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Finde dieses "die EU" bashing immer lustig. Die EU besteht ja us uns. Ja, die N-reg Geschichte ist nicht angenehm, aber früher konnte man mit Lizenz von Land A nicht mal einen Flieger von Land B (eventuell Nachbarländer) fliegen... EU hat extrem viele Vorteile und ist der richtige Weg in die "Großmacht Geopolitik" der Zukunft.
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"Finde dieses "die EU" bashing immer lustig. Die EU besteht ja aus uns."
Das stimmt zwar leider, aber wir als der Souverän sind diesbezüglich nie gefragt worden. Die schrittweise Aufgabe der staatlichen Souveränität ist eine Art Staatstreich durch die Hintertür, und das "EU-Parlament", in dem wir nur aus Gründen der Gesichtswahrung vertreten sind, hat nichts zu sagen. Die Entscheidungen trifft ein - nicht demokratisch gewähltes - Politbüro, auch "EU-Kommission" genannt. Da kommen alle die wunderbaren Gesetze her, die auch uns als Piloten das Leben schwermachen.
Wie hieß es doch so schön bei der Sendung mit der Maus - Klingt komisch, is aber so ;-)
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Hallo Michael,
ich wollte dir eigentlich gerade a) danken für das Verlinken des immer noch einschlägigen AOPA-Artikels und b) unter die Arme greifen bzgl. eines Teils deiner Argumentation, aber irgendwie räumst du mit dem Allerwertesten immer wieder gute Ansätze selbst ab.
Lass mich raten, die Anzahl an Fachbüchern, die du zur EU gelesen oder auch nur geöffnest hast ist Null. Ebenso die der Fachartikel. Du kannst die Geschichte der ursprünglichen Gemeinschaften nicht unterscheiden, der Begriff Supranationalität sagt dir nix, der Grundsatz der Subsidiarität kann von dir nur indirekt abgeleitet werden, aber der Brustton aller Überzeugung braucht das alles natürlich nicht. Während mit die klügsten und weisesten Köpfe des Kontinents seit der Gründerzeit, seit den Trümmern des zwoten Weltkrieges das Hirn verrenken, das Runde durchs Eckige zu zwängen, die Kompromissmaschinen zu schmieren, und zwischen Idealismus und Pragmatismus herumeiern müssen, sabbelst du irgendwelchen Blödsinn aus den Tiefen des Internets nach, ohne auch nur ein einziges Mal in das europäische Primärrecht reingelinst zu haben. Beim Grundgesetz dürfte das ja nicht groß anders sein.
Und das killt dann jegliche sinnvolle und zielführende Debatte in dem Kontext. Denn auch wenn Reformen des COREPER, das Wechselspiel zwischen Rat und Kommission, ja selbst die Unterscheidung zwischen Europarat und Europäischem Rat dich komplett überfordern würden, hast du unfassbar viel Meinung, und Wumms, und Vorschlaghammer, um irgendein Ventil für irgendeinen Frust zu finden.
Stock: Hol diesem aus deinem Rectum, lies die Publikationen von Professor Giemulla nach (sehr fachkundig und hilfreich) und vertiefe dich in diesen Leisten. Dann kannst du mit Fug und Recht diverse Missstände beklagen, wie den Umfang der "easy access rules", Frequenzblockaden durch Mitgliedstaaten, Unzulänglichkeiten im freien Reiseverkehr von Unionsbürgern per Kleinflugzeug, aber um Gottes Willen komm uns nicht damit, dass du nie gefragt wurdest - das wurdest du beim GG, einem gelungenen Provisorium, auch nicht. Selbst wenn du damals bereits gelebt hättest, wäre das indirekt durch deine Vorfahren legitimiert worden. Nennt sich repräsentative Demokratie. Du kannst auch mal "Solange 1" und "Solange 2" nachlesen, die Unterschiede zwischen Maastricht, Amsterdam, Lissabon und europäischem Verfassungsentwurf herausziselieren, aber wer hat denn schon Zeit dafür.
Wenn Merz das eine Mal vdL stützt, das andere mal bremst, das EP die Kommission bremst, aber kein eigenes Initiativrecht hat, ja dann nennt man das zusammengefasst checks & balances. Den Bundespräsident hast du auch noch kein einziges Mal direkt gewählt, oder war jemand schonmal so wahnsinnig, dich in die Bundesversammlung zu entsenden? Nein?
