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28 Beiträge Seite 1 von 2

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23. April 2021 07:12 Uhr: Von Stefan Jaudas an Michael Söchtig Bewertung: +2.00 [2]

Tja, die drei genannten Ziele unterschreibe ich teilweise.

1. Energiewende

Durchaus. Die Fossilen werden nicht ewig halten. Nur, ein echtes Konzept wie das funktionieren soll, haben die Grünen so wenig wie unsere aktuelle Regierung. Jede Menge Aktionismus und Schwerpunktaktionen per Brechstange - aber ein langfristiges Gesamtkonzept? Und die Grünen sind da genauso NIMBYg wie alle anderen auch. WKA ja, aber nicht in meinem Landkreis - pfui, "Vogelhäcksler", "Infraschall", "Diskoeffekt", "Verspargelung", usw., usw. Solar ja, aber bitte in Afrika weil da mehr die Sonne scheint. Wasserkraft ja - aber ja rein gar nichhts dafür tun - zudem die Zahl und Höhe der Berge dafür bei uns eh eher begrenzt ist. Und ja gleich gar keine Stromtransportinfrastruktur.

2. Elektromobilität

Eine Schimäre. Das einseitige Festlegen auf Elektro über alles, über alles auf der Welt wird zu nichts führen. Zudem das mit den Batterien auch nicht so toll ist. Zumindest nicht für die Leute, die da z.B. an den Salzseen wohnen wo das Lithium her kommt. Aber das ist ja ganz woanders ganz weit weg.

3. Klimaneutralität.

Siehe 1. - keinerlei Konzept vorhanden. Nur eines kann man sagen: Wenn wir vormachen, wie man es nicht macht, dann wird es uns auch keiner nachmachen.

Und nicht zu vergessen:

4. Abschaffung der individuellen Mobilität, bedingungslose und unbegrenzte Förderung des öffentlichen Verkehrs

Warum das nicht funktionieren wird, darüber könnte man ganze Romane schreiben. Eisenbahnromantik wird da im 21. Jahrhundert nicht weiterhelfen. Die Grünen sind halt im Kern eine Partei der gutbürgerlichen Großstädter. Kleinstadt und Land sind für die etwas, wo man in den Urlaub hinfährt, oder bei einem Städtetrip.

Und dann wird eben wirklich versucht, das über Verbote zu "regeln" - wenn einem nichts weiter einfällt, dann verbietet man halt etwas.

Innovation? Gerne. Aber da sind wir noch weit weg von markfähigen Alternativen. In jeder Hinsicht.

Man könnte die Grünen auch an ihrer völligen Ignoranz gegenüber gewachsenen Industriestrukturen und Blue Collar Arbeitern angreifen. Das Zerstören existierender Strukturen allein ist ja noch keine Lösung, und mit "Wir sind hier wir sind laut weil ihr unsere Zukunft klaut" Slogans von FFF kann man auch keine Computer Rechenzentren betreiben die man für das Teilen der Insta Story der Demo aber benötigt.

Tja, eben diese Kids werden sich wundern, wenn sie dann in 10 Jahren keine netten Jobs bei all unseren produzierenden Mittelständlern mehr finden.

Beim Tempolimit bin ich jetzt völlig enntspannt. 130 auf Autobahnen würde jetzt wirkliich niemandem wehtun. Außer vielleicht ein paar Eidgenossen auf der A81.

Veggieday braucht niemand, stimmt.

Die Zukunft liegt im Fesselflug. Flugplätze werden rund, und in der Mitte ist eine Steckdose für das stromführende Fesselkabel.

23. April 2021 08:48 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Jaudas Bewertung: +3.00 [3]

2. Elektromobilität

Eine Schimäre. Das einseitige Festlegen auf Elektro über alles, über alles auf der Welt wird zu nichts führen. Zudem das mit den Batterien auch nicht so toll ist. Zumindest nicht für die Leute, die da z.B. an den Salzseen wohnen wo das Lithium her kommt. Aber das ist ja ganz woanders ganz weit weg.

A) auch an den Salzseen könnte man die Verdunstung in echten Treibhäusern machen, das Kondensat dann wieder einleiten oder nutzen. Wird aus Geldgründen bislang nicht gemacht. Die Lösung ist aber vorhanden. Ach ja, ich bin auf einem Ferryflug schonmal mit einer Cherokee über Alberta geflogen, was meinst du, wie die Ölsandabbaugegenden so aussehen? Piper Alpha, Amoco Cadiz, Exxon Valdez, Nigerdelta und Deepwater Horizon sagen dir auch was? Niemand kann ernsthaft verlangen, in Laubhütten zu ziehen. Aber Häuser besser zu isolieren, PV auf alle Dächer, Heizen per Wärmepumpe (also auch Strom...), PV über alle Firmenparkplätze sind alles Ingenieurs- und Bauhandwerkerleistungen , die uns 60 - 80 mia per anno ersparen, die wir bislang an überwiegend Kleptokratien für fossile Energie bezahlen.

Ach ja, wo ist nochmal das Zinsniveau?

Wenn es sich energetisch und finanziell binnen 8 - 12 Jahren rechnet, wäre es geradezu bescheuert, das nicht auf breiter Front auszurollen.

Und nicht zu vergessen:

4. Abschaffung der individuellen Mobilität, bedingungslose und unbegrenzte Förderung des öffentlichen Verkehrs

Warum das nicht funktionieren wird, darüber könnte man ganze Romane schreiben. Eisenbahnromantik wird da im 21. Jahrhundert nicht weiterhelfen. Die Grünen sind halt im Kern eine Partei der gutbürgerlichen Großstädter. Kleinstadt und Land sind für die etwas, wo man in den Urlaub hinfährt, oder bei einem Städtetrip.

Klar, und den Stau machen immer nur die anderen... vergleich mal Brüssel und Kopenhagen: Autos sind toll, aber ab einem gewissen Punkt in unseren mittelalterlichen Stadtkernen Opfer des eigenen Erfolges. Der Stau sind nämlich nicht die anderen, sondern wir alle.

