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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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28. September 2021 11:14 Uhr: Von Achim H. an Udo R. Bewertung: +8.00 [8]

Da vertritt der Prüfer aber eine Minderheitenposition.

28. September 2021 11:24 Uhr: Von Udo R. an Achim H.

Das weiß ich nicht, wie das sonst gehandhabt wird. Ich fand seine Erläuterung doch fundiert. Der Prop ist jetzt auch schon wieder fast 10 Jahre drauf, so dass ich jetzt eine Durchsicht auch nicht so abwegig finde. Oder doch?

28. September 2021 11:39 Uhr: Von Achim H. an Udo R. Bewertung: +5.00 [5]

Es ist durchaus üblich, dass Propeller 20+ Jahre drauf sind.

Unfälle aufgrund von versagenden Propellerblättern oder Hubs sind mir nicht bekannt.

28. September 2021 12:42 Uhr: Von Norbert S. an Achim H.

www.youtube.com/watch?v=13v481uLamc

wohl nur ein incident - kein accident

edit.:

www.youtube.com/watch?v=zl5TIR1_ciQ

@ 5:55

28. September 2021 12:43 Uhr: Von Wolff E. an Udo R.

Zwischen "in der Werft mal genauer schauen" und "zum IRAN zum Überholer" bringen, da liegen oft fünf stellige Geldbeträge dazwischen. Wie Achim schon sagt, das es wegen altem Prop zum Crash führt, habe ich bis jetzt in meiner 29 jährigen Fliegerlaufbahn nur einmal gehört. Das war eine Aztec, die ein rechtes Prop-Blatt verloren hatte, das dann unter demn Rumpf durch ging und den linken Prop auch beschädigte. Der Pilot konnte noch eine Bruchlandung ohne Verletzungen machen.

28. September 2021 12:53 Uhr: Von Justus SJ an Norbert S. Bewertung: +1.00 [1]

Es ging um Flugzeuge ;-)

28. September 2021 13:05 Uhr: Von Norbert S. an Justus SJ Bewertung: +1.00 [1]

hab' noch eins mit ner CAP-21 editiert ;-)

28. September 2021 16:58 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Norbert S. Bewertung: +1.00 [1]

Im Falle des ersten Videos hätte aber auch eine Inspektion des Propellers nichts gebracht. Es brach die Antriebswelle:
https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/ultraleichtflieger-braunschweig-verliert-propeller-keine-gefahr-flugplatzfest-hamm-5314452.html

Im zweiten Video war es vermutlich ebenfalls eine gebrochene Welle.

28. September 2021 18:17 Uhr: Von Udo R. an Wolff E.

Also wenn ich sagen wir mal für 1 bis 3 Aviation Units ein gutes Gefühl bekommen kann dafür, dass der Prop wieder für die nächsten 10 Jahre fit ist, wäre es mir das wert. Ich tendiere ja dazu, den Flieger wo sinnvoll zu warten. Allein die aufgerufenen 10 AU für den Overhaul finde ich zu arg, da bekommt man für unwesentlich mehr schon den ganzen Prop in neu.

Vielleicht doch noch jemand einen Tip?

28. September 2021 18:30 Uhr: Von Achim H. an Udo R.

Beim Verstellprop fangen die irgendwann an zu lecken, das ist meist der Zeitpunkt an dem man ihn überholen lässt.

28. September 2021 19:51 Uhr: Von Wolff E. an Udo R.
Du hast PM.
28. September 2021 20:40 Uhr: Von Ernst-Peter Nawothnig an Achim H. Bewertung: +1.00 [1]

Nur der Vollständigkeit halber: Es gab vor einigen Jahren einen Fall in Nordfriesland, dass der starre Holzpropeller einer Jodel DR 1050 sich im Reiseflug "losleimte". Ein halbes Blatt flog weg, der Motorträger hielt die Unwucht glücklicherweise aus d.h. der Motor wurde nicht rausgerissen, und der Eigner saß auf dem Acker.

In grauer Vorzeit wurde ein weniger harmloser Fall berichtet. Bei einer SIAT 223 brach der Metallpropeller, und der Motor verabschiedete sich durch die ungleich höhere Unwucht gleich mit. Die beiden Piloten überlebten den Crash weil sie die Haube abwarfen, sich losschnallten und halb auf die Cowling kletterten, dadurch blieb die "Restmaschine" steuerbar. Eigentlich kaum zu glauben, aber es gab Fotos und der 1.April war auch nicht in Sicht.

29. September 2021 09:19 Uhr: Von Udo R. an Achim H. Bewertung: +1.00 [1]

Beim Verstellprop fangen die irgendwann an zu lecken, das ist meist der Zeitpunkt an dem man ihn überholen lässt.

Du meinst also erst was machen wenn Öl austritt? Weil austretendes Fett z.B. soll ja jedenfalls beim Hartzell-Prop auch kein Problem sein, was man so liest, weil der ohnehin regelmäßig gefettet wird.

Mein Vater hat übrigens schon im Acker gesteckt, weil sein Verstellprop den Blexit gewählt hat (ein Blatt ist abgehauen). Ich bin da also durchaus sensibilisiert bei dem Thema. (er war damals unverletzt ausgestiegen)

O.K. die Meinung hier scheint ja recht einhellig zu sein. Kommt mir natürlich sehr entgegen, weil das ja auch kein unerheblicher Zeitaufwand ist, wo dann der Flieger wieder steht etcpp.

Übrigens danke für die rege Beteiligung hier, hilft alles bei der Entscheidungsfindung.

4. Oktober 2021 11:14 Uhr: Von Tobias Klimt an Udo R.

Wir haben unseren Hartzell Prop bei MT in Straubing machen lassen. 2-Blatt für nene O-360, genau Bezeichnung habe ich gerade nicht parat. Ein wenig Steinläge an der leading edge plus neue Lackierung haben die auch noch gemacht. Grund war das erwähnte lecken der O-Ringe. Hier übrigens ein Hinweis zum fetten: wenn mal da mit der Fettpresse rangeht muss man unbedingt die gegenüberliegenden Nippel ausbauen. sonst presst man den O-Ring aus dem Sitz. Das hat die Werft des Vorbesitzers so gemacht und dann hatten wir den Salat ein Jahre später.

EDIT: Wolhgemerkt, haben wir dort nur den Prop hingefahren und wieder abgeholt, also keine Kosten für Montage und Abstellgebühr etc. war ein sehr niedriger 4-stelliger Betrag, wenn ich mich nicht irre.

Jede Wartung/Overhaul führt immer zur Gefahr, dass kurz danach etwas nicht mehr funktioniert. Ich glaube in einem US-Artikel habe ich mal eine Statistik gelesen, dass die meisten Motorausfälle nach dem Overhaul passieren. Daher würde ich auch vorsichtig sein, etwas zu überholen, nur weil jemand ein Bauchgefühl hat. Gesetzlich ist das klar geregelt finde ich. In den Augen des Prüfers ist es natürllich seine Entscheidung, ob er dir ein ARC ausstellt oder nicht, da kann man ihn halt nicht zwingen.

Professionell ist es halt nicht. Ich weise den Halter darauf hin, aber er ist ja laut AMP für die Wartung verantwortlich. Wenn der Flieger am Tag des Review lüfttüchtig (prop ist da, funktioniert und hat keine auffälligkeiten, keine ADs - da gibts ja bei HZ ein paar) ist, spricht ja nichts dagegen ein ARC auszustellen.

Viel Erfolg


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