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Reise | Rundreise USA  
21. September 2018: Von Matthias F. 

Hallo Zusammen,

mit zwei Freunden möchte ich im Sommer 2019 eine Rundreise in den USA machen.

Die grobe Strecke wäre:

Denver - Las Vegas - Los Angeles - SFO - Las Vegas - Denver

Wir würden uns gerne die Nationalparks (die wir bisher nur mit dem Auto bereist haben) aus der Luft anschauen.

Für das Fliegen in den USA habe eine FAA validierte EASA PPL Lizenz. Insgesamt habe ich erst ca. 250 Flugstunden, wobei ich bereits in 5 EU Ländern unterwegs war.

Als Flugzeug würden wir eine PA28-181 oder PA28-160 chartern, da ich diese Muster regelmäßig in Deutschland fliege.

Kann mir jemand sagen, ob wir mit dem Muster problemlos die Reise auf der geplanten Route antreten können?

Laut Weight and Balance wäre die Zuladung soweit ok (3x 90kg + 40 kg Gepäck). Das wir wegen der Temperaturen morgens früh starten würden, versteht sich von selbst. Aber ich habe etwas Sorge, ob die PA28 in den warmen und hohen Regionen leistungsfähig genug ist, um uns drei in die Luft zu bekommen. Hat hier jemand von Euch Erfahrung auf der Strecke?

Leider wäre für eine PA28-235 ein High Performance Endorsement fällig. Die Zeit und Zusatzkosten für die Ausstellung des Endorsements (Theorie, Praxis, Prüfung) würde ich gerne vermeiden. Zudem verstehe ich nicht ganz, ob ich dieses Endorsement benötige, da streng genau genommen meine EASA Lizenz dies nicht verlangen würde. Hat hiermit jemand von Euch Erfahrung?

Vielen Dank für Eure Infos!

Viele Grüße

Matthias

21. September 2018: Von Tobias Schnell an Matthias F.

Laut Weight and Balance wäre die Zuladung soweit ok (3x 90kg + 40 kg Gepäck)

Das kommt aber stark auf das konkrete Flugzeug an. Neuere Archers haben teilweise deutlich unter 400 kg Zuladung, und selbst bei 400 kg bleiben in dem Szenario maximal drei Stunden Fuel übrig. Das verlangt schon etwas Planung.

Von der Takeoff-Performance ist das bei geeigneter Auswahl der Flugplätze i.d.R. schon machbar, aber Du wirst auf der Strecke regelmäßig in 10-11.000 ft fliegen müssen - die VFR-Corridors am Grand Canyon fangen z.B. erst in 10.500 ft an. Da ist im Sommer bei der PA28-161 der Tank schon fast leer, bis Du da oben bist :-), und spaßig ist in jedem Fall anders...

Ich würde eher mal nach einer 182er o.ä. schauen - dürfte verbereiteter sein als eine Dakota/Pathfinder. Aber "gehen" tut es auch mit einer Warrior/Archer. Ich habe vor Jahren mal eine ähnliche Tour (ohne den Teil von/nach Denver) mit einer C172R mit 160 PS gemacht.

Die Zeit und Zusatzkosten für die Ausstellung des Endorsements (Theorie, Praxis, Prüfung) würde ich gerne vermeiden.

Es gibt keine Prüfung für ein Endorsement. Das kannst Du beim Checkout ohne nennenswerten Mehraufwand mit erledigen. Und ausgestellt wird da auch nix, sondern es wird einfach nur in Dein Flugbuch eingetragen.

Zudem verstehe ich nicht ganz, ob ich dieses Endorsement benötige, da streng genau genommen meine EASA Lizenz dies nicht verlangen würde.

Doch, brauchst Du. Du fliegst das Flugzeug mit Deinem US-Certificate, nicht mit der EASA-Lizenz. Hatten wir hier erst neulich ausführlich diskutiert.

21. September 2018: Von Matthias F. an Tobias Schnell

Hallo Tobias,

vielen Dank für die schnelle Info.

Ich hatte tatsächlich das Endorsement anders verstanden. Danke, dass Du mich aufgeklärt hast!

Auf einer Homepage hatte ich gelesen, dass das Endorsement 5 Stunden Flugzeit und 5 Stunden Groundschool beanspruchen würde. Wäre das soweit ok?

