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153 Beiträge Seite 1 von 7

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18. Oktober 2025 11:46 Uhr: Von Chris _____ an Michael Söchtig Bewertung: +12.00 [12]

Strom lässt sich nicht in nennenswerter Menge speichern. Wenn man auch nur den täglichen Verbrauchsswing Deutschlands puffern wollte, bräuchte man bereits die Kapazität von zig Millionen Batterien der Grösse typischer elektrischer Autos.

Für jegliche Diskussion darüber, was man tun und lassen sollte, ist daher die vereinfachende Annahme, dass Strom überhaupt nicht speicherbar ist und daher immer (jede Stunde) genauso erzeugt wie verbraucht werden muss, eine sinnvolle erste Näherung. Hinzu kommt das Transportproblem - Transmission kostet Energie.

Hingegen so zu tun, als wäre Strom ähnlich wie Wasser einfach eine Commodity, die lediglich über den Jahresschnitt irgendwo erzeugt werden müsste und dann passt das schon mit dem Verbrauch, das ist unzulässig vereinfacht - aber leider übliche Propaganda.

Wäre das Speicherproblem nicht da, hätten wir gar kein Energieproblem. Schon lange nicht. Deshalb ist das Speicherproblem nicht eine Nebensache, sondern der zentrale Knackpunkt überhaupt. Und wie gesagt, keine Lösung in Sicht. Also brauchen wir Regelenergie -hierzuland also Gaskraftwerke- erstens weil der Verbrauch schwankt, und zweitens noch mehr weil bei PV und Wind auch die Erzeugung schwankt. Und da der Preis am teuersten Erzeuger fixiert wird -politische Dummheit, andere Berechnungsweisen wären möglich und werden wohl auch kommen- ist unser Strom so teuer.

Soweit mein Verständnis, und ich bin Laie.

18. Oktober 2025 19:10 Uhr: Von Michael Stock an Chris _____ Bewertung: +4.00 [4]

Das ist weitgehend zutreffend.

Der Wortschwall, der zur Rettung der gescheiterten Energie-Ideologien allerorten verbreitet wird, dient nur dazu, die Realität dahinter verschwinden zu lassen. Mit den exponentiell steigenden Problemen, die damit verbunden sind, läßt sich die Fassade aber immer schwerer aufrechterhalten, und wird gegen Ende diesen Jahres vollständig zusammenbrechen.

Zerstörung geht leider immer erheblich schneller als Wiederaufbau. Das Kalkül der Ideologen ist, daß der Vernichtungsfeldzug gegen die Verkehrs- und Energieinfrastruktur (und damit der industriellen Basis Deutschlands) schneller zum gewünschten Ergebnis führt, als er gestoppt werden kann. Warum die Ideologen dieses Ziel zum Schaden aller Deutschen verfolgen, ist unverständlich, und wohl nur mit erheblichen psychischen Deformationen zu erklären. Tatsache ist, daß eine unheilige Allianz aus grünen Ideologen, willfährigen Politikern und Presse/Rundfunk das Ziel der Selbstvernichtung nach Kräften befördert. In ein paar Tagen wird das öffentliche Deutschland wieder die Sprengung des Kernkraftwerks Gundremmingen feiern, ohne den dahinterstehenden Wahnsinn zu erkennen.

Deutschland hat bisher leider immer den vollständigen Untergang gewählt, bevor ein Wiederaufbau stattfinden konnte. Es dürfte auch dieses Mal wieder so laufen, allerdings ohne Hoffnung auf einen Neuanfang. Die Ereignisse der letzten 15 Jahre mit ihren Randerscheinungen, die nicht ohne Konsequenzen öffentlich benannt werden dürfen, haben mittlerweile Fakten geschaffen, die dies verhindern werden. Es ist wirklich entsetzlich. Als Unternehmer im Luftfahrtbereich sind wir schon seit längerer Zeit dabei, alles ins Ausland zu verlagern.

18. Oktober 2025 21:34 Uhr: Von Michael Söchtig an Michael Stock

Deshalb hat Reiche ja durchaus Recht damit dass wir die Gaskraftwerke brauchen. Idealerweise laufen die dann halt nie. Die entsprechenden Speicher gibt es ja schon.

19. Oktober 2025 07:10 Uhr: Von Stefan Jaudas an Michael Söchtig Bewertung: +2.00 [2]

Deshalb hat Reiche ja durchaus Recht damit dass wir die Gaskraftwerke brauchen. Idealerweise laufen die dann halt nie. Die entsprechenden Speicher gibt es ja schon.

