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20. Februar 2016: Von Joachim Heinicke an Patrick K.
Meine persönlichen Erfahrungen in der Flugmotorenüberholung zeigten,

das die größten und meissten Beschädigungen an der Kurbelwelle immer

bei Berührung des Propellers in weichen Untergrund wie Gras oder Erde erfolgten.

In Anbetracht der langen Laufzeit ( 25 Jahre ) würde ich für einen

Austausch des alten Motors durch entweder einen Factory Rebuild oder

Factory Overhauled Motor plädieren, wobei der alte Motor als Core zurückgeht.

Bei diesen Motoren haben Sie volle Garantiezeit und der Motor wird neuen

Teilen repariert wie bei einen neuen Motor und getestet wie ein Neumotor.

Es kann sowohl ein Anriss der Kurbelwelle bei Bodenberührung stattfinden,

welcher erst nach mehreren Stunden zum großen Schaden führt. Das Nachfeilen

eines Propellers, wenn nicht fachkundig gemacht wird, kann zur Unwucht führen,

welche ebenfalls Schäden nach sich ziehen können.

Da normalerweise solch ein Schaden durch die Versicherung abgedeckt ist,

wird später aus eigener Erfahrung nicht bezahlt.Das kann Ihnen sicherlich

die Werft Ihres Vertrauens welche den Motor aus und einbaut erklären.

Es wäre also ratsam mit der Versicherung zu verhandeln und die Kosten der

Shock Loading mit anzurechnen.

Selbstverständlich kann man den Motor auch bei einer zugelassenen Überholungs-

Firma überholen lassen, aber dann haben Sie immer noch den alten Motor mit der

langen Laufzeit.

Viel Glück bei Ihrer eigenen Entscheidung.

20. Februar 2016: Von Reinhard Rüdiger an Joachim Heinicke Bewertung: +1.00 [1]
@ Patrick Kutzer

Hatte mal eine Maschine geflogen, bei der der Besitzer ein blaues Taxilight mit dem Prop umgehauen hatte. Die Dinger haben Sollbruchstellen, so dass sie schnell davon fliegen. War schon Jahre her und die Maschine war seitdem unauffällig.

Jahre später fiel der Motor bei einer 100h Kontrolle auf wegen eines größeren Gußteils im Öl auf (Fingernagel groß).
Der Motor wurde auseinander genommen und es stellte sich heraus, das war ein Teil, das vom Motorlager abgeplatzt war. Das Flugzeug wurde danach zum Schrottpreis verkauft.

Zu diesem Zeitpunkt zahlt natürlich KEINE Versicherung mehr.
Hätte der Besitzer den Schaden damals sofort mit der Versicherung reguliert, wäre das finanziell ganz anders ausgegangen.

Mal ganz abgesehen davon, dass der Motor kurz vor einem kapitalen "InFlightVersagen" gestanden hatte.

Wenn man mir einen Flieger zum Kauf anbieten würde und da steht was von Propellerreparatur in den Logs ohne ein Shockloading, dann biete ich dem Verkäufer einen vernünftigen Preis abzüglich Engine-Overhaul.

Die Fliegerei ist klein, jeder kennt jeden und so manches wird in Foren diskutiert. Verstecken kann man das jetzt nur noch schlecht!

Einen vernünftigen Preis bei vernünftiger Leistung bekommst Du bei LOMA-AIR in Belgien.
Angesichts des Alters des Motors würde ich ein Overhaul machen lassen, das Shockloading von der Versicherung bezahlen lassen und den Rest aus eigener Tasche. Preiswerter kommst Du nie an einen überholten Motor dran.

Siehe es nicht als Mißgeschick sondern als Glücksfall wenn es sich so regeln lässt.
Schließlich ist Dein Flieger hinterher wahrscheinlich mehr wert, als wenn Du ein Shockloading machen liessest.
20. Februar 2016: Von Hubert Eckl an Joachim Heinicke Bewertung: +1.00 [1]
Danke! Ein aufschlussreicher Text. In der Tat lief der Motor nach diesem depperten Missgeschick ( die Geschichte war noch weit verrückter) noch über 500h. Das Flugzeug ist leider wegen eines anderen Schadens ausser Betrieb und existiert nicht mehr.Ich hatte mir seinerzeit ganz einfach keinen neuen Motor leisten können. Viel später erzählte mir ein pensionierter Mechaniker, welcher seit den Endsechzigern in der Branche war, daß sehr häufig nach der Finanzlage des Kunden entschieden wurde. " Da gab es Gschpickte mit immer dem neuesten 911er, die nie einen Blick in den L-Akte geworfen haben, die haben bei jeder JNP was ausgewechselt bekommen. Die haben einfach geblecht. War ein Kunde kritisch wurde vorher schon mal telefoniert und besprochen und Sinnvolles gemacht oder eben unterlasssen. Ich kannte jedes Flugzeug und wusste wo ich mich reinsetzen kann und wo nicht. Es gab Flugschulkrauterer, denen konntest Du gar keine richtige Reparatur machen, weil die sonst Konkurs angemeldet hätten...."
20. Februar 2016: Von Lutz D. an Hubert Eckl Bewertung: +1.00 [1]
Im französischen gibt's da eine schöne Formel für:
"à la tête du client".


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