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28. Juli 2010: Von Sabine Behrle an Thore L.
Schade...

Aber ein Ansatz, der mindestens so deutsch ist wie die Flugleiterpflicht.

Nichts für ungut, muss jeder selbst wissen, wie er durchs Leben geht.
28. Juli 2010: Von M Schnell an Sabine Behrle
Hallo,

Ich bin mir nicht sicher auf was sie abgezielt haben mit dem "Ansatz" aber ich bin der Meinung das den Weg der hier eingeschlagen wurde, ggf wirklich eine Signalwirkung auf unser Verkorkstes "System" haben könnte und hoffentlich auch zu einem Umdenken seitens der Behörden führt.
Denn und da geben sie mir hoffentlich recht, ist das eigendliche Kernproblem der § Jungle und das es für Piloten keine Möglichkeit gibt sich über die Plätze welche er anfliegen will ein Umfassendes Bild zu machen.
Die Angaben in der AIP und im Taschenkalender sind zwar zum anfliegen ausreichend, allerdings steht dort nirgens etwas darüber was an dem Platz sonst noch alles erlaubt oder verboten ist (ich rede vom Inhalt der Betriebsgenehmigung)
oder ob der "Mensch am Funk" nur den Platzhalter vertritt oder aber amtlich bestellt wurde...die Gebühren (bzw das Landeendgeld) findet man auch nirgens veröffentlicht ebensowenig ob der Platz unter die Landeplatz Lärmschutzverordnung fällt (Amtlich) oder nicht...

Dieses chaos muß man endlich mal abschaffen..ebenso wie diese unsägliche Flugleiterei auf unkontrollierten Plätzen..
Es nervt einfach und fördert zudem die Betriebsblindheit..

Mfg: Sf23
29. Juli 2010: Von Walter Pohl an Sabine Behrle
Dass es ohne den "deutschen Ansatz" in der BRD manchmal nicht geht, liegt vor allem an den Deutschen. Dafür gibts ja dann auch separatistische Parteien wie z.B. die Bayernpartei, die zumindest ihre eigene Landsmannschaft oder Bundesland vor dem deutschen Wesen in Sicherheit bringen und zum eigenständigen Mitglied im Brüsseler Club machen möchten. Zum deutschen Ansatz gehört auch untrennbar, daß Berliner Zentralregierung und Behörden immer so lange recht haben, bis ihre Gesetze und Anordnungen vom Bundesverfassungsgericht kassiert (oder auch nicht kassiert, siehe ZÜP = Zentrale Überwachungs Prozedur)werden.

Aus Sicht des gemeinen Bayern ist jeder "anarchische Ansatz" in der nördlich von uns gelegenen Verschuldungsrepublik nicht nur zulässig, sondern sogar dringend geboten, besonders dann, wenn er in Übereinstimmung mit rechtsstaatlichen Normen erfolgt. Während sich die meisten Deutschen nämlich akribisch an die Gesetze ihres Landes halten, haben ausgerechnet deren Regierende und Behörden traditionell ein Problem damit, ihre Kompetenzen richtig einzuschätzen.

Mit besten Grüßen in die gleichnamige Republik
Banane###-MYBR-###
29. Juli 2010: Von Stefan Kondorffer an Walter Pohl
...und der "gemeine" Bayer würde immer noch ausschliesslich Rüben stecken, wenn die nördlich gelegene Verschuldungsrepublik nicht von 1950 - 1989 via Länderfinanzausgleich zu ein bisschen mehr Kommodität beim Granteln verholfen hätte. Da Ihr also erst seit 21 Jahren an uns Saupreussen blecht, nachdem Ihr 39 Jahre lang die Hand aufgehalten habt, denke ich, dass etwas mehr Demut zumindest bis sagen wir 2020 angebracht wäre. ;)
29. Juli 2010: Von Walter Pohl an Stefan Kondorffer
HabedieEhre Herr Korndoerffer,

da haben Sie aber Glück gehabt, daß Sie mit mir an ein besonders friedliebendes Exemplar des Homo Bavaricus geraten sind. Ihre Bemerkung zum Rübenstecken könnte nämlich, zu passender Tageszeit und nach entsprechendem vorangegangenen Bierkonsum, in machem bayerischen Wirtshaus dazu führen, dass Ihnen selbige in jene Körperöffnung gesteckt wird, wo sie sie (die Rübe) ganz gewiß nicht stecken haben möchten. Woraufhin Sie mit steckender Rübe aus jenselbigem Wirtshaus hinaus- und in die kalte Nacht befördert werden ... unentgeltlich.