Von wegen Gas und Speicher, nach gerade mal 15 Jahren Betrieb wurde z.B. beim Berliner Erdgasspeicher sofort mit dem unumkehrbaren Rückbau begonnen. Nur in Deutschland wird sowas sofort plattgewalzt ... Woanders kommt erst mal ein Vorhängeschloss dran, und alle drei Monate kommt der Hausmeister vorbei und schaut nach dem Rechten.

Gaskraftwerke sind teuer. Kraftwerke die nur teilweise laufen, sind noch teurer. Auch wenn die nicht laufen, die Fixkosten bleiben. Von den Netzen ganz zu schweigen. Dann diese Einschränkung "alle Neubauten müssen H2 können" - das macht die Sache noch teurer und noch langwieriger. Zudem auch das mit dem H2 bis jetzt eine Taube auf einem weit entfernten Dach ist. Wir üben den Fortschritt und das nicht faul, nehmen zwei Schritt auf einmal und fallen aufs Maul ...

Da ist es völlig egal, ob oder dass Wind oder Solar am jeweiligen Windrad oder Paneel "unschlagbar günstig" ist. Man muss irgendwo weiterhin Ersatz- und Stützkapazität vorhalten. Und die Infrastruktur schaffen. Oder sogar erst entsprechende Technologien entwickeln.

Das alles wurde und wird eben nie so wirklich kommuniziert. Und wurde bei der "Kugel Eis" glatt vergessen zu erwähnen. Plötzlich wundern sich alle, wie teuer das wird. Die Titanic ist seinerzeit letzten Endes auch nur an einer Kugel Eis gescheitert. Aber das mit Volldampf voraus, alle anderen, die am 14. April 1912 im Nordatlantik unterwegs waren, hatten ja keinerlei Ahnung ...

Die Fossilen sind endlich, da sind sich alle einig. Nur hilft das dem Industriestandort Deutschland nicht viel, wenn sich der Rest der Welt weiter diese fossile Energie gönnt. Dem Klima im Übrigen auch nicht.

Und noch eine Beobachtung, auf einmal sind das in weiten Teilen der Presse "Reiches (CDU) Gaskraftwerke" - und natürlich sind die plötzlich schlecht und teuer ... seltsam ... war die jüngste Version der Energiewende nicht ein grünes Ampelprojekt? Und das nachhaltige Erdgas auch?

19. Oktober 2025 07:27 Uhr: Von Chris _____ an Michael Söchtig Bewertung: +3.00 [3]

"Die entsprechenden Speicher gibt es ja schon"

Wirklich?

ChatGPT, bitte berechne mir die Batteriekapzität, die man bräuchte, um in ganz Deutschland den täglichen Swing (Lücke zwischen Erzeugung und Verbrauch mit heutigen Daten) batterieseitig zu puffern

Antwort (verkürzt und umformatiert):

Der tägliche Swing zwischen Stromerzeugung und Verbrauch (mittags PV-Überschuss, abends Nachfragespitze) liegt in Deutschland derzeit bei etwa 120–300 GWh.

Um diese Energiemenge batterie­seitig zu puffern, wären Investitionen von rund 60–150 Milliarden Euro nötig (bei grob 500 €/kWh schlüsselfertigen Systemkosten).

Die installierte Batteriespeicher-Kapazität liegt aktuell nur bei etwa 20 GWh, also rund ein Zehntel dessen, was für den täglichen Ausgleich erforderlich wäre.

Wichtig: Diese Rechnung betrifft nur den Tag-Nacht-Ausgleich.

Mehrtägige Wind- oder Dunkelflauten sind darin nicht enthalten und erfordern deutlich größere (Langzeit-)Speicher oder alternative Lösungen.

Hinweis von meiner Seite: um die Versorgung sicherzustellen, also an jedem Tag den Swing zu puffern, muss man von den genannten Bereichen jeweils das Maximum annehmen. Also 150 Milliarden Euro Investition benötigt, davon bisher nur 10 Milliarden geleistet, und das würde zwar den täglichen Swing bedienen, aber mehrtägige Dunkelflauten noch nicht abdecken.

