Login: 
Passwort: 
Neuanmeldung 
Passwort vergessen



Das neue Heft erscheint am 1. Mai
Eindrücke von der AERO 2025
Im Test: uAvionix AV-30 und tailBeaconX
Sky Pointer vs. Ground Pointer
Neue FAA-Regelung für Zertifikatsinhaber
Wartung und Mondpreise
Unfall: Abgelenkt und abgekippt
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Sortieren nach:  Datum - neue zuerst |  Datum - alte zuerst |  Bewertung

25. September 2018: Von Flieger Max Loitfelder an Florian S. Bewertung: +3.00 [3]

Also

"..Unfall eines Airrace-Piloten auf einem Hubschrauberflug: Während er bei seinem Job rein gar nichts dem Zufall überläßt und nichts macht, was nicht vorher exakt geplant und geübt war, verunglückt er mit dem Heli, weil er spontan komplett anders fliegt, als geplant."

Da war gar nix "spontan anders", H.A. hat ja nicht unabsichtlich den ganzen Tag auf der Hütte verbracht und ist von der Dunkelheit überrascht worden. Er hatte übrigens früher ein Verfahren laufen weil er in Salzburg zwischen dem vollbesetzten Makartsteg (ein Fussgängersteg) und der Salzach durchgeflogen ist. Und das sind keine 10 Meter. Soviel zum Thema "riskiobereit".


"..dass Berufspiloten auf Grund der Selektion risikoaverser sind. Die grundsätzlichen Grenzen der psychologischen Selektion mal aussen vor gelassen, kann man da auch durchaus Argumente für das genaue Gegenteil finden..
..extrem hohe (bis unsinnige) wirtschaftliche Risiken einzugehen. 100k EUR vorab zu bezahlen in der Hoffnung auf einen Job auf einem bis vor kurzen alles anderen als rosigen Arbeitsmarkt kann man wirklich nicht als „risikoavers“ bezeichnen."

So ein Schmarrn. :-)
Wie steht es dann mit einem Studenten der Archäologie? Oder einem mir bekannten Arzt der in Peking TCM studierte und sich dann in Ö auf dem Land selbständig machte?
Das müssen ja dann die Überdraufgänger sein..

Könnten wir uns eventuell darauf einigen, dass "MCC" für "Multicrew" steht und für Flugzeuge relevant ist die auch in einer Mehrfachcrew geflogen werden (müssen)?
Ein Berufspilot der im Werksverkehr solo eine King Air steuert hat genauso wenig damit zu tun wie zwei PPL-Inhaber die gemeinsam VFR einen Rundflug durchführen. Aber privat im UL bin ich ebenso mit einem langjährigen FLugkapitän im UL geflogen wie mit einer PPL-Novizin und beide Male war klar, wer der PiC ist und wer durch Luftraumbeobachtung oder auch Funken von Nutzen ist im Gegensatz zu einem herkömmlichen Passagier dem eben nicht klar ist dass ein Paragleiter von rechts oben irgendwie erwähnenswert wäre. Es gab also sicher kein höheres Risiko wegen der Lizenz.

Auch die Erwähnung von "goPro" im Cockpit würde ich etwas differenzierter sehen: Ich verwende die auch ab und zu wenn es um interessante Anflugverfahren geht oder darum, einem rechts sitzenden Jungpiloten nach der Landung seinen Anflug nochmals vorzuführen. Mit "erhöhtem Risiko" hat das aber in einem Airlinecockpit mit "Flight Data Monitoring" über -zig Parameter überhaupt nichts zu tun. Wenn man in 1000ft/GND noch 15 Knoten zu schnell war erfährt das der Flottenchef noch am selben Tag, da ist man mit oder ohne Kamera genauso identisch unterwegs wie mit leerem vs. vollen Flieger.

Wohin das Bestreben, bestimmte (eigene) Verfahren auch per Video zu propagieren im privaten Bereich führt kann man dagegen hier im Forum an diversen ewig langen Threads erkennen. Hier würde ich durchaus von Risiko sprechen, nicht nur wegen der Kamera.

