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10. November 2009 Jan Brill

Infrastruktur: Schoenefeld in der Defensive


Mit Ralf Kunkel zur Seitenwindlandung – Flughafen Schönefeld in der Defensive

Der Flughafen Schönefeld muss schon arg in der Defensive sein. Offensichtlich missfiel die – auch von diesem Magazin publik gemachte – Politik der Aussperrung für kleine Geschäfts- und Privatflugzeuge auch einigen Verantwortlichen in der Berliner Stadtpolitik.
Jedenfalls setzte der Flughafen nun zum pressetechnischen Gegenschlag an und förderte im Berliner Tagesspiegel einen bemerkenswerten Artikel zutage, in dem nicht nur mit markigen Worten ("Hobbypiloten haben auf einem modernen Verkehrsflughafen aber generell nichts zu suchen") das deutsche Luftverkehrsgesetz umgeschrieben wird, nein, der aviatisch bewanderte Leser erfährt von Pressesprecher Ralf Kunkel auch Erstaunliches zum Thema Seitenwindlandung!


Wir wollen uns hier mit dem Artikel selbst nicht länger befassen als unbedingt nötig. Es handelt sich um eine Gefälligkeit gegenüber dem Flughafen, in dem Aussagen und selbst die Terminologie des FBS-Pressesprechers Ralf Kunkel ungeprüft abgedruckt werden. So was gehört normalerweise in die Anzeigenabteilung, nicht aber in die Redaktion einer Zeitung.
Depperte "Hobbypiloten" mit "Pannenmaschinen" würden da den Weg für schöne neue Linienjets versperren. So lässt sich der Artikel mit einem Satz zusammenfassen.

Leider hat sich der Tagesspiegel noch nicht einmal die Mühe gemacht zu prüfen, welchen Anteil am Verkehrsaufkommen die von Kunkel als "Hobbypiloten" beschimpften Geschäfts- und Privatflüge eigentlich haben.

Man hat in der Redaktion auch nicht das offensichtliche getan und gefragt, wie die 30-minütige Sperrung einer Piste überhaupt zu Verspätungen und Umleitungen im Linienverkehr führen kann. Denn offensichtlich kommen mehr als 12.000 andere Verkehrsflughäfen in aller Welt ja ganz gut mit der Invasion der "Lufttrottel" klar. Antwort: Da man in Berlin mit der Schliessung der Verkehrsanlage Tempelhof noch nicht einmal warten konnte bis der Bau der zweiten Piste in EDDB abgeschlossen war, muss man in Schönefeld nun – einmalig unter den großen internationalen Flughäfen –, mit nur einer Piste auskommen. Ein Witz im Vergleich der Flughäfen, man könnte auch sagen ein "Hobby-Airport" …

Man erwähnt zwar kurz den Flugplatz Schönhagen, stellt die Situation aber so da, als ob die "Hobbyflieger" nur aus Sturheit oder Wichtigtuerei in EDDB landen würden. Dabei verschweigt der Tagesspiegel die Tatsache, dass Schönhagen mangels IFR-Verfahren noch gar nicht über die Voraussetzungen verfügt um termingerechten Geschäftsreiseverkehr aufnehmen zu können.

Wer herausfinden möchte für welches Publikum derart unvollständig recherchierte Berichte gedacht sind, der wird in den Leserkommentaren fündig:"damit Kleinflugzeuge wieder in Neuköllner Hinterhöfe krachen können, wenn verpeilte und halbbesoffene Hobbypiloten mit ihren fliegenden Rasenmähern kommen. Gabs ja alles schon"Prima, so geht's voran in Berlin!


Ralf Kunkel und die Seitenwindlandung

Wirklich unterhaltsam wird der Bericht jedoch, da Ralf Kunkel, nachdem er sich so despektierlich über die Hobbypiloten geäußert hat, offenbar nicht widerstehen kann dem oder der staunenden Tagesspiegel-Journalist(in) auch noch etwas Piloten-Talk mitzugeben.

Grund für die vielen Pannen seien die Seitenwindlandungen. Wir wissen zwar nicht aus welchen BfU-Berichten Kunkel hier zitiert, oder ob er in Funktion des Pressesprechers auch gleich noch die Unfalluntersuchung miterledigt, er impliziert aber, dass die Hobbypiloten damit nicht klar kämen und gibt auch gleich noch Tipps:
Die Piloten müssten dann eine so genannte Schiebelandung machen, bei der sie ihre Maschine schräg auf der Landebahn aufsetzten und dann sofort in die Geradeaus-Position bringen müssen. Dabei werden besonders die Reifen beansprucht, die dann auch platzen können. Weil eine solche verunglückte Maschine dann die Landebahn blockiert, muss diese gesperrt werden.

