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Luftrecht und Behörden | Fliegen in Australien
3. Januar 2018 11:35 Uhr: Von Name steht im Profil 

Servus Schwarmintelligenz,

ich hege den Gedanken einen Australienaufentalt in einem Jahr zum selber fliegen zu nutzen. Bevor ich weitere Fragen zu Kartenmaterial, Vercharterern, Plätzen usw. stelle (oder auch nicht) könntet ihr mir in der Klärung von Grundlagen helfen bzgl der Validierung meiner Lizenz. (PPL(A) nach Part-FCL SEP, NVFR, ELP 6)

Ich war schon auf Foren und auf der CASA Seite unterwegs. Ich bin über zwei Sachen gestolpert:

  1. CASA beschreibt recht genau wie ich ein CoV (Certivicate of Validation) beantragen muss. In einem anderen Forum gibt es aber den (mehrere Jahre alten) Hinweis, dass man mit diesem CoV dann vor Ort einen Checkflug mit einem Prüfer machen muss (was ja gut und notwendig ist) dann aber bis zu zwei Wochen warten muss bis man tatsächlich eine Validation in den Händen hat, welche einen erst zum Solofliegen berechtigt. Stimmt das? Habt ihr aktuelle Details? Wenn ja ist das Vorhaben jetzt schon beerdigt, da ich nur gute 2 Wochen dort sein werde.
  2. CASA verlangt bei der Beantragung des CoV, dass das Medical und die Lizenz von der selben Behörde stammen muss. Meine Lizenz ist von der Regierung Oberbayern, Luftamt Süd, das Medical vom LBA. Müsste ich meine Lizenz zum LBA umziehen? Wirklich? Wisst ihr mehr?

Ich hoffe auf Gutes, sonst bleibe ich Mietwagenfahrer.

Vielen Dank vorab.

Thomas

3. Januar 2018 12:09 Uhr: Von Alfred Obermaier an Name steht im Profil

Hallo Thomas, selbst habe ich keine Erfahrung zum Fliegen in Australien.

Karl Finatzer aus Graz hatte bis zu seinem Unalltod Skyafrika in JNB betrieben. Eine Tochter lebt in London und hat den Betrieb verkauft. Die andere Tochter fliegt/flog bei Cathy Pacific als Copi und hat in Australien ein vergleichbares Unternehmen seit vielen Jahren erfolgreich in Betrieb. http://skyaustralia.com/

Im ILS Flightorum gibt es Berichte zum erfolgreichen "Fliegen in Australien" unter http://www.flightforum.ch/board/index.php?/topic/97312-flugzeugcharter-in-australien-und-fliegen-vfr-ppl/

Happy Landings

3. Januar 2018 12:26 Uhr: Von Name steht im Profil an Alfred Obermaier

Hallo Alfred,

Danke für den Link. Genau aus diesem Forum stammt ja die Aussage, dass man unter Umständen erst 2 Wochen nach lokalem Checkout solo fliegen kann. Das war die Frage ob dem tatsächlich und immer noch so ist.

VG

Thomas

3. Januar 2018 12:37 Uhr: Von Alfred Obermaier an Name steht im Profil

Richtig Thomas, das hatte ich verstanden. Eine Lizenz wird zum LBA umgezogen, wenn ein IR hinzukommt. Hilft vermutlich nicht weiter weil das LBA sich auf Nichtwissen beruft und keine inländischen Medicals den ausländischen Luftfahrt Behörden bestätigt

Ein Medical für AUS / NZ kann Dir ein Fliegerdoc in Hamburg ausstellen.

Bei nur 2 Wochen Aufenthalt bleibst vermutlich entweder Passagier oder Mietwagenfahrer.

3. Januar 2018 17:21 Uhr: Von Name steht im Profil an Alfred Obermaier

Die Vermutung habe ich schon. Ich hatte gehofft es sicherer zu erfahren.

Zum Medical: Nein, ein AU Medical hilft nix. Lizenz und Medical müssen von der selben Behörde stammen. Das ist so dediziert auf der CASA Seite beschrieben. LBA muss auch nichts bestätigen, da das Medical eh vom LBA kommt. Die Lizenz vom LA Süd ist das Problem.

3. Januar 2018 17:34 Uhr: Von Alfred Obermaier an Name steht im Profil

Nach meiner Kenntnis wird das LBA Deinen PPL A der ausländischen Luftfahrtbehörde bestätigen. Vermutlich kommt hier das identische Verfahren wie für Validation von EASA Lizenzen bei der FAA zur Anwendung.

In NZ dauerte die Validation genau 3 h, gerechnet vom FI Vermerk bis zum Erhalt der Lizenz. Ich weiß, hilft Dir auch nicht wirklich weiter, nur NZTG ist von AUS nicht mehr soweit weg. Einfach 10 Tage anhängen. Ist es wert.