Wenn ich ohnehin 2 Stunden Flugzeit für den Checkout einplane und man das Ganze in einem "Abwasch" machen kann, wären die Kosten für das Endorsement sicherlich richtig angelegt. Zumindest denke ich, dass ich mit einer PA28-235 auf der sicheren Seite wäre, selbst wenn man mit 4 Personen und Gepäck auf der Route fliegen würde (ohne jetzt nachgerechnet zu haben).

Viele Grüße

Matthias

21. September 2018: Von Tobias Schnell an Matthias F.

Auf einer Homepage hatte ich gelesen, dass das Endorsement 5 Stunden Flugzeit und 5 Stunden Groundschool beanspruchen würde. Wäre das soweit ok?

Für ein High Performance Endorsement? Nein :-). Auf jeden Fall nicht, wenn es sich dabei um Mindestanforderungen handelt. Je nach Vorerfahrung ist die Hälfte noch zu viel...

22. September 2018: Von Matthias F. an Tobias Schnell

Du meinst, die Zahlen wären eher zu hoch bemessen?

Ich sehe gerade, dass der Verleiher in Denver die PA28-235 ohnehin nicht einfach verleiht, sondern ich mindestens zig Stunden darin nachweisen müsste. Eigentlich auch verständlich und sinnvoll, da ich die PA28-235 noch nie geflogen bin.

https://www.rmflight.com/aircraft-checkout2.html

Für die Arrow werden komischerweise nur wesentlich weniger Stunden benötigt. Vielleicht ist die Arrow wesentlich einfacher zu fliegen und zudem auch geeigneter für den Trip? Was meinst Du?

22. September 2018: Von Tobias Schnell an Matthias F.

Du meinst, die Zahlen wären eher zu hoch bemessen?

Ja. Mein HP-Endorsement auf einer C182 waren zwei Stunden, u.a. weil ich damals aus Europa keine 182-Time hatte, und das die time-on-type-Anforderungen der Versicherung waren. Und ich hatte auch keine andere High-Performance-Erfahrung.

Ich sehe gerade, dass der Verleiher in Denver die PA28-235 ohnehin nicht einfach verleiht

Ich sehe da gar keine -235, sondern nur eine Cherokee 6 - das ist aber ein anderes Flugzeug! Dafür sehe ich brauchbare 182er mit vernünftigen Checkout-Requirements. Wird schon einen Grund haben, warum sie die in der Gegend betreiben :-).

Für die Arrow werden komischerweise nur wesentlich weniger Stunden benötigt.

Hast Du "complex time" von hier? Sonst wären es, so wie ich das lese, erst mal 10 Stunden vorneweg.

Vielleicht ist die Arrow wesentlich einfacher zu fliegen und zudem auch geeigneter für den Trip? Was meinst Du?

Geeigneter als eine Warrior sicher (die spezielle hier hat 445 kg useful load - da kann man schon etwas mehr mit anfangen), aber die hot-and-high-performance kommt nicht annähernd mit einer 182er mit.

22. September 2018: Von Matthias F. an Tobias Schnell

Ich wollte mch gerade noch korrigieren: Du hast Recht, die PA28-235 steht dar nicht auf der Liste. Asche über mein Haupt.

Da ich regelmäßig DA20 fliege, habe ich schon „complex time“. Wobei mir eine PA28-235 lieber (da vertrauter) wäre als eine Arrow.

Mit Cessna habe ich keinerlei Erfahrung. Daher kommt für mich die 182er nicht in Betracht.

22. September 2018: Von Tobias Schnell an Matthias F.

Da ich regelmäßig DA20 fliege, habe ich schon „complex time“.

14 CFR 61.1: Complex airplane means an airplane that has a retractable landing gear, flaps, and a controllable pitch propeller, including airplanes equipped with an engine control system [...]

Eine DA20 ist nicht "complex"

Mit Cessna habe ich keinerlei Erfahrung. Daher kommt für mich die 182er nicht in Betracht.

Das würde ich so kategorisch nicht ausschließen. Wenn Du Bedenken hast, lässt sich etwas Cessna-Erfahrung ja auch leicht hierzulande noch im Vorfeld Deines Trips aufbauen.

