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17. Oktober 2025 23:20 Uhr: Von Sven Walter an Michael Söchtig Bewertung: +1.00 [1]

Weitestgehende Zustimmung. Wobei mich da immer wieder irritiert, wie selbst bei den tief hängenden Früchen von allen äußeren Enden jenseits des pragmatischen Spektrums da Störfeuer kommt. Einige Punkte nennst du ja selbst.

Vielleicht ist es aber auch Realitätsverweigerung wenn die Luftfahrtbranche ernsthaft glaubt sie müsste einfach gar nichts machen.

Ich glaube, das liegt teilweise an der Internationalität der Branche. Wenn jetzt sagen wir die Neuseeländer und Australier darauf einigen würden, dass zwischen ihren beiden Ländern nur noch mit SAF geflogen werden darf, hat das keine wirklich messbaren Außenwirkungen für die beteiligten Fluglinien. Will da Europa vorpreschen, schadet es dann AF/ KLM, BA mit Spananiern und Lufthanseaten gegenüber den drei Großen aus den USA, Emirates, Turkish usw. Das macht es komplexer.

Jetzt habe ich insgesamt 5 Jahre in Hamburg gelebt und war auch erst diese Woche wieder paar Tage da. Es gibt wohl außer München keinen Ort in Deutschland der so modern und wohlhabend sein dürfte. Gleichzeitig erfolgt die Fernwärme immer noch über das Kraftwerk Wedel und fast kein Haus hat PV auf dem Dach. Eine große Flusswasserwärmepumpe und mehr PV sind nur zwei Beispiele für Low Hanging Fruits die man ohne großen Aufwand ernten kann. Mir kann keiner erzählen dass das nicht möglich ist.

Bei der Dekarbonisierung (Wedel ersetzen etc.) sind sie schon dabei, bei der PV gebe ich dir recht. Wobei da Verkehrs- und Wärmewende deutlich wichtiger sind, denn Windstrom kann HH ganz üppig übernehmen ;-). Im Gegensatz zum Söderamtssitz.

Auch beim Verkehr ist viel möglich: Ich war mit dem Auto da und hatte mein Faltrad dabei - Fakt ist wer in der Stadt lebt braucht praktisch kein Auto - und was nicht fährt stößt kein CO2 aus.

Du hast aber nicht reingependelt in die Stadt? Ich bin Baujahr '74, Kieler, und den sinnfreien Ausbau des Elbtunnels konnte ich Jahrzehnt für Jahrzehnt angucken. Den untragbaren Dauerstau haben die nie so konsequent angegangen, wie das Verkehrsplaner aus NL, DK und der CH gemacht hätten. Wie du schon oben schriebst, tief hängende Früchte, aber leider sehr uninspiriert und ideologisch zerredet und vertagt, viel zu oft. Wobei man da an so einem krassen Beispiel wie Paris sehen kann, dass da noch am schnellsten was reformiert werden kann.

Aurubis, Trimet und der Hafen sind sicherlich schwer zu dekarbonisieren. Möglich ist aber auch da sehr viel mehr als man denkt.

Tja und da denke ich, dass das gar nicht mal die primäre Verantwortung eines Stadtstaates sein sollte bei der bundesweiten Bedeutung von Primärrohstoffen, einem unfassbar wichtigen Seehafen etc. Soll die Stadt mal zuerst alle Busse, Fähren, Regionalzüge elektrifizieren, Taxis kommen ja schon mWn, aber das ist so der Punkte, wo die Freitagszukunftler ein wenig überreißen im Machbaren.

Wo ist eigentlich der Glauben an die Zukunft hin? Einfach mal anpacken und machen. Die Chinesen überholen uns eh schon gnadenlos.

Jepp, und leider siehst du auch im Fred hier, wie Propaganda langfristig gewirkt hat.

Kopenhagen ist an der Klimaneutralität 2025 gescheitert, aber - 2025!!! Nicht 2040, '45 oder '50. Aber selbst bei den tief hängenden Früchten gilt dann für viele "nach mir die Sintflut". Als ob uns das schaden würde, nicht zu 100% bei der Steinkohle, 98% beim Erdöl und 95% beim Erdgas von Importen abzuhängen.

19. Oktober 2025 12:43 Uhr: Von ta Beiw an Sven Walter

"Kopenhagen ist an der Klimaneutralität 2025 gescheitert, aber - 2025!!!"

