| Avionik | GFC700 - Verhalten beim Vertical-Mode-change |
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Lose passend zum ZRH-incident aus dem aktuellen Heft...
G1000 Nxi + GFC700. VPTH-descent aktiv auf dem intermediate approach eines ILS, LOC+GS armed. Noch auf dem Sinkflug (also vor dem Erreichen der intermediate approach altitude) wird der ILS-GS aktiv. In dem Moment wechselt der vertical mode von "VPTH" auf "GS", und aus einem FD-command von -3 deg werden ~ +5 deg, um den von oben einlaufenden GS einzufangen. In dem Fall war das FD-only, aber sehr sicher hätte der AP - wäre er engaged gewesen - in dem Moment auch kräftig gezogen
Dieses Verhalten finde ich zumindest irritierend, und je nach Speed / Powersetting auch nicht ganz ungefährlich.
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Zustimmung!
Macht auch das G3000 sogar im Jet noch so. Ich werde das mal bei Garmin melden.
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ich war vorgestern mit G600TXI und GFC600 unterwegs, da ist das nicht aufgetreten. Wobei ich keinen ILS geflogen bin, sondern einen LNAV+V
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Hat der GFC700 kein full envelope protection System? Nur overspeed protection? Das hört sich schwach an. Damit wäre es wenigstens nicht gefährlich. So ist es ja falsch und gefährlich. 8 Grad Pitch-Änderung um einen ILS zu fangen, der ohnehin "von alleine" kommt, wenn man geradeaus weiterfliegt ist keine programmiertechnische Meisterleistung. Hauptsache bunt und viel touch...
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Die Gretchenfrage ist ja, warum der AP bei aktivem Descent Mode (VPTH in dem Fall) und APP armed den GS schon captured, auch wenn die Nadel noch nicht zentriert ist. LOC war offensichtlich schon captured, sonst hätte er den GS nicht captured.
Wenn du gemütlich auf der Platform Altitude vor dich hin fliegst mit ALT HOLD + APP armed, captured er erst wenn die Nadel zentriert ist. Die Frage ist, ob es (gute) Gründe gibt, dass es bei VPTH anders ist?
Operationell heisst das hier wohl, APP erst zu armen, wenn man auf der Platform Altitude angekommen ist.
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LNAV+V ist ohne Glideslope, da macht er das beschriebene Verhalten nicht wenn ich mich recht erinnere.
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> Operationell heisst das hier wohl, APP erst zu armen, wenn man auf der Platform Altitude angekommen ist.
Ja, leider, weil man es dann jedes 2. Mal vergessen wird und dann den "capture from above fingertrouble Stress" hat ;)
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+V ist doch ein Glideslope (ok: Glidepath), auch wenn er "advisory" ist? Aber der AP koppelt den auch, das ist ja der Witz daran?
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Ich kann mich irren aber ich habe das Verhalten beim Übergang von Vnav ("digital") auf GS ("analog") beobachtet. Von Vnav auf GP nicht.
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Spannend. Bei einem RNP/GPS Approach geht der Navigator ja auch erst ~2 NM vor dem FAP in "Approach Mode" (LPV/LNAV+V/...), vorher gibt es ja keinen GP.
Prinzipiell ist VPTH -> VLOC ja dann auch ein Auto-Switch von GPS zu VLOC. Das sollte wie der Wechsel oben ~2 NM vor dem FAP passieren -- ist das beschriebene Verhalten jeweils an dem Punkt vorgekommen, oder war das noch weiter draussen? Ein ILS-GS ist natürlich "da wenn er da ist"...
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Hmmm gute Frage. Aber die "Ghost needles" sind schon lange vorher da beim RNP...
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Hallo Tobias,
das habe ich auch gelegentlich auf dem ILS25 in Augsburg mit einem G3000. Zwischen IF und FAF beim Sinken von 4000 auf 3500ft per VNAV (Appr Mode gearmed) aktiviert sich der GS und er möchte die Nase hoch nehmen. Seitdem habe ich den Finger immer auf dem CWS Knopf oder mache den letzten descend ohne VNAV.
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Spannend... scheint echt so eingebaut zu sein. Abseits davon: mit nem schnellen Flieger würde ich in Augsburg eh in 4000 auf den GS fliegen, ohne den Stepdown.
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das habe ich auch gelegentlich auf dem ILS25 in Augsburg mit einem G3000
Genau von da war mein obiges Beispiel, und da habe ich das auch gestern nochmal (mit eingeschaltetem AP) reproduziert. Video kann ich später mal anhängen. Pitch geht von -3° auf +12°, dann auf -7°, bis der AP dann nach weiteren kleinamplitudigeren Oszillationen den GS eingefangen hat.
Das Verhalten tritt nur auf, wenn auf dem Final Approach Course (nach dem IF) noch ein Sinkflug vorgesehen ist, der mit VPTH geflogen wird und die NAV Source währenddessen automatisch auf VLOC wechselt. Dann fehlt der VPTH-guidance die Quelle, ALT Hold ist nicht aktiv, und die einzige gültige vertikale Führungsgröße ist der ILS-GS. Das erklärt auch, warum das bei RNAV-Anflügen kein Thema ist.
Augsburg ist einer der wenigen mit bekannten Plätze, bei dem man prozedural erst am FAF/FAP auf der platform altitude ankommt und kein level-off auf dem intermediate approach vorgesehen ist. Sprich: Es gibt gar keine "platform".
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Habe nochmal in alten flysto logs gekramt, da sieht es so aus:
Bild 1 (15:12:14): Green Needles mit LOC aber VPTH noch aktiv (GS müsste da noch armed gewesen sein)
Bild 3 (15:12:15): GS aktiviert sich
Bild 2 (15:12:20): FS kommandiert deutliches Pitch Up
Das war kurz nach Einführung der neuen Prozeduren in EDMA (aus BUREG wurde OFWAN). Unangenehm insbesondere deshalb weil man genau zu dem Zeitpunkt gern den Frequenzwechsel auf Tower bekommt / Konfiguration des Flugzeugs anpasst.
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Danke für die Doku. Wie gesagt, ich würd da in 4000 in den GS fliegen und den Twr-Checkin abhängig von der GS Indication deutlich davor oder danach machen. Bei 2D eh, aber auch bei 3D um zu gucken ob George mich verstanden hat. :)
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Danke für die Tipps! Fliege das Segment jetzt auch etwas langsamer damit der AP den Localizer besser einfängt - sonst pendelt er doch ein paar mal hin- und her. Und bei schlechtem Wetter / Dunkelheit sowieso alles deutlich konservativer.
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ich würd da in 4000 in den GS fliegen
Klar, (u.a.) so kann man das umgehen, wenn einem das Problem bewusst ist. Erfordert dann aber manuelles switching der Nav-source. Was man ohnehin für gute Praxis halten kann :-)
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