22. September 2018: Von Matthias F. an Tobias Schnell

ich hasse Cessna... ;-)

Selbst für die 182er werden 10 Stunden high performance Erfahrung verlangt... :-(

Ich fürchte, es bleibt bei einer PA28-181.

22. September 2018: Von Tobias Schnell an Matthias F.

Selbst für die 182er werden 10 Stunden high performance Erfahrung verlangt... :-(

Stimmt, das hatte ich überlesen.

Schon mal überlegt, an der Westküste zu chartern und den Trip "andersherum" zu fliegen? Dort dürften die Rental-Optionen etwas zahlreicher sein.

22. September 2018: Von Chris _____ an Matthias F.

Willst du beim Fliegen auch mal runterschauen? Und der Pax hinten auch?

Dafuer ist Cessna besser.

Warum "hasst" du Cessna? Die 182 ist fuer deine Plaene wie gemacht.

Und fuer 3 Erwachsene plus kleines Gepaeck wirst du bei den geplanten Zielorten ein High-Performance-Flugzeug brauchen.

22. September 2018: Von Chris _____ an Chris _____

Noch ein Tipp: du planst deine Route anhand der Staedte. Ich wuerde sie anhand der Parks planen.

22. September 2018: Von Florian S. an Matthias F.

Wenn Du und Deine zwei Mitflieger das aus Spass am Fliegen machen wollen, dann geht das auch mit ner PA-28 gut. Braucht halt was Planung und die Geduld aller Beteiligten, auch mal 30 Minuten im Steogfölug auf FL110 zu verdaddeln.

Wenn insbesondere die Mitflieger das mehr der Nationalparks wegen machen und die Akzeptanz von Umwegen zum steigen, etc. eher überschaubar ist, dann sollte es auf jeden Fall ein Turbo sein. Man muss hoch!

Zudem halte ich die Kalkulation mit 40 kg Gepäck für 3 Personen schon für extrem optimistisch: Die ersten 10 kg gehen für Flugzeugzubehör, ne Flasche Öl, etc. drauf. Das wären dann 10kg echtes Gepäck pro Person. Das fällt dann schon unter die Kategorie "leichtes Wandergepäck" - insb. ist dann nicht Platz für mehr als 1l Wasser pro Person, was ich bei so einer Tour für relativ wenig halte.
Da Du auf einigen H&H Plätzen landen wirst, wäre ich bei der W&B sehr konservativ...

22. September 2018: Von Matthias F. an Chris _____

Die Route legen wir entsprechend der Parks und Flugplätze fest. Für Tips wäre ich sehr dankbar!

Zugegeben, die 182er wäre perfekt geeignet. Da muss ich mich überwinden... ;-)

22. September 2018: Von Achim H. an Matthias F.

Im Sommer in der Gegend kann die Steigrate einer PA28 negativ sein. Das sind Dichtehöhen, die wir uns gar nicht vorstellen können. Ich war dieses Jahr unterwegs und habe ganz schön gestaunt. Mit einer 180PS-Archer würde ich mich da nicht rumtreiben.

22. September 2018: Von Chris _____ an Florian S.

Turbo ist schwer zu finden und teuer zu chartern. Und braucht es auch nicht.

Man kommt gut zurecht mit einer 182. Zu zweit auch mit 172. Die Bahnen dort sind lang, und vorausschauende Planung (morgens starten) sowie korrekte Ausfuehrung (Leanen, max. eine Klappenstufe) funktioniert.

Gepaeck ist nie und nimmer nur 40kg, das stimmt.

22. September 2018: Von Matthias F. an Achim H.

Danke für die offenen Worte.

Dann fange ich mal an Stunden auf der C172 zu sammeln, damit ich im nächsten Jahr die C182 fliegen kann.

22. September 2018: Von Matthias F. an Florian S.

Für das Sightseeing auf dem Trip wollte ich zwischen 3000 - 5000 ft AGL fliegen.

Auch sonst reizt mich nichts daran, in FL100 und höher rumzuturnen. Von da oben sehe ich zu wenig und mir bekommt es ohne Sauerstoff auch nicht wirklich.

22. September 2018: Von Achim H. an Florian S. Bewertung: +2.00 [2]

Wenn Du und Deine zwei Mitflieger das aus Spass am Fliegen machen wollen, dann geht das auch mit ner PA-28 gut. Braucht halt was Planung und die Geduld aller Beteiligten, auch mal 30 Minuten im Steogfölug auf FL110 zu verdaddeln.

