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28. Juli 2010: Von M Schnell an Thore L.
Halten Sie uns bitte auf dem Laufenden.
Eine Friedliche Lösung sollte für uns alle zwar immer das erklärte Ziel sein, aber ich finde es gut das Sie den Mut haben auf Staatsbürgerliche Art und weiße unbequem zu sein, auch wenn Sie sich dadurch den Unmut der "Fahrradfahrer"* auf sich ziehen.

Mfg: SF23


PS: *Fahrradfahrer mentalität: Nach oben Buckeln...nach unten treten..und generell keine schlafenden Hunde wecken
29. Juli 2010: Von Stefan Kondorffer an M Schnell
Sorrz, Herr Scheuerlein, aber nicht jeder, der auch mal fünfe gerade sein lassen kann ist gleich ein Fahrradfahrer und buckelt nach oben und tritt nach unten. Konnte mich gestern nicht zu einem derartigen Kommentar entscheiden, aber Sabine Behrle hat vollkommen recht. Wir Deutschen sind im tiefsten Herzen ein Volk von Polizisten nur verkleidet in anderen Berufen. Der Flugleiter auf Helgoland hat einen Fehler gemacht und er hat dazu noch genervt. Aber es ist doch wie aus einer KAfkaerzählung, gegen so einen killefitz eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen. Damit stärkt man allenfalls das System, das uns eigentlich gerade nicht passt.

Ich halte es durchaus für eine Tugend auch mal erkennen zu können, dass einem von einem schlecht gelaunten Flugleiter kein Zacken aus der Krone gebrochen werden kann und dass ein Schwamm drüber durchaus situationsbereinigend wirkt.
D.h. nicht, dass man dem Flugleiter nicht seine Meinung sagen kann bzw. dass man sich ungerecht behandelt fühlt.

Aber eine Dienstaufsichtsbeschwerde? Und dann noch so etwas absurdes wie "Gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr" weil ich als Pax zur Kontrolle aufgefordert wurde? Hier ist doch sämtliches Mass überschritten.
29. Juli 2010: Von M Schnell an Stefan Kondorffer
Hallo,

Lesen Sie doch nochmal mein Posting...MIR geht es NICHT um diesen Flugleiter...(der hat halt in diesem Fall den Zonk auf seiner Seite) mir geht es ums generelle (wie ich ja geschrieben habe) und zur "Deutschen Mentalität"...

Der deutsche ansich ist ein Feiger Mitläufer der zwar viel jammert aber dann trotzdem alles mit sich machen lässt....
das war in den 30ern so und hat sich auch nie wirklich geändert...Beispiele?? jede Menge, fangen wir dabei an das Deutsche Soldaten in Afganistan sinnlos Sterben und das niemanden Interessiert, oder aber die Tatsache das heute erst das Bundesverfassungsgericht in sachen "Steuerrecht" wieder einmal einen Verfassungsbruch bestätigt hat.
Dann hätten wir (und das ist für mich am bedenklichsten) die Tatsache das inzwischen mehrmals am Grundgesetz herumgeändert wurde um diverse politische "Ideen" zu Legalisieren...von Harz 4 und der gleichen will ich gar nicht erst reden...oder vom Dauerdrama Fürsty...

und wozu fünfe gradesein lassen führt zeigen die Medien zzt Täglich und an dieser Stelle möchte ich mein aufrichtiges Beileid allen Angehörigen der Opfer der Loveparade 2010 ausdrücken...

also ich würd dann abschließend sagen...lassen sie ruhig alles an sich vorbei gehen, wenn es Sie einmal selber trifft und es niemanden Interessiert sagen Sie bitte bescheid, damit wir alle was zu lachen haben.

in diesem Sinne, verabscheue ich mich mal aus diesem Treat.

;-)

Mfg: Sf23
29. Juli 2010: Von Uwe Kaffka an M Schnell
Naja,

Dienstaufsichtsbeschwerde hört sich doch auch erst mal schlimmer an, als es ist. Was wird denn in solch einem Fall geschehen. Der Herr Flugleiter wird ein oder zwei schlaflose Nächte haben und sein Tun und Handeln vielleicht nochmal überdenken. Die Behörde wird den Vorfall prüfen und den Herrn Flugleiter evtl. nochmals seine Befugnisse und Pflichten erklären und dann wird Gras über die Sache wachsen.
Und vielleicht gibt er Herrn S. das nächste Mal einfach eine ordentliche Antwort und leitet ihn an den Zuständigen weiter und schon ist es gegessen.

Auch wenn alle schimpfen, eigentlich ist so ein bissel Deutsche Behörde und gegenseitige Kontrolle durch Gewaltenteilung ganz gut. Schützt Sie doch in gewissen Maße auch vor Willkür wie in diesem beschriebenen Fall. Deshalb sollte man die Möglichkeiten auch im gesunden Maße nutzen. Ich kenne auch andere Beispiele aus anderen Ländern was Beamtenwillkür angeht.

Gruß Uwe K.
29. Juli 2010: Von Max Sutter an Uwe Kaffka
Beispiele aus anderen Ländern was Beamtenwillkür angeht

eben. Macht es wie die Griechen. Fakellaki ist das Zauberwort. Einen gut zerknüllten 50-Euro-Schein diskret von Hand zu Hand, und der Frühstart um 14:00 ist gesichert - wer weiß, vielleicht macht es die OLT auch so.

P.S. Auf dem Höhepunkt der Frankfurter Bestechungskrise waren zeitweise an die 50 % der Beamten und Angestellten des städtischen Bauamts in U-Haft. Im Ernst, wollten uns die Griechen wirklich was vormachen???
29. Juli 2010: Von Stefan Kondorffer an Max Sutter
Grins, wie hiess nochmal dieses Theorem, demzufolge jede Internetdiskussion,die über einen bestimmten Zeitraum X hinaus geführt wird bei den Nazis endet? Sind wir jetzt ja nicht mehr weit von entfernt, bis zur griechischen Bestechungsmentalität haben wir es schon geschafft.

