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6. Januar 2026 14:07 Uhr: Von M Schumacher an Alexander Kirch Bewertung: +1.00 [1]

Hatten wir schon mehrfach hier....

Gemäss NCO.OP.180 und zugehörigem GM1 ist die Antwort zur Hauptfrage: ja, der FI kann bei solch einem Flug Crew sein, wenn er als Crew definiert wurde. Dabei ist es recht egal ob er PPL-FI oder LAPL-FI ist.
Die vier Bedingungen des GM1 müssen eingehalten sein, genauso muss der Flug 'simulated situations in flight' beinhalten.
Und letzteres lässt sich ja einfach deklarieren zur Luftraumbeobachtung/Funk etc. bei z.B. Airwork unter der Haube, simulierter rauher Motorlauf und abarbeiten Procedures gemäss Notfallcheckliste usw.


NCO.OP.180 Simulated situations in flight
(a) The pilot-in-command shall, when carrying passengers or cargo, not simulate:
(1) situations that require the application of abnormal or emergency procedures; or
(2) flight in instrument meteorological conditions (IMC).
(b) Notwithstanding (a), when training flights are conducted by a training organisation referred to in Article 10a of Commission Regulation (EU) No 1178/2011, such situations may be simulated with student pilots on-board.

GM1.NCO.OP.180 Simulated situations in flight
DESIGNATION OF PERSONS AS CREW MEMBERS
(a) The operator may designate any person as a crew member (including a task specialist) provided that:
(1) the role, according to the reasonable expectation of the operator, will enhance the safety of the flight or achieve an operational objective of the flight;
(2) the person, according to the reasonable expectation of the operator, is capable of fulfilling the role;
(3) the person has been briefed on the role as a crew member and informed that they are crew, not a passenger; and
(4) the person agrees to the role as a crew member.
(b) Crew members are not considered to be passengers.
(c) Crew members may be required, by specific provisions of this Regulation and other Implementing Rules, to hold licences, ratings or other personnel certificates to fulfil certain roles such as instructor, examiner or flight engineer in certain circumstances.

6. Januar 2026 15:02 Uhr: Von F. S. an M Schumacher

Istr damit die 90-Tage-Regel nicht weitgehend akademisch, weil ich jeden Passagier in einer SEP zur "Crew" machen kann, indem ich ihm sage: "Schau raus und sag Bescheid, wenn Du verkehr siehst"?
Niemand wird bezweifeln, dass das die Sicherheit erhöht...

6. Januar 2026 15:16 Uhr: Von Johannes König an M Schumacher Bewertung: +2.00 [2]

Hallo,

die akademischen Verrenkungen, um einen LAPL-FI irgendwie per Handauflegen zum PPL-FI zu upgraden, sind wirklich bemerkenswert :-)

Lassen wir mal den Fakt außen vor, dass, wenn jemand einfach nur 3 Platzrunden in Begleitung fliegen will, wir weder "abnormal procedures" haben, noch zu 100% der Zeit unter der Haube fliegen.

Sagen wir, wir deklarieren die Person auf rechts als "Task Specialist" für z.B. Luftraumbeobachtung oder Funken. Dann wäre er Crew und kein PAX. So far, so good. Für den vorliegenden Fall bringt uns das aber nichts, denn würde diese Person dann bei einem verkorksten Anflug in die Flugsteuerung eingreifen, dann wäre das eine unerlaubte Überschreitung der Pflichten als Task Specialist und damit auch nicht besser, als wenn ein X-beliebiger Passagier in die Flugsteuerung eingreifen würde. Funktioniert also nicht.

Andere Möglichkeit wäre, dass wir die Person auf rechts als "Task Specialist" dann explizit anweisen, bei einem aus dem Rahmen laufenden Flugmanöver in die Flugsteuerung einzugreifen, d.h. unser Task Specialist hat die Erlaubnis, zu entscheiden, wass ein valides und was ein nicht mehr valides Flugmanöver ist, um dann korrigierend einzugreifen. Üblicherweise nennt man so eine Person dann Lehrer oder Ausbilder, und es greift GM1.NCO.OP.180(c):

Crew members may be required, by specific provisions of this Regulation and other Implementing Rules, to hold licences, ratings or other personnel certificates to fulfil certain roles such as instructor, examiner or flight engineer in certain circumstances.

Und damit wären wir wieder am Anfang der Diskussion. Um als "designated instructor" tätig zu werden, brauche ich auch eine entsprechende Lehrberechtigung, die der LAPL-FI nicht hat, wenn neben ihm ein PPLer sitzt.

Leute, dass ist doch so schwer zu kapieren. Ein LAPL-only-FI ist Sub-ICAO, deswegen darf er auch nur bei Sub-ICAO-Lizenzen tätig werden. Und ja, dieser Zustand nervt. Ich hatte das auch 5 Jahre, und bin froh, seit einiger Zeit diese Beschränkung los zu sein.

