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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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3. Februar 2009: Von Gregor FISCHER an Max Sutter
Hallo Herr Suter,

dass ich keinen Jet mehr kaufe geht daraus hervor, dass Effizienz immer mein Leben bestimmt hat. Eine TBM oder MU-2 ist für Distanzen von rund 300 nm das absolut schnellste Gerät - man kann auch mal mit einem Z-Flugplan wegmachen, anstatt eine halbe Stunde auf den Start-Up zu warten.

Allerdings werde ich nach der gegenwärtigen Extension und Neuausrichtung der Piste im Chateau mit einer Citation landen (es wird dann etwa die 400ste Landung dort sein) und natürlich meinen Exploit ins Netz stellen. Einfach zum Aufschneiden - wie sie sich das gerne vorstellen - versprochen...
7. Februar 2009: Von Max Sutter an Gregor FISCHER
... meinen Exploit ins Netz stellen. Einfach zum Aufschneiden ... versprochen ...

zugegeben, ich hätte es nicht so offen angedeutet, da ich ein höflicher, zurückhaltender Mensch bin. Aber wenn Sie es schon selber schreiben ...

Zudem, wenn ich den vorliegenden Beitrag vom Kollegen Erhardt richtig interpretiere, denkt er wohl ähnlich, und ein paar Andere in diesem Forum vielleicht auch.

Dass der Markt - wie von Ihnen immer wieder kolportiert - ganz tot sei, wurde eben dieser Tage wieder einmal drastisch widerlegt: Amigo Grob ist von einer extrem kapitalkräftigen Gruppe aus der flugplatzfeindlichsten Gegend der Welt aufgekauft worden (die Mitgift reicht so knapp fürs Pförtnerhäuschen plus dessen Renovation), um das blühende Trainergeschäft wieder zu beleben.

Ausgerechnet die piekefeine SPn hat man verschmäht - deren Weiterbau gehe angeblich in die Schweiz. Ob Altenrhein, Buochs, Emmen oder (neuste, aber völlig unbestätigte Gerüchte:) in die Nähe des Bieler Sees, nach Grenchen zu den Fisher Aviation and Space Technologies United Un-Ltd., da ist die Spekulation noch offen. Mit dem rough terrain approved Fahrwerk des ersten deutschen Plastic-Jets ist Ihre partiell befestigte Piste du Château bestimmt locker zu meistern.
7. Februar 2009: Von Julian Koerpel an Max Sutter
Grosses Kino Herr Sutter, ganz grosses Kino ! :-))))))))))))))
7. Februar 2009: Von Volkmar Salm an Julian Koerpel
@ Georg Fischer. vielleicht ist das Ihre Neue:

https://www.controller.com/listings/aircraft-for-sale/LEGEND-TURBINE-LEGEND/2006-LEGEND-TURBINE-LEGEND/1147464.htm?guid=747867A9B584433388DF0C85BD7C0394

, die passt auch in die Kutschenremise vom Schloss

@ Herr Sutter und Herr Ehrhardt,

ich konnte nicht widerstehen meinen Favoriten ins Gespräch zu bringen, aber wie Sie richtig bemerken, sieht die Realität anders aus. Vieleicht hat das Herr Fischer auch feststellen müssen, er träumt halt lauter als andere Forumsmitglieder. :-))
7. Februar 2009: Von Uwe Cold an Max Sutter
Guten Tag, Herr Sutter, zum Thema Grob:
Den Firmennamen hatte ja Herr Fischer,oder Solitaire,oder Troll??? in die Diskussion eingebracht.
Grob war erfolgreich als Hersteller von Militärtrainern.
Der neue Eigentümer war im letzten Verkaufsgeschäft von 18 G 120 AF involviert.Es geht hier auch um Musterbetreuung, technischen Support für viele G 115, 120 und 109, welche für die Pilotenausbildung weltweit intensiv genutzt werden.
Dieses Geschäft mit den bewährten Trainern,sowie eine Produktion der G 140 und neu zu entwickelnden leichten Transport- und Verbindungsflugzeugen und einen Wartungsbetrieb nicht nur für Grob-Flugzeuge hat Grob Aircraft geplant. Grob Aerospace i.IN. wickelt derweil das Projekt G 180 ab. Laut Augsburger Allgemeine geht dieses Projekt an den Hauptgläubiger,dies könnte der ehemalige irische Finanzinvestor oder der ehemalige CEO Niall Olver sein.
Das Projekt G 180 ist nicht soweit fertig, wie man es immer voller Eigenlob mit Jubelnachrichten in der Öffentlichkeit darstellte. Ein bekannter schweizer Mitbewerber hat bei der Prüfung des Unternehmens vor Kaufgebot detailliert Kenntnis erhalten, wieviel Zeit und Finanzen noch nötig wären. Will das bei dem derzeit wegbrechendem Markt wirklich jemand wagen?
Fragen Sie doch mal nach dem anfangs bei Grob begonnenen Projekt Learjet 85...?
Momentan kann man mit kleinen Brötchen ( Trainern) vielleicht Geld verdienen, wenn diese ordentlich gebacken werden. Mit den großen Torten ( G180 / LJ 85 ) wohl nicht?
Viele Grüße, ein Winterschläfer
7. Februar 2009: Von Max Sutter an Uwe Cold
Hallo Herr Cold,

