielleicht die Versicherungen daran gütlich tun. Vielleicht wird mir im Schadensfall Pflichtverletzung vorgeworfen und die Zahlung verweigert, weil ich meine ausgedrückten Pickel nicht dem Fliegerarzt gemeldet habe.
22. Januar 2005: Von Konrad Vogeler an bussing
Lieber Werner,

die Regeln sind genauso gemeint.
Schreib mal Deine Fragen unbedarft dem Oberfliegerarzt, dann wird der Dir bestätigen, dass z.B. Blutspenden untauglich macht.
Das gleiche gilt für eine Betäubungsspritze beim Zahnarzt.

Wir haben diese Anfragen von Piloten mit unbelasteten Namen durchführen lassen und die Antworten vom LBA in Schriftform.
Allerdings sagt das BMVBW etwas anderes, da ist wohl nicht alles so klar und einfach wie propagiert.

Im Fall der Fälle wird sich aber das LBA um Dich "kümmern".
Oder die Versicherung, wenn Du sie brauchst und die einen Grund, nicht zu zahlen.

Konrad
(MvJcontra)
24. Januar 2005: Von bussing an Konrad Vogeler
Lieber Konrad,
eine Betäubungsspritze macht mich nicht untauglich! Genausowenig wie das Bier am Vorabend.
Ich habe ja nicht gesagt, dass ich vom Zahnarzt heimfliege! Ich habe nur gesagt, dass ich die Spritze nicht melden werde. Denn nur einer kann entscheiden, ob ich am nächsten Tag wieder fit bin: nämlich ICH!!!

Viele Grüße
Werner
25. Januar 2005: Von Edgard L. Fuß an bussing
Eines ist in dieser Diskussion doch oberdeutlich:
1. Es wird ein Gesetz (!) erlassen, daß von einem Nicht-Mediziner überhaupt nicht verstanden werden kann. Aber er muß nach diesem Gesetz beurteilen, wann er den Fliegerarzt nach einer Behandlung oder Erkrankung bzw. einem Verdacht hierauf aufsuchen muß.
2. Da bekanntlich Unwissenheit ("Sie hätten sich danach erkundigen müssen!")nicht vor den Folgen schützt, wird ein Luftfahrzeugführer nach einem Schadenfall automatisch persönlich und in vollem Umfang haftend, gleich ob nach BGB oder als Luftfrachtführer, und ob Schaden oder nicht - er macht sich strafbar. Ein gefundenes Fressen für die deutsche Luftaufsicht!

Schlußfolgerung: Dieses Gesetz ist nicht anwendbar, damit sind Zuwiderhandlungen unvermeidlich.
Alles Flickwerk mit irgendwelchen "Nach-Verschlimmbesserungen", wie es uns unsere "Interessenvertretungen" verkaufen wollen, ist purer Blödsinn.

Also: Weg mit JAR-FCL3, und nochmal von vorne.
26. Januar 2005: Von Wolff Ehrhardt an Edgard L. Fuß
oder einen USA Lizenz nehmen und N registriert fliegen. Ich denke inzwischen ernsthaft nach, auszuflaggen. Wer noch ?
27. Januar 2005: Von Edgard L. Fuß an Wolff Ehrhardt
Ja, ich wünschte mir auch manchesmal, daß unsere KingAirs nicht D-registriert wären, dann könnte ich Änderungen nach dem Original US-STC vornehmen und bräuchte nicht jahrelang hinter einer EMZ bzw. jetzt dem EASA-STC hinterherlaufen.....

Und trotzdem: Letztendlich kommen wir nicht drum herum, Ausflaggen wäre eine Flucht, und Probleme haben die unangenehme Eigenschaft, hinterherzukommen.

