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2. Februar 2009 Jan Brill

Technik: Alternative zu Cessna SID-Inspektion


Cessna SID: EASA erteilt STC für alternatives Inspektions­verfahren

Eine Serie von SID-Inspections (Supp­­le­­­mental Inspection Docu­ment) beschäftigt seit einigen Jahren Halter von 400er und 300er Twin Cessnas. Es geht bei den von Cessna mittels Zusatz zum Maintenance Manual ange­ordneten Kontrollen im Wesentlichen darum, Korrosion und Materialermüdung in der Tragflächen- und weiteren sogenannten Primärstruktur der großen Twins festzustellen. Sehr hohe Kosten und vor allem der Gedanke, womöglich unnötigerweise die Tragflächen ziehen zu müssen, plagten die Halter der betroffenen Flug­zeuge seit 2004. Die Firma CCF manager airline GmbH entwickelte nun in Zusammenarbeit mit der Gomolzig Flug­zeug- und Maschinenbau GmbH eine STC, die nicht nur Kosten spart, sondern auch auf das Auseinanderreißen der Trag­flächen­baugruppe verzichtet.

Die im Dezember 2008 erteilte EASA STC AS 03328 legt für die Twin-Cessnas der 400er-Reihe (401 bis 425) ein „Alternative Supplemental Inspection Document (A-SID)“ fest. Das darin beschriebene Verfahren darf als Alternative zu den von Cessna festgelegten SID-Kontrollen angewendet werden wenn sich das Flugzeug in einem guten Allgemeinzustand befindet.
Für den Halter bringt das folgende Vorteile:
  1. 1. Der Rumpf-Flügel-Verband muss nicht, wie in den SBs MEB02-0 (400er Serie) und CQB08-2 (425) beschrieben, zum Einbau der Inspektionsdeckel (SK421-152 und SK425-49) aufgetrennt werden.

  2. Zum Einbau beider Service Kits werden nur ca. 80 Mannstunden benötigt (sonst 175 bis 290 bei 400er und 384 bei 425).

  3. Es werden keine neuen De-ice Boots benötigt.

  4. Je nach Alter des Flugzeugs (es wird für jedes Flugzeug gemäß seines Nutzungsprofils ein sogenanntes Äquivalenzalter ermittelt) werden fast sämtliche Wirbelstromprüfungen entfallen und durch gezielte Sichtprüfungen ersetzt werden
    können.


Sichtkontrolle statt Tragflächen-Ziehen und Eddy-Current-Inspection. Das alternative Inspektions­programm nach EASA STC 03328 spart für die Halter vor allem Standzeit und Geld. Die von Gomolzig und Harald Kaempf entwickelte A-SID hilft den Haltern, den Wert des Flugzeuges zu erhalten und Korrosionsprobleme frühzeitig zu erkennen. Die STC muss über CCF manager airlines erworben werden, durchgeführt werden die Arbeiten dann von ausgewählten Part 145er-Betrieben.
„Trotz bester Instandhaltung gibt es bei den Modellen der Serien Cessna 400 und 425 Stellen, speziell im Bereich der Primär­struktur des Rumpf-Flügel-Übergangs, die im Rahmen normaler Kontrollen bisher nicht geprüft werden konnten, weil sie ohne Einbau eines Service Kit unzugänglich sind. Mögliche Risse und Korrosion mussten deshalb bis dato unentdeckt bleiben. Diese wichtigen und notwendigen Kontrollen können damit endlich durchgeführt werden, ohne dass durch das Ziehen der Tragflächen die Situation möglicherweise verschlimmert wird“, erklärt Harald Kaempf von der federführenden CCF manager airline gegenüber Pilot und Flugzeug.

Kaempf, der in seinem Unternehmen selber Twins der 400er Reihe einsetzt, hatte sich als einer der ersten in Deutschland intensiv mit den Cessna SIDs und den zugrunde liegenden Korrosionsproblemen an der Tragflächenstruktur beschäftigt und frühzeitig Alternativen zu den sehr aufwändigen Inspektionsverfahren von Cessna entwickelt. Mit der in Zusammenarbeit mit Gomolzig entwickelten STC sind diese Alternativ-Verfahren nun auch anderen Haltern offiziell zugänglich. Halter von 400er-Twins haben die Option, die STC in das nach EASA Part M genehmigte Instandhaltungsprogramm ihres Flugzeugs aufzunehmen.

Inhaber der STC ist Gomolzig als der nach Part 21 zertifizierte Entwicklungsbetrieb. Gomolzig und CCF haben mittels entsprechender Verträge vereinbart, dass die STC ausschließlich via CCF zu erwerben ist. Die erforderlichen Arbeiten können dann von einem Part-145er-Betrieb ausgeführt werden, wobei Kaempf jedoch betont, dass man hier genauestens darauf achten wird, dass der ausführende Betrieb über die erforderlichen Vor­aussetzungen verfügt. Die Halter sparen in der Konsequenz Geld und vor allem Standzeit.

Als Nächstes möchten sich Kaempf und Gomolzig die Twins der 300er-Reihe vornehmen. Alternativprogramme für diese Maschinen und die weiteren von der SID betroffenen Modelle werden in Absprache mit der EASA nach Bedarf entwickelt und die STCs entsprechend beantragt.

Kontakt: CCF manager airline GmbH
Harald Kaempf
E-Mail: hkf@jetcharter.de
Tel: 02203-9528.15
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3. Februar 2009: Von Gregor FISCHER an Jan Brill
Schade, aber wie vielfach im Leben - wer zu spät kommt...

Viele 425 (bei Kolben-400er-Series lohnt sich der Aufwand selten) sind schon 'inspected' und ausserdem ist nicht klar, ob N-reg-Flugzeuge ohne weiteres von diesem STC profitieren könnten!

Wie auch immer: Es stehen zuviele Flugzeuge rum - und investieren will kaum einer.
4. März 2009: Von Philipp Tiemann an Jan Brill
Schon gelesen?

https://www.avweb.com/avwebflash/news/FAAReinterpretsMaintenanceRule_TurbineOwnersBenefit_199889-1.html

Bedeutet allerdings nur Entwarnung für n-registrierte Maschinen.
24. Dezember 2009: Von Urs Wildermuth an Philipp Tiemann
Beitrag vom Autor gelöscht
13. September 2012: Von Joachim Heinicke an Jan Brill

Leider sind Flugzeuge, welche mit dem abgespekten SID Program

geprüft wurden, nicht in die USA zu verkaufen, da die FAA nach

wie vor EASA STC,s oder LBA EMZ,s nicht anerkennt. Vermutlich

wird es auch bei den Einmots eine Fa. geben welche sich auf eine

kostengünstigere Überprüfung in Form einer EASA STC spezialisiert.

Darum sollte sich jeder Besitzer eines Flugzeuges genau im Klaren

sein, ob er sein Flugzeug eventuell einmal in die USA ausführen will.

Dann gilt die Durchführung des SID als nicht durchgeführt und er hat sein

Geld beim Fenster rausgeschmissen.


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