Ich finde Berichterstattung über unsere Energieversorgung unseriös, wenn sie dieses Problem verschweigt. Und genau das geschieht seit Jahren. So intensiv übrigens, dass selbst Physiker Kollegen sich der eigentlichen Problematik häufig nicht bewusst sind. Stattdessen freut man sich über Balkonkraftwerke und die lokale Windmühle.

Und das in einem (Möchtegern-)führenden Industrieland.

19. Oktober 2025 10:01 Uhr: Von Manni Fold an Chris _____

ingegen so zu tun, als wäre Strom ähnlich wie Wasser einfach eine Commodity,

genauso wird es aber gehandhabt. https://bricklebrit.com/stromboerse_leipzig.html

19. Oktober 2025 11:38 Uhr: Von ch ess an Manni Fold

Koennte daran liegen, das Strom das perfekte Commodity ist.

Eine Einheit kWh / MWh ist (am definierten Ort / zur definierten Zeit) voellig indifferent zur naechste kWh / MWh.

Zeit / Ort spielen bei allen Commodities eine wichtige Rolle, definieren aber nicht die Commodity. Selbiges gilt fuer die Lagerfaehigkeit.

Das Problem beim Strom ist die Lieferkette, die zusammenbrechen kann bei Angebots/Nachfrage-Ungleichgewicht (statt nur ungedeckter individueller Nachfrage)

19. Oktober 2025 11:44 Uhr: Von Frank Ulbricht an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

Hallo


habe auch mal ChatGPT gefragt, kommt bei mir im Worst Case auf 57Mrd € (1 Hinkley Point)

ChatGPT, bitte berechne mir die Batteriekapzität, die man bräuchte, um in ganz Deutschland den täglichen Swing (Lücke zwischen Erzeugung und Verbrauch mit heutigen Daten) batterieseitig zu puffern. Berechne auch die Kosten fehlende Kapazität zu errichten.


Alles klar — ich rechne das mit heutigen, öffentlich verfügbaren Größenordnungen einmal sauber durch und zeige dir eine belastbare Spannbreite.

Annahmen & Methode (knapp)

  • „Täglicher Swing“ ≈ Differenz zwischen Tages-Minimum und Tages-Maximum der Netzlast/Residuallast. In DE liegen typische Tagesamplituden heute grob bei 25–30 GW (werktags / PV-stark), an stressigen Wintertagen auch 40–50 GW (Spitzen bis ~87 GW sind dokumentiert).
  • Um diesen Swing vollständig batterieseitig zu glätten, reicht es, die Energie über den Tag zu verschieben. Nimmt man den Tagesgang als sinusförmig an, ergibt sich die nötige Energiespeicherkapazität zu:
    E_req ≈ (12/π) · ΔP  [GWh]
    (ΔP = Tages-Leistungsswing in GW). Das ist die Fläche oberhalb/unterhalb des Tagesmittels.
  • Wirkungsgrad: Li-Ion BESS ~90 % round-trip → +11 % Energiebedarf. (NREL 2025 Update und IEA als Referenz für typische Systemdaten/Kostenrahmen.)
  • Bestehende nutzbare Batteriekapazität in DE (2025): ca. 22 GWh (überwiegend Heimspeicher; Utility-Scale ~2 GW Leistung).
  • Kostenansatz (Utility-Scale, „turn-key“ 2–4 h Systeme 2024/25 EU/US-Rahmen): 200–300 €/kWh (Bandbreite aus NREL-Systemkosten & aktuellen Markt-/Branchenangaben; Packpreise lt. IEA < $140/kWh sind niedriger als Systempreise).

Ergebnisse

1) Typischer Werktag (ΔP =

25 GW

)

  • Reine Energiemenge: E ≈ (12/π)·25 = 95.5 GWh
  • Mit 90 % η: 106 GWh
  • Abzüglich vorhandener ~22 GWh → fehlend ~84 GWh

Kosten fehlende Kapazität

  • 200 €/kWh → ~16.8 Mrd €
  • 250 €/kWh → ~21.0 Mrd €
  • 300 €/kWh → ~25.2 Mrd €

2) PV-starker Werktag (ΔP =

30 GW

)

  • Mit η: ~127 GWh → fehlend ~105 GWh

Kosten: ~21.0 / 26.3 / 31.6 Mrd € (bei 200/250/300 €/kWh)

3) Winter-hoher Swing (ΔP =

40 GW

)

