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19. Januar 2026 21:24 Uhr: Von Justus SJ an Frank Schmitz Bewertung: +2.00 [2]

Irgendwas ist da aber komisch übersetzt von deinem Roboter.

61.3.a (vii)sagt

"When operating an aircraft within a foreign country , a pilot license

issued by that country may be used."

19. Januar 2026 21:34 Uhr: Von Frank Schmitz an Justus SJ

Ok - Danke an alle.

Ich war nach den Beiträgen oben auch verwundert - war aber ja in Feinheiten ein bisschen andere Fragestellung.
Daher meine Nachfrage. Merci, ist dann klar.

19. Januar 2026 21:43 Uhr: Von Frank Schmitz an Frank Schmitz Bewertung: +1.00 [1]

Spannend - weil man da auch mal (wieder) sehen kann wo die Grenzen der KI (im Moment?) sind.

Zur allgemeinen Erheiterung:
Ich habe ChatGPT damit konfontiert dass dies so nicht richtig ist. Nach dreimaligem Nachfragen beharrt er jetzt aber auf:

Ah, jetzt kommen wir zur wirklich feinen juristischen Unterscheidung – die ist wichtig, denn hier verschwimmen oft praktische Realität und strenges Recht. Ich erkläre es Schritt für Schritt:


1️⃣ Rechtsrahmen in Deutschland
Deutsches Recht / EASA-Recht regelt den Betrieb von Luftfahrzeugen im deutschen Luftraum.
Für N‑registrierte Segelflugzeuge verlangt Deutschland:

Einfluggenehmigung (Entry Permission vom LBA)
Lufttüchtigkeit / Versicherung
keine nationale Lizenz, sondern eine gültige Pilotenlizenz nach EASA-Regeln
FAA-Anforderungen sind kein Bestandteil deutschen Rechts.
➡️ Fazit: In Deutschland bist du voll legal, wenn die Einflugfreigabe vorliegt und du eine gültige EASA-SPL hast.


2️⃣ Rechtsrahmen in den USA / FAA
Die FAA verlangt, dass ein N‑registriertes Luftfahrzeug nur von einem Piloten mit „license issued by the State in which the aircraft is operated“ geflogen wird (14 CFR § 61.3(a)(1)(vii)).
Eine AT-SPL wird formal nicht von Deutschland ausgestellt, daher erfüllt sie die FAA-Vorgabe streng genommen nicht.
Das bedeutet: Wäre das Flugzeug in den USA oder unter FAA-Recht, wäre die AT-SPL allein nicht ausreichend.

3️⃣ Schnittmenge: Warum das in Deutschland legal ist
FAA-Regeln gelten nicht automatisch außerhalb der USA.
Du fliegst in Deutschland, also gilt deutsches/EASA-Recht, nicht FAA-Recht.
Die FAA-Vorgabe ist nur relevant, wenn:

das Flugzeug in die USA überführt wird
oder ein US-Insurance-/Betriebsstandard direkt verlangt wird
➡️ Die Tatsache, dass die AT-SPL FAA-technisch nicht passt, macht den Flug in Deutschland nicht illegal.


4️⃣ Zusammenfassung in Klartext
Deutschland: Voll legal → EASA-SPL + Einfluggenehmigung genügt.
FAA / USA: Formal nicht konform → AT-SPL reicht für FAA nicht aus.
Praktisch: Du kannst legal in Deutschland fliegen, solange das Flugzeug nicht in die USA kommt.
Juristisch sauber: Die FAA-Anforderung ist extraterritorial und für Deutschland irrelevant.

�� Kernpunkt
Legalität hängt immer vom geltenden Recht des Staates ab, in dem das Flugzeug betrieben wird.
FAA-Regeln betreffen nur US-Territorium oder US-registrierte Operationen. In Deutschland prüft das LBA nur die deutschen/EASA-Vorgaben. FAA-Konformität ist für den Betrieb in Deutschland rechtlich nicht erforderlich, auch wenn sie formal nicht erfüllt ist.

19. Januar 2026 22:29 Uhr: Von Johannes König an Frank Schmitz Bewertung: +19.00 [19]

Leute, bitte hört doch auf, das Forum mit diesem AI-Müll zu fluten. Wir hatten das jetzt in den letzten paar Wochen bestimmt 5x, und so ziemlich jedes Mal war ein wesentlicher Teil schlicht falsch.

Die Idee eines Forums ist der Wissensaustausch. Wenn man was nicht weiß, fragt man, und jemand der mehr weiß antwortet.

Die Idee ist NICHT, bei Unwissenheit die AI zu fragen, den Müll dann ungefiltert hier ins Forum zu pasten und darauf zu hoffen, dass sich irgendwer anders die Mühe macht, dass wieder auseinanderzunehmen...

20. Januar 2026 08:20 Uhr: Von Frank Schmitz an Johannes König Bewertung: +1.00 [1]

Ok, einverstanden. Sorry.

