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Unterwegs von Peru nach Ecuador
Einträge im Logbuch: 25
Ausspannen auf den Florida-Keys
 
28. Februar 2007 Jan Brill

Leserreise: Explorationsflug 07


Über Kuba unterwegs nach Key West

Position um 2300Z: 88 NM südlich UCL VOR (Cayo Largo del Sur), kurz nach dem Einflug in den kubanischen Luftraum. Der Tag begann früh am Morgen in Guayaquil in Ecuador. Das Erste Leg führte 832 NM von Ecuador quer über's Wasser nach San Jose, Costa Rica. Auf dem quirligen GA-Flugplatz der Stadt (MRPV) legten wir einen rekordverdächtigen Fuelstopp ein: Kaum gelandet stürzen sich mindestens 8 Personen auf das Redaktionsflugzeug: Treibstoffhändler, Flughafenbehörde, Zoll, Grenzpolizei, Drogenpolizei, AIS- Mitarbeiter... und alle wollen dringend etwas und zwar sofort. Wir sind umzingelt, und geben Formulare, Unterschriften und Auskünfte aus so schnell wir können. Aber wenigstens geht es auf diese Weise flott! Nach 40 Minuten sind wir bereit für das zweite Leg.


Der lange Weg über die Karribik nach Key West.
Dieses führt über 920 NM von San Jose nach Key West in den USA. Ein bestäntiger Gegenwind von 10-15 Knoten der uns seit Natal so gut wie nie von der Pelle gerückt ist macht diesen Flug zur Ausdauerübung. Ohne Ferrytank muss die TwinCo hier alle 140 Gallonen zusammenkratzen, denn wir fliegen High-Speed mit 180 KTAS, um den vereinbarten Termin mit dem US-Customs bei der Einreise nicht zu verpassen. Solange aber das Ankuftsfuel deutlich über einer Stunde liegt gibt es wenig zu befürchten.

Der GA-Flugplatz von San Jose "Tobias Bolanos" ist ein Erlebnis für sich. Rund 3.000 ft hoch in den malerischen Bergen zwischen Atlantik und Pazifik gelegen ist der Anflug auf die 5.000 ft lange und mit einer kräftigen Senke versehenen Bahn bei dem herrschenden Wind und in diesem Gelände durchaus interssant. Wir empfehlen für die Leserreise im Oktober den schwereren Flugzeugen auf den etwas teureren aber sehr viel größeren benachbarten Flughafen von San Jose (MROC) auszuweichen.
Wer sich mit einem kleinerem Flugzeug hingegen entscheidet nach Tobias Bolanos zu fliegen, der bekommt zügigen Service und günstigen Sprit bei überschaubaren Gebühren (rund $55).

Nach diesen beiden letzten Stopps in Süd- und Mittelamerika können wir den Recherchestand für die Leserreise im Oktober als rundherum positiv bezeichnen. Brasilien und Argentinien sind völlig problemfrei, das Fliegerland Chile macht sogar richtig Spass, so einfach kommt man hier durch! Bolivien ist ebenfalls unproblematisch und günstig, lediglich in Peru muss präzise vorbereitet werden, einmal der Permissions wegen vor allem aber wegen der außgesprochen anspruchsvollen Bedingungen im Hochgebirge der Anden.


Anflug auf Tobias Bolanos, Costa Rica.
Das Kostenniveau liegt Lichtjahre unter dem der Asien-Reise. Avgas haben wir auf unserem Trip durchgängig für unter $ 1,50 (außerhalb großer Flughäfen) bekommen. Auf der ganzen Reise sind gerade einmal $200 Handling fällig geworden (in Natal und das war vermeidbar), auf keinem Flughafen hat man uns mehr als 100 € Gebühren abgeknöpft (von der Peruanischen Airway-Gebühr abgesehen), meist lagen die Abgaben deutlich unter $ 50 pro Landung.

Es geht alles etwas langasmer in Südamerika und man beschriebt mehr Papier als bei uns. Auffällig ist aber die extreme Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen hier. Bei keinem Stopp hatten wir das aus Indien oder Nepal bekannte "Cash-Cow"-Gefühl, also den Eindruck abgezockt zu werden. Bakschisch oder Fantasieabgaben wie 2005 in Laos gab es absolut keine! Man zahlt Gebühren, das ist klar, aber diese stehen in einem nachvollziehbaren Verhältnis zu Leistung und Service.

Wir werden nun den Rückweg über Nordamerika antreten und bis zum Ende der Woche über einige Aspekte des Explorationsfluges noch im Detail berichten. Den vollen Erfahrungsbericht gibt's dann beim Vorbereitungsbriefing für die Crews am 12. Mai 2007.

Wir freuen uns nach der Erfahrung des Explorationsfluges jedenfalls sehr auf die Leserreise im Oktober. Ist die Anreise über den Atlantik einmal gemeistert verspricht Südamerika bis hinunter nach Feuerland ein schönes und vor allem gut machbares Flugerlebnis zu werden.


  
 
 





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