3. Januar 2018 18:39 Uhr: Von Wolff E. an Alfred Obermaier

Kann es sein dass der NZ-PPL von Australien anerkannt wird? Das würde es einfacher machen. Und ich gebe Alfred recht, NZ lohnt sich...

4. Januar 2018 08:56 Uhr: Von Werner Lueken an Name steht im Profil

Hallo Thomas,

für die Lizenzvalidation bei der CASA brauchst Du eine ANR-Nummer, die Du bei der Casa beantragen kannst. Des weiteren musst Du neben den von der CASA-Webseite zu ladenden Formularen Deine Lizenz, das Medical und Dein Sprechfunkzeugniss als von einem Notar!!! beglaubigte Kopie in Papierform zur CASA schicken. Dann fordert die CASA bei der Lizenzführenden Stelle eine Bestätigung an.

Das Problem ist, das die Australier sich nicht mit den föderalen Strukturen in Deutschland auskennen und die Landesluftfahrtbehörden nicht kennen. Sie wollen die Lizenzbestätigung vom LBA. Das wird in Deinem Fall keine Auskunft geben, weil das Luftamt Süd Deine Lizenz führt. Du musst die CASA auf Deine lizenzführende Behörde hinweisen.

Nach einem recht nervenaufreibenden bürokratischen Aufwand vor der Reise war der praktische Teil der Validatation in Australien entspannt, nach dem Checkflug wurde mir die Validation sofort ausgehändigt.

Näheres gerne per PN

4. Januar 2018 09:15 Uhr: Von Johannes König an Werner Lueken Bewertung: +1.00 [1]

Auch wenn das hier immer wieder postuliert wird, stimmt es nicht, dass das LBA keine PPL-VFR-Lizenzen (die bei den regionalen Luftämtern geführt werden) bestätigt. Das LBA und die Luftämter führen eine gemeinsame „zentrale Luftfahrerdatei“, und aus dieser Datei werden alle Lizenzen bestätigt.

Interessant wirds eher beim Medical...

4. Januar 2018 23:18 Uhr: Von Name steht im Profil an Johannes König
@All: Vielen Dank für die Hilfe. Ich versuche es.
VG
Thomas
5. Januar 2018 10:33 Uhr: Von Dr. Oliver Brock an Name steht im Profil Bewertung: +2.00 [2]

Hallo,

ich werfe mal ein paar aktuelle Details für das CoV ein (Quelle: https://www.casa.gov.au/standard-page/converting-overseas-licences):

  • gleiche Behörden: NEIN! Es müssen Lizenz und Medical nur aus dem gleichen "contracting state" kommen, nicht von der gleichen Behörde:
    "For JAA and EASA licenced pilots, please note that the CASA regulations currently require that a Licence and Medical certificate submitted with a Certificate of Validation or Special Licence application must be issued by the same contracting state."
  • Beglaubigung von deutschen Dokumenten: Kann neben einem Notar auch ein DAME (australisch zugelassener Fliegerarzt "DAME") machen, in diesem Falle ich. Bitte pm zum Procedere an brock@hausaerzte-hummelsbuettel.de .
    "Certification of documents can only be made by a Notary Public or a Designated Aviation Medical examiner (DAME) in your home country."

  • ARN und ASIC (=ZÜP): bitte unbedingt rechtzeitig beantragen! Ohne ARN läuft in Australien gar nichts, ohne ASIC darf man nirgendwo auf etwas größeren Plätzen fliegen, die gucken da sehr genau hin.
  • im Übrigen gibts in Australien schon seit einigen jahren auch auf sehr kleinen Plätzen random spot checks bezüglich Drogen und Alkohol!

Gruß aus Hamburg,

Oliver

5. Januar 2018 11:12 Uhr: Von Dirk Beerbohm an Wolff E.

Für NZ-PPL musst Du aber auch erst einmal (so mein Verständnis) die Validierung haben, ein BFR

machen und dann die Formulare nochmal neu einreichen. Klingt kompliziert, ist es aber nicht!

Die Validierung hat bei mir (Wochenendbereinigt und Annahme, dass man um 08:00 morgens

bei der CAA anfängt zu arbeiten) kurze 2 Stunden gebraucht. Allerdings gab es so einiges an

Vorarbeit in D zu erledigen. Und man braucht den Nachweis für Instrument-Flying und Terrain Flying.

Fein raus, wer IFR hat. Ich bin 5 Stunden in D unter der Haube geflogen - auch gut! Terrain-Flying

konnte ich mit Fliegen im Gebirge (SEP und GLD) nachweisen, musste dazu dann in nierdriger Höhe

bestimmte Procedures vorfliegen.