Was sind die Lösungen? In Tokio mehr U-Bahnen, in La Paz Seilbahnen, in Phoenix baut man Straßenbahnen (die ist phantastisch! Und ich hätte nie damit in der Wüste dort gerechnet), und bei uns macht das in allen flachen Großstädten sehr viel Sinn. Macht die Straße auch freier für die anderen.

Geht nicht um Abschaffung, sondern Staubeseitigung. Auf dem Land macht der PKW mit Solar vom Parkplatz des Arbeitgebers am meisten Sinn. In einer dichtbesiedelten Stadt oft Bus und Bahn, Fahrrad ist meist noch schneller. Aber doof bei Regen. Ist halt so.

Und auf 300 - 1200 km gibt's nix Geileres und Flotteres als GA. Gerne ohne Flugleiter, mit RNAV-Approaches, Tanken per Kreditkarte oder Landegebühr per App. Einfach vernunftgesteuert. In jedem Verkehrssektor.

23. April 2021 10:06 Uhr: Von Stefan Jaudas an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

A) auch an den Salzseen könnte man die Verdunstung in echten Treibhäusern machen, das Kondensat dann wieder einleiten oder nutzen. Wird aus Geldgründen bislang nicht gemacht. ...

Tja, eben. Tut man nicht. Wobei das mit dem Kondensieren in der Wüste meist recht schwierig ist. Egal, wie viel man kühlt. Energieintensiv wäre es auch. Und das Wasser findet ja auch nicht in den Untergrund zurück wo es herkommt. Und wenn man es tun würde, würde das die Kostenrechnung der E-Mobilität gleich negativ bbeeinflussen. Da sind die E-Fans selber in einem gewissen Zielkonflikt gefangen.

Ach ja, ich bin auf einem Ferryflug schonmal mit einer Cherokee über Alberta geflogen, was meinst du, wie die Ölsandabbaugegenden so aussehen? Piper Alpha, Amoco Cadiz, Exxon Valdez, Nigerdelta und Deepwater Horizon sagen dir auch was?

Schon klar. Aber eben auch Whataboutism. Ich sage ja nicht, dass mit den klassischen Methoden alles toll wäre. Ich sage nur, dass die "neuen" Methoden eben noch lange nicht soweit sind, das heute oder morgen zu ersetzen. Technisch nicht, und was Gesamtkonzepte angeht schon gleich zweimal nicht.

Eine Minilak FES SL, AS34, oder sowas in der Art, das wäre ein Traum. Aber bis es eine B797voltaic oder A391regenergy geben wird, da ist noch ein weiter Weg.

Ach ja, wo ist nochmal das Zinsniveau? Wenn es sich energetisch und finanziell binnen 8 - 12 Jahren rechnet, wäre es geradezu bescheuert, das nicht auf breiter Front auszurollen.

Das hören wir seit über 20 Jahren über WK und PV ... und kaum laufen die Förderungen aus, fängt das Wehklagen der Betreiber an. Von daher kann ich das mit dem "sich lohnen" einfach nicht mehr ernst nehmen. Da verhalten sich die EE-Betreiber im Prinzip genau wie die KKW- Betreiber oder die Kohlebetreiber. Nur dass der Kohlepfennig seinerzeit noch richtig billig war im Vergleich.

23. April 2021 12:02 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Jaudas Bewertung: +1.00 [1]

Tja, eben. Tut man nicht. Wobei das mit dem Kondensieren in der Wüste meist recht schwierig ist. Egal, wie viel man kühlt. Energieintensiv wäre es auch. Und das Wasser findet ja auch nicht in den Untergrund zurück wo es herkommt. Und wenn man es tun würde, würde das die Kostenrechnung der E-Mobilität gleich negativ bbeeinflussen. Da sind die E-Fans selber in einem gewissen Zielkonflikt gefangen.

Nachts ist es verdammt kalt, das kondensiert da weg. Lieferkettenethik kann man auch von uns aus durchsetzen. Machen die Autohersteller jetzt ja bereits mehr und mehr. Wasser versickert übrigens hervorragend, wenn man es wieder einleitet. Die Menge Lithium bei BEV ist erstaunlich gering. Google mal, ich war überrascht. Hat übrigens bei Laptops und Mobiltelefonen bislang noch niemanden gestört. Woher wohl dieser Wertungswiderspruch kommt... Der Zielkonflikt wird primär von denkresistenten Dinosauriern gesteuert, die die Verpestung von Innenstädten noch nie reflektiert haben. Ich übertreibe nur leicht.

Ach ja, ich bin auf einem Ferryflug schonmal mit einer Cherokee über Alberta geflogen, was meinst du, wie die Ölsandabbaugegenden so aussehen? Piper Alpha, Amoco Cadiz, Exxon Valdez, Nigerdelta und Deepwater Horizon sagen dir auch was?
Schon klar. Aber eben auch Whataboutism. Ich sage ja nicht, dass mit den klassischen Methoden alles toll wäre. Ich sage nur, dass die "neuen" Methoden eben noch lange nicht soweit sind, das heute oder morgen zu ersetzen. Technisch nicht, und was Gesamtkonzepte angeht schon gleich zweimal nicht.

Nein, ganz nüchternes Nebeneinanderstellen der Alternativen. Die E-Fahrzeuge kannste viel länger betreiben mit Windenergie, die wir quasi vor der Haustür ernten, oder überm Firmenparkplatz, und wo das Verteilnetz jetzt schon da ist. Sprit muss von der Raffinerie immer zur Tanke gefahren werden. Und vorher aus der halben Welt geholt werden. Das kann man sich für einen Großteil der Anwendungen sparen. Du irrst, Technik und Konzepte sind schon komplett da.