(zum eigentlich Thema geht mir gerade die Puste aus... denn Michael Stock legt durchaus den Finger auf völkerrechtliche Wunden, die fachlich gerne vertieft debattiert werden dürften. Aber irgendwie lockt mich das schöne Wetter gerade mehr.... Schreibübung und Ventilation vorbei ;-).)
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Sagst Du von der Bundesregierung auch, dass sie "nicht demokratisch gewählt" ist? Schliesslich wird sie nicht vom Volk gewählt, sondern vom Bundestag und vom Bundespräsidenten ernannt (der ja auch nicht direkt vom Volk gewählt ist).
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Wer die EU zertrümmert sehen will, stößt Europa in die Kleinstaaterei des Mittelalters zurück, die wir nie wirklich überwunden haben. Und befördert die AFD und ihre unsäglichen Verbündeten bis hin zu Orban. Wir haben nichts Besseres, und wir kriegen auch nichts Besseres, also, was kann man daran verbessern, wie geht das und wer macht es? Der bequeme Ossi-Standpunkt "wir sind Opfer" ist nun wirklich abgenudelt und spiegelt die Verlotterung des Bürgertums zum Wutbürgertum, das sich für nichts mehr verantwortlich fühlt. DA geht die Demokratie vor die Hunde.
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Da kommen alle die wunderbaren Gesetze her, die auch uns als Piloten das Leben schwermachen
Also "aus der EU-Kommission" kommen hauptsächlich Regelungen, die die Fliegerei -mindestens mal im Vergleich zu den seligen nationalen oder JAR-Zeiten- ganz erheblich vereinfacht haben. Einiges (Wartungsregime, ...) ist ja schon genannt worden, außerdem fällt mir spontan ein
- Ein Lizenzsystem für 31 Eintragungsstaaten
- Damit verbunden die Möglichkeit, als Pilot / Fluglehrer / Prüfer etc. in jedem dieser Staaten oder auf dort registrierten Luftfahrzeugen tätig zu werden
- Ausbildung / Prüfung für alle Lizenzen / Berechtigungen kann irgendwo in Europa stattfinden
- Vereinfachte Regelungen zur Anerkennung von Lizenzen aus Drittstaaten
- Niedrigere Anforderungen für die Verlängerung von SEP / MEP / SET-Berechtigungen
- Wesentlich vereinfachter Zugang zum Instrument Rating (wie viele PPL-IR gab es vor ~2016, wie viele heute?)
- Einheitliche Luftraumstruktur
- ...
Die Dinge, die uns das Leben schwer machen (ZÜP, Medical-Bearbeitungszeiten beim LBA, Einschränkungen an Flugplätzen, ...) haben mit EU/EASA nichts zu tun. Und zumindest die ersten beiden Punkte kann man in vielen Fällen umgehen, wenn man das möchte.
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Tobias, Ernst, FS, Sven: Bravo!
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>Damit verbunden die Möglichkeit, als Pilot / Fluglehrer / Prüfer etc. in jedem dieser Staaten oder auf dort registrierten Luftfahrzeugen tätig zu werden
DAS ist so leider nur in der Theorie richtig.
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jetzt bin ich aber gespannt, was hier konkret nur in der Theorie und nicht in der Praxis geht.
Ich betreibe es nämlich genau so, wie Tobias beschreibt: AT Lizenz (FI, FE), ich schule/prüfe auf spanisch registrierten Flugzeugen in CZ ATOs LBA-Lizenzinhaber. Und es klappt.
Und: ich bin nicht allein ;)
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Und einer Deiner FIs hat den Wohnsitz in der Freien Republik Allgäu (non-EASA).
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gant enfach: Die Idee der EASA war/ist die gegenseitige, gleichberechtigte Anerkennung von FI/CRE etc.
In der Praxis stellen sich sowohl nationale Behoerden (RP's, Luftaemter) als auch Nationale CAA's insofern quer, als sie nicht unbedingt jede FI-Ueberpruefung anerkennen, bzw. vorherige Anerkennungen fordern etc.
Jetzt sag' bitte nicht, das ist Dir noch nie passiert?
Alleine schon, dass jedes LA/RP eigene Formulate fuer simple PPLs bzw. deren Verlaengerung moechte, ist ein Unding.
Hast Du mal zB als deutscher FI mal versucht einen Spanier zu verlaengern?
Oder eine Pruefung im Ausland fuer einen deutschen Lizenzeintrag zu machen? Es wird z.B. vom LBA unterschiedlich gehandhabt, ob dein Preufer aus D, CZ, HR oder sonst woher kommt. Bei anderen CAA's ist es kaum besser.
