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22. September 2006: Von Gerd Wiest an Gerd Wiest
zurück zum Thema...

Wo seht Ihr (oder wem das zu persönlich wird: wo sehen Sie) denn einen Markt für die Eclipse in Europa (und wo den für Taxiflüge)?

Wenn die Taxifliegerei nicht in Frage kommt (obwohl von Eclipse so beworben) sehe ich die Eclipse auch nur noch - wie viele andere hier ja schon angemerkt haben - als teures Spielzeug reicher Leute; dann sehe ich auch die Zweifel begründet ob es das Unternehmen mit 10 bestellten Maschinen in DE/AT tatsächlich gibt. In diesem Fall glaube ich sogar an die Chance für Herrn Fischer, dass er - sollte er das Ding tatsächlich kaufen - etwas besitzt was ausser ihm in Europa kaum einer hat ;o). 'Ne Million in der Portokasse (für ein "Spielzeug") und auch noch eine passende Pilotenlizenz dürfte schon selten genug sein; und die paar die übrig sind dürften sich dann auf die verschiedenen VLJ verteilen.

Wenn Taxifliegerei in Betracht kommt: wer nutzt so ein Taxi? In meinem Kundenkreis kenne ich kein Unternehmen das seine Mitarbeiter so zum Kunden fliegen wird (entweder mit dem Auto oder Linie, Economy! - und ich rede hier schon auch von "Weltkonzernen"). VIPs fliegen dann wiederum mit firmeneigenen Jets (mit WC und Clubsitzen). Ich persönlich sehe diesen Markt inzwischen ähnlich wie Herr Brill das in der PuF analysiert hat.

Herr Fischer, Sie scheinen ja gute Kontakte zur Firma Eclipse zu haben - auch wenn die keine Kunden nennen wollen, vielleicht hat eine Anfrage ob es in DE/AT einen Kunden gibt der 10 Flieger bestellt hat (ohne nach Namen zu fragen) mehr Erfolg? Eine positive Antwort hier würde zeigen, dass es (mindestens einen) Unternehmer gibt der an das Taxikonzept glaubt (zehn solcher Spielzeuge werden das ja wohl nicht sein).

Gerdl
23. September 2006: Von Intrepid an Gerd Wiest
Ich habe viele Taxi-Flüge gemacht, einmotorig VFR oder mit Seneca, zwei Piloten und einem oder zwei Passagieren. Ich kann mir vorstellen, dass man damit in einer Nische gut überleben kann, ein regelrechter Markt wird es nie werden, denn:

Viele Kunden fliegen ein einziges Mal, insbesondere, wenn das Wetter schlecht war, und setzen sich dann nie wieder in ein so kleines Flugzeug. Wenige akzeptieren das Geschaukele und nutzen den immensen Vorteil: fast 400 Landemöglichkeiten alleine in Deutschland. Selbst für Segelfluggelände gab es Aussenlandegenehmigungen.

Wenige mögen es, um 23:00 Uhr Abends oder um 4:00 Uhr Morgens entscheiden zu müssen, ob nicht doch mit dem Auto gefahren werden muss, weil das Wetter zu schlecht ist (was selten vorgekommen ist, wenn IFR nicht geht, kann man sich vielleicht noch zick-zack und tief zum Ziel durchschlagen. Aber das Telefongespräch zwischen Passagier und Pilot zu dieser unchristlichen Zeit muss trotzdem stattfinden).

Auf kürzeren Strecken ist der Zeitverlust zu einem Geschäftsreiseflugzeug nicht besonders groß: vielleicht 30 Minuten auf die reine Flugzeit, von einer Gesamt-Reisezeit von vielleicht 3 Stunden inclusive An- und Abreise zum Flughafen. In der Terminplanung des Tages fällt das kaum auf, man bedenke den Vorteil der freieren Flugplatzwahl.

Die, die zu Stammkunden geworden sind, sind dann wirklich treue Kunden. Der Preis pro NM ist ja um ein mehrfaches niedriger als mit einem Geschäftsreiseflugzeug.
23. September 2006: Von Gregor FISCHER an Intrepid
Die Eclipse ist (mindestens für Europa) kein ernstzunehmendes Taxiflugzeug - dazu ist sie zu schlicht zu klein. Von den Herstellern wird immer alles möglich beworben und heraufbeschworen, in der Hoffnung ein Bedürfnis zu kreieren.

Kunden, die auf den Geldbeutel schauen müssen, brauchen kein Airtaxi. Keine Seneca, keine Malibu und schon gar keine DA42.

Für die betuchte Clientel ist seit Jahren vorgesorgt und Firmen wie Jet-Aviation, JetNet oder Dassault-Airtaxi rentieren bestens. Die betreiben aber auch anständige Flugzeuge mit HIGH-STANDARD-PILOTS!