Eine Minilak FES SL, AS34, oder sowas in der Art, das wäre ein Traum. Aber bis es eine B797voltaic oder A391regenergy geben wird, da ist noch ein weiter Weg.

Tja dann kauf einen FES, teil es dir mit drei anderen, los geht's. Und dass wir die Passagiermaschinen deutlich nach den PKW haben werden in den Reichweiten jenseits 1000 km, ist bauartbedingt logisch. Mit Wasserstoff geht da so einiges, Klaus Schulte berichtet ja nicht umsonst in fast jedem Heft vom Stand der Forschung und Anwendung.

Das hören wir seit über 20 Jahren über WK und PV ... und kaum laufen die Förderungen aus, fängt das Wehklagen der Betreiber an. Von daher kann ich das mit dem "sich lohnen" einfach nicht mehr ernst nehmen. Da verhalten sich die EE-Betreiber im Prinzip genau wie die KKW- Betreiber oder die Kohlebetreiber. Nur dass der Kohlepfennig seinerzeit noch richtig billig war im Vergleich.

Falsch, hätten die Emissionen den Preis, der externe Kosten mit einbezieht, müsste man keinen Cent an Förderung reinstecken. Solange wir das nicht machen, ist es eine hochregulierte Industrie. Du würdest auch kein Eisenbahnunternehmen als Bahnkonkurrenten gründen, wenn du keinen diskriminierungsfreien Zugang zum Bahnnetz hättest. Hier werden EVUs protegiert, die die Marktwirtschaft aushebeln. Und KKW sowie Kohle haben erheblichen Konkurrentenschutz oder Vorteile wie Haftungsbegrenzungen nutzen können. Wir subventionieren immer noch fossile Energie.

Daher kann ich in toto deine Kritik nicht ernstnehmen. Das System ist aber künstlich so komplex gestaltet worden, dass das Durchdringen einm zugegebenermaßen nicht leicht gemacht wird.

23. April 2021 18:07 Uhr: Von Michael Söchtig an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Das EEG war die weltweit erfolgreichste Anschubfinanzierung die es jemals gegeben hat. Weltweit kopiert, und seit 2005 waren die Grünen nicht mehr in der Regierung, die danach getroffenen Entscheidungen waren also oftmals nicht ihre Verantwortung.

Dass Anlagen von 2000 die jetzt aus der Förderung fallen oftmals wieder abgebaut werden liegt auch am technischen Fortschritt. 2000 war man bei Solar und Wind noch lange nicht so weit wie 15 Jahre später.

Der Wind schickt keine Rechnung, der Getriebewart und der Monteur mit der Ölkanne aber sehr wohl. Und wenn der regulatorische Rahmen dann noch (künstlich) so kompliziert ist dass es sich nicht lohnt, dann muss man sich nicht wundern.

Was fehlt, ist ein wirklicher Masterplan. Man hat mit dem EEG damals gut begonnen, aber 2008 immer noch neue Kohlekraftwerke gebaut. Die neuesten davon stehen jetzt still, während die alten abgeschriebenen Anlagen noch weiterlaufen. Ich vermisse da wirklich eine Lösung von allen Parteien. Das "alles sofort abschalten" ist genauso wenig eine Lösung wie eine FDP, die am Ende nur noch Lob von der IGBCE für ihre Energiepoltik bekam. Ein wirkliches Umdenken habe ich da aber noch nicht erkannt, während bei den Energieversorgern selbst man schon 5 Jahre weiter ist.

24. April 2021 06:32 Uhr: Von Stefan Jaudas an Michael Söchtig Bewertung: +2.00 [2]

Mit Verlaub,

Das EEG war die weltweit erfolgreichste Anschubfinanzierung die es jemals gegeben hat. Weltweit kopiert, und seit 2005 waren die Grünen nicht mehr in der Regierung, die danach getroffenen Entscheidungen waren also oftmals nicht ihre Verantwortung.

Dass Anlagen von 2000 die jetzt aus der Förderung fallen oftmals wieder abgebaut werden liegt auch am technischen Fortschritt. 2000 war man bei Solar und Wind noch lange nicht so weit wie 15 Jahre später.

Wenn das 20 Jahre (!) dauert mit der Förderung, dann war das keine "Anschub"finanzierung.

Wenn nach dem Auslaufen dieser 20 Jahre "Anschub"finanzierung sich das "plötzlich" nicht mehr lohnt, dann war das nie eine "Anschub"finanzierung.

Wenn dadurch die Strompreise zu den höchsten der Welt werden, dann war das auch keine "Anschub"finanzierung.

Real betrachtet funktioniert das bei uns ja nur, weil wir bei Dunkelflaute auf die konventionellen Kraftwerke im Rest Europas zurückgreifen können.

Wer genau in der Welt hat das EEG kopiert?

Der Wind schickt keine Rechnung, der Getriebewart und der Monteur mit der Ölkanne aber sehr wohl. Und wenn der regulatorische Rahmen dann noch (künstlich) so kompliziert ist dass es sich nicht lohnt, dann muss man sich nicht wundern.

Auch konventionelle Kraftwerke müssen gewartet werden. Wenn da Wart und Monteur nicht mit einkalkuliert waren, was waren das dann für Kostenkalkulationen?

Wo ist der regulatorische Rahmen für 20 Jahre alte Anlagen "kompliziert"?

Was fehlt, ist ein wirklicher Masterplan.

Das unterschreibe ich allerdings sofort. Angefangen damit, wie denn die überschüssige erneuerbare Energie gespeichert werden soll. Energie, die wir zwar bezahlen, aber die nie realisiert wird. Wer hat sie nicht schon gesehen, die WKA-Parks, der Wind weht, und nur ein Rad dreht sich zur Messung der theoretischen Energiemenge, die hätte geerntet werden können, wenn denn der Bedarf gerade da gewesen wäre, die aber trotzdem vergütet und vom Endvverbraucher bezahlt wird. Und wenn ich mir da den Jahresnutzungsgrad anschaue ...