Typische ein- und zweimotorige Motorflugzeuge werden bei Seitenwind mit Längsneigung (Bank-Angle) an den Boden geflogen. Der zur Seite abgezweigte Teil der Auftriebskomponente gleicht dabei die Versetzung durch den Wind aus. Das Luv-Rad des Hauptfahrwerks setzt zuerst auf, dann zweite Hauptrad, dann das Bugrad.
Dummerweise beschreibt Ralf Kunkel damit dass exakt falsche Verfahren für eine Seitenwindlandung in einem typischen GA-Flugzeug! Was Kunkel da beschreibt, ist ein zulässiges Verfahren für Segelflugzeuge und (teilweise) große Airliner – nicht aber für Cessna, Beech, Piper oder Cirrus!

Typische ein- und zweimotorige Motorflugzeuge werden bei Seitenwind mit Neigung um die Längsachse (Querneigung oder Bank-Angle) an den Boden geflogen. Der zur Seite abgezweigte Teil der Auftriebskomponente gleicht dabei die Versetzung durch den Wind aus. Das Luv-Rad des Hauptfahrwerks setzt zuerst auf, dann zweite Hauptrad, dann das Bugrad.

Vielleicht findet Herr Kunkel ja in Schönefeld noch einen Privat- oder Berufspiloten, der sich von Verunglimpfung, Preisen und Kundenbeschimpfung noch nicht hat abschrecken lassen und ihm das alles nochmals in Ruhe erklären kann.

Ein Bild von Fliegerlegende Bob-Hoover, das diese Technik verdeutlicht, haben wir schonmal angehängt (Schnurrbart ist optional) …


  
 




10. November 2009: Von RotorHead an Jan Brill
... heißt das nicht "Querneigung"?
10. November 2009: Von  an RotorHead
nein - die längsachse ist der rumpf und wird über die kwehrrudder um die hochachse gesteuert...

mfg
ingo fuhrmeister
10. November 2009: Von Jan Brill an 
... um genau zu sein heisst es jetzt: "Neigung um die Längsachse (Querneigung oder Bank-Angle)" ...

Oder auf Hessisch einfach: "Flääsche häänge lassee"
10. November 2009: Von  an Jan Brill
achja...sie müssen ja jetzt eine neue sprache lernen...

sin dihienä blatt wietellä - wa dä draktor widä schnellä..

bb
ingo fuhrmeister
10. November 2009: Von Gerd Wengler an Jan Brill
Bei dem Photo bitte auch beachten, daß beide Props gefeathered sind, d.h. daß beide Motoren abgestellt sind. Typisch Hobbypilot: Die sind so doof, daß sie sogar ihre Motoren zu früh ausschalten und damit den nachflogenden Flugverkehr lahmlegen.
Gerd
10. November 2009: Von Stefan Jaudas an Jan Brill
"Hobby-Airport", das gefällt mir ... ;-)

... dazu passend dann eine Hobby-Landesluftfahrtverwaltung (gemeinsame), Hobby-Landesregierung (mit Partylöwen ganz oben im Nachbarland), und vielleicht auch Hobby-Bundesregierung?

Wenn man gehässig wäre, würden einem zu Berlin-Schönefeld noch was anderes als Airportbezeichnung einfallen. Fängt mit "H" an und hört mit "IV" auf ...

Schaun'wer'mal bei der BFU nach und durchsuchen die Bulletins nach "Schönefeld". Das ergibt folgende Treffer:
- 01/2009 => keine
- 02/2009 => keine
- 03/2009 => keine
- 04/2009 => keine
- 05/2009 => keine
- 06/2009 => keine
- 07/2009 => eine A319, die wegen technischer Probleme umdrehen musste und sicher in Schönefeld landete
- 08/2009 => keine

Hm. Welches Problem???

Und dass die A319 sicher landen konnte, das war sicher kein alleiniges Verdienst des schönefelder Managements ...
10. November 2009: Von Dirk Hautsch an Jan Brill
Unabhängig von den inhaltlichen Aussagen:
Warum spricht ein Pressesprecher des Hauptstadt-Flughafens von Hobbypiloten? Ich dachte dass ein Minimum an Fachwissen auch hier notwendig ist?
10. November 2009: Von Wolff Ehrhardt an Dirk Hautsch
Bei Behörden und Behördennahen Institutionen wird jeder so lange befördert, bis er seine eigene Inkompetenz überschritten hat und bleibt auf diesem Posten.