Kommen wir zu Appetitlicherem: Die Sache mit dem Länderfinanzausgleich finden Sie bei Wiki. Das mit dem inflationsbereinigten Saldo von 20 Milliarden zu unseren Gunsten tut mir aufrichtig leid. Sie haben vergessen zu erwähnen, daß der Länderfinanzausgleich nach dem 2. Weltkrieg dazu diente, für die Länder, die die Mehrzahl der Kriegsflüchtlinge aufgenommen hatten, diese Last etwas abzumildern.

Die Geschichte zeigt, dass man mit Demut bei Deutschen noch nie etwas erreicht hat. Die Schweizer sind nicht etwa durch ihre demütige Haltung frei geworden, sondern dadurch daß sie diverse Kriege gewonnen haben.

Die Österreicher wiederum haben ihr eigenes Land dadurch bekommen, daß sie die entscheidenden Kriege verloren haben und vor die Tür gesetzt wurden. Tu felix Austria!

Auch wir haben den Krieg bei Königgraetz verloren, wurden dafür aber nicht aus dem Reich rausgeschmissen, sondern eingetütet. Es ist zum Heulen!

Was das jetzt mit dem Flugleiter vor der schwedischen Küste zu tun hat, weiß ich auch nicht. Jedenfalls viel Spaß in der demütigen Haltung!

WP
29. Juli 2010: Von Stefan Kondorffer an Walter Pohl
Danke für den Link!

Jaja, immer schön die Solidargemeinschaft aufkündigen, wenn es gerade gut läuft. ;) Machen die Flamen in Belgien ja gerae sehr gut vor. Evtl einfach nachmachen. Wichtig wäre nur der JAA auch nach der Abspaltung beizutreten, weil sonst kann ich ja mit meinem Schein nicht mehr in ihr wunderschönes Land fliegen.

-
Mir erzählt ein befreundeter Vertriebenenvorsitzender immer, was das für ne Bereicherung gewesen sei für Bayern, und das die es ja sonst nie zu etwas gebracht hätten, wenn nicht die Blutauffrischung durch besser gebildete Vertriebene erfolgt wäre - danke, dass Sie mir endlich mal ein pekuniäres Gegenargument liefern ;).

Aber 1866 ist natürlich nicht vergessen und dank der langen preussischen Dragonertradition in eminer Familie stellen wir am 3. Juli auch immer ein Kerzchen ins Fenster.
Und es ist natürlich so, dass der Verlierer halt zahlen muss.

Wobei - wenn mich nicht alles täuscht lag Bayern in seiner Eigenständigkeit bis weit in die Industrialisierung hinein wirtschaftlich ziemlich am Boden. Und erst durch die freundliche Aufnahme ins Deutsche Reich 1871 erfolgte langsam der Aufstieg.
29. Juli 2010: Von Stefan Jaudas an Stefan Kondorffer
... off topic ...

... ziemlich verwegen, im Zuge des Länderfinanzausgleichs die Baden-Württemberger, Hessen, Rheinländer, Westfalen und Hamburger alle als "Preußen" einzugemeinden ... und wenn man sich die Zahlen unterm Strich ansieht, dann stehen auch die Bayern noch deutlich besser da wie alle "Preußen" zusammen.