6. Januar 2026 16:02 Uhr: Von ch ess an Johannes König Bewertung: +5.00 [5]

Wie bekommt man sein Denken eigentlich auf diese Karo-Grösse ?

Klingt nach: Wer etwas nicht will, der findet tausend Gründe, wer etwas will, der findet einen Weg.

Gibts nicht nur hier: Die "beste" Bürokratie wird in Unternehmen, Vereinen, etc selbst entwickelt, durch Selbstbeschränkung bzw engstmögliche Interpretation.

Sehr lehrreich wieder ;-)

6. Januar 2026 16:52 Uhr: Von Ingo Schmittner an Johannes König

die akademischen Verrenkungen, um einen LAPL-FI irgendwie per Handauflegen zum PPL-FI zu upgraden, sind wirklich bemerkenswert :-)

Ist der Handlungszwang eigentlich inzwischen so hoch? Ja, viele neue FI erwerben den LAPL only - aber ich sehe keinen echten Mangel an PPL FI. Oder ist das irgendwie eine regionale Besonderheit?

6. Januar 2026 17:18 Uhr: Von F. S. an Johannes König

Es geht doch gar nicht um das "upgraden" eines LAPL-FI. Ob dieser Mensch einen LAPL-FI oder einen Tauchlehrer-Schein hat, ist nach der Lesart von M. Schumacher egal. Es geht nur darum, das er einen "Task" hat, um damit nicht mehr als "Passenger", sondern als "Crew" zu gelten.

Was passiert, wenn dieser Mensch im Falle eines Notfalls wirklich in die Steuerung eingreift, können Gerichte dann im Zweifellsfall immer noch entscheiden - ist aber ziemlich egal, so lange beide Insassen überlebt haben.

6. Januar 2026 18:59 Uhr: Von M Schumacher an Johannes König Bewertung: +2.00 [2]

Johannes, wenn man einen Hammer hat, sieht halt alles allenfalls wie ein Nagel bzw. ein Forumsmitglied aus, welches Dir LAPL für PPL bzw. einen Safety Pilot verkaufen möchte... wobei mir nix ferner liegt.

Wie schaffst Du es bloss, meinen Beitrag bzw. GM1.NCO.OP.180 so auszulegen ?

F.S.: nein, so simpel ist es nicht, legal die 90-Tage-Regelung zu Umgehen.

Nochmal, nicht einfach nur 'beobachte mal Luftraum' und den Gast illegal mitnehmen ohne gültige 90-Tage-Regelung, dass ist weder die Idee des Gesetzgebers noch meine.

Es geht darum, wo man jmd. dabei hat, der sich in irgendeiner Form auskennt (FI LAPL, FI PPL, PPL-Inhaber) und die angerechnet werden können zur Erfüllung der 90-Tage-Regelung - genau darauf bezog sich die allererste Fragestellung...

Somit jemand zur Crew zu machen, der gewisse Kenntnis hat und '...capable of fulfilling the role...' ist - zum Beispiel dem Piloten unter der Haube mitzuteilen, dass er da ein anderen Flugzeugs erspäht hat oder die Querneigung jetzt doch etwas gross wird und er bitte wieder nach Sicht fliegen soll. Es braucht halt ein paar Punkte inkl. Briefing gemäss GM1 (a) (1) bis (4).

An Euch beide: 'Crew' heisst nicht automatisch, dass jemand eingreifen sollte / müsste / könnte

6. Januar 2026 20:15 Uhr: Von Johannes König an M Schumacher Bewertung: +1.00 [1]

Hallo Mic,

Es geht darum, wo man jmd. dabei hat, der sich in irgendeiner Form auskennt (FI LAPL, FI PPL, PPL-Inhaber) und die angerechnet werden können zur Erfüllung der 90-Tage-Regelung - genau darauf bezog sich die allererste Fragestellung...

Da muss ich dir leider widersprechen, darum ging es nicht in der initialen Fragestellung. Die initiale Fragestellung war, ob ein unerfahrener PPL-Pilot nach längerer Pause auch einen LAPL-FI auf seine ersten 3 Platzrunden mitnehmen darf. Der typische Winterpausen-Checkout-Fall eben.

Ich gebe dir insoweit recht, dass man vermutlich irgendwie einen Task-Specialist-Fall (Luftraumbeobachtung, Funk, whatever) bauen könnte, bei dem der LAPL-FI mit drin sitzen darf. Aber er darf halt dann nicht ins Yoke greifen. Und damit ist der Use-Case für den Piloten relativ gering.

Nehmen wir doch einfach mal an, der Flug findet so statt und der LAPL-FI ist offiziell nur Luftraumbeobachter. Die zweite Landung geht ins Gemüse und der Pilot sieht sich mit der Schadensforderung konfrontiert. Würdest du als LAPL-FI dann wirklich das Risiko eingehen wollen, dass der Pilot nicht "Der Fluglehrer hätte eigentlich eingreifen sollen, bitte klären Sie das mit ihm" sagt?


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