Soso. Im Sommer in Denver ist die Dichtehöhe gerne 3000ft über der Flugplatzhöhe. Zeig mir mal ne P28A, die FL140/ISA erreicht mit voller Ladung.

22. September 2018: Von Tobias Schnell an Matthias F.

Für das Sightseeing auf dem Trip wollte ich zwischen 3000 - 5000 ft AGL fliegen. [...] Auch sonst reizt mich nichts daran, in FL100 und höher rumzuturnen

Diese beiden Anforderungen passen auf dem Trip leider überhaupt nicht zusammen. Hast Du mal geschaut, wie hoch das Gelände auf dem gesamten Teil östlich des Central Valley ist?

22. September 2018: Von Chris _____ an Matthias F.

Grand Canyon ueberqueren - 10500 MSL

Grand Canyon landen - 6000 MSL

Flagstaff 7000, Bryce Canyon 8000.

Um die Rockies VFR von Denver her zu ueberqueren, brauchst du gutes Wetter und vielleicht 12500 MSL.

Ich habe so einen Trip auch schon mal mit einer C172RG, allerdings mit 180PS, gemacht. Mit zwei eher kleinen Erwachsenen und zwei kleinen Kindern. Ich war aber drauf eingestellt, ggf. auch nach Sueden auszuweichen und um die Berge herumzufliegen. Am Ende haben wir uns bis 14000 hochgekurbelt. Mit Geduld. Und sind dann mitten durch. Und auch der Takeoff ab Flagstaff hat geklappt. Allerdings am kuehlen Morgen.

Mit der 182 geht das alles problemlos.

Check density altitude.

22. September 2018: Von Matthias F. an Chris _____

Ich muss zugeben, ich hatte mich bisher nicht mit den Höhen der lokalen Vegation im Detail auseinandergesetzt.

Hattest Du Sauerstoff für alle Pax dabei?

24. September 2018: Von Helmut Franz an Matthias F.

Ich würde zumal die Preise in den USA noch immer vergleichsweise günstig sind eher zu einem wirklichen

high performance Flieger tendieren. Am besten mal die lokalen Vermieter durchtelefonieren und Angebote einholen was ein Flieger mit Turbo, Fiki, O2 für die ganze Aktion kosten soll.

Mit den Rockies ist nicht zu spaßen...

24. September 2018: Von Tobias Schnell an Helmut Franz

Am besten mal die lokalen Vermieter durchtelefonieren und Angebote einholen was ein Flieger mit Turbo, Fiki, O2 für die ganze Aktion kosten soll

Solche Flugzeuge (also SR22T, P210 oder PA46) sind in den USA praktisch nicht zu chartern, und schon gar nicht für einen 250h-VFR-only-Piloten. Wenn man die Stecknadel im Heuhaufen doch findet, dann mit Checkout-Requirements, die wahrscheinlich einen zweiten Aufenthalt erfordern...

24. September 2018: Von Matthias F. an Tobias Schnell Bewertung: +1.00 [1]

High Performance, in Form einer C182, sehe ich völlig ein.

Aber Turbo, Fiki, O2 passen überhaupt nicht zu meinen (VFR) Fähigkeiten.

Mal abgesehen davon würde das Vorhaben mit Turbo, Fiki und O2 extrem teuer werden und obendrein empfinde ich es nicht als "Urlaubsspaß" mit O2 in Fiki Bedingungen zu fliegen.

Nachdem ich mal etwas genauer die Karten studiert habe war ich doch überrascht, wie hoch die verschiedenen Gebiete liegen. Als wir mit dem Auto die Route gefahren sind, hatte ich mir über die Höhenmeter überhaupt keine Gedanken gemacht und es kam mir nicht so hoch vor.

Wenn ich das Gebiet um die Rockies sehe, würde ich einen Alpencheckout als notwendig erachten. Der Aspen Flying Club schreibt diesen sogar verpflichtend mit 8 - 15 Stunden vor.

Alles in allem denke ich, dass sich das Vorhaben nicht sinnvoll in meinem Budget und mit meinen Fähigkeiten abbilden lässt. Vielleicht sollte ich erstmal die US Küste erfliegen und mir die Route für einen späteren Zeitpunkt aufheben...


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