Man könnte auch sagen, die Bayern haben aus den Zuwendungen und den damit verbundenen Chancen was gemacht, im Gegensatz zu dem einen oder anderen daueralimentierten Bundesland nördlich vom Weißwurstäquator.
30. Juli 2010: Von Christian R. an Walter Pohl
Zitat "da haben Sie aber Glück gehabt, daß Sie mit mir an ein besonders friedliebendes Exemplar des Homo Bavaricus geraten sind. Ihre Bemerkung zum Rübenstecken könnte nämlich, zu passender Tageszeit und nach entsprechendem vorangegangenen Bierkonsum, in machem bayerischen Wirtshaus dazu führen, dass Ihnen selbige in jene Körperöffnung gesteckt wird, wo sie sie (die Rübe) ganz gewiß nicht stecken haben möchten. Woraufhin Sie mit steckender Rübe aus jenselbigem Wirtshaus hinaus- und in die kalte Nacht befördert werden ... unentgeltlich."

Oiso, werte Banane, gons so grachat und schlimm samma ja dann doch no neda in unsam Königreich....a wenn mir unter Tränen unsa guade oide bajuwarische Vafassung nimma lem derfa.

Friedliebend san ma scho, so lang ma hoid a granteln derfa. Und wann nacha a so a Saubreiss, a so a japanischa auftaucha duad und si a weng arg wichtig macha duad, nacha miass ma hoid dem guadn amoi zoang, wo da Bartl an Most hoid und da Froosch de Lockn hod.

Ansonsten dern mir eissast gern fliang, mit ollem was nur fliang duad (naaa, ned aufd Nosn machm Wirtshaus!), gfrein uns üba olle, de a gern fliang dern und lassn an Herrgott a amoi gern an guadn Mo sei und sei Frau Gemahlin a guade oide Dame.

So, wannst etza a Übasetzung braucha duast, oiso quasi a "Trans-Jodel-Lation", nacha derfst des amoi requesten.

Und zu unsam guaden Helgoländer-"Problemkind": Mei, es ko hoid ned a jeder als adäquater Bajuware aufd Weid kemma, so manch oaner muaß do mittn im Säää sei Lem fristn. Armer Hund...i spendier eam a Maß Bier!:-))

Und wer jetzt noch bayrische Rääächtschreibfäähler findet, darf sie gerne behalten.:-)

Zu Meckermentalität der Deutschen: Karl Valentin, bekanntermassen ein bekennender Münchner mit äußerster Liebe zum Biergarten im Seehaus (Englischer Garten, ja des kennts googlen), sagte gewiß nicht ohne Grund:

"Der Optimist ist ein Mensch, der die alltäglichen Widrigkeiten des Lebens nicht ganz so tragisch nimmt."

Und da sag uns Bayern einer einen mangelnden Humor nach...:-)

In diesem Sinne allen many happy landings und auf unserem Weg nicht allzu viele zweibeinige Rindviecher.
30. Juli 2010: Von Walter Pohl an Christian R.
Servus c_r,

Sehr schöner Beitrag, da gloggade Frosch & co sanma sauguad obiganga. I hab hoid gschaugd dos i eam des mim Ruabnsteggn aso stegg dos er mia nix ko. Der woas etza scho wos a si wo histegga derf.

Griasdina
DaWoidda
30. Juli 2010: Von Flori Fagan an M Schnell
Also sf23....

Die Genehmigungen von Flugplätzen stehen in die NfL's (Kurzfassungen), außer Segelfluggeländen

Sonstige Vorschriften am Platz stehen in ein Benutzungsordnung... sollte sichtbar in der Flugleitung stehen

Eine Aufstellung die Flugplätze die unter den LandesLärmschutzVerordnung fallen stehen in den AIP auf Seite AD 1-6

wer sucht, der findet.....

Und es ist egal, ob BfL oder Flugleiter, wir sollten miteinander und nicht gegeneinander aggieren!
31. Juli 2010: Von M Schnell an Flori Fagan
tja Kamerad schnürschuh...alles schön und gut aber zwei Dinge die zu bedenken sind...