Noch Fragen Kienzle ?
10. November 2009: Von Mathias Göschl an Jan Brill
Was der Hobby- (oups) Journalismus bei der Berichterstattung über Flughäfen anzurichten vermag, bekomme ich als Bewohner des Rhein-Neckar Raums durch gleichnamige Zeitung auch in regelmässigen Abständen vorgeführt. Brennpunkte hier EDFM und EDRY. Leseprobe.

Alarmistisches Vokabular im Feldzug gegen Fakten oder den gesunden Menschenverstand. Man kann sich täglich fragen, ob die Menschheit noch nicht genug mit Schweineviren, fundamentalistischen Dunkelmächten und Meltdowns aller Dimensionen traktiert wurde, um endlich zur Einschätzung der eigenen Lage doch lieber wieder belastbares Material heranzuziehen.

Scheinbar nein. Scheinbar lechzt ein nicht vernachlässigbarer Teil der Volksseele nach einer Art medialem Circus Maximus. Man kann sich zwar als 'aviatisch gebildeter' Mensch darüber hinwegsetzten und denken: 'Alle Doof...'. Aber machen wir uns doch nichts vor: Die Allgemeine Luftfahrt führt hierzulande derzeit ein Schattendasein und dies wird mit Fakten und Intellekt alleine nicht zu ändern sein. Geben wir dem Volk also Brot & Spiele und entsprechende Helden. Was so mancher prominente Deutsche Filzballschläger, Schweinsblasentreter oder F1-Fahrer geschafft hat, wäre auch für das Image der Luftfahrt an der Basis mal nützlich.

GA sucht den Superstar...
11. November 2009: Von Thomas Schmidt an Mathias Göschl
Die meisten Kommentare zu diesem unsäglichem Artikel sind positiv oder zumindest einigermaßen sachlich...
Das es dort einen völlig engstirnigen Luftfahrtgegner gibt regt mich nicht weiter auf.

Ich kann diesem Herrn nur das Zitat vom Comedian Dieter Nuhr ans Herz legen:
"Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!"
(Zitat Ende)
11. November 2009: Von  an Thomas Schmidt
da wäre aber das deutsche parlament in berlin ein schweigekloster...

mfg
ingo fuhrmeister
11. November 2009: Von Mathias Göschl an Thomas Schmidt
>Die meisten Kommentare zu diesem unsäglichem Artikel sind
>positiv oder zumindest einigermaßen sachlich...

ja, das stimmt hier schon. Nur fürchte ich, dass hinter den sachlichen Kommentaren überwiegend Leute stehen, die der Luftfahrt bereits nahestehen (und sich deshalb in der Diskussion engagieren), während eine grosse Zahl an Lesern die negative Schlagzeile kopfnickend zur Kenntnis nimmt und dann mit gefestigter negativ-Meinung wieder zur Tagesordnung übergeht.

"Ein unzufriedener Kunde verdirbt ihnen 8-10 potentielle Kunden, während ein zufriedener seine positive Erfahrung im Mittel nur an 3 Leute weitergibt" ist eine oft verbreitete Erkenntnis im Marketing.

11. November 2009: Von Wolff Ehrhardt an Mathias Göschl
Nur das es manchmal sehr schwer ist, einen Kunden zufrieden zu stellen und zum Teil ein Kampf gegen Windmühlen ist. Das gleiche gilt für Luftfahrtgegener bzw. fragwürdige Pressesprecher mancher Parteien oder in diesem Fall der BBI.

Ich hatte dies schon mal erwähnt, man müsste mal 4 Wochen lang die GA lahmlegen. Da würden manche erst mal merken, was dahinter steht. Abgesehen davon das viele Airline-Piloten in der GA angefangen haben. Das vergißt leider so ein Sprecher.

Wir man das alerdings bezahlen soll, wie ich auch nicht.
11. November 2009: Von Mathias Göschl an Wolff Ehrhardt
"Kampf gegen Windmühlen" trifft es sehr gut.