Man hat mit dem EEG damals gut begonnen, aber 2008 immer noch neue Kohlekraftwerke gebaut. Die neuesten davon stehen jetzt still, während die alten abgeschriebenen Anlagen noch weiterlaufen. Ich vermisse da wirklich eine Lösung von allen Parteien. Das "alles sofort abschalten" ist genauso wenig eine Lösung wie eine FDP, die am Ende nur noch Lob von der IGBCE für ihre Energiepoltik bekam. Ein wirkliches Umdenken habe ich da aber noch nicht erkannt, während bei den Energieversorgern selbst man schon 5 Jahre weiter ist.

Ach, den konventionellen Krafftwerken wird jetzt die Schuld zugeschoben, dass die Randbedingungen von der Politik einfach geändert wurden?

Und vorsicht, im Gegensatz zu den ganzen NIMBYs habe ich nichts gegen WKAs. "Vogelhäcksler" sind ein Mythos der NIMBYs. Ich habe noch nie so viele Rotmilane gesehen wie seit es WKAs gibt. Usw. ... Das ist eine sehr demokratische Art der Stromversorgung. Jeder kann sehen wo der Strom herkommt. Im Gegensatz zu den "konventionellen" Kraftwerken, die meist ganz weit weg ganz woanders stehen ... Ich habe auch nichts gegen neue Stromleitungen. Ganz im Gegenteil. Ich habe nur etwas dagegen, dass die gleichen NIMBYs, die zwar "sauberen" Strom wollen, aber nichts dafür bezahlen, und keine WKAs in der eigenen Nachbarschaft, diese Stromtrassen für noch mehr Geld unter die Erde zwingen und um 20 Jahre verzögern. Bis dann im Südlink das erste Mal Strom fließt, muss man den wahrscheinlich altersbedingt neu machen ...

Ich habe aber etwas dagegen, wie diese angebliche "Energiewende" umgesetzt wird - eben völlig konzeptlos. Aber wir werden Eines mit Sicherheit schaffen: Der Welt zeigen, wie man eine "Energiewende" nicht hinbekommt.

24. April 2021 07:45 Uhr: Von Dominic L_________ an Stefan Jaudas Bewertung: +7.67 [8]

Dass die erneuerbaren Quellen immer noch subventioniert werden müssen, liegt doch schlicht daran, dass die Konkurrenz auch immer noch subventioniert wird. Diese Subventionierung besteht doch in so vielen Dingen. Wenn Uran immer noch in "Sklaven" und Kinderarbeit abgebaut wird, muss dafür zwar der deutsche Bürger nicht direkt sein Geldsäckel öffnen, aber keine Sorge: Igrendwo bezahlt schon jemand dafür. Keiner kann seinen Flieger fliegen, ohne eine Haftplicht abzuschließen - man könnte ja jemandem auf den Kopf fallen. Absolut richtig ist das. Genauso, wie man natürlich eine Stadt und alle Häuser und alle gesundheitlichen Schäden ersetzen müsste, wenn mal ein Atomkraftwerk in die Luift geht. Dafür sind die Betreiber natürlich versichert... Oder doch nicht? Auch die Lagerung von Atommüll für ein paar Millionen Jahre wird im Moment zumindest nicht 100% durch Rücklagen gesichert. Ich würde eher mal so von 0,00001% ausgehen. Aber der Rest kommt sicher noch. Oder die Gesellschaft bezahlt es eben.

Bei der Kohle gibt es manche Kraftwerke, bei denen vergessen wird, das Quecksilber wieder einzusammeln (ca. 100% meines Wissens). Das müsste auf den Preis leider noch aufgeschlagen werden. Auch müssten auf den ehemaligen Geläden meines Erachtens nicht nur der oberste Meter Erdreich abgetragen werden, damit man darauf wieder bauen kann, sondern auch alle anderen Meter. Ich bin sicher, dafür werden auch schon Rücklagen gebildet, die demnächst in den Preis einfließen und dann könnte der auch ein bisschen steigen. Oder vielleicht sind das alles Beispiele, wo die Gesellschaft stillschweigend alle Augen zudrücken muss, was definitiv eine Subventionierung ist. Und natürlich müsste jedes Kohlekraftwerk noch zwei weitere Kohlekraftwerke dabei haben, die den Strom für die Anlage produzieren, die das CO2 wieder aus der Luft holt...

Natürlich muss man fairerweise auch sagen, dass wir dieses System auch bei den Solarzellen schon fortsetzen. Selbstverständlich werden die auch wieder mit erheblicher Ausbeutung produziert, denn dafür ist China schließlich da - um die tollen deutschen Standards in Sachen Umwelt- und Arbeits- und Sozialstandards wieder zu umgehen. Auch daran muss man arbeiten und hier Jobs in der Solarproduktion schaffen und gleichzeitig auch an Recyclingsystemen arbeiten, damit das Ganze wirklich nachhaltig ist.

Aber Fakt ist trotzdem: Eine Solarzelle erwirtschaftet in relativ kurzer Zeit tatsächlich die Energie, die für ihre Produktion benötigt wurde, und dann kommt netto was raus. Und alles was man in China bauen kann, kann man hier genauso gut bauen. Das Delta ist einfach nur die Ausbeutung von Menschen, oder woras soll das sonst bitte sehr resultieren? Wenn man damit aufhört, kann man mal über realistische Preise für alles Mögliche reden - auch für's iPhone.

Dieser Beitrag kann leichte Offtopic-Anteile enthalten. Es tut mir Leid.

24. April 2021 09:34 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Jaudas Bewertung: +2.00 [2]

Wenn das 20 Jahre (!) dauert mit der Förderung, dann war das keine "Anschub"finanzierung.

Doch, weil das degressive Raten für alle Neuanlagen waren und extrem langlebige Investitionsprodukte. Das rollende Material der Bahn hält ja auch länger als eine Waschmaschine, und unsere GA-Maschinen viermal so lange wie unsere Autos.