1.nicht jeder schleppt ne AIP mit sich im Flieger rum
(wäre bei Vereinen auch etwas teuer, pro Flugzeug eine AIP zu halten)

2. Wenn Sie die Betriebsregeln erst zur Kenntnis nehmen können wen Sie schon gelandet sind, ist es wohl zu spät und u.u auch teuer...

Meiner Meinung nach würde auf das Anflugblatt der Hinweis darauf ob das eine Luftaufsichtsstelle ist oder nicht, die Landegebühren und ob man nach der Lärmschutzverordnung verfährt oder nicht.selbige infos gehören in den Flieger Taschenkalender(Man kann ja auch ohne verpflichtung in der Flugbetriebsordnung die Lärmschutzverordnung als Bindend ans Bein binden)

Übrigens...Überhebliche Sprüche können Sie von mir auch haben, nur mit dem Unterschied das meine "Überheblichkeit" meist mit dem drohenden Verlust der Lufttüchtigkeit von Flugzeugen welche nicht Regelkonform Gewartet/Ausgerüstet oder umgebaut wurden Einhergeht....

Allerdings gehe ich Generell davon aus das wir alle bemüht sind von überheblichkeiten abstand zu nehmen, richtig ???

Mfg: SF23
31. Juli 2010: Von Kai-Olav Roscher an M Schnell
"1.nicht jeder schleppt ne AIP mit sich im Flieger rum
(wäre bei Vereinen auch etwas teuer, pro Flugzeug eine AIP zu halten)"

Macht nix, ist trotzdem die offizielle Veröffentlichung bezüglich Regularien im Luftverkehr und die Kenntnis derselben wird vorausgesetzt. Stichwort: Flugvorbereitung. Kosten liegen übrigens momentan pro Monat so bei ca. € 8,-.

"gehören in den Flieger Taschenkalender"
Ok, wenn Sie nach Fliegertaschenkalender fliegen sind Sie nicht Teil der Lösung, sondern definitiv Teil des Problems. Warum? Kleiner Tip: Flieger-Taschenkalender gibt´s einmal pro Jahr, AIRAC Cycle alle 28 Tage. Sorry, wenn das wieder ein überheblicher Spruch ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Kai-Olav Roscher.
31. Juli 2010: Von Sabine Behrle an Kai-Olav Roscher
>Ok, wenn Sie nach Fliegertaschenkalender fliegen sind Sie nicht Teil der Lösung, sondern definitiv Teil des Problems.<

Well said. Bei aller Liebe, aber das ist keine Flugvorbereitung.
1. August 2010: Von M Schnell an Kai-Olav Roscher
Lesen Sie Postings überhaupt richtig??

Habe ich nicht geschrieben das meiner Meinung nach die Infos alle auf die Anflugblätter gehören und ZUSÄTZLICH in den Taschenkalender????

Warum in den Taschenkalender??ganz einfach...Im Flug hat man eher was schnell im Taschenkalender gefunden als das man die AIp durchsucht, (was in manchen Fliegern net ganz einfach ist...ich sag nur Offener doppeldecker..oder Stark turbolent)
Das dieser nicht Aktuell ist,weiß jeder..aber in diesem zuge wird sich ja wohl niemand etwas abbrechen wenn er seinen Taschenkalender Handschriftlich anpasst und sooft ändert sich nix an den Flugplätzen.

Das Ich den Kalender als Flugvorbereitung nutze ist eine Unterstellung, die Sie sicherlich ihrerseits nicht Böse gemeint war,bissl sticheln iss ja ok ;-)
Das für die Flugvorbereitung die AIP zu verwenden ist..klar..
Notams abrufen..."logisch" wetter..normal..
wozu dient also dann überhaupt der kalender??..naja das Frage ich sie am besten..

