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8. Januar 2026 14:18 Uhr: Von Markus S. an Sven Walter

Sehr bezeichnend, auch von Dir, Sven, wie hier Bashing betrieben wird gegen Ganteför und mich, nur weil ich der Überbringer der Nachricht bin. Niemand von Euch hat bisher Stellung auf die gute Nachricht der Wissenschaft genommen:

GEOMAR - Blasen verstärken die CO2-Aufnahme des Ozeans stärker als bislang angenommen

Warum eigentlich?

8. Januar 2026 14:49 Uhr: Von ingo fuhrmeister an Markus S.

also..die quintessenz ...wir brauchen mehr meerschaumschläger?

8. Januar 2026 17:03 Uhr: Von M. St. an Markus S. Bewertung: +2.00 [2]

wie hier Bashing betrieben wird gegen Ganteför und mich

Um es ganz höflich auszudrücken: Die Rahmung, die Kontextualisierung, das denglisch sogenannte Frameing ist es was an Ganteförs Stellungnahme zu kritisieren ist. An wenigen Merkmalen schon kann man sehen, dass es bei ihm eher darum geht, die Problematik des Kilmawandels insgesamt in Zweifel zu ziehen, anstatt eine neue Erkenntnis innerhalb dieses Zusammenhangs sinnvoll einzuordnen. Die Rahmung zeigt, dass bei ihm ein Wissenschaftsbild erzeugt wird, das davon ausgeht, dass Wissenschaft sozusagen ein eins-zu-eins-Bild von seinem Gegenstand erzeugen muss. D. h. Wahrheit = Übereinstimmung von Wissen und Erscheinung. Dieser Wahrheitsbegriff ist seit langem überholt. Wissenschaft funktioniert über Hypothesen- und Theoriebildung, über Falsifikationmöglichkeit, über Experiment und Übereinstimmung von Empirie und Vorhersage aus der Theorie. Damit sind zwar eine ganz Reihe von epistomologischen, also erkenntnistheoretischen, Problemen verbunden. Aber im Grossen und Ganzen funktioniert das recht gut.

Ganteför gehört, das kann ich schon nach kurzem sagen, ohne ihne vorher gekannt zu haben, zu denjenigen die den oben erwähnten überholten Wahrheitsbegriff als rethorischen Strohmann benutzen. D. h. es wird in der Diskussion ein Bild vom disputierten Gegenstand aufgebaut, in dem dieser Gegenstand einen Fehler enthält, den der Gegenstand tatsächlich nicht hat – um dem Gegenstand diesen Fehler vorzuwerfen. Das ist ein alter rethorischer Trick, den auch schon die alten Greichen kannten. Heute wird er, wie in diesem Falle vermutlich auch, meist unbewusst angwandt: Die Bedrohung wird unter Kontrolle gebracht, indem man versucht ihr nachzuweisen, dass sie keine ist.

Es geht nicht um Bashing gegen dich oder Ganteför. Es geht darum, dass es sich hier um ein naives und falsches Wissenschaftsverständis handelt – das von bestimmten Kreisen systematisch genutzt wird, um ihre Agenda durchzusetzen. Wir sehen in den USA wie weit das schon geht. Sich sowas vorhalten zu lassen, muss man aushalten können. Und vielleicht probierts du mal deine Auffassung in Foren aus die auf die Problematik Klimawandel spezialisiert sind. Da wird man dir kaum höflich entgegenkommen und dir was über Wahrheitsbegriffe erklären. Das ist eher Thema für Erstsemester in Philosophie oder Wissenschaftstheorie.

Niemand von Euch hat bisher Stellung auf die gute Nachricht der Wissenschaft genommen:

Es ist keine "gute Nachricht". Wenn du die suchst, schau in der Bilbel nach. Wie Stefan Jaudas angedeutet hat, ändert die angeführte empirische Erkenntnis nichts am Gesamteintrag von CO2. Und die Versauerung der Meere wird nach dieser Einsicht eher noch schlimmer sein als angenommen.

9. Januar 2026 08:20 Uhr: Von Sven Walter an Markus S. Bewertung: +3.00 [3]

Ach Markus....


Modus operandi Markus:


Mir ist langweilig, ich bin auf Youtube, bin Abonnent bei Ganteför und anderen Schmalspurwissenschaftlern ohne eine einzige Publikation mit Peer Review in einer anerkannten Fachzeitschrift zu dem Thema. Dann gucke ich auf die (seriöse!) Originalquelle, copy & paste, und verschaffe mir damit eine Scheinlegitimation meines existenten Weltbildes. Ist ja praktisch, im eigenen Schubladendenken zu verharren, gell?


Modus operandi Sven:


Medienkritisch gebildet aus Schulzeiten, interessiert am Thema, aber agnostisch, was einen Ideologen wie dich absolut fuchsig macht, weil du eben nur in deinem Schema selbst denken kannst.


Und das unterscheidet uns - wenn Kernfusion 30 Jahre früher als erhofft klappt, freue ich mich über 133 Reaktoren bundesweit, die primär Helium und Strom produzieren, den nach und nach Rückbau aller Windkraftanlagen am Ende der Abschreibungsdauer etc. Das Bessere ist halt der Feind des Guten. Aber solange wir nicht genug weißen Wasserstoff oder Kernfusion haben, müssen wir mit dem arbeiten, was wir haben. Nüchtern auf die Fakten gucken. Was dir offenkundig schwer fällt - mit Geothermie, besserer Verkehrspolitik, Wind, Sonne, Biomasse und intelligenter Pufferung plus Sektorkopplung ist das das, was ingenieurtechnisch und geopolitisch sinnvoll ist.


Das kapierst du nur nicht, weil du von 12 bis mittag denkst.


Irgendwann 2045 oder 2055 wirst du kapieren, dass die Skandinavier immer schon cleverer als wir waren, und nicht die Größe haben, all deine Irrtümer und deine Ideologien zu konzedieren. Traurig ist das schon heute.

Darum eigentlich. Darum, weil du mit Bestätigungsfehler nur Bestätigungen für dein arg verengtes Weltbild suchst, und dann aus einer kleineren Einzelerkenntnis etwas Größeres bastelst, und dich dann unverstanden fühlst, wenn nicht alle mit Juchzen und Lobpreisungen aufjauchzen vor Glück und Freude.

Mach mal dein IR, die Grumman ist super für IFR light ;-). Den Kraftstoff dafür wird es um so häufiger auch in 30 Jahren noch geben, um so weniger wir heute für Überflüssiges vergeuden. Carnot, Thermodynamik, Importbilanz und so. Geopolitik im Kleinen.


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