Erst durch Skaleneffekte entstand eine massive Kostenreduktion, übrigens deutlich besser als von allen prognostiziert.

Wenn nach dem Auslaufen dieser 20 Jahre "Anschub"finanzierung sich das "plötzlich" nicht mehr lohnt, dann war das nie eine "Anschub"finanzierung.

Es sind Garantiepreise über einen langen Zeitraum, ansonsten hätte man staatliche Garantieabnahmen für die Hersteller machen müssen. Kommt aufs Gleiche raus. Ach ja, wie lange laufen Kohlekraftwerke und AKWs? Googel mal, wieviel wir in Nuklearforschung gesteckt haben seit dem Atomminister Strauß.

Wenn dadurch die Strompreise zu den höchsten der Welt werden, dann war das auch keine "Anschub"finanzierung.

Guck dir mal die Zusammensetzung des Preises an. Es über eine Umlage zu machen war brilliant, weil sie dadurch nicht von fiskalischen Stimmungen wechselnder Finanzminister abhängig war. Jetzt müsste man nur noch kontinuierlich Preise, die die Wahrheit sagen, bei der Umweltverschmutzung einführen, dann kannst du nochmal viel stärker deregulieren. Der Strom subventioniert die Rentenbeiträge - was für ein Schwachsinn.

Real betrachtet funktioniert das bei uns ja nur, weil wir bei Dunkelflaute auf die konventionellen Kraftwerke im Rest Europas zurückgreifen können.

Vor allen Dingen auf die eigenen. Die TWh des Gasnetzes hatte ich dir bereits genannt. Lieber 2 - 7 Wochen pro Jahr im Winter die Erdgasspeicher leerfeuern, als 365 Tage im Jahr Millionen Tonnen fossilem Dreck in die Atmosphäre zu jagen. Da halte ich lieber die Jobs im Lande bei Wind & PV, als saudische Paläste oder russische Luxusdatschen einer Oligarchie zu finanzieren.

Wer genau in der Welt hat das EEG kopiert?

Guck mal selbst nach, das prägt die Gedächtnisstruktur.

Der Wind schickt keine Rechnung, der Getriebewart und der Monteur mit der Ölkanne aber sehr wohl. Und wenn der regulatorische Rahmen dann noch (künstlich) so kompliziert ist dass es sich nicht lohnt, dann muss man sich nicht wundern.
Auch konventionelle Kraftwerke müssen gewartet werden. Wenn da Wart und Monteur nicht mit einkalkuliert waren, was waren das dann für Kostenkalkulationen?

Eben, schlecht reguliert von Altmaiers Verhinderern. Merkel versagt hier seit 2005. Mal mit Rösler, mal mit Gabriel, mal mit Scholz.

Wo ist der regulatorische Rahmen für 20 Jahre alte Anlagen "kompliziert"?

Nimm mal die Schwellenwerte für den Ausbau von PV, was auf Hausdächern und Gewerbeparkplätzen mal komplett widerstandslos von der Nachbarschaft hingenommen wird. Einziger Zweck ist es, PV auszubremsen. Von der Gewerbeanmeldung für Privatleute mal ganz abgesehen, statt einfach die Zähler verplombt vor und zurücklaufen zu lassen, unkompliziert. Ach ja, die Höhenregelung, was Söder so behauptet und was er bei sich im Bundesland entscheidet, ist so verlogen wie er halt sein Fähnchen nach dem Winde richtet.

Was fehlt, ist ein wirklicher Masterplan.
Das unterschreibe ich allerdings sofort. Angefangen damit, wie denn die überschüssige erneuerbare Energie gespeichert werden soll. Energie, die wir zwar bezahlen, aber die nie realisiert wird. Wer hat sie nicht schon gesehen, die WKA-Parks, der Wind weht, und nur ein Rad dreht sich zur Messung der theoretischen Energiemenge, die hätte geerntet werden können, wenn denn der Bedarf gerade da gewesen wäre, die aber trotzdem vergütet und vom Endvverbraucher bezahlt wird. Und wenn ich mir da den Jahresnutzungsgrad anschaue ...

Elektrolyse. PtG. Und mal wieder ein schlechtes regulatorisches Umfeld: Der Kohlestrom verstopft bauartbedingt die Leistung, weil die Braunkohlekraftwerke je nach Baujahr fast gar nicht abgeregelt werden können, und Steinkohlekraftwerke das auch nicht so gerne mögen. Wie schnell man Gasturbinen der Lastfolge anpassen kann, ist uns Fliegern ja am allerbesten bekannt. Wir brauchen also ergänzende Gaskraftwerke. Nicht Kohle.

Im übrigen sind die Überschüsse wenige Prozent, aber das hast du wohl bislang nur nachgeplappert, statt dir mal die Fakten anzusehen.

"In Deutschland werden jedes Jahr rund 0,5 Prozent der gesamten erzeugten Strommenge abgeregelt. ", und https://de.statista.com/statistik/daten/studie/665177/umfrage/menge-des-abgeregelten-windstroms-in-deutschland/#:~:text=Die%20Statistik%20zeigt%20die%20Entwicklung,die%20Netzstabilit%C3%A4t%20gew%C3%A4hrleisten%20zu%20k%C3%B6nnen.

Ach, den konventionellen Krafftwerken wird jetzt die Schuld zugeschoben, dass die Randbedingungen von der Politik einfach geändert wurden?

Wenn Konzerne die noch bauen in den Nullerjahren oder Zehnerjahren, dann haben sie auf ganz dünnem Fundament gebaut und geplant. Die Skalierungen für EE waren ständig publiziert. Aber bei den investierten Summen hat man sich halt zulange auf Lobbyarbeit verlassen. Wie die GroKo nach der letzten Umfrage das Flattern bekommen hat, sieht man gerade an Altmaiers hektischen Veränderungen. Was zeigt - Druck funktioniert. Lobbyarbeit immer weniger. Das Problem sind ja auch nicht die Gaskraftwerke und Spitzenlastkraftwerke, sondern der ganze andere alte unflexible Rotz, welcher voll abgeschrieben eben mit geringen Grenzkosten Strom anbieten kann.