  • Mit η: ~170 GWh → fehlend ~148 GWh

Kosten: ~29.5 / 36.9 / 44.3 Mrd € (bei 200/250/300 €/kWh)

4) Extremfall (ΔP =

50 GW

)

  • Mit η: ~212 GWh → fehlend ~190 GWh

Kosten: ~38.0 / 47.5 / 57.0 Mrd € (bei 200/250/300 €/kWh)

Einordnung / Plausibilität

  • Die hergeleiteten Energiespeicherbedarfe liegen im niedrigen dreistelligen GWh-Bereich für einen Tagesausgleich. Das passt zur heutigen Lastlage (mittlere Last ~50 GW; dokumentierte Spitzenlast 2025 ~87 GW) und zum starken Tagesgang durch PV.
  • Der heute bereits installierte Batteriespeicher (v. a. verteilt) von rund 22 GWh deckt also ~10–20 % eines vollständigen Tages-Swing-Ausgleichs (je nach Tag).
  • Kostenband: Systempreise variieren stark nach Dauer/Größe/Netzanschluss; der 200–300 €/kWh-Korridor ist für Utility-Scale 2024/25 als konservativ-realistisch anzusehen; darunterliegende Packpreise (IEA ~140 $/kWh 2023) erklären, warum Großanlagen in Europa heute typischerweise noch deutlich > 150 €/kWh „all-in“ kosten.

Kurzformel (für deine weitere Nutzung)

E_req,η ≈ 3.819 · ΔP / η  [GWh]

(mit η = round-trip-Wirkungsgrad, z. B. 0.9)

Beispiel: ΔP=30 GW → 3.819·30/0.9 ≈ 127 GWh.

Quellen

  • BNetzA Systemstabilitätsbericht 2025 (Last ~58 GW, Spitzenlast ~87 GW) – Kontext Tagesamplituden.
  • ESS-News zu DE-Batteriespeichern 2025 (22.1 GWh nutzbar, ~2 GW Utility-Scale Leistung).
  • NREL (2025 Update): Kosten/Leistungsdaten für Utility-Scale Li-Ion (4h) & Effizienzen.
  • IEA: Batterie-Packpreise 2023 < 140 $/kWh (Kontext System- vs. Packkosten).

19. Oktober 2025 11:57 Uhr: Von Chris _____ an Manni Fold

Die Stromböerse Leipzig handelt den Strom für jede Stunde des nächsten Tages getrennt.

Mir ist keine andere Commodity bekannt, die derart gehandelt wird. Die Ursache hierfür ist die fehlende Speicherbarkeit.

Dein Einwand ist also keiner.

19. Oktober 2025 12:43 Uhr: Von ingo fuhrmeister an Chris _____ Bewertung: +1.00 [1]

ok - eure antworten sind toll...aaaber:

diese ganze formelsammlung...zeigt ja nur den status quo meines erachtens, was täglich benötigt wird - oder liege ich da falsch?

was ist mit dem ausbau der ladestationen...was ist mit industriebedarf..zb stahlproduction und andere stromintensive industrien? was ist mit rechenzentren, wie angesprochen, was ist mit weiterentwicklung der industrie, wissenschaft und meinetwegen KI?

was ist mit halbleiterfabriken...wie flintenuschi mal sagte...wir sollten diese wieder in europa machen...intel hat ja schon in magdeburg abgewunken...wegen fehlender energie...

man muß einer volkswirtschaft genug energie zur verfügung stellen, damit diese sich weiterentwickelt - administrativ, productiv und innovativ. da kann man nicht sagen...wir sind ein energiewendeland...und verzichten auf nuclearenergie komplett...kein gas und öl mehr....da läuft gewaltig was schief durch diese halbaffen an der regierung der letzten 8 jahre...oder mehr

19. Oktober 2025 13:12 Uhr: Von Chris _____ an ingo fuhrmeister

Ingo: vollkommen richtig. Die Pufferung des täglichen Swings ist bereits sehr sehr teuer und bisher praktisch gar nicht umgesetzt - und reicht bei weitem nicht aus!

19. Oktober 2025 13:14 Uhr: Von Chris _____ an Frank Ulbricht

Danke Frank. Dein "Worst Case" ist aber kein worst case, denn auch dieser puffert nur den Intraday-(!)-Swing der heutigen (!) Lücke zwischen Erzeugung und Verbrauch.

Und selbst das ist schon sehr teuer und bisher so gut wie nicht umgesetzt.

