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13. August 2012: Von Flieger Max L.oitfelder an Max Sutter
Und zum Thema selbst??
13. August 2012: Von Max Sutter an Flieger Max L.oitfelder

Letzthin hat Alt-Bundeskanzler Schmidt gesagt, dass alte Steuern gute Stceuern sind, will heißen, dass man sie nicht ohne Not abschaffen sollte - der Grund: die Leute haben sich daran gewöhnt. Die Passagiersteuer ist natürlich das pure Gegenteil davon - nämlich eine neue Steuer und damit eo ipso unbeliebt.

Ebenso unbestritten ist aber auch die Lenkungswirkung von Steuern und Abgaben. Die Versuchung besteht natürlich, dieses effektive Instrument für politisch mehr oder weniger wünschenswerte Ziele einzusetzen. Wenn wir uns die Entwicklung des Luftverkehrs seit Beginn des Jet-Zeitalters vor Augen halten, sowohl in quantitativer als auch in preislicher Hinsicht, so wird man auch ohne flugfeindlich eingestellt zu sein zum Schluss kommen, dass die Entwicklung nicht ewig so weiterwachsen kann - dabei haben Milliarden von Menschen die Flugtouristik für ihren Bedarf noch gar nicht entdeckt. Aber wenn ein Flug nach Australien und zurück mit allem billiger ist als drei Wochen im Hotel am Timmendorfer Strand, so entsteht Handlungsbedarf. Denn die Scheichs werden bestimmt nicht (und sie können es auch) eher ruhen, als bis der Luftverkehr um Dubai die größeren Dimensionen hat als der rund um Long Island..

13. August 2012: Von Achim H. an Max Sutter
Ich stehe der Steuer auch eher positiv gegenüber, der kommerzielle Luftverkehr ist zu günstig. Allgemein ist Transport zu günstig, solange man Nordseekrabben zum Pulen nach Marokko schickt und zum Verkauf wieder zurück. 2 Wochen Ägypten kostet weniger als 2 Wochen Allgäu. Also eine Steuer mit einer sinnvollen Lenkungswirkung (wie Tabaksteuer).

Allerdings stimme ich auch Herrn Brunzema zu, der Inselverkehr hat eine besondere Bedeutung und wird aufgrund der kurzen Flugzeiten unverhältnismäßig getroffen.

Die Regelung ist Österreich ist administrativer Schwachsinn. Für die paar Kleinflugzeuge (die schon Steuern aufs Flugbenzin bezahlen) so einen Zinober veranstalten. Jetzt ist die Grenze bei 2 Tonnen, da ist die Gruppe der Verärgerten deutlich kleiner.
13. August 2012: Von Lutz D. an Achim H.
Krabbenpulen, Fernreisen - Das ist argumentativ aber dünnes Eis. Dementsprechend könnten wir ja auch den Seetransport so besteuern, dass es endlich wieder günstiger wird Jeans in Wuppertal nähen zu lassen anstatt in Bangladesh. Der günstige Transport von Waren und Menschen ist essentieller Antreiber des Freihandels und der Globalisierung - mit all ihren negativen - aber auch allen positiven Effekten. Wir wollen doch nicht zurück ins Zeitalter abgeschotteter Nationalökonomien? Per se spricht zudem gar nichts dagegen, dass eine Fernreise günstiger ist, als ein Urlaub an der Nordseeküste. Verteuerung des Angebots an Fernreisen führt übrigens nur zu noch höheren Preisen für Inlandsurlaub, das ist möglicherweise hinsichtlich der Differenz dann ein Nullsummenspiel zum Nachteil des Verbrauchers.
13. August 2012: Von Achim H. an Lutz D.
Ein LKW der durch Deutschland fährt muss eine grüne Plakette haben und zahlt eine Straßenmaut. Ein Containerschiff bläst den größten Dreck überhaupt durch den Motor und zahlt ziemlich wenig, so wenig, dass die Transportkosten beim Produktendpreis kaum eine Rolle spielen. Das halte ich schon für falsch. Globalisierung ist schön und gut aber die Transportkosten sind zu niedrig, das ist einer der Gründe für Exzesse. Man gehe mal durch einen Wal Mart in den USA und schaue sich an was für ein Schrott da zu welchen irrsinnig niedrigen Preisen angeboten wird. Ich begrüße ausdrücklich jede Initiative, die den Transport verteuert. Wesentlich besser als Waren mit Zöllen zu belegen.

Nimm mal den durchschnittlichen Easyjet-Preis, rechne aus wie viele Liter Kerosin auf einen Passagier entfallen und multipliziere das mit dem Tankstellenpreis für Diesel. Da bist du weit über dem Ticketpreis. Das passt einfach nicht.