Nein, es bleibt nur der steinige Weg, die Verbände zu mobilisieren, angepasste und untätige Funktionäre zu ersetzen, politisch Druck zu machen, damit wir die Gesetze bekommen, die wir haben wollen:
Sowenig Regelung wie möglich, soviel wie eben nötig und ein geballtes Maß an Eigenverantwortung - mit den notwendigen Konsequenzen.
###-MYBR-###Edgard
###-MYBR-###
28. Januar 2005: Von Wolff Ehrhardt an Edgard L. Fuß
Im Prinzip ist das schon richtig, das man es versucht, hier zu Lande zu lösen, aber wie in der aktuellen Ausgabe von PuF zu lesen ist, kann man sich damit richtig Ärger einhandeln. Siehe Bereicht Einreise USA. Ich sehe da manchmal keine andere Möglichkeit, und nun mal ganz ehrlich, hat irgend einer die Hoffnung, das die europäische Luftfahrtbehörde irgendwie was besser machen wird oder STC´s aus USA akzeptiert? Die denken doch nur in Airbus und Boeing, was anders ist doch kein Flugzeug bzw. wird nur stiefmütterlich betreut. Was spricht den eigentlich dagegen, das STC´s aus USA akzeptiert werden? Nichts, es wurde schon mal geprüft, aber nein, die EG prüft noch mal. Wenn auch vereinfacht, aber sie prüft und blockt damit Verbesserungen ab bzw. verhindert Inovation. Oder ist das geplant, wiel die Inovation nicht aus Europa kam? Ein Schelm, der dabei was Böses denkt
31. Januar 2005: Von Michael Stock an Wolff Ehrhardt
Ich glaube auch nicht an eine Besserung der Verhaeltnisse. Kein noch so buerokratischer Schwachsinn wird jemals wieder revidiert, weil das Totschlagargument "Sicherheit" und der drohende Gesichtsverlust fuer die Akteure (welche zudem die Macht besitzen), das verhindern werden. Wer sich seine persoenliche Selbstbestimmung erhalten will, wird daher meiner Meinung nach um den Erwerb einer auslaendischen Lizenz ueberhaupt nicht herumkommen. Eine US-Lizenz kann zusammen mit der deutschen Lizenz, ueber die wir alle wohl verfuegen, als Basis fuer den Erwerb einer anderen europaeischen Lizenz dienen. Damit sichert man sich eine gewisse Entscheidungsfreiheit, und dann sehen wir, was in Zukunft passiert.

Als Piloten haben wir schliesslich gelernt, dass man, wenn es problematisch wird, immer noch eine Option haben sollte! Wenn das gute LBA und unsere wunderbaren "Landesluftfahrtbehoerden" dann endgueltig im buerokratischen Irrenhaus angelangt sind, muss einen das dann wenigstens nicht ueber Gebuehr belasten.
31. Januar 2005: Von Wolff Ehrhardt an Michael Stock
Leider nur zu wahr.........

Aber ob USA-Lizenzen der Weisheit letzter Schluß sind, ist inzwischen auch fraglich. Siehe Einreise USA in PuF...

Auch hat USA bald noch ein paar Probleme mehr. Man bedenke, Bush droht mit Angriffe auf IRAN, weil diese Atomwaffen planen/bauen. Iran ist ein absolut souverener Staat, so wie Deutschland, Frankreich oder Indien. Nur passt der USA die dortige Regierung nicht. Und das Schlimme ist, das amerikanische Volk steht auch noch in der Mehrheit hinter dieser Regierung. Wie viele bestimmt schon gemerkt haben, sage ich das, was ich denke. Aber glaubt mir, was USA betrifft, da halte ich mich zurück, da ich dann sicher auch Probleme bekommen könnte. Er würde mich nicht wundern, wenn USA (Echolon & Co) auch diese Seite regelmässig lesen, zumal wir ja alle fliegen und bestimmt auch eine 737 in der Luft halten können

Also USA Lizenzen sind auch mit Vorsicht zu geniessen.
1. Februar 2005: Von Michael Münch an Wolff Ehrhardt
Die einfachste Ausweichreaktion ist doch, seine JAR-FCL Lizenz NICHT in Deutschland sondern bspw. in England zu machen, bzw. dort das Medical zu machen (oder in der Schweiz...). Nachdem es sich um JAR-Medicals handelt, dürfte wohl keiner dagegen meckern können, zumal eine Einschränkung gegen das EU-Diskrimminierungsverbot verstossen dürfte.

