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Flugdaten vom  

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Zeit
Funkaufzeichnung / Textnachricht aus dem Cockpit
05:14:05 Funkaufzeichnung: COM 1   Teil 3
05:13:36 Funkaufzeichnung: COM 1   Teil 2
05:13:08 Funkaufzeichnung: COM 1   Final Approach und Sequencing mit Auckland Tower, Teil 1
04:05:44 Funkaufzeichnung: COM 1   Wieder in VHF-Range uebernimmt uns Auckland Center aus dem Oceanic Airspace
23:17:11 Funkaufzeichnung: COM 1   Modifizierte Departure-Clearance aufgrund des Buschbrandes in NWWW
Fotostrecke: Aufenthalt in Neukaledonien
Einträge im Logbuch: 27
Fotostrecke: Fliegerparadis Neuseeland
 
19. Oktober 2017 Jan Brill

Leserreise: Tag 16


Ankunft in Auckland - Ein Frühlingstag in Neuseeland

Der letzte Reisetag des Hinflugs begann für die Crews früh am Morgen mit einer Bootsfahrt. Belohnt wurden die Crews nach einem anstrengenden und anspruchsvollen Flugtag mit einem traumhaften Anflug über die Nordinsel Neuseelands und über Auckland. Dank der generalstabsmäßigen Organisation des Ground-Transports durch eine sehr Frankreich-erfahrene Crew kamen alle Besatzungen pünktlich vom Hotel l’Escapade weg und auch pünktlich zu den Flughäfen Noumea/NWWW und Magenta/NWWM wo unsere Flugzeuge paarweise geparkt waren. Die morgendliche Bootsfahrt von der Hotelinsel zum Hafen von Noumea bei glasklarer Luft aber rauer See war noch einmal ein Erlebnis. Mit dem Verschwinden der Overwater-Bungalows hinter den Wellen des Pazifik traten die flugbetrieblichen Anforderungen des Tages wieder in den Vordergrund.


Nach der Einreise wird in der FBO schon die Ankunft in Neuseeland etwas angefeiert...
Unser Ziel Auckland/NZAA lag 1.004 NM entfernt im Süden. Ein heftiger und vor allem stetig zunehmender Gegenwind auf der Strecke hatte drei der Flugzeuge (Cheyenne, Mustang und Citation) dazu veranlasst unterwegs noch einen (den einzig möglichen!) Tankstopp auf Norfolk Island/YSNF einzulegen. Die zu Australien gehörige Insel liegt günstig recht genau in der Mitte und auf Kurs zwischen Neukaledonien und Neuseeland.

Dies bedeutete freilich am Vortag eine Reihe von Umplanungen, Anmeldungen und Formular-Übermittlungen (zur Einreise nach Australien), was mit dem kaum vorhandenen Internet des Hotels eine Qual war.

Lediglich die TBM-900 verzichtete aufgrund üppiger Reichweite auf diesen Tankstopp.

Zuvor musste aber der Abflug aus Noumea/NWWW gemeistert werden. Die Abläufe lassen vermuten, das fremde GA-Flugzeuge hier die absolute Ausnahme darstellen. Dann erschwerte auch noch ein Buschfeuer in der Nähe des Flughafens mit dicken Rauchschwaden den Abflug. Auf Neukaledonien war es lange trocken, solche Brände gehören hier zum Alltag, daher zeigte sich ATC auch ungerührt und beließ den Flughafen offen, selbst als die Brände - angefacht durch den heftigen Wind - am Rand der Umzäunung angekommen waren.

Das Einholen der Freigabe mittels Satcom und der Flug nach Norfolk verliefen dann problemlos. Durch den Tankstopp von Reichweitensorgen befreit stellten wir uns dem heftigen Gegenwind in FL200 entgegen und wählten High-Speed-Cruise.


Ein Stück Skandinavien mitten im Südpazifik. Norfolk Island YSNF ist ein willkommener Tankstopp auf dem Weg nach Auckland.
Norfolk Island stellte sich dann als eine echte Überraschung heraus. Die kleine Insel mitten im Ozean, auf der 1.500 Einwohner (viele davon Nachfahren der Bounty-Meuterer!) leben, sieht aus wie ein Stück Schweden, das jemand mit einer großen Laubsäge ausgesägt und in den Südpazifik geschleppt hat. Nadelhölzer und Kokospalmen stehen hier - im Unterschied zu Schweden - allerdings einträchtig nebeneinander.

Die drei Flugzeuge aus Deutschland dürften für einige Tage Inselgespräch sein, alle die etwas mit dem Airport zu tun hatten waren herausgekommen um uns und unsere Maschinen zu begrüßen. Schnelle Formalitäten und Betankung erlaubten uns einen zügigen Weiterflug - was wir jetzt allerdings beinahe bedauerten, denn die Lage, Landschaft und Atmosphäre der Insel hatte uns neugierig auf einen längeren Aufenthalt gemacht.

Im Abflug vom unkontrollierten Flugplatz gab es die Freigabe nun mit Auckland auf HF oder Satcom und wir legten die letzten ca. 550 NM nach Auckland aufgrund des Windes wieder tief (FL190) und im High-Speed-Cruise zurück.

Beinahe zeitgleich trafen alle vier Flugzeuge am nördlichen Rand der Auckland CTA ein und es dürfte keinen Insassen gegeben haben, dem kurz vor ELNOS oder DUGAN beim ersten Anblick der Nordinsel nicht eine wohlige Gänsehaut über den Rücken gelaufen ist. Wir hatten Neuseeland erreicht! Nach 10.000 NM Flugstrecke und 15 Tagen Reisezeit.

Neuseeland begrüßte uns mit einem kühlen aber glasklaren Frühlingstag. Fast die ganze nördliche Nordinsel war bis Auckland wolkenlos und gut zu sehen. Der Anflug vorbei am Stadtzentrum der Metropole war dann nochmal ein Hochgenuss. Zügig und super-professionell fädelte Auckland Approach alles vom A380 bis zum Islander auf die eine Landebahn des Verkehrsflughafens ein.


Im Hotel hatte sich unser etwas ungewöhnlicher Anreiseweg herumgesprochen...
An der FBO des Flughafens dann ein sehr freundlicher Empfang und eine problemlose Einreise ins Land. Alles direkt, unkompliziert und zügig! Keine Kofferschlepperei, keine Gänsemärsche durch riesige Terminals. “Hello", Stempel und "Welcome to New Zealand”! Auf die Desinfektions-Verfahren des Flugzeugs legen allerdings sowohl Australien wie auch Neuseeland großen Wert.

Dass am Abend eine entsprechend ausgelassene Feier im schicken SkyTower Hotel in der Innenstadt nicht fehlen durfte versteht sich von selbst. Wir werden jetzt einige Tage in Auckland bleiben und teils gemeinsam, teils auf eigene Faust Neuseeland erkunden. Der eigentliche Rückweg beginnt am 3. November mit dem Sprung nach Australien.



  
 
 




20. Oktober 2017: Von Martin M. an Jan Brill

Wow! Spannende Berichte von Deutschland bis nach NZ!

Gnießt die Zeit auf der Insel. Ich bin auf den Bericht des Rückfluges gespannt.

Grüße

20. Oktober 2017: Von Peter Klant an Jan Brill

Ein schönes Logbuch. Danke für die Berichte. Da kann man - zumindest auf der Karte - gut mitfliegen...

Weiter so und viel Spaß!


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