Aus meiner Sicht hätte man zuerst dieses Problem lösen müssen - und komplett umsetzen - und dann erst die Nukes abschalten.

Übrignes rechnet ChatGPT bei dir mit 300 EUR/kWh Batteriekapazität, bei mir hat er noch 500 EUR angenommen. Was ist richtig? Wer den Preis seiner EV-Batterie herabzieht (zB 8000 EUR für 50 kWh), der mag einwenden, dass beide Zahlen zu hoch wären. stimmt aber nicht, denn für Utility-Nutzung werden 20 Jahre Laufzeit mit einem kompletten Ladezyklus täglich vorausgesetzt - drunter fangen die nicht an - und heutige EV-Batterien schaffen das nicht. Daher halte ich die 500 EUR- Zahl für passender.

20. Oktober 2025 08:29 Uhr: Von Manni Fold an Chris _____

Dein Einwand ist also keiner.

War auch nicht als Einwand gemeint. Commodities sind Werte, welche einen vollkommenen, also nicht ausarbitrierbaren Preis haben. Ihr Wert aus " der Kasse" resultiert nur vom cost-of-carry, vulgo Lagerkosten uns Zinsen. Bei Strom scheint es noch eine zusätzliche Vola zu geben.

21. Oktober 2025 23:35 Uhr: Von Michael Stock an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

So ist es. Und nebenbei wird die völlig irrsinnige Selbstzerstörung unseres Heimatlandes als Abrißparty inszeniert. Ich vermag nicht mehr zu erkennen, wie eine Rettung noch ausschauen könnte :-(



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Gundremmingen.jpg

22. Oktober 2025 07:14 Uhr: Von Wolfgang Oestreich an Michael Stock Bewertung: +6.00 [6]

Nun ja, diese Sprengung der Kühltürme ist ja nur der (spektakuläre) Auftakt zum langen Prozess des Rückbaus und der Entsorgung. Wie das Ganze aussieht, kann man ganz gut am Beispiel des 1974 in Betrieb gegangenen, 1990 stillegelgten und 1995 endgültig außer Betrieb genommenen ehemaligen KKW Greifswald (Lubmin) sehen. Abgesehen davon, dass die Kosten (ohne Endlagerung) bei inzwischen 10 Mrd. € liegen, wird sich der Rückbau wohl noch weit über das anvisierte Jahr 2028 hinausziehen.

Also schlappe 35-50 Jahre Rückbau.

Ich kann mich natürlich irren, finde es aber faszinierend, dass diejenigen, die beklagen, dass es zu wenig Innovation in Deutschland gibt, so hartnäckige Verfechter von bedenklicher Energiegewinnung sind. Andere Länder machen da einfach pragmatisch weiter. Wobei es nicht einer gewissen Ironie entbehrt, dass Moss Landing gerade auf dem Gelände eines ehemaligen Gaskraftwerkes entsteht.

Hier mal eine schnelle Suche:

Die größten Batteriespeicher der Welt sind die Moss Landing Energy Storage Facility in Kalifornien, USA, mit einer Spitzenleistung von 750 MW und einer Kapazität von 3000 MWh, sowie die in China entstehenden Großspeicher wie der mit einer Kapazität von 16 GWh (16.000 MWh). Ein weiterer großer Speicher ist das Manatee Energy Storage Center in den USA mit 900 MWh Kapazität und 409 MW Leistung.

  • Moss Landing Energy Storage Facility (USA):Leistung: 750 MW
    Kapazität: 3000 MWh
    Standort: Monterey County, Kalifornien
    Besonderheit: Einer der Größten der Welt befindet sich auf dem Gelände eines stillgelegten Gaskraftwerks.
  • Manatee Energy Storage Center (USA):Leistung: 409 MW
    Kapazität: 900 MWh
    Standort: Florida, USA
  • Speicher in China:Ein Speicher mit 16 GWh (16.000 MWh) Kapazität wird in China gebaut.
    Die größte bestehende Redox-Flow-Batterie der Welt steht in China mit einer Kapazität von 400 MWh und einer Leistung von 100 MW.
  • Andere Projekte:
    • In der Schweiz entsteht die largest battery in Europe, die auf einer Redox-Flow-Technologie basieren wird.
    • Das Sonoran Solar Energy Center (USA) hat eine Kapazität von 1000 MWh.