Da die Lizenz leider immer vom Wohnort-Staat ausgestellt wird, braucht es natürlich noch ein Domizil im betreffenden Staat wenn die gesamte Lizenz nicht in D verwaltet werden soll. Das Medical alleine ist mit einem kurzen Ausflug erledigt (weiß ich aus eigener Erfahrung). Ich bin bisher immer gut damit gefahren - äh, geflogen!
1. Februar 2005: Von Edgard L. Fuß an Michael Münch
Das klingt vordergründig nicht schlecht, wir würden von einer liberaleren Bestimmung zum Erhalt des Medical profitieren.
Andererseits treffen wir damit besonders die "kleinen" Fliegerärzte, die nach meiner Erfahrung sehr praxisorienteirt sind; die AMC bleiben weitaus verschont, da dort die Kl. 1 - Berufspiloten hin müssen.
Mit einer deutschen Lizenz aber unterliegen wir weiterhin den schwachsinnigen und nicht nachvollziehbaren Regelungen bez. der gesundheitlichen "Störungen" - und ich wohne leider nicht im Grenzbereich, um mal eben in ein Nachbarstaat zu reisen...
Gibt es eigentlich eine irekte Gegenüberstellung der Umsetzung JAR-FCL3 in den verschiedenen JAA-Ländern?
1. Februar 2005: Von Michael Stock an Wolff Ehrhardt
Ihre negative Meinung ueber die US-Administration teile ich voll und ganz. Ich habe aber schon seit 20 Jahren eine auf meiner deutschen Lizenz basierende US-Lizenz und fliege dort regelmaessig. Probleme fuer die Zukunft sind sicher nicht ausgeschlossen, aber bisher habe ich nur die besten Erfahrungen mit dem Fliegen in den USA (auch nach 9/11). ATC und die FAA haben mir dort ausnahmslos immer geholfen, selbst dann, wenn es gar nicht ihre Aufgabe gewesen waere! Nachdem beispielsweise durch die (sinnloserweise) geaenderte Numerierung der JAR-Lizenzen meine US-Lizenz ungueltig wurde, haben das LBA und das Luftamt Suedbayern alles getan, um das Problem fuer mich zu maximieren. Von Hilfsbereitschaft keine Spur, dabei haetten sie lediglich meine "alte" Lizenz noch einmal fuer 3 Monate verlaengern muessen, um mir die Gelegenheit zu geben, die "Validation of Foreign License" zu bekommen. Die feinen Herren haben es jedoch vorgezogen, die Verantwortung staendig hin und her zu schieben mich in den USA zu "grounden". Argumente: 1.) Da koennte ja jeder kommen, 2.) das haben wir noch nie so gemacht, 3.) hat man sowas je gehoert?

Anruf bei der FAA: Ja, sie kennen das Problem und sehen es als ihre Aufgabe an (!), mich schnellstmoeglich in die Luft zu bringen. Nach 9 Tagen hatte ich die "Validation" und einen Termin bei einem FSDO mit einem sehr netten Herrn, der 1.) informiert und hilfsbereit war, 2.) mir einen Kaffe serviert hat und 3.) mir an Ort und Stelle ein "Temporary Airman Certificate" ausgestellt hat. Noch Fragen?