Frage aber an Sie..sind sie Flugzeughalter?? Beziehen Sie die NFL I und II ???


und nun zum Kernthema zurück...Man kann einen gereitzten Flugleiter schon auch mal verstehen...letztlich ist die Aufgabe auch stressig und einem Sitzt der Platzhalter bzw Vereinsvorstand im Genick und das Tagesgeschäft ist ja auch oft recht stressig...(das sind halt keine ausgebildeten Flugsicherer bzw. Towerlotsen).
Es gibt ja viele die IMMER Freundlich und entspannt sind..
andere hingegen werden zu Grandlern.
Die Sorte die dann vom Granteln zu einem "Autoritären Stil"Mutieren das ist die Sorte welche ich Persönlich für Bedenklich halte und welche wenn "Freundliche" Mittel nicht greifen durch Offizielle Mittel (ich meine hier Beschwerde an Platzhalter bzw. wenn das nicht greift Meldung an RP)
in die Schranken verwiesen werden.
Flugsicherheit geht nunmal vor..und ein FL der jeden via Funk zurechtweist oder direkt Komunikation in der Platzrunde unterbindet ist eine Gefahr...Einen Startlauf ohne Sicherheitsrelevanten Grund zu unterbrechen stellt im Übrigen ein Ereignis dar welches in der tat kein Kavaliersdelikt darstellt...und den ganzen Platzrundenverkehr durcheinander bringen kann, bis hin zum Flugunfall...
1. August 2010: Von M Schnell an M Schnell
soooo und von der Sache her,denke ich ist jetzt auch alles gesagt was es zu sagen gab...von dem her werd ich mich mal wieder ne Zeitlang auf die schönen dinge des lebens konzentrieren.... bis demnächst ;-)
11. August 2010: Von Alexander Stöhr an M Schnell
was wäre denn bei fortsetzung des startlaufs denn genau geschehen?

was, wenn man "Anweisungen" solcher "durchgeklnallten Türmer" einfach ignoriert?

wie wäre es damit? oder geht es unserem deutschtum gegen den strich?
11. August 2010: Von Max Sutter an Alexander Stöhr
Ganz einfach, wenn der Türmer Anzeige erstattet, dann muss er ja begründen, worauf diese Anzeige fußt. Also genau mithören und mitschreiben am Funk, welche Flugzeug-Kennungen von dem Vorfall etwas mitbekommen haben müssen. Denn es ist immer gut, in einem solchen Fall mehrere unabhängige Zeugen für das tatsächliche Geschehen zu haben.

Ergänzend dazu kann man dem Türmer mitteilen, dass man bei der Polizei eine Anzeige wegen gefährlichem Eingriff in den Luftverkehr zu erstatten gedenke, und dass man ergänzend dazu beim RP als vorgesetzte Behörde eine Dienstaufsichtsbeschwerde anstrengen vor habe. Diese Information sollte dazu dienen, auch dem Türmer mit sanftem Gegendruck nachzuhelfen, von seiner Seite den Ball flach zu halten.

Bei aller rechlich korrekten Vorgehensweise sollte man das Augenmaß nicht verlieren, man hat auf Helgoland nicht einmal ganz zwei Quadratkilometer, um sich aus dem Wege zu gehen. Die Chance, dass man sich wieder trifft, ist also deutlich nahe an eins. Das Nest ist bezüglich süchtigem Konfliktpotenzieal vermutlich vergleichbar mit dem alten San Gimignano, gemildert nur durch die segensreiche Beruhigungswirkung der norddeutschen Art.

Wie weiter oben ausgeführt, ein wenig Kauzigkeit gehört zur Folklore, aber wenn der Türmer Flugzeuge am Starten hindert, um die unmittelbare Vorlage der Züp einzufordern, dann sollten auch beim gutmütigsten Piloten sämtliche roten Lichter angehen. So haben wir bislang nicht gewettet.
11. August 2010: Von Stefan Kondorffer an Max Sutter
;) Herr Sutter, das war aber ein geistreiches Wortspiel mit San G! Gefällt mir - stellen wir uns doch nur mal kurz vor, wie dort, dürften auf unseren Flugplätzen die Türmer auch immer höher und höher bauen und es gäbe gar konkurrierende Flugleiter! Fehlt nur noch Uwe Tellkamp, der macht nen Roman draus.
11. August 2010: Von Max Sutter an Stefan Kondorffer
der macht nen Roman draus

Warum so aufwändig? Uwe ändert einfach den Titel und namst den Roman Der Turm in Der Tower um, das reicht schon.