Ich habe aber etwas dagegen, wie diese angebliche "Energiewende" umgesetzt wird - eben völlig konzeptlos. Aber wir werden Eines mit Sicherheit schaffen: Der Welt zeigen, wie man eine "Energiewende" nicht hinbekommt.

Die Konzepte sind ja da. Du hast sie nur noch nicht erfasst. Viel Spaß bei der Recherche.

Salopp gesagt: PV tagsüber extrem dezentral, Wind, so wie wir Flieger ihn von Windy et al kennen, die Lücken werden durch Spitzenlast (geht auch aus Biomasse übrigens, wird derzeit nur nicht so vergütet) geschlossen, die Kapazität dafür muss für die Dunkelflaute recht hoch sein. Was du derzeit hast, sind Rückzuggefechte der Unternehmen, die Dinos im Bestand haben, und recht clever Lobbyarbeit machen. Gepaart mit verantwortungslosen, kinderlosen Spitzenpolitikern, die den Tellerrand einer Legislaturperiode nicht überblicken wollen (Merkel, Altmaier, Lindner, Scholz).

24. April 2021 10:27 Uhr: Von Peter Schneider an Dominic L_________

Mal da kucken: ZDF Info

Grüne sind nicht gleich Grüne. In Finnland unterstützt die Partei der Grünen die Atomkraft als Brückenenergiequelle gegen den Klimawandel und CO2-Ausstoß. Punkt.

Endlagerproblem in Finnland: haben die nicht. Die Abfälle werden in 800 Metern Tiefe für die nächsten Millionen Jahre im Granitstock versenkt.

Endlagerprobleme kennen auch die Amerikaner nicht: In Tenessee ist bei Oak Ridge ein Tal abgesperrt (Y12), dort lagert der radioaktive Abfall überirdisch. Besichtigen kann man das Modell des Systems im Atommuseum in Oak Ridge (siehe Foto). Punkt.

Als geologisch leicht bewanderter gibt es die Ideallösung für Endlagerung: geographische Subduktionszonen, z.B. der Marianengraben. Dort versenke ich in 12 km Tiefe den Müll in geeigneter Weise. In ein paar tausend Jahren ist der dann im Erdinneren verschwunden.

Geht nicht? Nur wegen des multilateralen Atomabkommens nicht. Mal sehen, wie das wird, wenn internationaler Energienotstand eintritt.

Das kam für die deutsche Öffentlichkeit im ZDF-Beitrag kaum zur Sprache. Wenigstens aber war das Thema Rettet Atomkraft das Klima relativ ausgewogen.

Photovoltaik: Vernebelungstaktik mancher Netzbetreiber gegenüber Privatleuten sowie soviel wie möglich Steine in den Weg rollen. Das EEG trifft bei Eigenerzeugung gar nicht zu, wenn man weder Förderung noch Einspeisevergütung haben will. Ein Netzbetreiber hat das auf Insistieren sofort eingeräumt und den austauschkompatiblen Zweiwegezähler installiert. Der andere Netzbetreiber im Bereich meiner zwei baugleichen 1,1 kWp-Anlagen hat herumgezimpert und erhielt eine 3-seitige juristische Belehrung, dass hier nicht das EEG, sondern das EnWG greift und zwar auf europäischer Ebene und nicht mit mangelhafter deutscher Umsetzung und Verhinderungsregelung mit 70%-Begrenzung. Daraufhin hat er gekniffen, mir aber für 900 € Installationskosten einen mit dem Stromkasten nicht kompatiblen Zähler geliefert, der dann noch Überspannungsschutz brauchte. Es ging zwar, aber mit Steinen im Weg...Und so sollte ich dann meinen Elektroflieger mit eigenerzeugtem Strom aufladen? Da flieg ich lieber mit Sprit so lange es geht.

Also das passt alles nicht mehr zum Thema AERO, sorry.




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OakRidgeEndlager.JPG



24. April 2021 11:34 Uhr: Von Sven Walter an Peter Schneider Bewertung: +2.00 [2]

Endlagerproblem in Finnland: haben die nicht. Die Abfälle werden in 800 Metern Tiefe für die nächsten Millionen Jahre im Granitstock versenkt.

Trotzdem sauteuer (s. die Baukostenüberschreitung bei denen), und schlecht regelbar. Es sei denn, man hat ein Pumpspeicherkraftwerk, das man selbst ständig befüllen kann, oder elektrolysiert fleißig dazu. Aber das muss jeder demokratische Staat selbst entscheiden.

Endlagerprobleme kennen auch die Amerikaner nicht: In Tenessee ist bei Oak Ridge ein Tal abgesperrt (Y12), dort lagert der radioaktive Abfall überirdisch. Besichtigen kann man das Modell des Systems im Atommuseum in Oak Ridge (siehe Foto). Punkt.

Die Amerikaner haben sich gerade in Oak Ridge nicht wirklich mit Ruhm bekleckert, was Kontamination anbelangt. Wenn du meinst, dass oberirdisch für hunderttausende Jahre eine gute Lösung ist, wertet das deinen Beitrag nicht gerade auf.

Als geologisch leicht bewanderter gibt es die Ideallösung für Endlagerung: geographische Subduktionszonen, z.B. der Marianengraben. Dort versenke ich in 12 km Tiefe den Müll in geeigneter Weise. In ein paar tausend Jahren ist der dann im Erdinneren verschwunden. Geht nicht? Nur wegen des multilateralen Atomabkommens nicht. Mal sehen, wie das wird, wenn internationaler Energienotstand eintritt.

