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Wartung | Savvy Aviation in Europa  
7. August 2020 14:11 Uhr: Von Rolf Adam 

Hallo zusammen,

nutzt jemand von Euch Savvy (https://www.savvyaviation.com/) in Europa und ist es das Geld wert? Für die USA kann ich das aufgrund der kulturellen Nähe nachvollziehen. In Europa mit den vielen Sprachen und unterschiedlichen Gepflogenheiten ist das deutlich schwieriger.

Happy Landings

Rolf

7. August 2020 18:03 Uhr: Von Guido Frey an Rolf Adam Bewertung: +4.00 [4]

Ich kann nur meine bereits etwas zurückliegende Erfahrung berichten:

Ich habe die Savvys von 2014 bis 2016 für meinen damaligen Flieger genutzt und war zufrieden. Allerdings bin ich auch ein Laie, was die Maintenance angeht.

Ich habe den "Consultant Service" genutzt, sprich ich habe mit den Werften selbst geredet und dort beaufttragt. Die Savvys blieben als mein Berater im Hintergrund.

Gerne hätte ich deren "managed" Angebot, in dem Savvy direkt mit den Kontakt mit der Werft übernimmt, genutzt, aber das macht hier kaum eine Werft mit, da die Kommunikation ausschließlich über das Savvy eigene Ticket System läuft. Das Argument der Werften war, dass sie keine Lust hätten, ständig auf die Rückmeldung über das Ticketsystem zu warten. Das Ergebnis war, dass die Werft jeweils mich anrief, ich dann um Geduld bat, das ganze ins Ticketsystem eingab und auf die Reaktion von Savvy gewartet habe. Allerdings kam diese meist recht schnell, so dass dies m. E. nach eigentlich kein Problem für die Werft darstellen dürfte, aber das Sytem war zu der Zeit noch nicht so bekannt und eingespielt. Vielleicht sieht das heute schon anders aus.

Für mich waren die auf jeden Fall ihr Geld wert, anbei ein paar Beispiele:

1. Bei meinem ersten Annual wollte die Werft nach fünf Jahren den Airbag Controler wechseln. Mein Sachbearbeiter bei Savvy hatte mehrere Jahre an genau meinem Flugzeugtyp als Mechaniker gearbeitet und zog direkt eine Anweisung des Airbag Herstellers aus der Tasche, die eine Verlängerung der TBR von fünf auf sieben Jahre enthielt. Diese Verlängerung war bei der Werft nicht bekannt...

2. Die TKS-Filter sollen alle zwei Jahre getauscht werden, was die Werft auch direkt machen wollte. Von Savvy kam der Hinweis, dass dies nur eine Empfehlung sei und nach deren Erfahrung beim Tausch oft auch Verunreinigungen erst in das System eingebracht wurden. Von daher empfahlen sie, die Filter erst bei einer Fehlfunktion zu wechseln.

3. Die Werft empfahl den Tausch der Magnete gegen neue Magnete nach Zeitablauf. Savvy empfahl, die Magnete nicht zu tauschen, sondern zur Inspektion einzuschicken und nur erforderlichenfalls reparieren zu lassen.

4. Nach diesem ersten Annual habe ich dann die Werft gewechselt. Die neue Werft kannte sich wesentlich besser mit dem Flugzeug aus und die Einwürfe von Savvy wurden weniger. Aber auch da fand ich es super, vermittels einer zweiten Meinung zu wissen, dass die Werft gute Arbeit machte...

5. Savvy war auch zwischen den Annuals gut bei Fragen. So machte mein Starter mit der Zeit einige Mucken. Hier bekam ich wertvollen Rat, ob ich das noch bis zum nächsten Annual so laufen lassen kann oder lieber jetzt als gleich den Flieger zur Werft bringen sollte...

6. Gut war auch die Vorbereitung auf Werftaufenthalte durch Savvy. Vor dem Annual gab es jeweils ein Flighttestprogramm, das ich abfliegen sollte. Die Daten wurden dann von Savvy ausgewertet (Ist der Fuel Flow zwischen den Zylindern gleich? Wie sehen die CHT aus? Passt der Zündzeitpunkt?...). Somit war schon im Vorhinein klar, wo es Probleme gibt und wo nicht.