PS. Bis heute ist kein mir bekannter Käufer einer Eclipse in Europa aufgetaucht!
7. Oktober 2006: Von Walter Streubel an Gregor FISCHER
Da ja hier allgemein die Meinung vertreten wird, dass es keine Eclipse Käufer gibt, hier, zur Beruhigung, zumindest die Homepage von einem Käufer:
https://www.alphaairways.com
Die Burschen haben dafür gleich 50 Dinger bestellt.
Entgegen Ihrer Meinung, sieht dieses junge Unternehmen sogar Chancen darin, Taxiflüge von Österreich/Deutschland aus anzubieten.
7. Oktober 2006: Von Max Sutter an Walter Streubel
Beitrag vom Autor gelöscht
7. Oktober 2006: Von Max Sutter an Walter Streubel
Radio Eriwan Aviation. Im Prinzip meglich ...

a) Ab wann wird man mit der Eclipse Taxiflüge unter allen Wetterbedingungen durchführen können?

b) Wer sind die Geldgeber hinter dem Alpha Airways-Projekt? Haben die überhaupt welche(s)?

c) Wie löst man das Problem der fehlenden Toilette an Bord? Reizblase verbieten?

Alpha Airways ist weder besonders neu noch besonders originell, denn so ähnliche Luftnummern sind seit geraumer Zeit in den USA in Gründung. Auch auf der Eclipse-Seite werden welche vorgestellt. Die Dayjet (nach eigenen Angaben 309 Flieger bestellt) kann sogar schon auf Tausende von simulierten Flügen verweisen:
https://www.dayjet.com/Company/History.aspx

Bezeichnend, aber unamerikanisch ist aber, dass auf dem Company Fact Sheet kein Sterbenswörtchen über die Finanzierung gesagt wird:
https://www.dayjet.com/Backgrounder/2006DayJetFactSheet.pdf
Dafür hat man schon jetzt Vice Presidents und Aufsichtsratsmitglieder wie Sand am Meer ...

Bei der Linear Air - die fliegen wenigstens schon - steigt man hinsichtlich Flugzeugeinsatz nahtlos um von der Cessna Grand Caravan auf die Eclipse 500 ... Und Geld sucht man auch noch, siehe "Investors", denn man möchte 30 Minijets kaufen.
https://www.linearair.com/aboutus.aspx

Dafür sind die eigenen Presseverlautbarungen und Selbstbelobigungen klar begrenzt, denn dort liest man "The Sky is the Limit"!

Wie heißt es so schön? Papier ist geduldig.
8. Oktober 2006: Von Gregor FISCHER an Walter Streubel
Ja, ja, ihre Aussage ^^Die Burschen haben dafür gleich 50 Dinger bestellt.^^ passt zu meinem Bild:

1. Obwohl die Eclipse zertifiziert ist, kann von Auslieferungen an Kunden keine Rede sein! Mistery!
2. Die 2500 Bestellungen sind rein fiktiv, das hat mir gegenüber ein 'Gross-Besteller' zugegeben. Anzahlungen wurden nie geleistet. Ausserdem wäre Eclipse auch gar nicht in der Lage, mit der Produktion oder gar der Ausbildung zu folgen.
3. Die Road-Show mit dem Modell ist immer noch täglich unterwegs, um mögliche Käufer, die wilig sind, anzuzahlen zu finden - obwohl die Produktion ja für Jahre ausverkauft wäre! Ein grosser Widerspruch!
4. Eclipse gibt zu, dass in Europa zur Zeit kein Unternehmen den Unterhalt der Flugzeuge garantieren kann - von Garantieansprüchen ganz zu schweigen.
5. Viele ähnliche Projekte (Jetcruzer, Sima-Swearingen etc.) habens zur Zertifizierung gebracht, jedoch die Produktion ist nie angelaufen.

Ich werde also vorläufig weiter beobachten, was vor sich geht und kann nur empfehlen: Hände weg von Anzahlungen...
8. Oktober 2006: Von Gregor FISCHER an Max Sutter
Hallo Herr Suter

Sie haben gut recherchiert und bezüglich alphaair bin ich auch einverstanden - die 'Firma' und eine Bestellung für fast 100 Millionen $ passen nicht zusammen. Schon ihre Webseite ist peinlich und im Stil eines Provinz-Rappers gemacht. Vergessen wir den Bluff!

Die wahrscheinlichsten Käufer wären meiner Ansicht Leute wie ich, die fliegerisch und finanziell absolut mitmachen können. Leute, die sich eine TBM oder Meridian leisten und Spass an einem Jet hätten. Nur sind Leute mit Geld in der Regel etwas misstrauisch, da erfahren und genau das ist das Problem von Eclipse. Zweifel können nicht ausgeräumt werden.

Schönen Sonntag!
8. Oktober 2006: Von Matthias Gottschalk an Gregor FISCHER
Hallo Herr Fischer,

ist Ihr Glas immer halb voll oder immer halb leer?