Jedoch, Windmühlen sind sehr opportunistische Gebilde:
Sie drehen sich zuerst in die jeweilige Windrichtung um dann erst drohend rumzufuchteln. Wenn sich die Grosswetterlage ändert, verlieren sie aus Sicht des müden Kämpfers ihre Bedrohung und verrichten ihren Spuk in einem anderen Sektor.

die Hauptwindrichtung müsste sich ändern...
11. November 2009: Von Juergen Baumgart an Jan Brill
"damit Kleinflugzeuge wieder in Neuköllner Hinterhöfe krachen können, wenn verpeilte und halbbesoffene Hobbypiloten mit ihren fliegenden Rasenmähern kommen. Gabs ja alles schon"

Leute, die sowas schreiben und vor sowas Angst haben, haben evtl. selber mal wieder "zu viel Party jefeiert" ... Nach ein paar Pillchen haben die auch Angst vor der Fliege an der Wand...
und sehen vielleicht auch hin und wieder ein paar weisse Elefanten über die Strasse rennen...
12. November 2009: Von  an Juergen Baumgart
wieso weiße elefanten? bei uns sind sie blau!

liegt aber öfters am föhneffekt...

mfg
ingo fuhrmeister
12. November 2009: Von Walter Pohl an 
Nein, nein, jetzt mal ganz ohne Föhn und Pillen: Beim weiß-blau rautierten Dummvieh handelt es sich um einen in einen Löwenpelz gesteckten Dukatenscheißer, der einen großen Teil des weiß-blauen Steueraufkommens nicht nur der eigenen, genial geführten Landesbank, sondern auch "bedürftigen" BRD-Ländern zukommen läßt, damit jene dann kompetente Wirtschaftspolitik treiben können.

In Bayern selbst war der Elefant immer schon schwarz, ist inzwischen aber zu einem Chamäleon mutiert und hat Angst vor der gelben Mücke. Schwarzes Chamäleon und gelbe Mücke beschlossen eines Tages gemeinsam, im Rahmen der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen die Flugplätze EDMO und ETSF für die AL zu schließen und so den Großraum München von dieser infernalischen Lärmquelle zu befreien.

Und das halten Chamäleon und Mücke dann für nachhaltige und zukunftsorientierte Standortpolitik zu Zeiten des sich verschärfenden globalen Wettbewerbs im 21. Jahrhundert.

Es grüßt die
Banane
12. November 2009: Von  an Walter Pohl
ganz einfach: im zeichen des depptop und lädderhose...das ist der lepp auf dem latz und es wird drauf gepinkelt!

soooo war das gemeint, mit der bildung! wir sind alle nur zu blöd um das zu verstehen - aus bollidigersicht nadürlich!

mfg
ingo fuhrmeister
12. November 2009: Von Follow Me an Stefan Jaudas
> Schaun'wer'mal bei der BFU nach und durchsuchen die Bulletins
> nach "Schönefeld". Das ergibt folgende Treffer:
> - 01/2009 => keine
> - 02/2009 => keine
> - 03/2009 => keine
> - 04/2009 => keine
> - 05/2009 => keine
> - 06/2009 => keine
> - 07/2009 => eine A319, die wegen technischer Probleme
> umdrehen musste und sicher in Schönefeld landete
> - 08/2009 => keine

Ich kann Dich beruhigen. Im September wird es vermutlich einen Eintrag geben. Ich bin als "Hobbypilot" nach Schönefeld geflogen und ca. 5 Stunden nachdem ich dort gelandet war, erhielt ich ein Anruf vom Flughafen. Ein sogenanntes Pannenfahrzeug in Form eines Follow Me hat das Flugzeug so beschädigt, dass ich mit Germanwings zurückfligen musste. Auch hier musste das beschädigte Flugzeug auf weitere Schäden untersucht und repariert werden was weit länger als 30-90 Minuten dauerte.

Man könnte jetzt auf die Idee kommen, dass Herr Kunkel vielleicht darüber nachdenkt eine Taxiwaygebühr einzuführen, die in der Höhe so hoch ist, dass die Follow Me Fahrzeuge auf die Autobahn ausweichen............
13. November 2009: Von Stefan Jaudas an Follow Me
... da würde ich doch sagen, das Problem ist in Wirklichkeit gerade anders herum gelagert. Nicht die "Hobbypiloten" machen die Probleme, sondern die "Profiflugplatzangestellten".

Und Probleme bei der Truppe spiegeln meist noch größere Probleme bei deren Führung wieder. Das ist so im Sozialismus wie im Kapitalismus. Der berühmte kopflastige olfaktorisch wirksame Fisch, und so ...

