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IFR & ATC | Mitteilung von der DFS über Flugsicherungsgebühr 2010 ??  
10. Januar 2010: Von Klaus Riffart 
Danke an alle.
Die Sache ist genaus so wir von Herrn Hans Müller unten aufgeklärt. Also keine große Änderung und betrifft auch nur die Verkehrsflughäfen.

Gruß###-MYBR-###Klaus


Allen ein gutes neues Jahr !
Allerdings scheint das teuer zu werden.

Ich habe Post von der DSF bekommen. Da wird angekündigt dass ab 2010 bei Inanspruchnahme der Flugsicherung, egal ob VFR, IFR über oder unter 2mt eine Gebühr von 162,54 Euro fällig ist ??
Offentsichtlich plus An und Abfluggebühren ???
Oder habe ich da was falsch Verstanden ??

Grüß
Klaus
10. Januar 2010: Von Juergen Kammer an Klaus Riffart
Beitrag vom Autor gelöscht
10. Januar 2010: Von Jan Brill an Klaus Riffart
... im NfL-I Sachverzeichnis 2009 findet sich keine diesbezügliche Veröffentlichung. Bitte mal das Schreiben im Original posten oder emailen.

viele Grüße,
Jan Brill
10. Januar 2010: Von Müller Hans an Jan Brill
Hallo,

es handelt sich um das AIC IFR 1/2010 gültig ab 14.01.2010.

Es geht darin um die DFS-Anfluggebühr zu den darin genannten Flughäfen. Sie hat nichts mit der "Airway-Gebühr" oder zwei Tonnen MTOW zutun.

Diese Gebühr gibt es schon lange. Falls ich richtig geteilt und potenziert habe, werden z.B. für eine PA28 ca. 12 € plus MWST. fällig! Die 162,54 € sind nur der Sockelbetrag!

mfg
Mueller6
10. Januar 2010: Von Philipp Tiemann an Müller Hans
In diesem Zusammenhang steht vielleicht diese Meldung, die die IAOPA in your Dezember-Newsletter durch die Welt geschickt und damit ziemliche Verwirrung ausgelöst hatte:

TMA charges to hit general aviation

New terminal charges to be introduced at 215 airports across Europe will mean increased costs for general aviation operators who have to use those airfields. An approach charge which will probably be between €20 and €30 for small aircraft is being planned by the European Commission under its Single European Sky initiative, and unlike en route charges which are paid only by airlines, the terminal charge will be paid by all.
The charge has been proposed because airports complain that while they have to do most of the ATC work, they don’t get a fair share of en route charges. En route charging begins 20km from an airport of departure and ends 20km from the destination, and 80 percent of charges are kept by en route control organisations. En route charges vary from state to state – the Spanish charge 83 cents per km, the British and Germans about 68 cents, the Maltese 25 cents. Balancing charges against fuel costs, airlines dog-leg around Europe looking for the cheapest route. Charges bring in over €6 billion a year for ATC, collected by Eurocontrol and distributed to states.
Now a separate charge will be introduced to compensate airports, and every approaching aircraft will pay whether IFR or VFR. The charge will be per kilogram of aircraft weight and will take no account of the operator’s ability to pass it on to passengers. In the case of a regional airport like East Midlands in the United Kingdom, the pilot of a Cessna 172 will pay three separate charges – approach, landing, and mandatory handling – whether he or she needs any service or not.
Plans to charge were set out at a meeting in Brussels on November 26th attended by IAOPA Senior Vice President Martin Robinson. The formula will be the weight of the aircraft multiplied by a factor yet to be decided, and there will be no discounts for non-commercial flights. Introduction of the system is scheduled for January 1st, 2010. IAOPA is mapping the 215 airports affected in order to warn members of where they face increased costs.
The new charges will come despite a warning from EC Vice President Antonio Tajani that the aviation industry is in a dreadful state. In a letter to transport ministers he says airlines worldwide face losses of $11 billion this year, with $3.8 billion of that in Europe. In the first seven months of the year there was a nine percent reduction in passengers and a 20 percent reduction in cargo. Business travel by airline has been hardest hit, and there have been several bankruptcies in the sector. He has urged a moratorium on increases in charges during 2010.
11. Januar 2010: Von Gregor FISCHER an Müller Hans
Die neue Regelung ist gültig ab 01.01.10. Auf der Webpage DFS ist noch die alte Regelung zu sehen, da wird man nicht schlauer:

https://www.dfs.de/dfs/internet_2008/module/unternehmen_dfs/deutsch/unternehmen_dfs/geschaeft/gebuehren/index.html

So wie ich die Bestimmung interpretiere, sind jetzt ALLE Flugzeuge betroffen (also auch VFR und G-Klasse) Dazu kommt der Satz: 'Bitte beachten sie dass diese Regelung auch für die Streckengebührenrechnung von EUROCONTROL gilt...

Die Praxis wird zeigen, was genau verrechnet wird, aber das es teurer wird, scheint klar.

Ist ja auch egal, mit Spritpreisen über 2 Euros, Handlinggebühren bald auf jedem Pennerplatz und all den Gebühren ist eines klar: 'Neue' Piloten wird es kaum mehr geben!
12. Januar 2010: Von Julian Koerpel an Gregor FISCHER
Quelle..... ?
12. Januar 2010: Von Bitterlich, Jörg an Julian Koerpel
Hallo alle Miteinander,

ich habe das an mich gerichtete Schreiben der DFS an die Redaktion gefaxt. Ich denke, in Kürze hat die Fliegergemeinde Klarheit.

