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Sonstiges | Turbolader - optimale Starttechnik  
15. April 2019 10:01 Uhr: Von Nicolas Nickisch 

Und gleich die nächste Thematik:

ersten Erfahrungen mit Turboladermotoren habe ich auf einer Dimona mit Rotax 914 gemacht.

Die Bedienung ist an sich total unkompliziert: zügig aber nicht zu schnell Vollgas geben, das automatische Westgeld verhindert ein dauerhaftes überschreiten der 42 Inch Ladedruck und nach dem abheben auf 38 Inch reduzieren. Das war’s.

Alle Leistungseinstellungen bleiben nie festgenagelt stehen. Egal ob man schnell oder langsam fliegt steigt oder sinkt. Allenfalls in Flugfläche 150 über den Alpen geht der Ladedruck trotz WOT langsam zurück.

Ganz anders der komplett ungeregelte Turbolader in der von mir genutzten Mooney 20 K.

Da muss man ständig nachregulieren. Kommt man in der Platzwunde mit ordentlich Geschwindigkeit an und reduziert die Leistung auf sagen wir 21/2300, dann wird man zwangsläufig mit sinkender Geschwindigkeit eher bei 16 Inch Ladedruck enden. Alles kompensierbar, man muss halt ein bisschen mehr machen.

Leider tritt dieses Verhalten umgekehrt auch beim Startenlauf auf: mit zunehmender Geschwindigkeit steigt von alleine der Ladedruck stark an. Ich habe mir angewöhnt, beim Start erstmal auf maximal 35 Inch zugehen und muss dann das Gas sogar noch vor dem abheben etwas zurücknehmen um unterhalb der Begrenzung von 40 Inch zu bleiben. Nach dem Start führt dann das reduzieren der Drehzahl automatisch noch zu einem leichten Rückgang des Ladedrucks.

All dies, um auf jeden Fall ein befürchtetes Overboosten zu verhindern. Der Motor hat zwar ein blow-out-fracture, aber diesem Ding traue ich nicht über den Weg. Wird das eigentlich in irgedneiner Weise gewartet oder getestet?

Ohne meine Startstrecken gemessen zu haben, bin ich dennoch der Meinung dass ich die Handbuchwerte selbst bei geringer Beladung in keinster Weise erreiche sondern deutlich schlechter bin.

Daher die Frage nach der optimalen Starttechnik mit einem Turbolader. Hat jemand den ultimativen Trick?

Oops!

Es soll natürlich heissen: "blow-out-vent" :-)

blow-out-fracture is, wasse kreichst, wennsse richtich bös aufs Maul krichst. :-(

Und nein, ein Merlin-Wastegate ist nicht vorhanden

15. April 2019 10:11 Uhr: Von Philipp Tiemann an Nicolas Nickisch

Meine Erfahrung basiert auf Turbo Arrows, ohne automatic wastegate. Ja, muss man halt recht viel mit dem Gashebel arbeiten. Als Owner-Pilot aber längerfristig wohl kein Problem; den Dreh hat man einfach irgendwann raus. Als gelegentlichen Charterer wie mich (der zwischendurch auch ganz andere Muster flog) aber eben eine gewisse Challenge.

Ich denke mal, die Startwerte aus dem Handbuch wurden erflogen mit: in den Bremsen stehen, MP auf redline, dann los und im Laufe des Startlaufs das Gas reduzieren, um bei redline zu bleiben. Solltest du (für wirklich kurze Pisten) auch so machen, und bei längeren Pisten eben einfach etwas konservativer agieren. Ansonsten gilt halt für Kurzstarts (auf Asphalt) wie immer: die richtige Klappenstellung setzen, im Startlauf kein bisschen die Bremsen touchieren und dann bei exakt der richtigen Speed abheben.

15. April 2019 10:12 Uhr: Von ingo.fuhrmeister@freenet.de fuhrmeister an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

bitte korrigiere WESTGELD.....ich mußte 5 x lesen und lachen....:-)))

15. April 2019 10:28 Uhr: Von Nicolas Nickisch an ingo.fuhrmeister@freenet.de fuhrmeister

Super! Danke! Die Spracherkennung lässt grüssen.


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