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Reise | Gerona, der Airport für Lebensmüde ?  
30. Oktober 2004: Von Wolff Ehrhardt 
Gerona, ein Flughafen in Nord-Ost Spanien, kurz hinter der Grenze, mit ILS, reichlich Landebahn für schweres Gerät und auch ein paar GA-Flugzeuge. Ich empfand dieses Platz immer etwas ruhig und verträumt, aber es ging alles einfach und recht schnell. Nun, seit dem dort Ryan Air ist, hat sich da einiges geändert. Vor kurzem bin ich dort hin, um von EDFB auf dem Weg nach Malaga in Gerona aufzutanken. Das die Spanier eine eigene Auffassung bezüglich englischer Aussprache haben, dürfte jedem, der dort schon mal gefolgen ist, bekannt sein. Aber in Gerona schein die zu sitzen, die noch etwas "üben" sollten. Ich war über der Intersektion Alber in FL90 und wollte dann langsam runter, da der Final so bei 4200 Fuss liegt. Mir wurden dann irgend wann Höhen 5000 ft um die Ohren geworfen, dann Radar Vektors und kurz darauf "Cleared for Approach", also gut, intercept Localizer und runter. Von wegen, bei 8 Miles zum Final etwas kurz, denn um in 7 Miles den Glide zu bekommen, hätte ich so um die 3000 ft haben müssen. Haben Sie schon mal auf dem Final bei einem ILS geslippt ? Üben Sie es, wenn Sie dort hin wollen, Sie könnten es brauchen. Wenn das Wetter IMC gewesen wäre, hätte ich nur durchstarten können, aber es war VMC und ich wollte nach 4,5 Stunden nur noch auch der "Kiste" raus. Der Rest lief dann normal ab, was mir gegenüber füher nur aufviel, viel Ryan Air und besseres AIS Gebäude, aber immer noch wirklich nette Landegebühre, Für 1,7 Tonnen € 8,07, da kann man nicht meckern. Auf dem Rückflug von Malaga hatte ich wieder Gerona eingeplant, um zu tanken und mir diesmal gesagt, das ich mir einen so kurzen Final nicht gefallen lasse. Nun gut, Vorsatz hin Vorsatz her, der Controller von Gerona Tower war von der Aussprache wirklich schwer zu verstehen, am laufendem Band wollte er Postionsreports, das lies mich vermuten, das er kein RADAR zur Verfügung hatte. Und immer wieder spanischer Funkverkehr, den ich nicht verstehen konnte. Dann bekam ich bei 8 Nm wieder meine Radar vektors und die 5000 Fuss, naja, kenn ich schon, alles wieder sehr kurz.. Dann hieß es netterweise, report wenn "established", es war recht bockig, und Untergrenzen um 3500-4000 ft. Ich bin dann wieder "schräg" das ILS runter und immer Blick auf die Nadeln. So ca 2 Nm vor der Runway tauchte unter mir in max, 200 Meter Entfernung eine 414 auf. Man bedenke, ich habe eine 2-Mot als Tiefdecker, und kann schlecht durch die Tragflächen schauen, so enstehen Mid Air Collisions. Ich sofort dies gemeldet, und was sagt der Controller ? Make a 360 on the Final. Ja, wo hat der denn seine Lizenz für den Tower her ? Er kann doch nicht erwarten, das ich spanischen Funk verstehe und mit bekomme, das die 414 VFR auf die Bahn zufliegt, zumal Gerona ein Airport of Entry ist. Da soll es schon mal vorkommen, das Flieger kommen, die nur ihre Muttersprache (nicht spanisch) und Englisch können.
Am Boden habe ich die beiden Piloten angesprochen, es waren Spanier, die waren natürlich VFR unterwegs und haben nicht so genau kapiert, was da eigentlich los war, bis ich es ihnen bildlich erklärt habe. Das hat sie offentsichtlich nicht sehr gestört. Es ging ja alles gut..... Todo es possible in Espana. Das ist leider war. Also seinen Sie vorsichtig, wenn Sie Gerona anfliegen. Ach, noch was. Der Sektor um Barcelona ist auch nicht ohne, die Controller reden spanisch und sind offentsichtlich etwas überfordert. Also auch lieber etwas mehr als sonst rausschauen. Weiter im Süden war ich dann mit dem Service wieder zufrieden. Es kann nur vorkommen, das Sie kurz den Funkkontakt verlieren, da die Sektoren wohl zum Teil sehr groß sind, und in FL120 die Rechweite der Comm´s nicht reicht.
4. November 2004: Von Gerhard Uhlhorn an Wolff Ehrhardt
Hallo Herr Ehrhardt,

können Sie das auch mit Absätzen schreiben? Wäre leichter zu lesen.

In der Sache zeigt sich mal wieder, dass man der englischen Sprache im Luftverkehr den Vorzug geben sollte. Also, wer englisch kann, sollte es auch nutzen. Ich finde es sicherer, weil (fast) alle es verstehen, und es ist auch irgendwie professioneller.

Gerhard Uhlhorn
5. November 2004: Von Wolff Ehrhardt an Gerhard Uhlhorn
Werde nächstens versuchen, meine Verärgerung erst mal abzubauen, bevor ich wieder einen Artikel schreibe und dann auch mit mehr Absätzen versehen. War doch etwas "sauer" wegen dem Vorfall.
5. November 2004: Von Wolff Ehrhardt an Gerhard Uhlhorn
Beitrag vom Autor gelöscht

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