Im Ernst, die OLT tut ja auch ein bisschen was für den Standort Helgoland, lässt sich ja auch nicht ganz von der Hand weisen - ich kenne den Sachverhalt ganz und gar nicht, aber es mag doch Gründe geben, die eine Ausnahmegenehmigung rechtfertigen.

Aber Fehlentscheidungen bzw. Unterlassung bei der love parade mit dem Verzicht auf eine Dienstaufsichtsbeschwerde wegen so einer Kleinigkeit zu vergleichen, ist doch weit hergeholt.

Es geht uns allen doch gerade auch darum, nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen, oder? Das gilt aber dann für uns Piloten genau so wie für die "andere Seite".

Ob die Dienstaufsichtsbeschwerde nun "Erfolg" haben wird oder nicht - ich für meinen Teil würde auch niemandem wegen einer solchen Lappalie schlaflose Nächte bereiten wollen. Das hat mit Wegsehen gar nichts zu tun und sicher stehe ich auch nicht abseits und lache - die Tatsache, dass Sie mir so ein Erlebnis quasi auch mal wünschen, Herr Scheuerlein, lässt mich aber durchaus Rückschlüsse auf Ihr Menschenbild ziehen. Und da bin ich dann wieder bei Frau Behrle - am Ende muss jeder selber sehen, wie er durchs Leben geht.
29. Juli 2010: Von Thore L. an Stefan Kondorffer
Herr Korndörffer,

Sie dürfen keinen Busfahrer während der Fahrt ansprechen, weil er ja dadurch abgelenkt werden könnte - steht in jedem Bus.

Ein Pilot, der grade dabei ist, einen Startlauf zu beginnen, ist in einer der am meisten Aufmerksamkeit erfordernden Situationen während eines Fluges überhaupt. Wenn Sie den jetzt damit ablenken, dass er sofort zum Vorfeld zurückzurollen hätte, um die Lizenz eines Pax zu zeigen (und dies nur, um den Passagier zu bestrafen), anderenfalls er Konsequenzen zu erwarten hätte, sehe ich darin durchaus Anhaltspunkte für eine Gefährdung.

Ich hab so'n bisschen den Eindruck, hier passt der Spruch ganz gut: "Komisch, Deine Zahnschmerzen wollen mir einfach nicht weh tun". Wer da nicht dran beteiligt war, hat immer gut Lachen und recht einfach die Ruhe weg.

Ich würde am liebsten auch einfach immer nur lieb und brav und ohne Ärgernisse durchs Leben latschen, das können Sie mir glauben. Aber irgendwo sind Grenzen, wenn die überschritten werden, sehe ich mich verpflichtet, was dagegen zu tun und zu handeln. Die mögen jetzt bei jedem anders liegen, und das auch immer mit guten Begründungen: aber ohne dabei gewesen zu sein gleich zu wissen, dass das ja nun nicht so wild gewesen sein kann, finde ich irgendwie mutig.

Und sehen Sie es bitte auch mal so: wenn der "Flugleiter" jetzt ernst machen sollte, mit seiner Androhung der "Konsequenzen" (wie auch immer er das begründen will), ist es auf einmal SEHR wichtig, dass unsere Schilderung der Dinge bereits amtsbekannt ist. Stellen Sie sich mal vor: ich mache hier einen auf Gandhi und appeasement, und am Ende wird hier ne Strafe ergaukelt...

Durch die Dienstaufsichtsbeschwerde haben wir viel bessere Karten in so einem Fall!

Und noch was: wenn Sie dem Flugleiter auf Helgoland eines Tages mal ebenfalls unabsichtlich schief auf die Füße treten sollten: vermutlich werden Sie sich nicht schikanieren lassen müssen. Das ganze hier kann ihm durchaus eine Lehre werden. Für den Fall: Bitte.

;)###-MYBR-###
29. Juli 2010: Von Stefan Kondorffer an Thore L.
Werter Herr Laufenberg,

das ist ein berechtigter Einwand, Sie haben Recht, weder war ich dabei, noch ist das weit hergeholt, einen deartigen Anruf während des Startlaufes als Gefährdung zu sehen - ich hatte das im ersten Posting so verstanden, dass das noch am "Holding Point" geschah - da ist es auch eine absolute Frechheit, aber m.E. keine Gefährdung. Das kann dann ja aber ggf. die Aufsichtsbehörde klären, interessieren würde es mich schon.

Ich will auch nicht das Verhalten des Flugleiters kleinreden, das das eine einzige Frechheit ist, ist mir bewusst.

Aber gerade, wenn man wie ich räumlich und emotional etwas weiter weg steht, dann kann man ruhig auch mal so mutig sein, wie Sie es nennen, und jemandem sagen, dass er jetzt über das Ziel hinaus schiesst. Es bleibt Ihnen ja unbenommen, sich über Rat hinwegzusetzen und trotzdem Gas zu geben und den Flugleiter mit allen Mitteln des Gesetzes zu überziehen.

Aber Sie haben sich an das Forum mit dem Vorfall an Aussenstehende gewandt und wenn Ihnen eine Minderheit (das gebe ich unumwunden zu) rät, den Ball flach zu halten, dann nehmen Sie es doch halt als einen Baustein hin.

Auf mich hat Ihre gesamte Darstellung eben den Eindruck gemacht, dass es sich hier um den berühmten Tropfen handelte, der das Fass auf beiden Seiten zum überlaufen gebracht hat. Wenn dem nicht so ist, tut's mir leid.

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