Schoen, waere ein zentraler Formular- und Lizenz-Pool bei EASA der von allen CAA's anerkannt wuerde, aber das erlebe ich wohl nicht mehr.
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Das nenn ich mal "Zurückrudern" oder "Umkehrkurve". Eben hast Du noch den Eindruck erweckt, Du könntest nicht "tätig werden", jetzt gehts um die Formulare nach dem offensichtlich doch möglichen Tätigwerden. ;)
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Zumal sich die verschiedenen Ebenen im europäischen Luftfahrtsystem ja durchaus als lern- und reformfähig herausgestellt haben. Die Erleichterungen bei den IR- und SET-Berechtigungen kann man hier als Beispiel heranziehen.
Um mal die genannten Kritikpunkte aufzugreifen:
In der Praxis stellen sich sowohl nationale Behoerden (RP's, Luftaemter) als auch Nationale CAA's insofern quer, als sie nicht unbedingt jede FI-Ueberpruefung anerkennen, bzw. vorherige Anerkennungen fordern etc.
Jetzt sag' bitte nicht, das ist Dir noch nie passiert?
Tatsächlich kenne ich keinen Fall. Wenn ich mir das aktuelle Formular des RP Stuttgart (bei dem ich beheimatet bin) anschaue, dann steht da lediglich, dass man eine Kopie der FI-Lizenz belegen soll, wenn diese nicht beim RP Stuttgart geführt wird.
Alleine schon, dass jedes LA/RP eigene Formulate fuer simple PPLs bzw. deren Verlaengerung moechte, ist ein Unding.
Ja, das war tatsächlich ein bisschen nervig, wurde aber mit der NfL 2025-1-3633 zumindest deutschlandweit normiert (AOPA berichtete). Der Kritikpunkt ist damit wohl vom Tisch.
Hast Du mal zB als deutscher FI mal versucht einen Spanier zu verlaengern?
In der Tat nicht. Das wäre mal spannend, hier einen Erfahrungsbericht zu hören.
Oder eine Pruefung im Ausland fuer einen deutschen Lizenzeintrag zu machen? Es wird z.B. vom LBA unterschiedlich gehandhabt, ob dein Preufer aus D, CZ, HR oder sonst woher kommt. Bei anderen CAA's ist es kaum besser.
Meine eigene Prüferlizenz ist zwar aus Deutschland, ich kenne aber mehrere AustroControl-FEs. Und die berichten mir unisono, dass ihr Umzug nach Österreich die Prüfung von deutschen Lizenzinhabern sogar vereinfacht hat. Während man bei der Kombi Deutsch-Deutsch in der Regel auf Prüferpools bzw. Einzelbestimmung festgelegt ist, reicht bei ausländigen FEs eine Testnotification 7 Tage vorher (LBA dazu).
Schoen, waere ein zentraler Formular- und Lizenz-Pool bei EASA der von allen CAA's anerkannt wuerde, aber das erlebe ich wohl nicht mehr.
Das wäre tatsächlich wünschenswert, hier wird man aber vermutlich noch einige Hindernisse überwinden müssen, wie z.B. die Tatsache, dass in so gut wie jedem der EASA-Staaten eine andere bindende Amtssprache festgelegt ist. Was nicht heißt, dass das nicht noch werden kann.
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Sorry Joachim, aber habt ihr nicht beide recht? Die Rechtslage macht es eigentlich eindeutig (soweit man das bei "easy access rules" mit vierstelliger Seitenzahl sagen kann...), aber die Auslegung ist dann doch wieder anteilig Kleinstaaterei. So mein bescheidener "Außenblick".
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Während man bei der Kombi Deutsch-Deutsch in der Regel auf Prüferpools bzw. Einzelbestimmung festgelegt ist, reicht bei ausländigen FEs eine Testnotification 7 Tage vorher (LBA dazu).
Das gilt nur für Prüfungen, denen keine Ausbildung an einer ATO vorangegangen ist - also nur in wenigen Ausnahmefällen (z.B. bei einem IR-Skill Test, wenn der Kandidat ein ICAO-IR + 50 h hat).
Ansonsten muss ein Antrag auf Einzelbestimmung des Prüfers gestellt werden. Diese werden nach meiner Erfahrung aber sehr schnell und i.d.R. mit Bestätigung des "Wunschprüfers" bearbeitet.
Alles was mit Verlängerung oder Erneuerung zu tun hat, geht sowieso unproblematisch, siehe EDD.
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