Dass es einen europaweiten Handel und Transfer von Energie je nach Bedarf und Verfügbarkeit gibt, ist dabei durchaus gewollt. Dazu muss man natürlich die regionale oder nationale Denkblase verlassen.

Und im Einzelnen kann man durchaus auch selbst etwas tun.

Bei mir: 20 kWp PV-Anlage mit 14,4 kW LiFePo4-Speicher.

  • Verbrauch des Haushalts in 2025 bis heute 5.200 kWh
  • PV-Energiegewinnung bis heute 11.500 kWh
  • Eigenverbrauch - 4.900 kWh
  • Netzbezug - 300 kWh
  • Autarkie - 95%
  • Einspeisung 6.600 kWh. (hier kann ein E-Auto den Wert veringern helfen, sind ca. 30.000 km im Jahr)

Dabei wird mit Luft-Luft-Wärmepumpe (a.k.a Klimaanlage) geheizt und gekühlt. Die Gasheizung kommt nur in den Monaten November bis Februar sozusagen für die Grundlast zum Einsatz. Warmwasser elektrisch mit Durchlauferhitzern, ist in o.g. Werten enthalten.

Nur mal so.



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KostenKKWLubmin.jpg

22. Oktober 2025 07:44 Uhr: Von Markus S. an Michael Stock Bewertung: +2.00 [2]

Während Microsoft alte vermutlich technologisch schlechtere Kraftwerke zum Betrieb ihrer Großrechenzentren und Supercomputer für KI wieder ans Netz bringt, feiert man bei uns eben eine Grüne Abrissparty und freut sich wie ein Rumpelstilzchen. In ein paar Jahren, wundert man sich dann, wenn man technologisch komplett zurück geblieben ist. Aufholen lässt sich das nicht mehr so einfach, wie zerstören geht. Ich befürchte, der Zug ist bald weg.

22. Oktober 2025 09:58 Uhr: Von Michael Söchtig an Markus S. Bewertung: +1.00 [1]

Milliardenkosten gibt es auch bei uns, ich sage nur THTR Uentrop. Ich fliege mit der Cessna regelmäßig drüber.

22. Oktober 2025 11:48 Uhr: Von ingo fuhrmeister an Michael Söchtig

Ist üntrop nuke oder kohle kw?

22. Oktober 2025 13:29 Uhr: Von Michael Söchtig an ingo fuhrmeister Bewertung: +1.00 [1]

Beides. Es gibt zwei Kohleblöcke, beide stillgelegt (und früher ein älterer Kohleblock). In Betrieb ist ein Batteriespeicher und ggf. könnte der Standort auch für einen GuD bzw. H2 Block geeignet sein.

Der THTR ist ein stillgelegtes Kraftwerk, der Kühlturm wurde schon 1991 gesprengt, aber das Kraftwerk wird nicht durch RWE sondern eine separate, jetzt insolvente Betreibergesellschaft betrieben bzw. nicht betrieben, in Betrieb war es nur recht wenige Betriebsstunden, jetzt ist es im sicheren Einschluss, der Rückbau steht noch aus.

22. Oktober 2025 14:53 Uhr: Von Chris _____ an Wolfgang Oestreich

Wolfgang, du zuerst da Leistungs- und Kapazitätsdaten aus anderen Ländern. Nur ist die Energiespeichersituation in Deutschland heute nunmal wie beschrieben. Das ist einFakt, keine Meinung. Klar könnte man das ändern, nur braucht es halt schon für das Puffern des Intraday-Swings heute eine Investition von der Größenordnung 100 Mrd. Und selbst das macht man nicht, und sogar wenn man es tun würde, würde das Problem nicht lösen.

Da kann man sich noch so sehr über Einspeisevergütung und Balkonkraftwerke freuen. Das Vorstehende ist leider Tatsache.

22. Oktober 2025 15:10 Uhr: Von Michael Söchtig an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

Energie: Deutschland gibt 69 Milliarden Euro für fossile Brennstoffe aus - DER SPIEGEL

https://www.spiegel.de/wirtschaft/energie-deutschland-gibt-69-milliarden-euro-fuer-fossile-brennstoffe-aus-a-2c52f9a8-97e4-4f17-aee9-9e5aac76a24f

Nur mal als Beispiel, sind 700 Milliarden in 10 Jahren für Öl und Gas. Wenn es mal wieder heißt die Energiewende wäre teuer (stimmt, aber man spart sich auch was dabei).