Gruß Jörg Bitterlich
12. Januar 2010: Von Jan Brill an Bitterlich, Jörg
Hallo Herr Bitterlich,

vielen dank für die Übersendung des Schreibens. Meine Interpretation:

DON'T PANIC !

Es handelt sich tatsächlich im eine recht moderate Gebührenerhöhung u, 4-6 Prozent.

Der in Punkt 4. genannte Betrag von 162,54 Euro muss in die obige Formel R = t * p eingesetzt werden, wobei p = MTOW[in Tonnen]/50 hoch 0,7 ist.
Im Exponent liegt auch tatsächlich die Erhöhung der stieg nämlich von 0,5 auf 0,7.

So wie ich das Schreiben lese bezieht sich dies auf die An- und Abfluggebühren NICHT auf die Streckengebühren, deren Höhe nach der gültigen AIP unverändert bleibt. Die unglückliche Formulierung "Vormalige Bestimmungen ..." bezieht sich auf die VFR- und< 2.000 kg Pauschalen für Anfluggebühren an kontrollierten Plätzen die es bis Dato gab.
Diese werden nun durch die Formel ersetzt. Für unser Leserflugzeug Lisa beispielsweise ergibt sich dabei so gut wie keine Änderung, für die 1,7 Tonnen schwere PA30 eine Erhöhung von 5,4%.

Beispiel Anflug kontrollierter Platz für Leserflugzeug Lisa:

p = 1/50 = 0,02 (999 kg aufgerundet)
... dann hoch 0,7 = 0,064672700657736 also p = 0,6467.

Das dann in die Formel R = t * p einsetzen, also

Gebühr = 162,54 Euro * 0,06467 = 10,51 Euro Anfluggebühr plus MwSt.

Also keine Panik. Eher bemerkenswert ist vielmehr die extrem kurzfristige Mitteilung durch die DFS, sowie die kaum verständliche Formulierung des Schreibens und der umständliche Aufbau der Preisinformation.
Wenn wir unsere Preisinformationen so gestalten würden (Heftpreis im 1.000er Pack auf logarithmischer Skala angeben und dann unsere Leser Bruchrechnung und Potenzierung im Kopf machen lassen), hätten wir wohl deutlich weniger Abonnenten ...

viele Grüße,
Jan Brill
13. Januar 2010: Von Sabine Behrle an Jan Brill
Sorry, aber ich muss einfach fragen: Welcher Teil des ersten Satzes nach "Sehr geehrte Damen und Herren" war da jetzt mißverständlich? Da steht "...bei der Erhebung von Flugsicherungs-AN- UND ABFLUGGEBÜHREN".
13. Januar 2010: Von Bitterlich, Jörg an Sabine Behrle
Hallo Frau Behrle,

sorry, aber ich muss sagen: Keine Frage,es geht ganz klar um An- und Abfluggebühren. Aber nicht das "Was" ist entscheidend, sondern das "Wie". Den Inhalt des Schreibens hätte man genauso gut mit klaren, strukturierten Sätzen für alle verständlich rüberbringen können, anstatt in teilweise verschwurbeltem Beamtendeutsch. Deshalb ein herzliches Dankeschön an Jan Brill für Aufklärung.

Freundliche Grüße
Jörg Bitterlich
13. Januar 2010: Von Sabine Behrle an Bitterlich, Jörg
>Keine Frage,es geht ganz klar um An- und Abfluggebühren.<

Das wurde ja von einigen Diskutanden und vom OP anders gesehen, deshalb meine Frage.

>Aber nicht das "Was" ist entscheidend, sondern das "Wie". Den Inhalt des Schreibens hätte man genauso gut mit klaren, strukturierten Sätzen für alle verständlich rüberbringen können, anstatt in teilweise verschwurbeltem Beamtendeutsch.<

Da steh ich auf dem Schlauch - ich find das nicht so unverständlich. Aber so wichtig ist es nicht...
18. Januar 2010: Von Peter Schneider an Jan Brill
Vielleicht verrechne ich mich da nach Adam Riese:
2/50=0,04. Das hoch 0,7 = 0,105061. Das mal dem Basissatz ist 17,07 Euro. Drunter geht nix mehr, weil die Grenze bei 2 Tonnen ist. Ich werde also 70 Prozent mehr blechen müssen.
18. Januar 2010: Von Jan Brill an Peter Schneider
... welche Grenze bei 2 Tonnen?

MfG
jb
18. Januar 2010: Von Peter Schneider an Jan Brill
Sehr geehrter Herr Brill,

"4. Terminal unit rate....

...and for aircraft weighing less than 2 tonnes will no longer apply after 1 Jan 10"
heißt, Minimum ist 2 Tonnen nach meinem Verständnis. MFG
20. Januar 2010: Von Jan Brill an Peter Schneider
Moin,

gibt keinen Mindestsatz beim Gewichtsfaktor. Es werden die Tonnen mit drei Dezimalstellen genommen und dann der Faktor p kaufmännisch auf zwei Stellen gerundet.

Fällig wird bei An- und Abflug auch nur eine Gebühr, Zähleinheit ist der Abflug.

(Telefonische Auskunft der Gebührenstelle).

Der von Ihnen zitierte Satz bezieht sich auf die bisherige Regelung mit Pauschal 10,70 + MwSt für< 2 Tonnen und den darüber VFR um 60% verminderten Satz. Das ist passé.

viele Grüße,
Jan Brill
20. Januar 2010: Von Peter Schneider an Jan Brill
Moin moin,

ahaa, dann wird sogar mal, je nachdem, im Einzelfall die Gebühr auch deutlich günstiger! Danke für die Klarstellung.
MFG

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