Aber klar, wenn das Follow-Me nicht unter der Tragfläche eines "Hobbyflugzeugs" durchpaßt, dann liegt das logischerweise am "Hobbyflugzeug". Mit einem "Profiflugzeug" wäre das wahrscheinlich nicht passiert, da ist genügend Platz für das Blinklicht. Ergo, das "Hobbyflugzeug" und der "Hobbypilot" ist schuld ... *LOL*

Gruß

StefanJ
13. November 2009: Von Udo S. an Jan Brill
Schönhagen gerät als Nächstes in die Defensive

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11657390/61939/Pustekuchen-Ekkehard-Freytag-ist-gespannt-wie-sich-der.html

13.11.2009

Ekkehard Freytag ist gespannt, wie sich der Flugplatz Schönhagen weiterentwickelt

Pustekuchen

Es war immer erklärtes Ziel, nun rückt es näher: Der Flugplatz Schönhagen will davon profitieren, dass Sport-, Freizeit- und Geschäftsflieger mit Maschinen bis zu zwölf Tonnen nach und nach vom künftigen Großflughafen Schönefeld „vergrault“ werden. Wie ein Sprecher des BBI mitteilte, werden bereits die entsprechenden Gebühren angehoben. Diese kleineren Maschinen sollen auf Flugplätze des Umlandes ausweichen – wie eben Schönhagen.

Die Betreiber des Flugplatzes wird es freuen. Zumal – ebenfalls wie gewünscht – mit dieser Beliebtheit auch die Zahl der Ansiedlungen wächst. Nun ist es eine Vertretung des bekannten Flugzeuherstellers Cessna, die nach Schönhagen kommt. Also: Friede, Freude, Eierkuchen?

Fragt man die Anwohner dürfte es wohl eher „Pustekuchen“ heißen. Denn so wie sich die Hoffnungen der Flugplatz-GmbH erfüllen, gilt dies für die Sorgen der Schönhagener (und ihrer Nachbarn). Denn mehr Flugverkehr bedeutet zwangsläufig auch: mehr Fluglärm. Und so muss man weiter überlegen, wie man den Interessen beider Seiten möglichst gleichrangig nachkommen kann. Fest steht dabei schon jetzt, dass es ohne Ärger nicht abgehen wird. In Schönhagen bleiben Transparenz und Kompromissbereitschaft gefragt.
13. November 2009: Von  an Udo S.
mann mann mann...früher bei der stasi gab die SED den befehl und los gings....heute herrscht da demokratie...und die will man ausprobieren...

in der ddr wurden kläger mit einem schild um den hals durchs dorf geführt: ich werde nie wieder mein recht klagen...

klar...man hat mit fördermitteln und 1:1umtausch eine menge kohle gemacht, verschwundene sed-gelder kommen so langsam wieder hoch...und die wollen angelegt werden...warum also nicht schönhagen kaputtmachen....schönhagen liegt gar schön, diese gegend mußte ein siedlung anlocken....wie göthe mal sagte...

mfg
ingo fuhrmeister
13. November 2009: Von Uwe Grosser an 
Mehr Flugzeuge muss dringend mehr Fluglärm bedeuten,
so das die Anwohner sich nicht mehr an dem eigenen
am Heiligen Sonntag erzeugtem Lärm durch Rasenmäher
oder Motorräder erfreuen könnten.

BBI sollte auch über ein Verbot zur Landung des A 319
oder der Firma Easyjet nachdenken, da die in HH eine
laut dem Abendblatt durchgeführte Notlandung ausführen mussten.Ein allgemeines Verbot aller Flugzeuge wäre
allerding am besten, da dann auch keine Pannen
passieren würden.
17. November 2009: Von Hans-Georg Pauthner an Wolff Ehrhardt
Das von Ihnen beschriebene Prinzip nennt man landläufig das "Peter-Prinzip". Es ist keinesfalls auf den öffentlichen Dienst beschränkt, sondern gilt auch für höchste Industriemanager. Der Aktienkurs von Daimler im Jahre 1998 wurde nach dem Weltkonzernträumen von Herrn Schremp nicht mehr annähernd erreicht. Wertvernichtung in Milliardenhöhe !

Ich glaube auch nicht, dass Inkompetenz der Vater von solchen Artikeln ist. Es ist einfach der politische Kampf gegen die GA auf Großflughäfen. In München / Erding hat es auch geklappt und die politischen Versprechungen für die GA einen Ersatz zu besorgen, verlaufen immer mehr im Sande.

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