13. August 2012: Von Flieger Max L.oitfelder an Achim H.
Alles richtig, erstaunlich ;-)
13. August 2012: Von joy ride an Flieger Max L.oitfelder
genau das ist das beispiel, das es nicht "richtich" ist: mischkalkulationen werden weiterhin flüge unter kosten in den markt bringen - da spielt weder die globale erderwärmung noch eine globale luftsteuer irgendeine rolle.
und das ist das wesentlich größere problem (flugtickets unter kosten) gegenüber polemischer "ich will teuer" parolen.
es spielt nämlich keine rolle was sich einzelne foristi leisten können, sondern volkswirtschaftlich wird industrie/marktanteile/firmen(anteile) vernichtet. (aber auch positiv kein bedarf generiert, der gar nicht erst entstehen darf - wenn korrekte preise angeboten werden)
meine meinung: genauso wie wucher verboten ist, sollte "kriminelle" unter-kosten anbietung (auch noch im kartell) nicht erlaubt sein - das wäre eine lösung sowohl für konsumenten-bewusstsein, damit ökologie, und letztendlich für die industrie und die arbeitsplätze
14. August 2012: Von Lutz D. an joy ride
"unter Kosten", genannt dumping, ist ja bereits verboten. Das ist aber gerade bei Easyjet oder Ryanair nicht (zwingend) der Fall. Der Ipod wurde durch Apple auch unter Produktionskosten angeboten, das Geld via iTunes verdient - relevant ist das Gesamtergebnis. Die durchschnittliche easyjet fare von 71€ scheint mir bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 5l Jet A1 pro 100pkm bei innereuropäischen Strecken die Speitrechnung auch zu decken. Zzgl der Erlöse von über das easyjet-Portal gebuchter Mietwagen, Versicherungen , Hotels etc. wird das schon gerade passen. Und wenn nicht - dann setzt sich die Konsolidierung eben fort. Da mein Dieselpreis an der Tankstelle Steueranteile enthält, die mit Lenkungswirkung oder externer Kosten des Verkehrsträgers nichts zu tun haben, müsste nach meinem Weltbild eher dieser sinken, als dass der Airline-Sprit steigen sollte.
14. August 2012: Von joy ride an Lutz D.
ich meinte nicht die unter-durchschnitts-kosten pro flug (sowas macht kaum jemand freiwillig bzw. streicht irgendwann diesen ableger), sondern die durch mischkalkulation pro flug angebotenen einzel-schnäppchen die im "frühbucherrabatt" anscheinend nicht der auslastungs-erhöhung (und damit deckungsbeitrag, effizienz, etc.) dienen, sondern einfach aus markeitng-zwecken der bevölkerung suggeriert, fliegen muss billig - und das können nur "meine jungs" ... das ist nicht nur wettbewerbs-verzerrend und -ruinierend, sondern das ist der grund, weshalb man promovierter marketingexperte sein müsste, um preise, kosten und umweltbewusstsein überhaupt im ansatz verstehen zu können - die bevölkerung, damit der kunde, und damit letztendlich die industrie, ist überfordert von den "tricksereien", und wie immer im leben, scheitern die "ehrlichen" bzw. werden von feindlichen staatsmächten usurpiert - und da schliesst sich der kreis, wo konkret unser gesetzgeber und steuer-einsammler dann auch selbst betroffen ist. aber da er geistig schon längst ausgestiegen ist, lässt er's munter laufen bzw. surft sogar auf der welle mit, und zockt selber auf kurzfrist-denkweise (siehe luftsteuer) ...
14. August 2012: Von Hubert Eckl an Achim H.

Ich begrüße ausdrücklich jede Initiative, die den Transport verteuert. Wesentlich besser als Waren mit Zöllen zu belegen.

Sehr Gut! Evian Mineralwasser in New York und Kartoffeln aus Chile in Berlin sind einfach gaga.. und zeigt, daß Treibstoff zu billig ist. Da ist JEDER Kunde gefordert so einen Quatsch nicht zu kaufen,, Sage mir jetzt keiner ich würde ja auch verbleites Benzin "just for fun" rausblasen! Das ist was völlig anderes...Erstens vergleichsweise winzig und zweitens Kohlenstoff in Freude und Lebensqualität umgewandelt...Die Kartoffeln aus Brandenburg schmecken kein Jota anders als die aus Chile.. etc...

14. August 2012: Von Daniel Krippner an Hubert Eckl
Die aus Brandenburg schmecken wahrscheinlich besser, weil reifer geerntet und kürzer transportiert.

Ist auch meine Meinung - Transport ist bei uns zu günstig. Etwas weniger Zentralisierung/Globalisierung bei manchen Produktionsketten würde dezentral Arbeitsplätze schaffen, die Verkehrswege und die Umwelt entlasten sowie Struktur in schwachen Regionen schaffen. Manches würde wohl teurer - aber ob die Teuerung wirklich strukturell begründet sein würde, oder lediglich dadurch das heute etablierte Player sich ihre Pfründe sichern durch Subventions-Lobbying, künstliches Hochrechnen der alternativen Ansätze oder aktives Bremsen des Wandels, das ist nochmal ne andere Frage.

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