Login: 
Passwort: 
Neuanmeldung 
Passwort vergessen



Das neue Heft erscheint am 1. Juli
Im Test: Twin Cessna
IFR-Flugvorbereitung mit ForeFlight
Technik: Der Anlasser
Lüneburg stimmt für Flugplatz
A320-Unfall Pakistan
Erste Erfahrungen mit Part-ML
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Sortieren nach:  Datum - neue zuerst |  Datum - alte zuerst |  Bewertung

Luftrecht und Behörden | Farbsehschwäche, Luftfahrtbundesamt  
17. November 2016: Von Moritz Meyer 

Hallo Zusammen,

anfang des Jahres, war ich zur fliegerischen Eignungsfeststellung der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck. Bei der fliegerärtztlichen Untersuchung wurde eine leichte Farbsehschwäche diagnostiziert. Mir wurde empfohlen, die Untersuchung abzubrechen, was auch getan habe.

Nun möchte ich demnächst privat eine Motorflugausbildung beginnen und habe diese Woche mein Tauglichkeitszeugnis der Klasse 2 erhalten. Bei der augenärtztlichen Untersuchung, habe ich von der fesgestellten Farbsehschwäche berichtet, da ich jedoch alle Tafeln fehlerfrei erkannt habe, hat mich die Ärtztin trotzdem als farbsicher eingestuft. Ich habe also keine Einschränkungen erhalten.

Nun ist mir gestern eingefallen, dass man in Fürstenfeldbruck umsonst ein Medical der Klasse 2 beantragen konnte, was ich auch gemacht habe. Leider hatte ich dies wieder komplett vergessen.

Nun zu meiner Frage: Ist die Bundeswehr verpflichtet, bei abbruch des Medicals, dem LBA mitzuteilen, dass eine Farbsehschwäche festgestellt wurde? Wenn ja, führt das zu Problemen da ich jetzt keine Einschränkungen im Tauglichkeitszeugnis habe?

Meinen Fliegerartzt habe ich noch nicht erreicht, aber er wird mich im laufe des Tages zurückrufen.

17. November 2016: Von ingo fuhrmeister an Moritz Meyer Bewertung: +3.00 [3]

weck doch keine blindenhunde!

mfg

ingo fuhrmeister

17. November 2016: Von Moritz Meyer an ingo fuhrmeister

Was passiert denn wenn ich nichts sage und das LBA die Information von der BW hat und jetzt mein Tauglichkeitszeugnis ohne Einschränkung zugeschickt bekommt?

17. November 2016: Von ingo fuhrmeister an Moritz Meyer

hast du schon mal gehört, daß BW und LBA datenaustausch haben? da weis die linke hand nicht, was die rechte tut...und die rechte weis nicht, daß es eine linke hand gibt...

wenns die bundeswehr erfährt, kommst du hier her nach bayrisch guantanamo!

bundeswehr...wir schaffen das auch! operative hektik ersetzt geistige windstille!

mfg

ingo fuhrmeister

17. November 2016: Von Achim H. an Moritz Meyer Bewertung: +1.00 [1]

Du hast doch keine Farbsehschwäche, die Diagnose der Bundeswehr war also falsch (die sehen sowieso nur oliv).

Die verpflichtende Information des LBAs über abgebrochene Medicals soll erst noch kommen aber soweit ich weiß ist die Bundeswehr sowieso außen vor, das LBA ist die Zivilluftfahrtbehörde in Abgrenzung zur Militärluftfahrtbehörde.

17. November 2016: Von Moritz Meyer an Achim H.

Danke für die Antwort. Das es normalerweise keinen Austausch zwischen BW und LBA gibt ist mir schon klar.

Aber da ich ja ein Medical Klasse 2 beantragt habe, sollten für die BW ja die gleichen Regeln gelten wie für einen normalen Fliegerartzt oder nicht? Aber wenn es eh nicht verpflichtend ist das LBA zu benachrichtigen wird es auch nicht passiert sein. Damit ist die Sache für mich geklärt :)

Also nochmal vielen Dank, werde meinem Artzt dann lieber nichts erzählen.

17. November 2016: Von ingo fuhrmeister an Moritz Meyer

klar - du hast ja auch schweigepflicht ggü deinem arzt!

mfg

ingo fuhrmeister

17. November 2016: Von Ulrich Dr. Werner an ingo fuhrmeister Bewertung: +13.00 [13]

Guten Tag zusammen

Ist ja interessant, welche Vorurteile so freizügig vertreten werden. Ich kann zu mindestens für mich anbieten, dass jeder gerne in meinem Büro vorbeikommen kann. Dann hat er die Chance sich ein Bild aus erster Hand zu machen, welche geistige und operative Qualität im Bereich der militärischen Flugmedizin im Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln praktiziert wird.