22. Oktober 2025 15:18 Uhr: Von Markus S. an Michael Söchtig

Ich verweise auf deine bisherigen Posts und dem Ruf nach Gaskraftwerken. Schon vergessen?

22. Oktober 2025 15:40 Uhr: Von Michael Söchtig an Markus S. Bewertung: +3.00 [3]

Diese Kraftwerke sind nötig, idealerweise ist es aber eben gerade Sinn der Sache, dass sie nicht laufen (und mittelfristig mit Wasserstoff - übrigens ist genau das geplant). Die insofern entstehenden Kapital und Betriebskosten für Speicherung, Bereithaltung und erforderlichenfalls Hochfahren muss man dann halt umlegen. Wie man das volkswirtschaftlich am effizientesten macht - darüber mag es verschiedene Wege geben.

Fakt is aber - an den 300 Tagen an denen wir zukünftig genug Wind und Sonne haben werden und sollen die Dinger dann nicht laufen sondern rumstehen. An den anderen 65 laufen sie dann halt. Mit dem Wasserstoff, der an den 300 Tagen produziert wurde.

22. Oktober 2025 16:37 Uhr: Von Michael Söchtig an Manni Fold Bewertung: +1.00 [1]

Hier sieht man Vergangenheit und Zukunft:

Anstelle des alten Kohleblocks wird ein neuer GuD H2 Ready Gasblock geplant.

RWE plant wasserstofffähiges Gaskraftwerk in Werne

https://www.rwe.com/presse/rwe-generation/2024-05-29-rwe-plant-wasserstofffaehiges-gaskraftwerk-in-werne/

Wahrscheinlich werdet ihr noch in 50 Jahren sagen dass das alles nicht geht, die Energiewirtschaft ist mittlerweile schon weiter und baut einfach.




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22. Oktober 2025 16:37 Uhr: Von Michael Stock an Wolfgang Oestreich Bewertung: +2.00 [2]

"Wie das Ganze aussieht, kann man ganz gut am Beispiel des 1974 in Betrieb gegangenen, 1990 stillegelgten und 1995 endgültig außer Betrieb genommenen ehemaligen KKW Greifswald (Lubmin) sehen. Abgesehen davon, dass die Kosten (ohne Endlagerung) bei inzwischen 10 Mrd. € liegen, wird sich der Rückbau wohl noch weit über das anvisierte Jahr 2028 hinausziehen."

Man könnte auch mal die Frage stellen, warum das Kernkraftwerk Greifswald nicht modernisiert, sondern abgerissen wird? Einer der damaligen Ingenieure aus diesem Kraftwerk hat die "Energiewende" mal faktenbasiert angeschaut:

https://www.achgut.com/artikel/unbegrenzte_luegenenergie

"Ich kann mich natürlich irren, finde es aber faszinierend, dass diejenigen, die beklagen, dass es zu wenig Innovation in Deutschland gibt, so hartnäckige Verfechter von bedenklicher Energiegewinnung sind."

Siehe Anhang.

"Andere Länder machen da einfach pragmatisch weiter."

Richtig:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/

"Die größten Batteriespeicher der Welt sind die Moss Landing Energy Storage Facility in Kalifornien, USA, mit einer Spitzenleistung von 750 MW und einer Kapazität von 3000 MWh"

https://www.latimes.com/california/story/2025-01-16/moss-landing-power-plant-fire-spurs-evacuations-in-monterey-county

"Dass es einen europaweiten Handel und Transfer von Energie je nach Bedarf und Verfügbarkeit gibt, ist dabei durchaus gewollt. Dazu muss man natürlich die regionale oder nationale Denkblase verlassen."

„Erneuerbare Energien“ sind das perpetuum mobile für Intelligenzbefreite. Weil die Strompreise formal so niedrig sind, werden Unsummen an Subventionen fällig. Der Steuerzahler ist gleichzeitig Stromabnehmer. Er zahlt jetzt also einerseits den weltweit teuersten Strom, und zusätzlich werden noch hohe Milliardensummen an die Subventionsabgreifer ausgeschüttet, die ihm vom Nettolohn abgezogen werden. Was er dafür bekommt, ist zeitweise die vollständige Abhängigkeit von französischem Atomstrom und polnischen Kohlestrom, der den Zusammenbruch unseres Stromnetzes verhindern soll.

Willkommen in der Realität. Nur mal so.



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