Die Ausstellung eines NZ-PPL hat dann aber ca. 7 - 14 Tage gedauert. Ab diesem Punkt bedarf es dann

auch eines NZ Medicals - der Besuch in Hamburg beim Doc steht demnächst wieder an.... :-)

5. Januar 2018 12:49 Uhr: Von Wolff E. an Dirk Beerbohm

@Dirk, war halt eine Idee, aber dann doch nur sehr bedingt praktikabel...

5. Januar 2018 18:25 Uhr: Von Dirk Beerbohm an Wolff E. Bewertung: +1.00 [1]

Kommt drauf an, was man machen möchte. Nur einmal ein wenig fliegen, dann ist die Validierung oder

Anerkennung sicherlich der einfachste Weg. Wiederholungstäter fliegen dann besser mit einer

nationalen Lizenz. Wobei, um ehrlich zu sein, ich fast nichts tun musste. Die Idee hatte mein Prüfer,

der auch alles dann zur CAA geschickt hatte (ich musste ja noch ein poliz. Führungszeugnis als PDF,

nicht übersetzt organisieren) und auch wieder alles bekommen hatte. Das ist halt das Vertständnis

von Support beim Aeroclub. Zumindest in NZTG - nicht wahr Alfred? Und Hamburg ist auch

für den Doc eine Reise wert, zumal er beides kann, AU und NZ. Muss mich mal bei ihm melden, wegen

Termin....

Und man kann es nicht oft genug sagen, mit einer Lizenz oder Validierung alleine ist es nicht getan.

Auch wenn der Luftraum in NZ strikt / weitesgehend ICAO konform ist, so gibt es doch einige Verfahren,

die in D unbekannt sind, oder schlichtweg undenkbar, z.B. die Eigen-Separierung von einem Airliner

in Whangarei bei An- oder Abflug. OK, ist auch nur eine Dash8-300, aber auch schon gross genug.

Und das tolle ist ja, es funktioniert einfach nur super. Wenn ich allerdings manchmal das Gestammel

auf FIS mir anhöre (in Deutsch oder Englisch), ........ Funken ist in NZ teilweise "verpflichtend" (MBZ)

5. Januar 2018 19:52 Uhr: Von Alfred Obermaier an Dirk Beerbohm

Dirk, wann willst wieder nach NZ ? 18 oder 19 ? Lust hätte ich schon, aber unbedingt nach NZDN mehrere Tage

5. Januar 2018 22:44 Uhr: Von Dirk Beerbohm an Alfred Obermaier

Alfred,

Dez 18 / Jan 19, aber nicht nur zum Fliegen 5-7 Tage, Rest Auto....

Dunedin ist eine tolle Stadt und Gegend. Unbedingt zur Halbinsel raus und Pinguine beim

nach Hasue kommen zugucken....

5. Januar 2018 23:40 Uhr: Von Name steht im Profil an Dr. Oliver Brock

Hallo,

da scheint sich die CASA selber zu wiedersprechen. In deren "Flight Crew Licensing Manual" steht unter 11.7

11.7 Prerequisites for Issue of a CoV

11.7.1 Applicant Holds a valid and current overseas licence (ICAO) and medical certificate:

− Issued by the same regulatory authority

Jetzt bin ich erfolgreich verwirrt.

VG

Thomas

6. Januar 2018 13:27 Uhr: Von Dr. Oliver Brock an Name steht im Profil

Moin,

ich denke, die meinen schon den ausstellenden Staat und nicht die Behörde, da in den meisten Staaten nicht der Staat selbst (also die Aeromedical Section -LBA- im EASA speak), sondern ein Fliegerarzt dort (inkl. NZ und USA) das Medical ausstellt, bis auf wenige Ausnahmen.

Auf unseren EASA-medicals steht ja auch gar keine medical-ausstellende Behörde, sondern nur der Staat, der die Pilotenlizenz ausstellt. DAs ist selbst dann so, wenn das LBA das medical im Falle einer Klasse -1 Verweisung erstmalig ausstellt.
In Australien war es bis vor kurzem so, dass der DAME nur die Untersuchung gemacht hat, alle Ergebnisse an die CASA schickt und ALLE Piloten ihr medical (als PDF) von der CASA bekommen.

Das ändert sich gerade. Zumindest die Klasse-2 Medicals werden gerade im Pilotversuch inerhaolb Australiens zunächst von einigen Fliegerärzten vor Ort ausgestellt... wir hier in D kennen es ja nicht anders.

Eine Frage email- an die CASA wird in der Regel schnell beantwortet...als keine Scheu, einfach hinschreiben und auf den Gegensatz hinweisen.

Gruß,

Oliver


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