Dem Vernehmen nach war San Gimignano früher ein Verkehrslandeplatz mit 25 Clubs drauf, welche alle einen eigenen Tower bauen und den Verkehr dirigieren wollten ... Der Tourismus kam erst mit dem Niedergang der Privatfliegerei in Italien.

Wenn wir das je zugelassen hätten mit mehreren Towers am Platz, dann hätten wir schon viele San Gimignanos in Deutschland.
12. August 2010: Von Sabine Behrle an Max Sutter
Wenn wir schon über Details reden, bitte ich zu bedenken, dass sich höchstens in architektonischer, nicht jedoch in luftrechtlicher Hinsicht um ein Turm handelt.

Die inflationäre Verwendung des Begriffs "Türmer" ist meiner Meinung nach ein Grund für die tief verwurzelte Demutshaltung des deutschen Piloten gegenüber dem Flugleiter (der vielleicht irgendwas leitet, aber bestimmt keine Flüge).
12. August 2010: Von Stefan Kondorffer an Sabine Behrle
;) Und jetzt schaut man mal bei Wikipedia unter "Türmer" und liest:

"Türmer war im Mittelalter die Bezeichnung für einen Wächter, der von einem Turm aus die Umgebung beobachtete. Die Tätigkeit zählte zu den so genannten unehrlichen Berufen."
12. August 2010: Von Alexander Stöhr an Sabine Behrle
und ich dachte "Türmer" kommt daher, dass der im (echten) Tower sitzende Mensch Controller genannt wird... =)
12. August 2010: Von Wolff Ehrhardt an Alexander Stöhr
Ich dachte, das ein Türmer nur wie beim Schach "gerade" ziehen kann. Nur horizontal, das würde dann auch für die "Info-Türmer" passen.

Aber jetzt mal ehrlich, zu 99 % haben wir doch keine Probleme mit den Menschen, die erhöht auf das Geschehen am Flugplatz sitzen. Muss mal gesagt werden. Und ich bin kein "Türmer" oder BFL.
12. August 2010: Von Stefan Kondorffer an Wolff Ehrhardt
Richtig. "Liegt da Ihr Tankdeckel noch auf der Fläche?" Ist ein Satz eines "Türmers" für den ich auch immer dankbar sein werde.

Interessant wäre auch noch zu diskutieren, ob die Grösse des (arichtektonisch so genannten) Turms proportional oder umgekehrt proportional zur Freundlichkeit des Türmers ist.

In Grefrath zum Beispiel, da hocken die ja fast auf der Erde, wurde aber mal mit dem Auto vom BFL eigenhändig in die Stadt gefahren zum Geld holen, weil es Avgas nur gegen cash gibt. Umgekehrt habe ich im sehr erhöhten Hildesheim mal ein sehr böses "Mensch da nicht parken, Sie Änfänger" im Funk gehört.

Wie hoch ist der Turm auf der Düne noch mal genau ;)
13. August 2010: Von Sabine Behrle an Wolff Ehrhardt
>Aber jetzt mal ehrlich, zu 99 % haben wir doch keine Probleme mit den Menschen, die erhöht auf das Geschehen am Flugplatz sitzen.<

Ehrlich gesagt, ich habe zu 100 Prozent ein Riesenproblem mit dem "Türmer". Nicht mit dem Menschen, sondern mit seiner Funktion. Er/sie ist überflüssig und kostet mich mindestens die Landegebühren. Das Zwischenmenschliche ist mir wurscht, nette Menschen treffe ich auch kostenlos.

Wer als Pilot sagt "wir haben doch keine Probleme mit..." torpediert aus meiner Sicht die "Fliegen ohne Flugleiter"-Bemühungen.

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