Zur eingangs gestellten Frage gibt es auch klare Antworten.

Die medizinischen Tauglichkeitsanforderungen für Militärpiloten sind deutlich höher, als alles was so nach EU-Recht gefordert ist, sie werden bzgl. des Auges immer durch einen auf Flugmedizin spezialisierten Augenarzt untersucht. Zusätzlich zum, aus fachlicher Perspektive, groben Suchtest mit den Ishihara-Tafeln, wird bei der militärischen Erstuntersuchung immer auch eine Untersuchung am sogenannten Anomaloskop durchgeführt. Dies entspricht einer quantitativen Messung der Farberkennung und ist der sogenannte Goldstandard der Farbsehuntersuchung.

Für die zivile Klasse 2 (und sogar in Teilen für die Klasse 1) wird nur der Ishihara Test gefordert, der nicht durch einen Augenarzt durchgeführt wird. Es gibt Farbsehschwächen, mit denen dieser Test bestanden wird. Und das ist auch völlig so in Ordnung.
Das wäre aber nicht in Ordnung, wenn der Militärpilot z.B. anhand von Farbcodierungen am MFD bei 6+ g Beschleunigung entscheiden muss, ob ein farblich codiertes Radarziel Freund oder Feind ist.

Das flugmedizinische Begutachtungszentrum der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck hat zusätzlich zur militärischen Funktion auch die Rechte eines AeMC, verliehen durch das LBA. Wenn es diese Rechte ausübt, also zivile Untersuchungen gem. EU-Gesetzen durchführt, werden diese Daten gem. den geltenden Gesetzen an das LBA übermittelt. Aber eben nur dann und nur im gesetzlich geforderten zivilen Umfang.

Wer von Fürsti, z.B. im April 2016, kein ziviles Zeugnis erhalten hat, dessen Daten wurden auch nicht an das LBA übermittelt (!! An den Starter dieses Threads). Und selbst wenn, das Kriterium für eine zivile Klasse 2 Tauglichkeit ist das Bestehen des Ishihara Tests, egal ob weitere Farbsehstörungen ohne Relevanz für die Regelungen nach Teil-Med der EU-Verordnung vorliegen.

Ob die Farbsehuntersuchung allein durch den Ishihara-Test in der zivilen Fliegerei eine sachgerechte Untersuchungsvorschrift ist, ist eine ganz andere Diskussion. Für die Sichtfliegerei am Tag im Uhrencockpit ist die Frage klar mit Ja zu beantworten.

Mit Fliegergruß

Ulrich Werner

17. November 2016: Von ingo fuhrmeister an Ulrich Dr. Werner Bewertung: -2.00 [2]

Das wäre aber nicht in Ordnung, wenn der Militärpilot z.B. anhand von Farbcodierungen am MFD bei 6+ g Beschleunigung entscheiden muss, ob ein farblich codiertes Radarziel Freund oder Feind ist.

hallo herr dotor,

friendly fire wird es immer geben...egal mit oder ohne sehschwäche...sieht man in afghanistan und syrien...

und noch mehr mit ko-ordinationsschwäche....aber das ist ein andres thema...

gibts den herrn kluge noch in ihrer medizinischen umgebung???

mfg

ingo fuhrmeister

17. November 2016: Von Moritz Meyer an Ulrich Dr. Werner

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich muss aber sagen, dass ich mir absolut sicher bin farblich codierte Radarziele richtig zu erkennen, zumal diese ja nicht mit orange-rot für Freunde und rot für Feinde codiert sind. Aber ich verstehe, dass irgendwo die Grenze gesetzt werden muss und es gibt ja genügend Bewerber.

17. November 2016: Von ingo fuhrmeister an Moritz Meyer Bewertung: -2.00 [2]

dann bewirb dich als drohnenpilot...ist eh die nächste generation, dann bekommst die

kampfeinsätze per email und kannst vom homeoffice über die xbox die bösen bekämpfen!

läuft ja jetzt schon ganz prima!

mfg

ingo fuhrmeister


11 Beiträge Seite 1 von 1

 

Home
Impressum
© 2004-2020 Airwork Press GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Airwork Press GmbH. Die Nutzung des Pilot und Flugzeug Internet-Forums unterliegt den allgemeinen Nutzungsbedingungen (hier). Es gelten unsere Datenschutzerklärung unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (hier). Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA) Hub Version 13.05.09
Zur mobilen Ansicht wechseln
Seitenanfang