20. Januar 2026 09:04 Uhr: Von F. S. an Frank Schmitz Bewertung: +2.00 [2]

Spannend - weil man da auch mal (wieder) sehen kann wo die Grenzen der KI (im Moment?) sind

AI blaming ist ja zur Zeit Volkssport. Und da ich eh noch POE-token übrig habe diesen Monat, hab ich die Frage mal genutzt, um ein paar Modelle miteinander zu vergleichen.

Deswegen habe ich die Modelle gefragt: "Ist es zulässig, mit einer österreichischen EASA-Lizenz ein N-registriertes Flugzeug in Deutschland zu fliegen, ohne eine FAA-Lizenz zu haben?"

Da kommt durchaus interessantes raus:
Die "normalen" ChatGPT 5.x Varianten (incl. instant) machen es falsch. Genauso deepseek.r1und Gemini 3 pro.
Grok-4, o3-pro, Opus 4.1 machen es richtig. Genauso ChatGPT Codex Max und ChatGPT 5.2 thinking.

Spannend wird es, wenn man die Frage oben ergänzt mit "... Berücksichtige dabei insbesondere, dass diese EASA-Lizenz in Österreich und nicht in Deutschland ausgestellt ist".
Dann kommen auch die ChatGPT 5.x Varianten und deepseek.r1 auf das richtige Ergebnis. Nur Gemini 3 Pro bleibt weiterhin falsch.
An der Antwortzeit merkt man, dass ChatGPT offensichtlich selber auf Grund des Zusatz auf die thinking/research Variante umschaltet und deswegen nicht überraschend zum anderen Ergebnis kommt. bei deepseek müsste man sich das mal anschauen.

P.S.: Alle Anfragen sind jeweils nur mit dem kurzen Prompt in einer frischen POE sandbox gelaufen - meinen üblichen pre-promt hab ich natürlich weggelassen.

20. Januar 2026 09:25 Uhr: Von F. S. an Johannes König Bewertung: +1.00 [1]

Die Idee ist NICHT, bei Unwissenheit die AI zu fragen, den Müll dann ungefiltert hier ins Forum zu pasten und darauf zu hoffen, dass sich irgendwer anders die Mühe macht, dass wieder auseinanderzunehmen...

Ja - das ist leider next level Cunningham's law...

20. Januar 2026 13:16 Uhr: Von P.B. S. an Johannes König

AI ist ein sematisches System zur Mustererkennung, ohne Intelligenz und ohne Logikprüfung.

Um Muster zu erkennnen und auszuwerten, muss es ein Muster geben.

Gesetzeswerke und insbesondere rund um Luftrecht sind völlig ungeeignet, um sie mit einem semantischen Mustererkenner wie einer AI auszuwerten oder zusammenfassen zu können.

20. Januar 2026 13:39 Uhr: Von F. S. an P.B. S.

Abgesehen von der eher philosophischen Frage, ob "Intelligenz" eigentlich etwas anderes ist, als "Mustererkennung" (und wenn ja, was), finde ich Deine Aussage grundätzlich fraglich. Im Gegenteil: Juristische Texte eignen sich in der Regel sogar ziemlich gut für LLMs, da sie vergleichsweise strukturiert sind, relativ standardisierte Sprache verwenden und keine ironischen Verkehrungen verwenden.

Ich glaube im konkreten Fall liegt das Problem vor Allem daran, dass KIs noch ziemlich schlecht darin sind "implicit attenuation" zu erkennen.
Der Kern der Frage ist ja nicht, ob man grundsätzlich fliegen darf, oder was eine EASA-Lizenz ist, sondern, dass die Lizenz in Österreich ausgestellt ist, man aber in Deutschland fliegen will.
Darauf mus man/Frau/KI aber erst mal kommen. Der einzige Hinweis, den es dafür gibt, ist, dass in der Frage vor "EASA-Lizenz" ein Adjektiv steht. Dass dieses adjektiv eigentlich das wichtigste Wort im ganzen Satz ist, erkennt man nur wenn man entweder a) bereits sehr viel Kontextwissen zur Frage hat oder b) von diesem speziellen Menschen weiss, dass er/sie/es schreibfaul ist und deswegen jedes Wort in der Frage - insbesondere solche, die erst unnötig erscheinen - besonders wichtig ist.

Daran scheitern auch ziemlich viele Menschen...

Ein Hinweis darauf, dass dies einer der Gründe ist, liefert der Versuch mit dem erweiterten Prompt, bei dem die implicit attenuation explicit gemacht wurde. Dann kommen zumindest die meisten Modelle auf die richtige Antwort.

20. Januar 2026 14:31 Uhr: Von P.B. S. an F. S.

Das englische "Intelligence" bedeutet eher "Aufklärung" als Intelligenz, es ist ja auch nicht die Central Intelligenz Agency ...


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