25. September 2018: Von Chris _____ an Flieger Max Loitfelder

Florian: "..dass Berufspiloten auf Grund der Selektion risikoaverser sind. Die grundsätzlichen Grenzen der psychologischen Selektion mal aussen vor gelassen, kann man da auch durchaus Argumente für das genaue Gegenteil finden..
..extrem hohe (bis unsinnige) wirtschaftliche Risiken einzugehen. 100k EUR vorab zu bezahlen in der Hoffnung auf einen Job auf einem bis vor kurzen alles anderen als rosigen Arbeitsmarkt kann man wirklich nicht als „risikoavers“ bezeichnen."

Max: "So ein Schmarrn. :-)
Wie steht es dann mit einem Studenten der Archäologie? Oder einem mir bekannten Arzt der in Peking TCM studierte und sich dann in Ö auf dem Land selbständig machte?
Das müssen ja dann die Überdraufgänger sein.."

Ich finde Florians Punkt ziemlich gut. Da will man risikoaverse Leute finden und verlangt als Eingangsvoraussetzung, ich drücke es jetzt mal etwas gemein aus, eine "Augen-zu-und-durch-Einstellung" in persönlichen Finanzfragen.

Und der Archäologie- oder Musikstudent hat vielleicht auch schlechte Berufsaussichten, investiert aber nur Zeit, nicht 100k an (out-of-pocket) Geld. Und hat danach nicht abhängig von seinem Judgment das Leben von 100 Passagieren in der Hand. Mit anderen Worten, wenn solche Leute Idealisten oder vielleicht Traumtänzer sind, dann gefährden sie damit maximal ihre eigene Karriere, aber nicht das Leben anderer.

Übrigens, mal ne umgekehrte Beobachtung. Ich war mal bei einer der bekannten amerikanischen Strategieberatungen tätig. Intern hat man sich gegenseitig gefeiert als "visionäre Unternehmertypen", aber ALLE hatten eine Pensions-Direktzusage, Fees in Form von Equity war ein No-Go, mit anderen Worten es wurde abgerechnet wie eine Anwaltskanzlei (oder wie ein Klempner, wem der Vergleich besser gefällt). Das passte für mich auch nicht zusammen.

25. September 2018: Von Chris _____ an Flieger Max Loitfelder

"Wenn man in 1000ft/GND noch 15 Knoten zu schnell war erfährt das der Flottenchef noch am selben Tag..."

Wow.

25. September 2018: Von Achim H. an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

Und der Archäologiestudent hat vielleicht auch schlechte Berufsaussichten, investiert aber nur Zeit, nicht 100k an (out-of-pocket) Geld. Und hat danach nicht abhängig von seinem Judgment das Leben von 100 Passagieren in der Hand.

Musst mal Indiana Jones gucken.

25. September 2018: Von Michael Höck an Chris _____ Bewertung: +1.00 [1]

"Ich finde Florians Punkt ziemlich gut. Da will man risikoaverse Leute finden und verlangt als Eingangsvoraussetzung, ich drücke es jetzt mal etwas gemein aus, eine "Augen-zu-und-durch-Einstellung" in persönlichen Finanzfragen."

Ich würde eher sagen, das hier in der Regel Papas und Mamas Geld riskiert wird. Und das viele dieser Jungen Leute die Bedeutung von Geld verdienen quasi gar nicht kennen.

25. September 2018: Von Flieger Max Loitfelder an Michael Höck Bewertung: +10.00 [10]

Ich würde sagen, dass hier mal wieder Alle in einen Topf geworfen werden: ich fliege derzeit fast ausschließlich mit "Azubis" gegen Ende der Ausbildung. Viele davon haben ihre Ausbildung über einen Anstellungsvertrag mit Rückzahlungsverpflichtung finanziert, viele davon haben Wartezeiten in der Ausbildung mit Jobs in der Kabine oder einem abgeschlossenen Studium (Luftfahrtmanagement oder Luftfahrttechnik) überbrückt. Mir ist noch kein Stuntpilot (-in, einige Damen) untergekommen.

Man kann jungen Leuten die ihre Zukunft in einem Airlinecockpit sehen auch ruhig etwas zutrauen.


6 Beiträge Seite 1 von 1

 

Home
Impressum
© 2004-2025 Airwork Press GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Airwork Press GmbH. Die Nutzung des Pilot und Flugzeug Internet-Forums unterliegt den allgemeinen Nutzungsbedingungen (hier). Es gelten unsere Datenschutzerklärung unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (hier). Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA) Hub Version 14.28.22
Zur mobilen Ansicht wechseln
Seitenanfang