nett, dass Sie den Winterschlaf kurz unterbrochen haben. Was Grob betrifft, da ist man seinerzeit ja gar nicht so weit weg gewesen vom Weg, den Diamond eingeschlagen hat - einen Motorsegler, gestutzt und aufgepowert zum E-Klasse-Flieger und dann eine Menge Derivate davon, wobei da die Gemeinsamkeiten dann aufgehört hatte. Grob hat den Weg Richtung Military Screener/Basic Trainer gewählt, ein Segment, welches nicht so preiselastisch ist wie z.b. das der DA20. Mit der großen Basis an Produktpflege und potenziellem Neugeschäft, dazu noch Produktpflege an den Seglern und Motorseglern hat es mich ohnehin stets gewundert, dass da nicht schon sehr schnell eine Auffanggesellschaft gebildet wurde, denn dieses Geschäft ist eine sichere schwarze Zahl, einfach aufgrund der Stückzahlen, welche bei den Kunden sind und die ja nicht von heute auf morgen außer Dienst gestellt werden, bloß weil ein paar Investmentbänker angefangen haben zu spinnen.

Der leichte Transporter, der hier in der Argumentationskette auftaucht - nun, machen Sie einmal die Ohren auf an der nächsten Aero - wenn es sich nicht bereits um Projekt-Vorberichte und/oder Demo-Maquetten handelt, dann werden es wenigstens Gerüchte sein, welche man Ihnen unter dem Siegel der Verschwiegenheit, aber in der Hoffnung um Weitergabe kolportiert. Jeder Konstrukteur von Composite-Flugzeugen hat den Markt der leichten, Islander-ähnlichen Twin-Transporter mit MTOM zwischen 2,5 und 4,5 Tonnen entdeckt, und alle wollen so ein Dings auf den Markt bringen. H3/Fortius/Grob ist da nur einer der vielen Möglichen, und so, wie die kapitalmäßig dastehen, vermutlich nicht einmal der Aussichtsreichste. Doch das wird die Zukunft zeigen.

Was die SPn bzw. 180 betrifft, so war mir schon klar, dass hier die Fortschrittsberichte geschönt sein mussten - es ist ja seinerzeit auch alles sehr schnell gegangen. Irgendwann musste das Loch kommen. Auch eine Insolvenz kommt nicht vom Lieben Gott, sondern von Projekten, welche teurerer sind als geplant, aber nicht so gut tun wie sie sollten. Ich bin zwar sehr überzeugt, dass der Flieger marktfähig sein wird und eine ziemlich unbestrittene Nische gesucht und gefunden hat, doch das derzeitige Wirtschaftsumfeld ist natürlich alles andere als stimulierend für so ein Projekt. Dass sich Pilatus nicht so extrem darum gerissen hat - nun, so ganz in die bestehende Produktlinien passt das Dings eben doch nicht, und so ganz ohne Vertriebssynergie - wo hätte man da noch entscheidende Vorteile?

Auch beim Learjet 85 werden die Bäume wohl nicht so in den Himmel wachsen wie immer behauptet - Bombardier/Learjet hat zwar als letzter Witchitaner sich dazu durchgerungen, Layoffs anzusagen, doch gestern kam auch für den Kanadischen Flugzeugbauer die Stunde der Wahrheit im Flugzeugdorf des Mittleren Westens.

Gruß aus dem Fliegerwunderland (das Wunderfliegerland ist woanders).
8. Februar 2009: Von Gregor FISCHER an Max Sutter
Hallo Herr Sutter,

weiterhin lieben Dank für ihre herzliche Anteilnahme. Ja, ich weiss doch unterdessen, was sie hier alle hören (und lesen) wollen...

Ein Denker aus der Schweiz hat mal gesagt: Selbstironie ist wohl die grösstmöglichete Tiefstapelei eines Egozentrikers. Ich hoffe doch sehr, dass sie nach all dem intensiven Studium meiner Vita MEINE Selbstironie erkannt haben?!

Und ausserdem: Ihre Beiträge gefallen, Kollege!

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