Wegen der Gestehungskosten von EE wird dieser Notstand nicht eintreffen. Die Frage löst sich wirtschaftlich. "in geeigneter Weise", aha, Fässer vollmachen mit in Glas eingegossenem hochradioaktiven Müll? Ins Sediment, und wenn es dann zerquetscht wird, gibt es keine porösen Rückverbindungen mehr an die Meeresoberfläche? Klingt spontan nach einer Superidee. Nicht. Punkt. (man könnte es auch in die Sonne schleudern, kann leider nur Superman im Comic)

Und so sollte ich dann meinen Elektroflieger mit eigenerzeugtem Strom aufladen? Da flieg ich lieber mit Sprit so lange es geht.

Guter Einsatz gegen deine Energieversorger, richtig so. Aber solange du nicht am Platz wohnst, was bei uns ja leider primär durchs Baurecht verhindert wird, wirst du wohl kaum mi dem eigenerzeugten Strom fliegen gehen. Wenn dann als Flugschulbetreiber. Und auch dann wirst du wohl eher nach EEG als nach EnWG einspeisen wollen, da die Eigenabnahme wohl kaum den deutlich mehr als 1,1 kWp auf deinem Hangar entsprechen wird. Und halt nicht synchron mit der Erzeugung erfolgt.

24. April 2021 11:45 Uhr: Von Dominic L_________ an Peter Schneider Bewertung: +2.00 [2]

Da ich kein Geologe bin, kann an der Stelle nur skeptisch sein und leider keine harten Fakten beisteuern. Aber warum braucht ein Atomkraftwerk keine Haftpflichtversicherung?

24. April 2021 12:36 Uhr: Von Robert Hartmann an Dominic L_________ Bewertung: +2.00 [2]
„Eine komplette Versicherung der Risiken der Atomkraft ließe die Strompreise einer Studie zufolge explodieren. Nach Berechnungen von Versicherungsmathematikern könnten die zu zahlenden Prämien den Strompreis auf mehr als das Vierzigfache steigen lassen.“

https://www.manager-magazin.de/finanzen/versicherungen/a-761954.html
24. April 2021 12:49 Uhr: Von Dominic L_________ an Robert Hartmann Bewertung: +3.00 [3]

Eben. Und ich habe absolut nichts dagegen, wenn jemand etwas gegen Solarenergie vorzubringen hat. Mich interessieren immer sehr die Argumente für und wider. Ich sage nur, dass in der Summe für mich GANZ klar herausgekommen ist: Wir sollten hier die Arbeitsplätze und das Knowhow schaffen für Solarzellen, die vor allem zuverlässig und recyclebar sind. Da ist meines Erachtens noch deutlich Potenzial drin.Ob der Strom für 2 oder für 10 Cent erstellt wird, ist doch gar nicht so wichtig. Wenn man 30 Cent für die kWh zahlt, ist der Löwenanteil doch ohnehin was Anderes. Selbst wenn man sagt, dass der Staat auf den Steueranteil verzichten würde, ist doch sehr fraglich, ob er deswegen weniger einnehmen würde, schließlich würde er an den produzierenden Unternehmen verdienen.

ich finde, es zeichnet sich ab, dass die Raffgier nach Rohstoffen sich demnächst geradezu kritisch verschärfen wird. Dann werden nicht nur die immer wieder üblichen armen Länder übervorteilt und ausgebeutet, dann fangen auch die reichen Länder an, sich gegenseitig zu "beklauen". Vor dem Hintergrund wäre es hochgradig weitsichtig, aus Deutschland mit Verfahren und Produkten zur Stelle zu sein, die es ermöglichen, Rohstoff so weit wie möglich immer wieder zu nutzen, anstatt sie wegzuwerfen und zu sagen, dass neu billiger ist.

Das sollte für Solarzellen gelten, aber auch für ALLES andere, auch beispielsweise Häuser und natürlich auch Flugzeuge oder Autos. An Häusern kann man so gut wie nichts recyclen. Das ist alles Bauschutt und wohin soll man damit nur? Viel interessanter wäre es doch, Materialien zu verwenden, die nachwachsen, selbst wenn diese nicht ganz so lange halten und teurer sind. Dafür muss man sie nachher nicht deponieren (teuer), sondern kann sie vielleicht thermisch verwerten und somit noch Energie erzeugen. Es wird einfach zu selten auf den Gesamtnutzen/-schaden geschaut!

24. April 2021 13:40 Uhr: Von Peter Schneider an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Die Amerikaner haben sich gerade in Oak Ridge nicht wirklich mit Ruhm bekleckert, was Kontamination anbelangt. Wenn du meinst, dass oberirdisch für hunderttausende Jahre eine gute Lösung ist, wertet das deinen Beitrag nicht gerade auf.

Der muss nicht aufgewertet werden. Es geht um die politische und medial ideologische Verblendung, bzw. Ausblendung.

...wenn es dann zerquetscht wird, gibt es keine porösen Rückverbindungen mehr an die Meeresoberfläche?

Rechne doch einfach mal ein paar hundert Kubikmeter zerquetschtes Plutonium haltiges Material in ein paar Millionen Kubikkilometern Meerwasser verdünnt aus. Das haben die Japaner ja gerade mit dem kontaminierten Fukushima-Wasser vor. Dann vergleich das mal mit der Uran-Konzentration im Gestein im Bergbau. Dagegen ist selbst eine D20-Lösung noch giftig.

Wie gesagt, es geht mir um ausgewogene Berichterstattung. Ich bin da ideologiefrei und erlaube mir das zu berichten, was viele Medien hierzulande ausblenden, überzeugen muss ich niemanden.

24. April 2021 13:55 Uhr: Von Sven Walter an Sven Walter
https://www.cockpit.aero/rubriken/detailseite/news/brennstoffzellen-fuer-kleinflugzeuge/?no_cache=1
24. April 2021 13:56 Uhr: Von Stefan Jaudas an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Sorry,

aber Antworten in dem Stil ...

Guck mal selbst nach, das prägt die Gedächtnisstruktur.