7. Bei Problemen im Betrieb konnte ich mit Savvy bereits im Vorfeld etwas Troubleshooting betreiben. Immer nach dem Motto Differentialdiagnostik: Problem melden. Savvy meldet möglich Ursachen zurück und bittet um Tests, mit denen bestimmte Ursachen schon ausgeschlossen werden können. Im besten Fall wusst ich somit schon vor dem Werftbesuch, woran es lag und die Werft konnte schon im Vorfeld entsprechende Ersatzteile bestellen. Das sparte etwas Arbeitskosten in der Werft für das Troubleshooting und minimierte die Wartezeit auf Ersatzteile.

8. Auch das Ticketsystem hat sich im Nachhinein als Vorteil herausgestellt. Dadurch, dass dort alle Entscheidungen und Freigaben aufgezeichnet waren, hatte ich eine recht detaillierte Übersicht darüber, was ich wann und wie mit der Werft besprochen hatte. Das war bei der Rechnungsprüfung Gold wert.

Mein Fazit: Für mich, als Laie im Maintenance Geschäft, war Savvy das Geld mehr als wert. Wenn jemand allerdings schon erfahren im Umgang mit Werften ist und sich mit der Wartung seines Flugzeugtyp sehr gut auskennt, wird der Nutzen vermutlich abnehmen. Auch die Savvys können keine Wunder bewirken, so dass die Maintenancekosten gegen Null gehen, aber für mich haben sie definitiv Geld gespart...

7. August 2020 18:05 Uhr: Von Sebastian S. an Rolf Adam

Ja tue ich. In erster Linie ist es ja eine Engine upload Funktion, die für einen überschaubaren finanziellen Rahmen von Fachleuten bewertet wird. Sehr hilfreich für den Anfang! Damit ist das für Alle nutzbar und hat mit kulturellen Gepflogenheiten nichts zu tun.
Darüberhinaus bieten Sie ein intensives Management an, prebuy etc. Das ist in Europe sicherlich schwer nutzbar.

9. August 2020 08:37 Uhr: Von Stephan Kablitz an Rolf Adam

Ich bin mit Savvy (wir nutzen Savvy Q&A) im Großen und Ganzen zufrieden. Sie können aus EDM Daten eine Menge herauslesen, auch deren Analysewerkzeuge für die Dateien (die Nutzung ist kostenlos) ist sehr angenehm.

Manchmal sind die Reaktionszeiten auf Anfragen etwas zu lang und manchmal passen die Antworten nicht gleich zu den Fragen, die man gestellt hat. Die Expertise ist aber durchaus sehr hilfreich. Sie achten auf viele Kleinigkeiten und unterstützen mit einem sehr strukturieren troubleshooting. Letzteres kriegen die meisten Werften hierzulande nicht auf die Kette. Und genau hier hilft Savvy einem Geld zu sparen, statt ein teures Teil nach dem anderen zu wechseln und darauf zu hoffen, daß das Problem zufällig damit erschlagen wird.

9. August 2020 11:38 Uhr: Von Rolf Adam an Stephan Kablitz Bewertung: +1.00 [1]

Danke für die Rückmeldungen!

Wir hatten einige Posts in der letzten Zeit mit Anfragen zum gemeinsamen Einschicken der Ölanalysen in die USA. Gibt es in Europa kein Labor, dass die Auswertungen analog machen kann? Es klingt etwas absurd, 40 EUR UPS für Öllieferungen in die USA zu zahlen.

9. August 2020 11:41 Uhr: Von Chris _____ an Rolf Adam Bewertung: +1.00 [1]

Lasst uns die Ölproben doch poolen! Sind wir in einem Forum, um uns gegenseitig zu helfen, oder nur ständig zu zanken?

PS. UPS bedient m.W. keine Privatpersonen als Absender.

10. August 2020 08:05 Uhr: Von Rolf Adam an Chris _____

melde mich per PM


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