Es ist zumindest klar, das weder die Optimisten als auch die Pesimisten in Bezug auf die Eclipse 500 stand heute belastbare Aussagen treffen können.
Die Eclipse hat die volle FAA Zertifizierung (IFR, RVSM, Single Pilot) am 30.09.06 erhalten.

https://www.eclipseaviation.com/index.php?option=com_newsroom&task=viewpr&id=1142&Itemid=348

Manchmal hilft im Leben auch ein wenig Phantasie. Viele Entwicklungen in den letzten 100 Jahren sind wohl eher durch Beharrlichkeit, unternehmerisches Risiko und Phantasie entstanden als durch Pessimismus. Einige scheitern leider auch wie die TT62.

Es ist meines Erachtens eine Frage der finanziellen Mittel die die Eclipse Avion aufbringen kann bis das ganze im schwarzen Bereich ist.

Warten wir die 5-6 Monate bis zur EASA Zertifizierung ab und schaun zu wie schnell oder langsam sich das Netz der Eigentümer , der komerziellen Operatoren und der Wartungsbetriebe entwickelt.

Aber evtl. habe ich Ihre ganzen Beiträge dazu auch vollkommen missverstanden.

happy landings
8. Oktober 2006: Von Max Sutter an Gregor FISCHER
Die Frage ist letztlich, ob man den Eclipse-eigenen Presseverlautbarungen mehr Glauben schenken will oder der unabhängigen Fachpresse. Laut AIN gibt es zur vollen Zertifizierung immer noch erhebliche Defizite in sehr wichtigen Punkten, und die zur Erfüllung minimal geschätzte Zeit hat es durchaus noch in sich: https://www.ainonline.com/Issues/09_06/09_06_certification_3.htm

Herr Fischer, bitte um eine Mail.
8. Oktober 2006: Von Gregor FISCHER an Matthias Gottschalk
Also:

1. Ist die Eclipse noch Monate NICHT für Vereisungsbedingungen zugelassen, schlecht für einen Jet. Ausgeschlossen für gewerbliche Flüge.

2. Die EASA-Zulassung erfolgt nicht vor Ende 2007.

Ich wäre ein GANZ HEISSER KUNDE für ein solches Flugzeug, nur bekommt man keine Garantien, nicht einmal Versprechungen, sondern nur vage Statements.

Aber das Projekt ist ernstzunehmen, siehe auch: ECLIPSE UPDATE
8. Oktober 2006: Von Jan Brill an Gregor FISCHER
Hallo Herr Fischer, sehr geehrte Teilnehmer,

tatsächlich ist es nahezu unmöglich aus dem Unternehmen Eclipse verbindliche Informationen zum Stand der Zertifizierung zu bekommen.

Es ist richtig (lt. FAA) dass die Zelle der Eclipse 500 nun die Zulassung wie von Eclipse kommuniziert erhalten hat. Zum Zulassungstand der AVIONIK allerdings gibt es kaum Informationen.

So ist das AVIO-System bislang noch weder Approach-, VNAV- oder auch nur ganz simpel nach TSO129a RNAV-zugelassen. Wie man mit dem Ding nun der (Zellen-)Zulassung entsprechend IFR fliegen soll, ist ein Widerspruch, den Eclipse bisher nicht erklären konnte...

Die Avionik-Zulassung allerdings soll "in einigen Monaten" folgen. Okay.

Tatsache ist aber, Eclipse ist mit der Zellenzulassung weiter, als ich noch vor 2 Wochen gedacht (und geschrieben) habe. Also Anerkennung und "benefit of the doubt"...

Jetzt braucht das Unternehmen noch ein Production-Certificate um die Kunden bedienen zu können. Bleibt nur abwarten und die Shipment-Reports auf gama.aero studieren...

MfG
jb
9. Oktober 2006: Von Max Sutter an Jan Brill
Hallo Herr Brill,

... nahezu unmöglich aus dem Unternehmen Eclipse verbindliche Informationen zum Stand der Zertifizierung zu bekommen ...

Auch sind die schöngefärbten Infos von der Pressestelle und dem Marketing sicher nicht das, was Sie Ihrem Magazin und diesem Forum zumuten wollen.

Dazu mein Vorschlag: Rufen Sie direkt Oliver Masefield an, der weiß sicher alle Details. Als Engländer mit viel Praxis in der Schweiz teilt er den Hang der Amerikaner zum unvorsichtigen Optimismus nicht. Solange die Firma im Norden war, kam man sehr leicht zu ihm durch, und ich hoffe, dass der Umzug nach New Mexico den Abwimmelwall um ihn nicht wesentlich erhöht hat.
13. Oktober 2006: Von Gregor FISCHER an Jan Brill
Hallo Herr Brill

Ihre Bemerkung, die ^^Shipment-Reports auf gama.aero zu studieren^^ ist sicher richtig - aber man muss wohl noch etwas Geduld haben!

Tatsache ist, dass Cessna vom 'kleinen' CitationJet, z.Z. wohl der einzige und preisgünstigste Owner-Pilot-Jet 2006 nur knapp ein halbes Dutzend ausgeliefert hat.

Auffällig ist, dass die C2 etc. in weit grösserer Zahl prodiziert werden. Daraus ist zu schliessen, dass der Markt für 'Personal-Jets' eben viel kleiner ist, als man uns weismachen wollte!

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