Auf jeden Fall sind sie im Marketing sehr lautstark. Nahezu 100% der Heizwärme kommt aus Müllverbrennung und Biomasse, Spitzenlast durch Gas. Dunkelflauten damit weitgehend irrelevant. Als wie nachhaltig kann ein so hoher Anteil an Biomasse angesehen werden? Nahezu 50% der Einsparungen in Kopenhagen sollen daraus resultieren (der große andere Anteil weitgehend aus Windstrom).Da hat sich eine Stadt lokal optimiert und steht scheinbar gut da. Aus meiner Sicht sind die sehr viel weiter von ihrem Ziel entfernt als ihre Behauptungen.

Wenn du Kopenhagen kennst ist dir auch der Gebäudebestand bekannt. Hat seinen Grund warum Vorlauftperaturen im Fernwärmenetz meist bei 75 Grad liegen.

Als wir hier in DE die akute Gasnotlage hatten mit absurden Preisen habe ich bei um die Null Grad in Kopenhagen draußen gesessen im Restaurant. Mit Decke und natürlich eigenem Gasheizstrahler....

Toll.

22. Oktober 2025 18:32 Uhr: Von Sven Walter an ta Beiw Bewertung: +2.00 [2]

"Kopenhagen ist an der Klimaneutralität 2025 gescheitert, aber - 2025!!!"

Auf jeden Fall sind sie im Marketing sehr lautstark. Nahezu 100% der Heizwärme kommt aus Müllverbrennung und Biomasse, Spitzenlast durch Gas. Dunkelflauten damit weitgehend irrelevant. Als wie nachhaltig kann ein so hoher Anteil an Biomasse angesehen werden? Nahezu 50% der Einsparungen in Kopenhagen sollen daraus resultieren (der große andere Anteil weitgehend aus Windstrom).Da hat sich eine Stadt lokal optimiert und steht scheinbar gut da. Aus meiner Sicht sind die sehr viel weiter von ihrem Ziel entfernt als ihre Behauptungen.

Auf dem Müllheizwerk kann man immerhin mit bester Ostseesicht Skifoann. Man arbeitet halt mit dem, was man hat, und ist uns Jahrzehnte voraus, auch beim Thema Verkehrswende und Schwammstadt. Heißt ja nicht, dass ich deren Scheitern an 2025 als Scheitern begreife, sondern dass die sich was vorgenommen haben und am Finetuning sind, während wir Jahrzehnte hinterherhängen. Wenn die heute Biomasse aus sagen wir Schweden und dem Baltikum einsetzen, aber dank planmäßiger Windstromüberschüsse nach und nach auch Großwärmepumpen wie in Esbjerg installieren, sind sie zumindest auf dem richtigen Weg deutlich weiter. Da kann man jetzt rummäkeln, womöglich auch zu recht, aber dann gucke ich mir unsere Braunkohlegruben, Debatten in Presse und dem Forum hier an und stelle fest, dass Malte in Dänemark FoB plus PCL (Landebahnbefeuerung per Funk) hat, während wir um sowas Jahrzehnte kämpfen müssen. Pragmatisch alles verbessern und statt 2025 dann 2027 erreichen, so what. Bei der Dimension der Aufgabe ist das fast ein Rundungsfehler.

Wenn du Kopenhagen kennst ist dir auch der Gebäudebestand bekannt. Hat seinen Grund warum Vorlauftperaturen im Fernwärmenetz meist bei 75 Grad liegen.

Ja, weil die Stadt historisch gewachsen ist und sowas nicht über Nacht optimiert wird. Rothenburg ob der Tauber wäre auch aufwändiger zu sanieren als ein Plattenbau in Thüringen oder Duisburg.

Als wir hier in DE die akute Gasnotlage hatten mit absurden Preisen habe ich bei um die Null Grad in Kopenhagen draußen gesessen im Restaurant. Mit Decke und natürlich eigenem Gasheizstrahler....

Ja, Verschwendung. Aber hochgerechnet auf eine Großstadt auch wieder ein Rundungsfehler. Und in Berlin hätte es die Heizstrahler für die Latte-Macchiato-Fraktion in Prenzlberg auch gegeben, nur mit einem Fernwärmenetz, was Kopenhagen vermutlich 30 Jahre hinterherhinkt.

Toll.


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