Ich mache jetzt die vollwertige US-Lizenz, dann eine englische oder franzoesische, und dann kann mir die deutsche Luftfahrtverwaltung mal im Mondschein begegnen.
1. Februar 2005: Von Christoph Parbel an Michael Stock
Zum Thema LBA und FAA ein Beispiel aus der Praxis : nach unserem Umzug / Adressänderung habe ich beiden Institutionen dies mitgeteilt, um in den Besitz einer aktualisierten Lizenz zu kommen. Beim LBA dauert dies ca. eine Woche und es wird eine Gebühr für den Verwaltungsakt erhoben, ca. 20 EUR - man bekommt dafür einen Laserausdruck auf Dokumentenpapier, was an den ersten Führerschein der siebziger Jahre erinnert.
Antrag schriftlich einreichen und nach Erhalt des Bescheides bitte überweisen. Bei der FAA geht man ins Internet, verifiziert sich über div. Eingaben, zahlt 2 USD via Mastercard und hat nach 3 !! Tagen via Airmail seine neue Lizenz im Kreditkartenformat mit Hologramm versehen. Da ich persönliche seit Jahren eine vollwertige US Lizenz neben meiner deutschen Lizenz habe kann ich in Sachen FAA im Grunde nur positives berichten, so wird man regelmässig schriftlich darüber informiert, wenn aufgrund gesetzlicher Bestimmungen persönliche Daten weiterübermittelt werden z.B. zu statistischen Zwecken, vergleichbares kenne ich hierzulande nicht. Losgelöst davon bleibt es bei meiner rein persönlichen Einschätzung, dass unabhängig von all den Schwierigkeiten die es mit Blick auf die Sicherheitsfragen nun mal überall gibt, mit US Lizenzen auf N-registrierten Maschinen überall auf der Welt noch geflogen wird, wenn hierzulande der Flugbetrieb unter 5,7 to längst eingestellt wurde.
Freundlich grüsst Sie
Christoph Parbel
3. Februar 2005: Von Michael Stock an Christoph Parbel
Ihre Erfahrungen sind mit meinen deckungsgleich. Vor allem mit Ihrem letzten Satz liegen Sie wohl - leider - richtig. Ich glaube, dass sich die voellig verfahrene Situation in Deutschland (wenn ueberhaupt) erst dann veraendert, wenn eine merkliche Anzahl deutscher Piloten zwar weiter hier fliegt, sich aber der Kontrolle durch das LBA durch auslaendische Lizenzen und Registrierungen entzieht. Fangen wir also damit an!
3. Februar 2005: Von Wolff Ehrhardt an Michael Stock
Das wäre doch mal ein Bericht im PuF wert. Wie melde ich mein Flugzeug auf z.B. USA um und es ist legal. Was muss ich beachten ? Wie geht das dann mit der Wartung ? Ist es billiger als USA-Restrierung bezüglich Wartung? usw. Das wäre mal ein echt guter Bericht. Soweit ich weiß, ist die Twin Comanche von Herrn Brill aus N registriert. Er hat auch länger in USA gelebt. Ich vermute, das er wirklich was "brauchbares" berichten kann.
3. Februar 2005: Von Andreas Faulhaber an Wolff Ehrhardt
Was das Medical betrifft, interessiert mich, wie ich z.B. meine Lizenz in Europa "ausflaggen" kann, um zu vermeiden, daß meine Gesundheitsdaten an das LBA übermittelt werden. Es kann doch möglich sein, eine Niederländische oder Dänische oder andere Lizenz in Deutschland zu haben, oder muß man dazu den Hauptwohnsitz verlegen? Und mit dieser Lizenz müßte man doch auch alle in Europa zugelassenen Flugzeuge fliegen dürfen!
4. Februar 2005: Von Thomas Schmidt an Andreas Faulhaber
Hallo Beechboy,

mach es doch nicht so aufwendig.
Zwar gibt es noch Probleme mit der Anerkennung von ausländisch, aber europäisch (JAR-FCL-3-Regionen) ausgestellten Tauglichkeitszeugnissen, aber diese werden wohl demnächst bei der nächsten Novelle angeglichen und müssen dann auch gegenseitig anerkannt werden. Was sie eigentlich auch schon jetzt sollten, aber da hat ja unser "oberster" Fliegerdoktor wieder übers Ziel hinausgeschossen, wie ja bekannt ist.

Wen dem dann einmal so ist, läßt Du dich einfach im Ausland untersuchen, ich kann mir nicht vorstellen, das die dann deine Daten ans LBA weitergeben, zumal sie ja nicht das deutsche Computersystem haben.

Aber selbst eine solche Vernetzung traue ich den Eurokraten zu...

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