.. kann ich gar nicht leiden. Und sie sprechen für sich.

24. April 2021 16:05 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Jaudas Bewertung: +2.67 [3]

Exakt, spricht dafür, dass ich mich mit Didaktik und Pädagogik schon mal länger beschäftigt habe. Und du ein offenbar recht fragiles intellektuelles Polster bei dem Themenkomplex hast.

Also, wenn du schon mehrfach behauptest, es gäbe keinen Masterplan, die Originalquellen aber nicht verifizieren magst, warum sollte ich dir dann die Imitatoren des EEG auflisten? Google is your friend, my friend.

Nur durch die eigene Einsicht lassen sich Fragen reflektieren.

Fliegerisches Beispiel? Lilium vs Joby, welches Konzept geht besser? Die Debatte im letzten Jahr mit dem Aerokurier dürften wir alle mitbekommen haben. Mittlerweile gibt's aber sogar Blogeinträge eines leitenden Ingenieures von Lilium, wo einiges deutlich transparenter als zuvor erläutert wird, sogar eine Studie mit Peer Review gibt es. Ob das in deren Zeitpunkt funktionieren wird, kann ich nicht beurteilen, und wie die Vereisung vermeiden wollen (TKS läge für mich nahe?) würde mich sehr interessieren. Fakt ist aber, niemand von uns Externen steckt tief drinnen in der Materie, man kann aber spannend spekulieren. Bei der Frage EEG haste hingegen aufgrund der Bedeutung der Frage massenhaft publizierte Fachliteratur und Großstudien. Wenn dann jemand sagt "Masterplan gibt's nicht", immer und immer wieder, dann verweise ich dich halt auf eigene Recherche, wenn du primär Propagandaargumente gewisser Kreise aufführst.

Mach mal. Zeigt Größe, sich fortzubilden und auch Fehler einzugestehen. Welche Länder haben also in welchem Umfang das EEG zum Vorbild genommen?

P.S.: " Im Übrigen ist das deutsche EEG in über hundert Ländern der Welt kopiert worden." Einfach den Satz googeln.

25. April 2021 11:19 Uhr: Von Peter Schneider an Dominic L_________

Vielleicht deshalb, weil die Energieversorgung im nationalen Interesse liegt und die Nummer zu groß für Privatunternehmen ist? Dafür gibt es die Atomrechtliche Deckungsvorsorge.

25. April 2021 13:29 Uhr: Von Dominic L_________ an Peter Schneider

Also aus meiner Sicht gehört alle Versorung in staatliche Hand, aber das ist für diese Betrachtung unerheblich. Dass ein Betreiber eines Atomkraftwerks gewissen Pflichten hat, ist ja schön, aber so wie ich das sehe (und leider kann ich das nicht als Jurist würdigen), umfassen diese Pflichten eben NICHT, dass er alle Schäden auch wirklich beseitigt, zumal das quasi unmöglich ist. Die Frage ist doch: Wenn neben Aachen ein Kraftwerk in die Luft geht, wer ersetzt Aachen? Was kostet Aachen eigentlich?

Es ist ja noch nicht einmal damit getan, irgendwo eine Stelle zu suchen und dort Aachen einfach wieder aufzubauen. Da wir hier so eine Flächenknappheit haben, wäre damit der Schaden trotzdem nicht behoben. Das würde nur die Preise für Grund und Boden in die Höhe schnellen lassen. Auch das müsste irgndwie kompensiert werden. Von Schadensersatzzahlungen für Tote, Krankenversorgung für Verstrahlte und so weiter ganz zu schweigen. Zum Glück haben wir noch kein Beispiel, was wirklich passiert, aber ich sage, dass die Gesellschaft auf 99% der Kosten sitzen bleiben wird.

25. April 2021 16:11 Uhr: Von Wolff E. an Dominic L_________
Wenn der Staat für die Energieversorgung verantwortlich wäre? Gute Nacht. Schon vergessen was mit BER war? Ganz zu schweigen was dann der Strom kosten würde...
25. April 2021 17:18 Uhr: Von Dominic L_________ an Wolff E.

Tjaha, der Staat ist schon ok, aber die Vertreter... Ich habe keine Ahnung, wer das Bildungssystem retten kann, ich weiß nur, dass es nicht die derzeitige Regierung ist. Wie man genau verhindern kann, dass alle halbwegs klugen Köpfe in die freie Wirtschaft gehen und das, was übrig bleibt, den Staat lenkt, weiß ich auch nicht. Ich würde erst einmal die Gesamtanzahl der klugen Köpfe erhöhen.

25. April 2021 17:25 Uhr: Von Wolff E. an Dominic L_________ Bewertung: +2.00 [2]
Wer klug ist, geht nicht mehr in die Politik. Daher kann der Staat vieles nur recht mittelmäßig. Beispiel gibt es zu hauf. BER, Elb-Philharmonie, pkw maut, Impfstoffbeschaffung, wirtschaftshilfen in Coronazeiten, maskenbeschaffung bzw deren Nichtbezahlen, vergeigte Windkraft, flüchtlingsproblem, sich von der Türkei abhängig machen lassen. Alles sachen, die schon unter dem Strich den Steuerzahler viel Geld kosten werden...
25. April 2021 19:40 Uhr: Von Sven Walter an Wolff E.

Äh - deine ganzen Kommunalversorger ist staatlich. Guck dir mal die Eignerstruktur bei RWE, EnBW, EdF und Axpo an, nur so als Beispiel. Da gibt's im Bereich Daseinsvorsorge sehr gute und nicht so gute Beispiele.

25. April 2021 19:44 Uhr: Von Sven Walter an Wolff E. Bewertung: +1.00 [1]

Für deine Auflistung um 17.35 h hingegen würde ich dich gerne mal auf eine Pizza einladen, sehr treffend zusammengefasst.

9. Mai 2021 19:38 Uhr: Von Willi Fundermann an Sven Walter Bewertung: +2.00 [2]

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